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01.01.12

Zum Jahreswechsel...

gumo12-ksw.gif... darf wie immer eines unserer kleinen wwwilden Haustierchen in die wwweite WWWelt zwinkern. Und speziell natürlich in Richtung des noch ziemlich frischen Neuen Jahrs!

Was selbiges wohl so bringen wird?

Nun ja: Wild gebastelt wird allenthalben und auch weiterhin. Mindestens das ist schon mal klar.

Wie auch, dass dafür heuer sogar ein Extra-Tag zur Verfügung steht.

Na, wenn das kein Grund zur Freude ist!

gumo12.gif

Von miss.gunst am 01.01.2012 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

31.12.11

Netzlabel-Lieblinge 2011

nll-00-ksw.gifZum zünftigen Abschied aus dem alten Jahr gibt es diesmal noch vor Dreikönig eine kleine Zusammenstellung mit Netzlabel-Musik, die je nach Gusto natürlich auch verwendet werden kann, um ersteres aus- und das Neue Jahr anklingen zu lassen...

Die Reihung innerhalb des Reigens ist selbstredend nicht mit derjenigen einer Hitparade zu verwechseln - wenn überhaupt, dann haben wir uns allenfalls an einer Gruppierung grob nach Genres geteilt durch bzw. multipliziert mit ein bisschen Lust an Abwechslung versucht.
Aber viel wichtiger ist eh das Basismotto: Viel Vergnügen beim Lugen und Lauschen- oder, kurz und bündig: Enjoy!

nll11-01.gifVibe From The Korg Electribe
von C4
erschienen im Dezember 2011 bei 20kbps rec
Detailinfos und Herunterladen bei archive.org

Wohin die Reise in diesem Fall geht, verrät schon der Titel des ersten Tracks: "Journey to the Planet Acid". Und die entsprechend in Schwung gebrachten Ohrwürmchen schwingen schon im Takt. Prima für die Party...

nll11-02.gifSomething Entropy Entropy Somnething
von Silly Goose und Consistency Nature
erschienen im Oktober 2011 als [sphi034] bei sphicot

Wenns dann zwischendurch mal etwas eher Meditatives sein darf, ohne dass dabei die Pilgersandalen o.ä. ausgepackt werden müssten: wenden wir uns vertrauensvoll an ein Label, bei dem sich sonst auch immer eine gesunde Portion Industrial, Glitch und Noise abholen lässt. Dass das Thema Entropie immer für eine produktive Grübelei gut sein kann, wissen wir schliesslich auch von Thomas Pynchon.

nll11-03.gifIntrepid Hobbyist
von Carl Kruger
erschienen 2011 als [ctrl_vlv_032] bei CONTROL VALVE

A propos "gesunde Portion Glitch und Noise". Da hätten haben wir doch auch gleich eine passende Empfehlung. Kruger ist sozusagen ein Alter Meister dieses Fachs und "Intrepid Hobbyist" eine schhöne Kompilation mit gesammelten Werken aus den letzten Jahren.

nll11-04.gifMusic for the Succulents
von Strom Noir
erschienen im Dezember 2011 als [rc048] bei RuralColors
Detailinfos und Herunterladen bei archive.org

Danach darf es dann wieder etwas Sanfteres sein, oder? Zwar können Sukkulenten Stacheln haben und mitunter auch ziemlich giftig sein. Aber im Grossen und Ganzen sind sie ja doch bekannt für ihr überaus ausgeglichenes Gemüt. Dazu passt bestens die Musik, die Strom Noir für sie und uns produziert haben. "Ambient Drone" meint das Label. Ja, das meinen wir auch.

nll11-05.gifMusic
von Saito Koji
erschienen im Dezember 2011 als [rb 102] bei Resting Bell
Detailinfos und Herunterladen bei archive.org

Um gleich bei den schönen Schleifen zu bleiben: Bei Resting Bell, seit Jahren schon mit festem Eintrag unter unseren Lieblingslabels residierend, sind gerade drei EPs des japanischen Musikers Koji Saito herausgekommen, die wir LiebhaberInnen dieses Genres eigentlich alle gleichermassen gern ans Herz bzw. geneigte Ohr legen wollen. Schon sein erstes Release auf Resting Bell, "Time/Line" war/ist einfach grossartig. Also eigentlich: alle und alles, hier einfach nur exemplarisch "Music" - mit, und da kann man wirklich wieder der treffenden Beschreibung des Labels folgen, einem Klangkokon, in die man sich einhüllen (lassen) und wunderbar den Winter verbringen kann.

nll11-06.gifPromenader & Utflykter
von Oskar Hallbert
erschienen im Oktober 2011 als [rb 100-3] bei Resting Bell
Detailinfos und Herunterladen bei archive.org

Ausserdem hatte Resting Bell in diesem Herbst ein Jubiläum zu feiern, insofern die Hunderter-Marke der Publikationen überschritten wurde. Was bei den angelegten Qualitätsstandards, der Konsequenz in der ästhetischen Wahl und überhaupt ganz sicher ein guter Grund zur Gratulation ist. Und zudem rechtfertigt, dass gleich noch eine zweite Glocke auf dieser Liste erscheint. Wobei Oskar Hallberts "Promenader & Utflykter" auch deshalb aus der Triade der Jubiläumspublikationen herausgepickt wird, weil wir seine Arbeit mit Field Recordings so mögen.

nll11-07.gifFACTORY MUSIC
von Luís Antero
erschienen im Februar 2011 als [we 016] bei Wandering Ear

Auch beim auf Field Recordings spezialisierten Netzlabel Wandering Ear gab es 2011 eine neue Publikation - besonders spannend, weil mal nicht Naturklänge im Mittelpunkt stehen, sondern es eine alte Fabrik ist, die Musik machen darf. So gesehen also: Industrial at its best!

nll11-08.gifSongs for the Sun
von Ceptual
erschienen im August 2011 als [tube2328] bei test tube

Aus den Fabrikhallen hinaus ins Grüne, mindestens imaginär. Was aber bekanntlich nicht weniger Realität entfalten kann. Genau so wirkt jedenfalls die Ode an die Sonne, die Desmond Hollin aka Ceptual kredenzt: Lichtstrahlen aufs Haupt, Sonnefleckchen aufs Ohr.

nll11-09.gifSideline Sally
von Alicia Hush
erschienen im Dezember 2011 als [mk48] bei Musickollektiv

Natürlich auch nicht die einzige leckere Veröffentlichung des gerade mal zwei Jahre jungen, ebenso rührigen wie grundsympathischen Moskauer Netzlabel. Aber diese dürfen sich FreundInnen experimentellen Minimalismus sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Hush liefert zwei Tracks, die es wirklich in sich haben. Zu denen es dann noch eine Portion Remixes von Freunden gibt. Wobei man nicht nur daran merkt, dass Hush einen Hintergrund als DJ hat. Dieser Sound kann lässig auch grosse Räume füllen.

nll11-10.gifUnfound Sketches
von Sven Laux
erschienen im November 2011 als [unfound61] bei Unfound

Gilt ähnlich auch für Sven Laux' "unfound sketches", die gerade als eine der jüngsten Publikationen bei unfoundsound erschienen sind. Minimal Deep, tanzbar und satt.

nll11-11.gifMarées de hauteurs diverses
von Various Artists
erschienen im Dezember 2011 als [insubrwk02] bei Insubordinations

Ein überzeugender Beleg, dass viele Köche gemeinsam ganz phantastische Delikatessen fabrizieren können. In diesem Fall hat sich das von uns sowieso sehr geschätzte Kollektiv von Insubordinations mit Tskuku Tsuku Grammofon zusammengetan - der Netzlabel Abteilung einer ebenfalls frankophonen Tonträgerveröffentlichungsinitiative für Electronica (die, wie wir gern gestehen, uns auf diese Weise überhaupt erst in den Radar gegangen ist. Oho, das wurde ja wirklich Zeit!). Auch wenn der Titel behauptet, dass die Tiden unterschiedlich hoch sind: Wirklich Ebbe wird da nie.

nll11-12.gifVeer
von Preslav Literary School
erschienen im Mai 2011 als [id27] bei interdisco

Wo wir gerade bei Schweizer Netzlabel-Lieblingen sind, darf natürlich auch interdisco nicht fehlen. Sind nämlich wieder aktiv und werden es hoffentlich auch weiter bleiben.
Unser diesjähriges Liebings-Release bei interdisco ist unangefochten das von Adam Thomas aka Preslav Literary School - der aus Fundstücken der Kassetten-Ära wunderbare Experimenralelektronik zaubert und damit angewandte Medienarchäologie betreibt, die sich eins ums andere Mal mit dem Prädikat "best practice" auszeichnen lässt.

nll11-13.gifBUTTERFLY FLAPPING STRING THEORY
von Sean Derrick Cooper Marquardt
erschienen im September 2011 als [ijsdcm1] bei ItsuJitsu

Wie schade: Jason Kavanagh hat sich leider entschlossen, den Veröffentlichungsbetrieb von ItsuJitsu nach gerade mal zwei Jahren wieder einzustellen. Wie gut: dass rechtzeitig vorher noch diese EP mit improvisierten Klanglandschaften von Sean Derrick Cooper Marquardt herausgekommen ist. Empfehlung darüber hinaus: auch weiteren Releases des (Ex-)Netlabels ein Öhrchen zu schenken. Oder darf bzw. will man sich etwa eine Publikation entgehen lassen, die den schönen Titel trägt "gerhard richter generational gravitation / the idiot foot soldier you laugh at today will be pissing on the floor of your parliament tomorrow"? Nicht nur, weil da - zusammen mit Elizabeth Veldon - ebenfalls Sean Derrick Cooper Marquardt seine Finger im Spiel hatte: das kann nur eine rhetorische Frage sein.

nll11-14.gifIt's Not a Day For Work
von Various Artists
erschienen im Oktober 2011 bei Peppermill Records

Auch schon lang in der Kategorie Lieblingslabels. Zwar hat das Pfeffermühlchen auf seiner Seite gerade Baustellenzeit ausgerufen. Aber zuvor bzw. zum Trost noch eine neue Kompilation ins Netz gestellt. Für die - ungeachtet ihres Titels (den wir mal als Beitrag zur Verhinderung des gemeinhin zu beobachtenden und durchaus Besorgnis erregenden mählichen Aussterbens arbeitsfreier Tage verstehen wollen) - zwölf Beitragende ganze Arbeit geleistet haben. Die ihrerseits wiederum so grosses Vergnügen bereitet, dass wir doch mal hoffen wollen, dass auch die Pfeffermühlchen-Betreiber fleissig am Relaunch ihrer Heimseite arbeiten.

nll11-15.gifEducation of the Noobz 1
von Dragan Espenschied
erschienen im Sezember 2010 als [upfree37] bei UPITUP

Womit wir dann schon beim Bonus-Track wären. Dragan Espenschieds Bildungsprogramm für Newbies in Sachen muntere Musikproduktion auf dem Heimcomputer ist zwar schon im vergangenen Dezember erschienen. Aber einmal ganz abgesehen davon, dass es Netzlabel-Lieblingsliste ohne 8bit-Musik geben darf (und an anderen einschlägigen Adressen eh alle selber regelmässig vorbeischauen): Nachdem UPITUP schon vor Jahren mal (übers seinerseits äussert liebenswerte Lab30-Festival) auf unserer LLListe gelandet ist, müssen wir einfach mal wieder eine Publikation der Italiener dabei haben. Und eben, a propos müssen, diese hier ist einfach schon aus Bildungsgründen ein Muss. Im Sinne von: Unausweichlich, weil sonst wirklich was verpasst. Wer will schon mit Bildungslücken durchs Leben schreiten?

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Von miss.gunst am 31.12.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

30.11.11

Ich ist keine Schreibmaschine

eslgw-ksw.gifLeider. Wäre ja doch wirklich praktisch. Weniger wegen der verkörperten Medienarchäologie. Sondern weil dann sicher doch stets ganz automatisch für die kontinuierliche Füllung des Log.Buchs gesorgt wäre.

Indes, da es zwar viele (mehr oder weniger sympathische) Steilvorlagen vom Foren-Bot bis zum Netzkunst-Generator geben mag, die Selbsttransformation jedoch noch zu wünschen übrig lässt:

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Immerhin: die Hoffnung, das eine oder andere Schätzchen vom Shiftfestival, von interfiction, den Tüftlerlab-Sonntagen in der DIY-Ausstellung und (...und .... und .... und ...) was es sonst noch feines im November gab an dieser Stelle nachträglich noch auszuplaudern, verabschiedet sich ganz zuletzt.

Derweil bräuchte es nun schon einen Adventskalender. Der auch noch nicht gebastelt ist.
Ach, *seufz*...

Von miss.gunst am 30.11.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.09.11

Sendepäuschen und Nachsendungen

pspvgl-ksw.gifErinnert sich noch jemand an die gute alte Zeit, da es auf Sendern noch echte Sendepausen gab?
Solche über Nacht sowieso. Vor allem aber auch jene schönen kleinen Pausen zwischen den Sendungen, in denen statt der mittlerweile obligaten Vorankündigungen Standbilder mit (tendenziell eher merkürdigen) Stadtansichten eingeblendet wurden und später dann zur Steigerung der Kurzweil muntere Piepmätze auf Stangen herumzuhüpfen pflegten?

Mindestens letztere vermissen wir eigentlich doch sehr.

Was die kleinen Zierfinken wohl inzwischen treiben, wissen wir leider nicht. Aber eine kleine Hommage werden wir uns mal gönnen:

pspvgl-g.gif

... und würden ja auch eigentlich gern an dieser guten alten Tradition etwas beharrlicher festhalten wollen, als das im TV der Fall ist.

Aber weil sich dann noch mehr im Kulturbeutel ansammelt als eh schon, beschreiten wir im Log.Buch denn doch lieber so etwas wie einen Mittelweg.
Wird daher zum Abbau der erwähnten Sedimente ein paar Nachsendungen geben...

Von miss.gunst am 15.09.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.07.11

Flotter Schrott

mfldschr11-ksw.gifOder, genauer gesagt: Wieder flott gemachter Schrott - und um letzteren handelt es sich dann natürlich nicht mehr.
Wie beispielsweise die Konservendose, die allerdings gleich nach ihrer Leerung wieder zu ebensolchem wird.
Hier geht es allerdings um etwas längere Lebenszyklen, mindestens potentiell.

Und auch nicht nur um Metall als Recyclingmaterial. Gefragt sind vielmehr kreative Ideen, um ausgedienten Elektronik- und Computerbauteilen neues Leben einzuhauchen.

Die Computerzeitschrift c't' hat heuer eine neue Runde ihres Hardware Hacking-Wettbewerbs "Mach flott den Schrott" ausgerufen und lädt noch bis zum 03. Oktober (2011) dazu ein, einschlägige Projekte einzureichen.

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Alle Details dazu lassen sich im Artikel zum Startschuss des Wettbewerbs nachlesen - und eine ideale resp. höchst anschauliche und anregende Steilvorlage bieten natürlich die bereits eingereichten Projekte.

Unter denen wiederum, siehe da, auch eines ist, das in seinem vorherigen Leben eine (Bier-)Dose war - und nun als mit Ökostrom betriebenes Windlicht brilliert. Aber das nur nebenbei...

[Bildchen: Flott auf CD-Schrott surfend, auf dem Weg zu den Phönix-Asteroiden. Gebaut haben wir unser Brett aus einem vorbildlich von Datenspuren gereinigten Exemplar, das Wikimedia-User In The Mindway netter Weise in die Commons gespendet hat. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 01.07.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.06.11

Mach mit bei BYOB

brwnb-ksw.gifKryptisches Kürzel wieder mal. Aber das Akronym lässt sich ganz einfach auflösen - und obendrein in einen Satz mit Aufforderungscharakter, den wir gerne weiterreichen wollen...

BYOB heisst nämlich "Bring Your Own Beamer" und meint genau das: Menschen, die etwas Interessantes zum Projizieren haben, sollen sich zusammenfinden und dabei idealerweise gleich die passende Gerätschaft mitbringen.

Letzteres mag zunächst etwas übertrieben klingen. Aber abgesehen davon, dass wohl jede/r, die oder der schon einmal einschlägige Veranstaltungen organisiert hat, um das Bangen ob etwaiger Ausfallerscheinungen weiss: Hier gehört es zum Konzept, denn es soll eine möglichst lichstarke Sause zustande kommen.

Initiiert hat BYOB der derzeit in Berlin ansässige Künstler Rafaël Rozendaal, der uns in den vergangenen Jahren schon viele wahre, schöne und gute Projekte jenes Genres beschert hat, welches Mitte der 1990er Jahre den Namen "Netzkunst" erhielt.
[Wer noch keines davon kennt: einfach mal auf Rozendaals Heimseite die kleinen Quadrate in der oberen Zeile abgrasen...]

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Netzkunst ist so gesehen auch BYOB. Schliesslich soll es weltweit zu Beam-Ins kommen, wobei an jedem Ort neue lokale Verknüpfungen entstehen können - und darüber, dass die Aktivitäten auf der Webseite dokumentiert werden, bildet sich alles das auch wieder WWW-weit ab.

Noch Fragen? Mindestens die wichtigsten beantwortet der FAQ.
Und ansonsten empfehlen wir einfach: BYOB und sei dabei!

[Bildchen: Zeigt, wie man dem Motto folgen kann. Also dann!]

Von miss.gunst am 20.06.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.06.11

lab30 ruft!

lb30r11-ksw.gifAlle Jahre wieder findet im November im bayerischen Augsburg ein gar nicht mal so kleines, aber sehr sehr feines Festival für elektronische Kunst namens lab30 statt. Dessen Besuch zu planen, mag Anfang Juni vielleicht etwas früh sein - aber möglicherweise mag der eine oder die andere ja sogar selbst etwas beisteueren?

Aktuell läuft nämlich die Ausschreibung für die diesjährige Ausgabe - und KünstlerInnen, die an und mit elektronischen Medien basteln, sind herzlich eingeladen, Vorschläge für Projekte einzureichen.

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Wer sich die Details der Ausschreibung zu Gemüte zu führen will, kann diese am bequemsten dem pdf des Ausschreibungstexts entnehmen.

Zeit für Einreichungen ist dann bis 15. Juli 2011.

Von miss.gunst am 04.06.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.05.11

Baustellen

hmb-bstn-ksw.gifWas ist eigentlich aus den vielen schönen Baustellenschildern geworden, die dereinst von unzähligen Webseiten blinkten?
Mindestens auf den ersten Blick könnte man meinen, dass sie eins nach dem anderen von einem grossen, schwarzen Loch verschluckt worden sind.

Denn anders als noch vor zehn Jahren, also Ende der 1990er, scheinen sie immer seltener zu begegnen.

Nun kann das schwerlich darin begründet liegen, dass es im World Wide Web etwa keine Baustellen mehr hätte und der entsprechende Verweis in der Wikipedia nurmehr von historischer Bedeutung sei.

Ganz im Gegenteil: Nach wie vor könnte bzw. kann man mit Fug und Recht behaupten, dass das WWW - wie eben das Leben im allgemeinen - eine einzige Dauerbaustelle ist.

Insofern liesse sich mit Blick auf den (tatsächlichen oder vielleicht nur gefühlten) Baustellenschilderschwund wohlmöglich eher die steile These wagen: Wir sind - zumal in Zeiten täglicher Updates, Ugrades, da Launches ebenso wie sterbene Projekte und Ghost Sites längst zum Alltagsgeschäft gehören, nicht zu vergessen die Deskilling-Kollateralschäden des sogenannten Web 2.0 - schlicht und einfach daran gewöhnt, dass auch im WWW ein für allemal fertig mit der Utopie von "fertig" ist.

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Je nun. Weil wir aber im tiefen Grunde unseres Herzens zugleich nicht nur Ruinen- sondern auch BaustellenromantikerInnen geblieben sind: Bauen wir heut mal ein Baustellenschild. Nur mässig gelungen - wir hoffen aber, dass es dennoch seinen Zweck erfüllt...


Von miss.gunst am 01.05.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.04.11

MuVi Schauen und Wählen

kfto-mv11-ksw.gifMal wieder eine schöne Gelegenheit, die Qual der Wahl aufs Lustvollste auszukosten: Die Kurzfilmtage Oberhausen laden zur Kür für den Musikvideo-Preis 2011!

Wählen zählt zu den Bürgerpflichten, die mitunter auch gemischte Gefühle hervorrufen können. Besonders kurzweilig ist Kreuzchen machen ja nun wirklich nicht - und selbst die rauschendste Wahlparty wird wohl kaum darüber hinwegtäuschen, dass es vorweg wie hernach denn doch eher um den Ernst des Lebens geht.

Umso schöner, dass man manchmal auch wie weiland Paris einfach mal einfach gucken und sich für das Wahre-Gute-Schöne entscheiden kann. Mit Sexy Surplus, aber - anders als seinerzeit beim Hesperidenapfelverteilen - ohne Risiko, nebenbei noch historische Konflikte auszulösen.

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Wie eben nun beispielsweise bei der Online-Stimmabgabe für den Deutschen Musikvideopreis, kurz MuVi.

Oh, und wie anmutig ist heuer wieder die Reihe der Grazien Kandidaten geraten, unter denen wir nun zu wählen haben.

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Gar nicht so einfach, sich da mit eindeutigen Vorlieben zu outen, zumal der Anteil an sich geschätzer KlangproduzentInnen insgesamt recht hoch ist.
Besonders gemein indes (jedenfalls aus persönlicher Perspektive), dass auch folgende Kombinationen vorkommen:

* Leider ist die Musik der einst geliebten Formation XY nicht mehr ganz das, was sie mal war. Aber noch lange nicht so grusig wie die Bilder dazu. Huh?

* grossartige Bewegtbildgrafik, gefühlte hundert Punkte (A- und B-Note) für innovativen Gebrauch der Mittel, ästhetische Gesamterscheinung, perfekte Rhythmisierung. Schade, dass die Musike so ein bisschen bieder ist.

* grossartige Bewegtbildgrafik, gefühlte hundert Punkte (A- und B-Note) für innovativen Gebrauch der Mittel, ästhetische Gesamterscheinung... und hui, die Musike mögen wir auch. Nur leider kommen Bild Ton nicht wirklich zusammen. Oder hängt der Datendurchsatz einseitig? Nein, natürlich nicht.
Sollte der Clip vielleicht zu einem anderen Stück? Kopierfehler? Oder wie kommt so was dann?

* Bild und Ton passen gut zusammen. Ersteres eigentlich ganz schön, die Musik doch auch. Aber - autsch - das Dichten. Das ertrag ich mitnichten.

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Nunja, aber das sind eben doch nur die glücklichen Fälle, weil man die mit gutem Gewissen schon mal streichen kann. Will sagen: Da sowieso nur eine (1) Stimme vergeben werden darf, ist es unter dem Strich doch eher hocherfreulich, dass die Geschmäcker verschieden sind, auf beiden Seiten sozusagen. Bleibt nämlich auch so noch viel zu Vieles, zwischen dem dann wohl wirklich gewürfelt werden muss.

Und nein, wir haben uns noch nicht entschieden. Aber es ist ja auch noch ein bisschen Zeit zum Schauen und Wählen - genauer gesagt: Bis zum 06. Mai.

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[Bilchen: An sich könnte man sie ja einbinden, die Clips. Aber weil sie nach Ende der Wahlperiode auch wieder verschwinden und dann schwarze Löcher hinterlassen würden im armen kleinen Blog, mussten wie so oft eigene Imaginationen her. War verglichen mit der QualderWahl nicht mal schwer. Es wurde dabei tendenziell, wenngleich sicher nicht hinreichend intensiv (und auch nicht komplett), an jene Kandidaten gedacht, um die noch gewürfelt werden muss.]


Von miss.gunst am 06.04.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.03.11

Ruf vom Pixelstorm-Award

pxsdsc11-ksw.gifUnd wieder einmal ist es soweit: Zeit für den Pixelstorm-Award!
Nach einer umzugsbedingten Pause, die im vergangenen Jahr eingelegt werden musste, heisst es 2011 erneut "Bühne frei" für alle, die ihr Geschick im Pixelschubsen ihre Talent zur Erstellung digitaler Bewegtbilder unter Beweis stellen wollen.

Wie immer wird der Wettbewerb zu einem Thema ausgeschrieben, das uns - wir gestehen es gern - diesmal aber besonders gut gefällt: DISCO IMPOSSIBLE.

"Disco impossible nennt man alles, was unmöglich ist! "So eine unmögliche Disco!" Eine Disco impossible kann ein unerreichbares Ziel, eine unmögliche Beziehung, eine schier unmögliche Situation oder eine Darstellung, die so überhaupt nicht zu funktionieren scheint. In allen unmöglichen Diskotheken dieser Welt liegt die Kraft der Unmöglichkeit aus dem wir ständig Neues schöpfen."
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Ab heute Bereits seit gestern (25.04.11) ist der Wettbewerb resp. die Plattform für die Einreichungen geöffnet - und noch bis zum 25.6.11, also noch gute zwei Monate lang, lassen sich nun Beiträge hochladen und damit auch gleich zum Besten geben.

Der erste ist zur Stunde übrigens schon da: Matt Frieburghaus lädt passend zum Frühlingsbeginn in die Open Air Disco ein. Fein!

Von miss.gunst am 26.03.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.02.11

DIY @ transmediale 2011

lgtm11-ksw.gifWer hätte das gedacht. Natürlich ist die transmediale alle Jahre wieder ein Fixstern im Terminkalender. Und selbstredend gab es stets so einiges zu entdecken, das in den Kulturbeutel gepackt, dem Zettelkasten einverleibt und hier im Log.Buch vorgstellt werden wollte.
Aber diesmal...

... Fehlanzeige? Nein, natürlich nicht. Ganz im Gegenteil: Gerade für FreundInnen des Bastelns, Sachen- und Projektemachens hatte die tm11 mehr denn je im Gepäck!

Zwar war, wir erinnern uns (oh-wie-die-Zeit-vergeht!), schon vor gut zehn Jahren Do It Yourself Thema der transmediale gewesen (gibt übrigens tatsächlich noch die archivierten Webseiten).

Aber inzwischen haben sich die Baustellen und Werkzeuge ja doch ein wenig weiterentwickelt. Und das Prinzip des Do it together bzw. with others spielt eine denkbar wichtige Rolle dabei.

Im Progamm der transmediale bzw. in der Schwangeren Auster machte sich das vor allem in der sogenannten HacKaWay bemerkbar (auch wenn dieser Bereich, seiner Benamsung zum Trotz, eigentlich eher als Ausstellungsraum funktionierte) und ganz besonders in der "OPEN ZONE", die wie eine Zeltstadt im Foyerbereich wucherte.

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Anders als die Konferenz und die Gesprächsrunden in den Salons wurden die vielen, ebenso vielfältigen wie auch spannenden Aktivitäten in diesen Bereichen nicht aufgezeichnet und per Stream in die Welt geschickt. Was zum einen schon organisatorisch nicht zu packen gewesen wäre - und auch wenig Sinn gemacht hätte. Denn gerade wenn es ums Handeln und speziell gemeinsames Handeln geht, spielt die Musik selten allein im Netz. Dafür braucht es eben - "think global, act local" - nicht nur Realzeitpräsenz, sondern auch Lokalpräsenz und den Austausch vor Ort.

Heisst allerdings auch, dass es ausgerechnet von diesem Herzstück der Veranstaltung keine Video- oder Audioarchivalien gibt. Tja. Und so sind im Kulturbeutel - der eh schon aus den Nähten platzt von fuderweise angesammeltem Material - gleich wieder eine ganze Menge Neuzugänge gelandet. Mal sehen, wann sich das alles verarbeiten lässt...*

* Wird dann ggf. der historischen Ordnung halber nachträglich im Monatsarchiv für den Februar eingeordnet werden. Im Zweifelsfalls also an dieser Stelle ff nachblättern.

[Bildchen: Sieht man ja, was es ist - das attraktive Logo der transmediale]


Von miss.gunst am 07.02.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.01.11

Ruf zum Radiophonic Creation Day

rphcd11-ksw.gifAnstelle eines Webtradio-Tipps wieder einmal ein Aufruf, der später ganz sicher zu einem ebensolchen führen wird: Es geht nämlich um experimentelle Radioproduktionen als mögliche Beiträge zu einem einschlägig gewidmeten Radiotag...

... dem Radiophonic Creation Day!

Der Radiophonic Creation Day findet alle zwei Jahre statt - heuer, genauer gesagt: am 04.06.2011 ist wieder so weit.
Und zu diesem Behufe geht eben nun auch ein Aufruf zur Beteiligung bzw. Einreichung von Produktionen in die Runde:

CALL FOR PROPOSAL / APPEL A PARTICIPATION International Radiophonic Creation Day is a biennal event honouring radio creation on its widest sense : soundscape, Hörspiel, radio drama, experimental music, various sounds...

How does it work?
On Saturday the 4th of June between midnight and midnight will be broadcast at the same time on a lot of radios around the world, the 24h programming provided by us and including your pieces. After the festival, a boxset containing the 24h of programming will be edited and will be distributed to all the participants and to arts centers, librairies, specialised bookshops etc….

Submissions
Applicants must fill out and submit the Submission Form on this site, as well as an e-mail with your sound piece attached (it is preferable to use www.sendspace.com to send your pieces) to info@shakerattleroll.com

Application open to : radio stations, artists, anyone interested in sounds
Subject : no fixed subject
Lenght : no fixed length
Format : .wav or .mp3 (256kbps)

Open for submissions : December 2010
Deadline for entries : 1st April 2011
Delivery of commissioned programming : 22nd April 2011
24h Broadcasting : 4th June 2011
Boxset edition : November 2011


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Wie dem Procedere zu entnehmen, werden die eingereichten Beiträge noch ausgewählt, um ein Programm zusammenzustellen - es wird also nicht einfach alles bunt dahingesendet werden.

Auf die Ergebnisse sind wir selbstredend gespannt und werden dann am 04. Juni die Öhrchen spitzen. Erst einmal aber heisst es: Einreichen, bitte - seid dabei!

Von miss.gunst am 28.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.01.11

Ruf nach Kunstgeburtstagsgeschenken

lbbab-ksw.gifAlle Jahre wieder? Genau. Aber bevor wir Kunstgeburtstag feiern, wollen erst einmal die Präsente zusammengestellt sein.
Wie praktisch, dass das ORF Kunstradio auch heuer einen kollektiven Gabentisch organisiert.

In bewährtem Verfahren hat das Kunstradio einen Ruf nach Geschenken im Audioformat ausgegeben - und wie immer gibt es einen Pool, in den man seine Stücke selbst einspeisen kann.

lbbab-g.gif

Kunstgeburtstags-FreundInnen indes, die nicht gleich eine ganze Miniatur-Komposition abliefern können oder wollen, dürfen aber auch gern ganz einfach freudig Jubeln: Der glückliche, bglückende Schrei wird dann am 17. Januar via Yourscream auf der Kunstradio-Kunstgeburtstagsparty zu hören sein.

Seid dabei!

[Bildchen: In Hommage an die dieses Jahr zur Kunstradio-Kunstgeburtstagsfeier lancierte Tubenradiolarie, eine kleine Tröthilfenidee für jene, die nicht so gern selbst screamen wollen...]

Von miss.gunst am 11.01.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

31.12.10

Zum Jahreswechsel...

gmff2011-ksw.gif... darf wie immer eines unserer kleinen freundlichen Haustierchen in die Runde zwinkern.
Blickrichtung ist natürlich das behende nahende Neue Jahr...

... für das wir unter anderem (anders als es ansonsten unseren Gewohnheiten um diese Zeit entspricht) tatsächlich auch ein paar gute Vorsätze für unser Log.Buch gefasst haben. Oder sagen wir doch lieber: Pläne ausgeheckt?

Nun, dazu dann mehr im nächsten Jahr - das uns ja schon verführerisch entgegenfunkelt..
... und durch das wir allen einen sprühenden (Funken-)Flug wüschen!

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Von miss.gunst am 31.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

12.12.10

VIDEOEX 2011 ruft

vdx11c-ksw.gifUnd wieder ein Aufruf, den es weiterzugeben gilt - in diesem Fall speziell an jene, die einen experimentellen Umgang mit dem Bewegtbild pflegen, der in entsprechenden Film- und Videoarbeiten resultiert.

Auch im kommenden Jahr - vom 21. bis 29. Mai 2011 - wird es nämlich in Zürich wieder eine Ausgabe des von uns aus guten Gründen hoch geschätzten Festivals VIDEOEX geben (s. a. mehr im hauseigenen Archiv). Und wie stets werden ein Schweizer sowie ein internationaler Wettbewerb Teil des Festivals sein.

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Sowohl die Regularien für die Einreichung (pdf) als auch ein entsprechendes Einreichungsformular (pdf) stehen auf den Heimseiten des Festivals zum Herunterladen bereit. Einreichungsschluss ist der 30.01.2011.
Also, in diesem Sinne: VIDEOEX, und hopp!

[Bildchen: EX VIDEOTAPE - nach einer Aufnahme von Honza Groh. Für die Bereitstellung in den Wikimedia Commons gilt wie immer ein dickes Dankeschön sowie für unser Bildchen dieselbe Lizenz, unter welcher das Mutterexemplar veröffentlicht wurde, in diesem Fall cc-by-sa.]

Von miss.gunst am 12.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.12.10

Ruf nach Klanglandschaften

klseu10-ksw.gifAuf der Suche nach einem schönen Webradio-Tipp, mit dem man den Dezember hätte einleiten können, sind wir auf einen Aufruf gestossen, der sicherlich früher oder später zu einem ebensolchen führen wird.

Das Goethe-Institut Belgrad, das Institut für Musik und Akustik Karlsruhe am ZKM Karlsruhe, das Dritte Programm von Radio Belgrad, die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union, Deutschlandradio Kultur sowie der Klangkünstler und Regisseur Götz Naleppa laden europäische KlangkünstlerInnen dazu ein, sich auf die Suche nach dem Klangpanorama Europa zu machen - beziehungsweise Arbeiten zu selbigem beizusteuern.

Dabei soll es sich um radiophone Kompositionen von bis zu fünf Minuten Länge handeln, die unmittelbar auf einen Ort oder eine Landschaft (in Europa) Bezug nehmen - gefragt scheint, wenn man nach dem Ausschreibungstext geht, wohl eher eine Arbeit mit lokal eingeholtem Klangmaterial zu sein als freie Assoziationen (die Rede ist von "aktustischen Eindrücken"). Aber da Europa an sich immer auch Imagination ist - wer weiss...

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Jedenfalls: Denen, die einen Beitrag beisteuern, winkt nach erfolgreicher Passage durch die Jurierung nicht allein die Ausstrahlung des eingereichten Stücks. Zudem soll im Oktober 2011 auch ein Workshop mit Thomas Köner (s.a. im hauseigenen Archiv) im Karlsruhe stattfinden, bei dem es dann noch einmal zu einem gemeinsamen Klangbild von Europa zu finden gilt.

Das allein ist doch vielleicht interessant genug, um sich zu beteiligen?
Mehr dazu, wie das Ganze funktionieren soll, und natürlich alle relevanten Daten* im Klangpanorama-Ausschreibungstext...

*[Beiseit: Naja, relativ gesehen. Insofern man sich hier wie so oft fragen kann, warum so ein Dokument auch im WWW als Inselchen angelegt sein muss - und man die Anker zu den beteiligten Institutionen, Organisationen und Personen, für die sich potentiell Einreichungswillige ja vielleicht interessieren könnten, dann selbst zusammenklauben muss...]

[Bildchen: Grosser Dank für die Zeichnung der Erdkugel mit Europa geht an den Wikimedia-User Ssolbergj - und wie diese ist auch unsere Klanglandschaft mit cc-by-sa lizensiert.]

Von miss.gunst am 01.12.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

25.11.10

Eine Frau mit ihrer Katze

mmh-fmk-ksw.gifWie wäre es zwischendurch mal wieder mit einem Projektchen, an dem sich jede/r, der oder die dazu lustig ist, beteiligen kann?
Aber sicher, da hätten wir eins.
Und keine Sorge: Dazu braucht es keine Katze, und auch eine Frau muss man weder haben noch sein.

Gefragt sind vielmehr ein Mann und sein Hund.
Die sollen gezeichnet und dann an Thomas Slater geschickt werden, der selbige für sein gleichnamiges Projekt sammelt und auf dessen Blogseite publiziert.

Also ganz einfach eigentlich - zumal handwerkliche Fertigkeiten oder besondere Begabungen nicht zur Voraussetzung für die Veröffentlichung gemacht werden, wie sich an den bereits vorhandenen Einreichungen erkennen lässt.

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Indes es selbstredend auch aus anderen Gründen schwerfallen kann, sich zu beteiligen. Beispielsweise wenn einem einfach nicht der Sinn danach steht, die Menge der Männer mit Hunden weiter zu mehren* resp. weil man die Äuglein lieber an Frauen und ihren Katzen oder Kaninchen oder oder weiden will.

* Warum? Nun, weils eh genug hat. Ein kluges Wort dazu gefällig? Auch da hätten wir eins parat: "you are you because your little dog knows you you cannot make a masterpiece and that is all of that." Gertrud Stein. In "Everybody's Autobiography". Sie hatte übrigens eine Frau und eine Katze. [Jaja, auch einen Hund. Aber darf heute mal woanders spielen.]

[Bildchen: w.z.b.w.]

Von miss.gunst am 25.11.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.10.10

Broadcasting Art (Aufruf)

krwbw-ksw.gifA propos Radiokunst: Da flatterte uns doch gerade noch ein passender Aufruf zur Beteiligung ins elektropostalische Briefkästlein herein, den wir gerne gleich mal weiterreichen wollen....

Und zwar hat der spanische Sender rtve derzeit einen entsprechenden Wettbewerb namens "Broadcasting Art 2010" ausgeschrieben. Erst mal aus nahe liegenden Gründen auf spanisch - aber wem das spanisch vorkommt bzw. wer dieser Sprache nicht mächtig ist, kann die Regeln zur Beteiligung auch auf Englisch nachlesen.

Ist nicht mehr viel Zeit (Deadline ist der 30.10.10) und es sollen auch bislang unpublizierte, im laufenden Jahr produzierte Stücke sein. Dafür darf man zwei Lose in die Trommel werfen. Und neben der Ausstrahlung winkt auch so etwas wie ein Siegerlohn.

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Zur Einreichung selbst ist dann ein Formular zu benutzen - auf das hier schon allein deshalb verwiesen werden sollte, weil es im Regeltext dazu eine wirklich nette Klausel enthält: Anzugeben ist nämlich auch eine "theoretical justification" für das Projekt.*
[*Beiseit: Das steht so nur in den Regeln - im Formular selbst ist, Gemach, Gemach, nur von "Include here the title of the presented work and the synopsis. Besides creator's biography and CV " die Rede.]

Also nichts einfacher als das, oder?
Nun: Für den Fall, dass ausgerechnet an diesem neuralgischen Punkt der Einreichung jemand an seinem Bleistift nagen Spinnweben über der Tastatur wachsen sollten, hätten wir hier einen kleinen Blindtext, den wir gern zur freien Verwendung zur Verfügung stellen:
"Theoretisch wollte ich mit diesem Beitrag die Radiokunst ein für alle Mal revolutionieren. Praktisch hat es halt nur für ein 10-Minuten-Irgendwas gereicht. Aber hört's Euch doch einfach mal an..."

Ok, kleiner Scherz. Aber weil wir Einreichungsregeln und -formulare wirklich innig lieben, musste der einfach sein.

Von miss.gunst am 20.10.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.10.10

Aufforderung zur Entschuldigung!

sfxcm-ksw.gifWie bitte? Doch doch: Es geht tatsächlich um eine Entschuldigung. Genauer gesagt: Um die Aufforderung Einladung, eine ebensolche kreativ zu gestalten. Das Allerbeste aber gleich vorweg: Ehrliche Zerknirschung ist keine entscheidende Voraussetzung fü eine aktive Beteiligung...

Eigentlich ist denn auch nur der Name des Projekts, durch den überhaupt das Thema "Entschuldigung" auf den Tisch gebracht wird.

Excuse heisst ein kleines neues Zine, das in kleiner Auflage auf Papier produziert und zugleich zur Ansicht ins Netz gestellt wird. Dazu geht jede Woche ein neuer Aufruf an die Allgemeinheit heraus, sich mit einem Beitrag zu beteiligen.
Allerdings nicht zum Thema "Entschuldigung" - es wird vielmehr wöchentlich ein neues Motto ausgegeben.

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Denjenigen, die nun erst recht über den Titel rätseln, könnten wir zum Behelf vielleicht noch folgende Erklärung anbieten: Ohne Not kreativ zu werden, mit ein bisschen Liebe und Sorgfalt etwas zu fabrizieren, das keinen anderen Zweck erfüllt als Beitrag zu einem schönen Projekt zu sein - das wäre doch eine prima Entschuldigung, um guten Gewissens die Pflichten des Tagwerks für einmal beseit zu legen und mitzutun!

[Bildchen: Die drei Kandidaten sehen zwar denkbar zerknirscht drein. Aber dass sie wirklich schlimme Finger gewesen wären, davon wissen wir eigentlich nichts. Eher schon ist das schlechte Gewissen ganz auf unserer Seite, wenn wir an den überquellenden Kulturbeutel, die noch immer ausstehende Fortsetzung der Perlenschau von Produktionen aus Romainmôtier und erst recht die vielen Neuigkeiten aus den netten Nachbarschaften denken, von denen es zu berichten gilt... gelten würde ... gülte ... je nun... sobald wieder Zeit ist eben...]

Von miss.gunst am 06.10.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.09.10

Geduld, Geduld

tbkfst-ksw.gifBraucht man natürlich auch zum Reparieren. Jedenfalls, wenn nicht einfach ein Pflaster aufgeklebt werden soll - aber: selbst eine organische Selbstreperatur benötigt Zeit. Kurzum, ein bisschen Geduld ist in jedem Fall gefragt.

So auch, wenn sich im Kulturbeutel gerade wieder allzuvieles angesammelt hat ...

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... das erst einmal sortiert werden will. Vom Aufbereiten der Bild(aus)beute, der unzähligen Zettelchen für den Zettelkasten und der zwecks Rückfragen etc pp eingesammelten Adressen ganz zu schweigen.
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Ergo: Bis es mit einer Reihe zur diesjährigen ars electronica und zum Reparieren weitergehen kann, wird sich noch ein wenig Staub in den Fensterkästen der Tabakfabrik sammeln. Und ansonsten ist ja sowohl mit der Fortsetzung der Berichte von der SGMK HOME MADE-Forschungswoche und von der ISEA21010 RUHR noch gut zu tun.
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Aber Warten, Warten, Warten kann mitunter ja auch ganz schöne Aussichten bieten ...
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Von miss.gunst am 07.09.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

30.08.10

Schöner Warten (Shift Basel @ ISEA2010)

ismksh-ksw.gifWas es beim DIY Makeaway auf der ISEA nebenbei auch noch gab: Einen kleinen Mini-Workshop im Wolkenkuckucksheim- bzw. Kartenhausbauen.
Mit dem sich nämlich gleich zwei Übungen aufs schönste verküpfen liessen.

Zum einen ist das natürlich die perfekte Lockerungsübung für vom Löten gebeugte Rücken, indes die Motorik sich ganz auf die Gesamtbalance konzentrieren kann.
Zum anderen aber und eben obendrein hilft es auch, die quälende Wartezeit bis zum nächsten Festival zu überbrücken [oder zum über(überüber)nächsten, aber so genau wollen wir an dieser Stelle mal nicht sein).

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Besonders gut gelingt derlei jedenfalls dann, wenn man dem leuchtenden Beispiel von PEI folgt ...
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... die ihr Kartenhaus vorbildlich aus den hübschen Einladungskarten ...
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... zum nächsten Shift Festival im Oktober baut, welches sich dem schönen Thema Lost & Found widmen wird.
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Das merken wir uns doch gleich mal vor, oder?
Die Daten:
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Von miss.gunst am 30.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

12.06.10

Ambulante Textil-Therapie

ttkvrb-ksw.gifKlingt erst einmal nach Änderungsschneiderei? Knapp vorbei - aber doch nicht ganz daneben. Tatsächlich ist eine THREAD THERAPY ein Service, der ganz spontan in Anspruch genommen werden kann - und es wird mit Schere, Nadel und Faden operiert.

Aber eben nicht mit dem Ziel, Löcher in Socken zu stopfen. Sondern eher schon, um die Löcher mit einer schönen Borte zu versehen. Allenfalls solche zu füllen, die sonst wohlmöglich mit Zwangs- und Übersprungshandlungen gefüllt werden würden. Mit gemeiner Arbeitssucht bis zum Burnout. Oder aber quälender Langeweile.
Um etwaiges Leiden am kreativen Imperativ zu lindern. Wo nötig, Erste DIY-Hilfe zu leisten. Und und und...

So lautet jedenfalls die Ankündigung:

THREAD THERAPY KLINIK (TT AMBULANCE ZUG)
Ambulanter Workshop mit:
Steffi Müller (ragtreasure), Klaus Dietl und Verena Kuni
sowie dem frfr-Team von I PUSH YOU BUTTON.
Samstag, 12.06.10 von 11-16 Uhr
YWAO Kolinplatz Zug

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Verstrickt und Zugenäht? Wir helfen weiter...
... mit textilen Operationen und Lektionen.
Im Angebot: Heilmittelkunde & Erste Hilfe - Sticheln, Hakeln und Häkeln - Problem-Patches - Soft Strategies - Einwickeln & Netze Werken - Produktive Verwirrung (für Anfänger und Fortgeschrittene)

Stephanie Müller lädt ein, Luxuspilze für Hirn und Gebiss, Kreuzbandrisse am Stück und weitere Krankheitsbilder zu erfinden und zum Plüschparsiten zu transformieren.
Klaus Dietl produziert Heilmittelverordnungen am laufenden Band und verschreibt handgestrickte Bandagen für Telefonzellen sowie weiteres Mobiliar im öffentlichen Raum.
Und die Verfasserin dieser Zeilen wird individuell buchbare Sitzungen zur Problemproduktion anbieten.

Damit nicht genug, gibt es am Abend noch eine Extra-Offerte. Nämlich eine
THREAD THERAPY Abend-Ambulanz in Zürich
bei Emma & Urban
Kanonengasse 35 (Ecke Militärstrasse)
20-22 Uhr

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Von miss.gunst am 12.06.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.05.10

Ruf von Les Digitales

ldgtls-ksw.gifZwischendurch wieder einmal ein Aufruf - dieser ist an MusikerInnen gerichtet, die auf dem Feld der elektronischen Klanggeneration säen, ackern und ernten.
Und gewillt sind, die Früchte ihrer Arbeit diesen Sommer dann im Grünen mit anderen zu teilen.

Insofern passt der Aufruf eigentlich auch ganz prima zu den Streifzügen durch diverse Biotope, die wir aktuell im Log.Buch unternehmen - wengleich es schlicht und ergreifend um ein Festival geht, das saisonbedingt und mittlerweile bereits seit einer halben Dekade jeden Sommer durch verschiedene Schweizer Städte respektive deren Parkanlagen tourt: Les Digitales.

ldgtls-gg.gifDerzeit ruft Les Digitales also nach beitragenden KünstlerInnen, und zwar mit folgenden Worten:

"Les Digitales ist ein Festival für elektronische und experimentelle Musik, welches seit 2005 jedes Jahr auf den Wiesen verschiedener Pärke der Schweiz stattfindet. Das Festival ist auf der Suche nach frischen und überraschenden, musikalischen Performances für die Ausgabe 2010.

Rahmen und Bedingungen
- Konzert von 30 Minuten, zwischen 16h und 22h
- Musik, welche sich dazu eignet in einem Park auf einem Liegestuhl liegend angehört zu werden
- Keine zu aufwändigen technischen Bedürfnisse (Auf-/Abbauzeit max. 25 Minuten)
- Das Festival stellt keine Back-Line, nur ein Stereo PA zur Verfügung (keine Mehrkanaldiffusion)
- Alle Gruppen erhalten eine Aufzeichnung des Konzerts und eine kleine Spesenentschädigung

Schickt eure Eingabe (Musikdemo-Link, Projektbeschrieb, CV,Links etc.) an: candidatures2010_lesdigitales_ch*
Einsendeschluss : 6. Juni 2010

Dieses Jahr werden «les Digitales» in 3 Städten stattfinden:
Samstag 21. August – Porrentruy (JU)
Sonntag 22. August – Biel/Bienne (BE)
Samstag 28. August – Bern (BE)"

* Die Unterstriche sind selbstredend durch sinnstiftende Sonderzeichen zu ergänzen...

Von miss.gunst am 11.05.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.05.10

DIY Gärtnern Grünen Blühen (Wettbewerb)

stgrtl-ksw.gifDie Gartensaison ist natürlich längst eröffnet - zugleich zieht inzwischen aber auch das frei wuchernde Grün kräftig nach und die Frühlingsblüher winken allenthalben: Was willst Du mit Spaten und Hacke?
Leg' doch getrost die Hände in den Schoss, wir sorgen schon selbst dafür, dass der Garten grünt und blüht...

Insofern wollen wir zwar einerseits gerne den Hinweis weitergeben, dass aktuell bei instructables.com ein kleiner Wettbewerb läuft, bei dem BastlerInnen mit grünem Daumen und GärtnerInnen mit Neigung zur Bastelkultur noch bis Ende des gerade angebrochenen Monats - genauer gesagt: bis zum 30. Mai - Projekte einreichen können.

Andererseits ist der Maifeiertag ja nun auch traditionsgemäss ein Tag der Arbeit, an dem man selbige niederlegt, um etwas weiterführender über Arbeitsbegriffe und -verhältnisse nachzudenken. Und dazu haben fleissige SelbermacherInnen sicher ebenfalls einen guten Grund. Schliesslich machen sie sich freiwillig Arbeit, und das nicht zu knapp.

Daher gibt's an dieser Stelle eben noch einen kleinen Alternativwettbewerb für GartenfreundInnen, die das Prinzip des Feiertags für ausbaufähig halten:
Einfach mal nachschauen, wie es um die selbsttätig grünenden und blühenden Gärtlein vor der eigenen Haustür steht.
Da hat es ja auch direkt im städtischen Umfeld mitunter Kleinbiotope, die so schön sind, dass sie eigene Bemühungen um Begrünung eigentlich überflüssig machen.
Wie zum Beispiel dieses hier:

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Sollte nun der eine oder die andere unter den geneigten LeserInnen ebenfalls einen solchen prächtigen Garten auf der Strasse liegen am Strassenrand wachsen und gedeihen sehen: Einfach mal mit der Kamera draufhalten und das Foto schicken.

Damit es aber nicht ganz so einfach wird Weil gute GärtnerInnen natürlich wissen sollten, was da so vor ihrer Nase wächst, grünt, blüht und Früchte trägt: Sollte vor oder nach dem Fotografieren noch das Bestimmungsbuch gezückt und nachgeschlagen werden, welche Artenvielfalt im ausgewählten Gartenstück zusammenkommt. In obigem Beispiel wäre da etwa, ziemlich offenkundig: Taraxacum sect. Ruderalia (vulgo: Gewöhnlicher Löwenzahn). Plus vertrocknetes Laub (woher eigentlich?), Hustenbonbon- und Zellophanpapier.

Jedenfalls: Alle Einsendungen werden wir natürlich auf einer eigenen HOME MADE-Kleingartenseite vorstellen. Und die schönsten Gärtlein werden selbstredend dann auch mit einer ehrenvollen Auszeichnung (welcher? Hoppla, da müssen wir uns selbst noch etwas Geeignetes ausdenken...) prämiert.

Von miss.gunst am 01.05.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.04.10

HOME MADE Electronic Music

hmb1tb-ksw.gif... strikes again! Und das ist natürlich kein Aprilscherz. Pünktlich zum HOME MADE Jubiläumsjahr gibt es endlich wieder das erste HOME MADE Buch, HOME MADE Sound Electronics - dessen erste Auflage sich so grossen Zuspruchs erfreut hatte, dass sie bereits ratzeputz vergriffen war.

hmb1tb-gk.gifNun lassen sich also gegebenenfalls - dem allgemeinen Trend zum Zweitbuch folgend - die Bestände im eigenen Bücherregal auffüllen und/oder jene Bastelwilligen im Freundeskreis versorgen, bei denen an entsprechender Stelle überhaupt noch eine beschämende Lücke klafft.

Aber ganz abgesehen davon, dass sich das Buch dort natürlich nicht nur optisch gut macht, wenn es zB seinen Platz zwischen Nic Collins' Handmade Electronic Music und HOME MADE Electronic Arts findet (das wären, Obacht, allerdings schon drei Bücher), bietet es eben doch auch ein anregendes Innenleben.

Neben Interview mit bekannten Protagonisten der Szene - darunter Nic Collins (mehr im hauseigenen Archiv) und Bruno Spoerri (dito) - gehören dazu vor allem praktische Bastelanleitungen, die dank entsprechender Bildstrecken mit Fotos und Schaltplänen von der Wahl des Ausgangsmaterial und Werkzeugs übers Löten bis zum fertigen Projekt anchaulich zum Nachbau einladen.
Und zwar so, dass man das Prinzip verstehen und gegebenfalls weiter entwicklen kann - also auch eigene Projekte aufsetzen.

So erklärt Flo Kaufmann (mehr im hauseigenen Archiv) beispielsweise, wie man mit CMOS-Chips kleine Klangeneratoren bauen kann und Iris Rennert (ebenfalls mehr im hauseigenen Archiv) führt in die Kunst des Toy Bending ein.

Alle weiteren Details zu HOME MADE Sound Electronics plus Option zur Direktbestellung gibts auch auf der HOME MADE Electronic Music-Seite des Christoph Merian Verlags.

Von miss.gunst am 01.04.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.02.10

DOCKBOT Blinken & HighLights

dckbt-ksw.gifGleich noch ein DOCKBOT-Abend? Wäre natürlich auch eine feine Sache und wird es auch bald wieder geben - aber für heute heisst es erst einmal, einen glücklichen Blick zurück auf den gelungenen Anlass zu werfen...

Das machen wir mit Blick auf den noch immer überquellenden Kulturbeutel und brummende Baustellen drumherum für heute mal ein bisschen textbequem mit einer Reihe von Bildchen (und ganz ganz ganz kurzen Kommentaren zu diesen).
[Dunkel war's, die Kamera klein, der Blitz programmatisch ausgeschaltet und die Aufmerksamkeit natürlich bei den Anwesenden und dem, was sie zeigten - ergo das Fotografieren Neben-Nebensache. So sehen die Bildchen dann natürlich auch aus... und daher auch nur eine klitzekleine Auswahl...]

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Es werde Licht: DIY Open Mobile Laser mit Con bzw. Con mit DIY Open Mobile Laser...
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... indes das versammelte Publikum den ganzen Abend über nicht aus dem Staunen kommt ...
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Roboterliebe von und mit Effi...
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.... und eins ihrer liebenswerten Robo-Monstertierchen...
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... Kirstys phantastischer Robo-Wurm (wird gerade von seiner Kreateurin installiert) ...
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... und weiter gebannte Blicke ...
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... geheimnisvolles Glosen im Hintergrund des Open Lab ...
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... we got the power! Michi mit SYNKIE (man beachte den Meeega-Bus...) ...
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... kiilo, Pei-Wen Liu, Kirsty ...
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... und grosse Freude wohin man schaut ...
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Blinkten treu zu allen Highlights, einen ganzen Abend lang: die 20px im Fenster des Dock (es werde, war, wird Licht sein - klar!)

Von miss.gunst am 22.02.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

19.02.10

DOCKBOT @ dock18

dckbtfl-ksw.gifDorkbot Swiss macht sich ja nun schon seit einiger Zeit betrüblich rar - aber das heisst natürlich nicht, dass es in der Schweiz keine Menschen mehr gibt, die seltsame Dinge mit Elektrizät veranstalten.
Ganz im Gegenteil!

Insofern war es wirklich höchste Zeit, dass die Community ein neues Forum für den Austausch untereinander und mit dem Rest der Welt eröffnet. Und heute ist es dann endlich soweit:
Die SGMK und dock18 laden zum ersten DOCKBOT-Abend ein.

dckbfl-01.gifAb 20:30 Uhr lockt ein reiches Porgramm mit Präsentationen, Bar, Musik und kleinen Spezereien. Mit von der Partie sind unter anderem:
Kirsty Boyle und Effi Tanner, die jeweils ihre Projekte zwischen Robotik und Kunst vorstellen werden. Michi Egger von anyma gibt Einblicke in die Entwicklung von SYNKIE, einer modularen Experimentierplattform für Analog-Video auf OS Hardware-Basis.
Pei-Wen Liu und kiilo präsentieren die Projekte playaround und Technomads, eine Reihe von Workshops zu DIY und FLOSS in der digitalen Kultur in Taiwan. Und der Zürcher Tüftler Urs Gaudenz zeigt, was er unter "Sound2Light" versteht.

Drumherum und nebenbei wird der Umtrunk der Schweizer Mechatroniker begangen - und natürlich viel Zeit und Raum für den Austausch untereiander sein.
Kleines Trostpflästerchen noch für all jene, die nicht mit dabei sein können: Aller Voraussicht nach wird dock18TV für die Live-Übertragung sorgen.

Von miss.gunst am 19.02.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.02.10

Tag des Murmeltiers

ghd10-ksw.gifZwar grüsst es uns mitnichten täglich (und wer würde behaupten wollen: "schön wär's"?). Aber wenigstens an einem Tag im Jahr wollen wir es grüssen: Das Murmeltier.

Hierfür eignet sich der 2. Februar besonders gut, zumal wir uns wenn nicht welt- so doch sozusagen murmeltiervorkommensweiter Solidarität versichert sein können.

ghd10-g.gifMindestens in Nordamerika und Kanada wird alljährlich an diesem Datum nämlich der "Tag des Murmeltiers" bzw. genauer gesagt: "The Groundhog Day" begangen. Genau, ganz so, wie er in dem Streifen "Und täglich grüsst das Murmeltier" seinerzeit ganz gross resp. gleich mehrfach hintereinander gefeiert werden durfte.

Dabei handelt es sich freilich nicht wirklich um eine Form selbstloser Huldigung des Nagers. Vielmehr wird dieser aus seinem Bau gelockt, um anhand des Schattenwurfs Wetterprognosen zu erstellen. Klingt plausibel und mindestens für eine Deutung können wir uns aktuell eine gute Trefferquote vostellen:
Wenn man den Schatten deshalb nicht sieht, weil er ebenso wie das Murmeltier selbst in einer Schneewehe steckt, dann dürfte es nach wie vor Winter sein. Wie es ja auch bis ca. 20.03. dem Kalender entspricht.

Nun funktioniert das Ganze allerdings wohl nur mit einem Waldmurmeltier, wie es in unseren Breiten eher selten ist. Will heissen: Das bei uns beheimatete Alpenmurmeltier darf sich durchaus ebenfalls herzlich gegrüsst fühlen - aber auch in seinem Bau verbleiben. Und es mitsamt seinem Schatten sowie allen Angehörigen noch ein wenig warm haben. Indes uns zur Winterwetterprognose wohl auch der eine oder andere eingeschneite Berg genügen kann...

Von miss.gunst am 02.02.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.01.10

Ruf vom platform:no budget Festival

stsg-ksw.gifFestivals für elektronische Medien, auf denen KünstlerInnen ihre Produktionen präsentieren können, gibt es mittlerweile zuhauf - und nicht nur die grossen und grosszügig ausgestatteten unter ihnen wie transmediale, EMAF oder ars electronica rufen.

Viele der kleineren Festivals verfügen zwar oft über ein entsprechend kleineres Bugdet - dafür haben sie aber mitunter einen umso interessanteren Konext zu bieten.
Ein solches Festival ist die plattform, die sich selbst sogar zu den no budget-Untenehmungen zählt und dieses Jahr immerhin schon in die siebte Runde geht.

Ogranisiert von einem Kollektiv und angesiedelt im Tübinger Leibnizhaus2, einem altenativen Wohnprojekt, wird hier ganz auf DIY und die gemeinsame Arbeit an der Sache gesetzt. Zudem gibt es in jedem Jahr ein Thema, mit dem man sich gemeinsam beschäftigen will. Heuer ist es der doch ziemlich interessante Bgeriff "Sozialgefüge", der Denkanstoss sein soll.

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Bis zum 15. Februar 2010 kann man Vorschläge für Beiträge einreichen (die übrigens weder ausschliesslich mit elektronischen Medien generiert noch strikt besagtem Thema gewidmet sein müssen) - Einzelheiten dazu stehen ebenfalls im Netz nachzulesen.
Wie eingangs schon angedeutet: Mit Honoraren oder Produktionsbudgets ist nicht zu rechnen. Dass sich no budget trotzdem einiges auf die Beine stellen lässt, wenn alle miteinander anpacken, zeigt aber nicht zuletzt ein Blick ins Festivalarchiv.

[Bildchen, bei dem wir quasi in jenem unseres aktuellen Neigungsstrangs zur DIY-Astronomie bleiben: Gemeinsam in die Röhre zu gucken kann schon Einiges bringen, nicht nur bei der Beobachtung himmlischer Sozialgefüge am nächtlichen Firmament...]

Von miss.gunst am 21.01.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.01.10

Netzlabel-Lieblinge 2009

wooz-ksw.gifWie schon gute Tradition bei HOME MADE gibt's wieder an Dreikönig zum schwungvollen Einstieg ins Neue Jahr eine kleine Auswahl aktueller Netzlabelproduktionen...

... diesmal als buntes Bouquet, zusammengestellt aus einigen besonders schönen Blüten schmackhaften Früchten der Saison 2009, wobei die Selektion von munterer 8-Bit- und Spielzeugmusik über elegische Experimentalelektronik und Field Recordings bis in die harscheren Gefilde zünftigen Noise reicht.

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nll-01.gifSupergalactic
von IAYD
erschienen 2009 als 8BP098 bei 8bitpeoples

Für FreundInnen der 8bit-Musik nach wie vor ein fester Anlaufpunkt, haben sich die 8bitpeoples natürlich auch in 2009 in Sachen Releases nicht lumpen lassen. Ergo ist es nicht ganz einfach, unter den zahlreichen Veröffentlichungen einen einzigen Favoriten zu picken. Diese hier ist schlicht supergalaktisch.

nll-02.gifGaming Sessions
von L'homme Manete
erschienen im Oktober 2009 als enrmp232 bei we are enoughrecords

Als Label keineswegs allein für die FreundInnen der 8-Bit-Musik zuständig, hat we are enoughrecords gleichwohl einige Perlen aus diesem Produktionsfeld im Kästchen. Wie zum Beispiel die Gaming Sessions. Da ist drin, was draufsteht. Full Score.

nll-03.gifCompuriddims EP
von Tapes
erschienen im März 2009 als JTREP 06 bei Jahtari

Jahtari ist gewissermassen das Synonym für Laptop-Reggae mit 8bit-Charme und damit sowieso eins unserer Lieblingslabels. Mit den Compuriddims von Tapes ist ihm jedoch zusätzliche Zuneigung gewiss: Angewandte Medienarchäologie zum Mitwippen. Festplatten-Dub forever!

nll-04.gifAnzali EP
von Sushidread
erschienen im September 2009 als ADR.COM46 bei Al Dente Records [auch via archive.org]

A propos Dub, da lässt sich sozusagen gleich im Takt respektive Rhythmus bleiben: Bei Sushidread kann man das Nonplusultra des Genres abholen. Im Allgemeinen. Wie auch speziell mit dieser EP.

nll-05.gifExotic Animals in the Scrub
von Arogalla
erschienen im Juni 2009 als lcl17 bei LibreCommeLair [auch via archive.org]

Ist auf der musikalischen Reise ein guter Anschluss - vor allem aber ein animalisch gute Veröffentlichung. Muss man gar nicht mehr zu sagen. Grossartig.

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nll-06.gifAllusion To Dance EP
von Myoptik
erschienen im Mai 2009 als CF023 bei The Centrifuge

Ganz andere Tiere tummeln sich in Grossbritannien bei den Myoptikern. Radioaktive Quallen zum Beispiel. Aber die können tatsächlich auch quietschen und zwitschern, auf ihre Weise. Stereo Elektro.

nll-07.gifCommunity Service
von Professor Kliq
erschienen im August 2009 bei Jamendo

Damit sind wir reif für die Disco des Jahres mit Potential zum Klassiker. Professor Kliq hat in den vergangenen Jahren einige echte Hits produziert. Und nun konsequenter Weise das dazu gehörige Album mit den Best-of ... das denn auch den treffenden Titel "Community Service" trägt. Dienst an der Gemeinschaft. Genau.
[Beiseit, wen es interessiert: Most Beautiful Day ist nicht das schönste Stück für den schönsten Tag. Einfach als vorletztes "I'll go Rhythm" hören und dann zum guten Schluss "Fractal Jesus" so ungefähr...]

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nll-20.gifNet.Control
von Monopole
erschienen im November 2009 als rec72-027 bei rec72

Zum fraktalen Jesus raten wir auch, damit der Übergang nicht so hart ausfällt. Richard Sudney schaut auch in den Himmel resp. in den Äther. In interessieren aber ganz andere Schwingungen, Ströme und Strahlen. Sechs summende, knisternde, aber sehr melodische Variationen auf ein Thema: Elektromagnetische Wellen.

nll-08.gifWegwerpwee
von Bas van Huizen
erschienen im August 2009 als rb066 bei Resting Bell

Beim niederländischen Klangkünstler Bas van Huizen wird es dann nochmals atmosphärischer bzw. wortwörtlich ambient. Klang wird Raum und Zeit zum Flug.

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nll-09.gifRural Sound Narratives
von Luís Antero
erschienen im Oktober 2009 als we11 bei Wandering Ear

Der nächste Schritt führt konsequenter Weise direkt ins Ambiente, ohne Klangfilter und doppelten Resonanzboden. Nachdem letztes Jahr beim Field Recordings-Label Wandering Ear mit Scott Sherks Icelandic Air eine Lieblingslandschaft adäuqat bedacht wurde, geht es diesmal nicht nur geographisch in eine andere Richtung. Als würden einem an anderen Orten dann auch andere Ohren wachsen...

nll-10.gifMugla
von Foundsound Travel Agency
erschienen im November 2009 bei konkretourist

... weshalb wir gleich noch mal nachlegen und mit der FoundSound Travel Agency ins türkische Mugla weiterreisen. Und da einfach mal ein Weilchen bleiben und lauschen. Wieder eine ganze Welt.

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nll-11.gifBerlin Time
von Tham Duo
erschienen im Dezember 2009 als AA23 bei Audioactivity

Audioactivity aus Genf - ein Kollektiv, das LiebhaberInnen elektronischer Musik (und treuen LeserInnen dieses Logbuchs) auch über d'incise bekannt sein dürfte - liefert mit dieser Veröffentlichung seinen Beitrag zu den interessantesten Releases im Feld der Klangexperimente: Anton Mobin und Thomas Thiery lauschen live am Material, Apparaten und Insrumenten.

nll-12.gifcosmic microwave background radiation
von Trap & Zoid
erschienen im Oktober 2009 als ca323 bei clinical archives

Clinical Archives gehört sowieso nach wie vor zu den produktivsten Netzlabels - und bleibt mit Tap & Zoids Bearbeitung der kosmischen Mikrowellen seinem (und unserem) Herz für feinste Knisterklänge treu. Definitiv die bessere Alternative zum Kaminfeuer!

nll-13.gifLabyrinth Of Phantoms
von EugeneKha
erschienen im Oktober 2009 als BP049 bei bypass

Wenn man mal auf Evgenij V. Kharitonov gestossen ist, kommt man nicht mehr so schnell von ihm los. Zum Anfixen für diejenigen, die den produktiven Künstler, Dichter, Musiker und Klangbastler noch nicht kennen, eine besonders schöne Soundmaterialdichtung aus der aktuellen Saison - mehr auf seinen Heimseiten...
Auch einen Besuch wert: Kharitivs Lautdichtungs-Label "Another Hemisphere Records" [inkl. dessen Nebenstelle bei mySpace

nll-14.gifInside and between a dot
von kuz.b
erschienen im Dezember 2009 als JNN067 bei Just Not Normal

So schön kann Noise sein. In und zwischen einem Punkt.

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nll-15.gifSeven (+1)
von Entertainment For The Braindead
erschienen im März 2009 als aaahh.005 bei aaahh records

"Music for the Braindead" hört sich vielleicht nicht gerade nach Genre-Wechsel an. Aber, Überraschung: Um vom Noise-Trip wieder herunter zu kommen, gibt's als Radikalkur nun das (scheinbare) Gegenteil, eben eine andere Auffassung von Schönheit: Ziemlich zarte, verträumte Töne von Julia Kotowski aus Köln.
Könnte ja sein, dass man so etwas auch mal braucht.

nll-16.gifThe Caterpillar
von Ödland
erschienen im Juni 2009 als aer018 bei AEROTONE

Nun, wenn es denn etwas richtig Zauberhaftes sein soll: Dann auf mit Alice und der Raupe ins Wunder-Ödland. AEROTONE hat indes angekündigt, eine Denkpause einlegen zu wollen. Weil uns so schöne Veröffentlichungen wirklich fehlen würden: Hoffentlich hält die Denkpause nicht zu lange an...

nll-17.gifChuchumuchu
von Chapi Chapo et les petites musiques de pluie
erschienen im März 2009 bei Chapimusic Records
und in Auszügen unter cc bei ccllct

Zum guten Schluss geht's dann noch mal ab in Richtung heiterer Stimmung mit einer guten Portion leckerer Spielzeugmusik... *yummie*

space50.gif

Soweit einige unserer Lieblinge aus 2009. Zumal es zum vergangenen Dreikönigstag aus im Nachhinein nicht mehr rekonstruierbaren Gründen leider kein Mixtape zum Jahresbeginn gegeben hat, seien dieser Liste als Bonus-Tracks noch zwei Hinweise auf Veröffentlichungen zur Seite gestellt, die bereits 2008 erschienen sind - die wir der geneigten LeserInenschaft aber unbedingt noch ans Herz respektive die Lauscher legen wollen:

nll-18.gifFamily Album
von La Rainbow Toy Orchestra
erschienen im November 2008 als lofi027 bei Error! Lo-Fi Recordings

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nll-19.gifThe Box
von und mit verschiedenen KünstlerInnen
erschienen im Oktober 2008 als pm010 bei Peppermill Records

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Sonst noch etwas? Ja, schon.

Kann man verwunderlich finden oder eben auch gerade nicht - aber dicht gefolgt von 8-Bit sind es definitiv die Cover zur Musik mit Spieltrieb, die in der Kategorie "sieht auch gut aus" das Rennen machen. Könnte natürlich sein, dass uns hier die Neigunng blendet. Mit dem Knick in der Optik und im Öhrchen leben wir aber gern....

wooz-gg.gif

Von miss.gunst am 06.01.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

31.12.09

Zum Jahreswechsel...

gmfl10-ksw.gif... darf - indes übrigens auch wieder ein Netzlabel-Mix in Vorbereitung ist, das zu Dreikönig kredenzt werden wird - erst einmal unser aktuelles Haustierchen in die Runde winken...

... und allen, die wollen, einen guten Flug ins und durch das Neue Jahr wünschen!

Wie hoffentlich unschwer erkennbar, handelt es sich um eine kleine Flause. Die - wie selbstredend sämtliche ihrer Artgenossen, von denen sicher einige bei den treuen LeserInnen dieses Log.Buchs hausen - auch in 2010 fleissig gefüttert werden will!

gmfl-g.gif

Von miss.gunst am 31.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.12.09

Weihnachtsbasteln

wnbs-ksw.gifWeihnachtszeit ist bekanntlich Bastelzeit - und wer behauptet, dass ausgerechnet über die Feiertage das Werkzeug beiseite gelegt werden müsste?

Ganz im Gegenteil! Denn wann sonst (ausser vielleicht nächtens) sind BastlerInnen schon so viele unbehelligte Mussestunden beschieden, an denen sich ihr Tun derart zünftig und zudem von festlicher Stimmung umflort in den häuslichen All- bzw. eben Feiertag fügt? Gibt es ein schöneres Geschenk?

Wir freuen uns jedenfalls auf eine gemütliche Bastelzeit und wünschen allen Gleichgesinnten eine ebensolche...

wnbs-g01.gif

[Bildchen: Liesse sich mit einigem Wohlgefallen vielleicht auch als Weihnachtskärtlein betrachten. Und ist zugleich die Auflösung des kleinen Weihnachtsrätsels, das wir letztes Jahr um diese Zeit aus gegebenem Anlass aus- bzw. der geneigten LeserInnenschaft aufgegeben haben.]

Von miss.gunst am 24.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.12.09

VIDEOEX ruft

vxc10-ksw.gifWer nicht vollauf damit beschäftigt ist, den Weihnachtsbaum zu schmücken oder letzte Wichteleien vorzubereiten, wird vielleicht bereits Pläne fürs nächste Jahr machen. Da kommt der Aufruf des Zürcher VIDEOEX-Festivals gerade recht!

vxc10-g.gifVom 22. bis 30. Mai 2010 wird im Walcheturm wieder die Crème de la Crème experimenteller Film- und Videokunst zur Aufführung kommen.

Letzterer gilt dem entsprechend auch der Aufruf, dem noch bis zum 30. Januar 2010 gefolgt werden kann: Das VIDEOEX lädt zur Einreichung einschlägiger Werke.

Details sind dem Call nebst Regularium (pdf) zu entnehmen, den man ebenso wie das Einreichungsformular (pdf) von den Heimseiten des Festivals herunterladen kann.

Von miss.gunst am 22.12.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.11.09

auf den spielplatz!

ifi09-wt-ksw.gifJa genau - dahin zieht's uns dieser Tage. In Kassel findet derzeit wieder das Dokumentarfilm- und Videofest statt. Wie immer lädt in diesem Rahmen interfiction zur interdisziplinären Workshop-Tagung für Kunst, Medien und Netzkultur - und in diesem Jahr werden sich die Beteiligten tatsächlich auf dem Spielplatz treffen.

Worum es dabei gehen wird? Natürlich ums Spielen - und darum, gemeinsam alte und neue Spielplätze zu erkunden. Mit von der Partie sind TheoretikerInnen und PraktikerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen von der Bildenden Kunst über Architektur und Stadtplanung, Medien- und Kulturwissenschaft, Informatik bis zum Game-Design.

ifi09-hsc-gs.gifUnd es wird nicht etwa nur über Spiele diskutiert. Sondern selbstredend auch gespielt - unter anderem steht ein Urban Game namens Sackbahnhof auf dem Programm, das Josa Gerhard und Sebastian Quack von berlin invisible playground eigens für interfiction entwickelt haben.

Damit nicht genug, werden Iris Renner, Effi Tanner und Dionys Dammann als Sendboten der SGMK während der gesamten interfiction-Tage einen DIY Makeaway Workshop anbieten; Helmut Fligge führt ins Basteln mit Arduino ein - Gelegenheit also zu Lernen, wie man eigenes Spielzeug und eigene Spielgeräte entwickeln kann. Anschauliche Beispiele dazu dürfte dann unter anderem auch der Werkvortrag von Olaf Val zeigen.

Und selbst das sind nur ein paar Appetithappen aus dem reich bestückten Programm. Alles Weitere und Wissenswerte lässt sich ausführlichden Heimseiten von interfiction entnehmen. Wer mitspielen will, wird sich aber dann doch am Besten selbst nach Kassel auf den Spielplatz begeben...

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Von miss.gunst am 13.11.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.09.09

ruf nach musik von und für massen

mufom_ksw.gifStummfilm mal anders - nämlich ganz zeitgemäss als Videoclip, der mit eigenen Sounds ausgestattet werden will. Und natürlich so, dass das Ganze dann massenhaft angeschaut, heruntergeladen, kommentiert und wieder mit jeweils eigenen Vertonungen versehen werden kann.

Oder - unte Beibehaltung des Sounds - mit neuen Bildern?
Werden wir sehen.

Denn erst einmal ist "Music from the Masses" ein Projekt, das zum Mittun aufruft - eben dazu, massenhaft Musik für die Massen an Clip-Fans zu produzieren, die sich auf den üblichen verdächtigen Plattformen tummeln. Genauer gesagt (eben drum heisst's "from"): Wir Masse sollen das mal schön selbst erledigen.

In die WWWelt gesetzt von Matthias Fritsch - einem Künstler, der mit besagten Massen bzw. ihrer Aktivierung schon Erfahrung hat: Seine eigentlich erst eimal nicht unter Hitverdacht stehende Arbeit "Kneecam"* wurde nämlich, nachdem sie ein Netznutzer ohne Fritschs Wissen auf eine Videoplattform gestellt hatte, quasi über Nacht als "Techoviking" zum millionenfach angeklickten und schon bald mit unzähligen Variationen bedachten Superding.
[* hier unbotmässiger Weise aus dem Rahmen extrapoliert - sollte man eigentlich brav über die Hauptseite in der Kategorie "works" betrachten... also selbige auschlagen, scrollen, scrollen...]

mufom_g.gif

Ob nun auch eins der Videos von Music for the Masses vergleichbare Erfolge feiern wird? Nun, dazu kann man jetzt einen Beitrag leisten - ein klitzekleines Talent zum Tonsatz voraugesetzt...

PS: Steilvorlagen gibt's schon jede Menge anzuschauen aus den vorauf gegangenen Phasen des Projekts... Ziemlich ladeintensiv, drum verankern wirs hier nicht...

[Bildchen: Bei aller grundsätzlichen Sympathie für das Projekt: Musik von den Massen, das ist so eine Sache, sobald ihr gelauscht werden muss...]

Von miss.gunst am 22.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.09.09

ruf vom belluard

spiju_ksw.gifWenn wir gerade schon nach Fribourg schauen: Dort gibt es bekanntlich das wunderbare Fort Belluard, in dessen altehrwürdigen Gewölben derzeit auch das bereits beschwärmte und besuchenswerte Festival zum zehnten Geburtstag von [anyma] gastiert. Und dort hat auch das gleichnamige Festival Belluard seinen Sitz.

spiju_g1.gifSelbiges wiederum hat in jedem Jahr ein Schwerpunktthema, zu dem KünstlerInnen aller Disziplinen mit ihren Produktionen eingeladen werden - und es gibt auch Mittel, um speziell für diesen Anlass etwas Neues auf die Beine zu stellen.

Hierfür gibt es jeweils eine Ausschreibung, auf die sich kreative KandidatInnen bewerben können. Aktuell - das Festival 2009 ist gerade zuende gegangen - läuft nun diejenige für 2010.
Und die ist zweifelsohne schon wieder so lecker, dass sie an dieser Stelle weitergereicht werden soll.
Der "Appell à la création" bzw. besagte Ausschreibung lautet nämlich auf das Thema "Urban Myths" bzw "Urbane Mythen".

Kommen die Spinnen aus der Yucca-Palme? Oder nisten sie eher in einer Wange, welche der Unaussprechliche geküsst?
Tja, das gilt es herauszufinden bzw. erst einmal Vorschläge für geeignete Recherchemethoden zu unterbreiten...
Für Letzteres ist noch bis 19.10. (dieses Jahres) Zeit. Also, dann mal ran an den Speck die Spinnen!

spiju_g2.gif

Von miss.gunst am 16.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.09.09

ruf vom pixelstorm award 2009

pstw09-ksw.gifIndes wir nur ungern die kleine Reihe zur aktuellen Arbeitswoche für experimentalelektronische Bastelkultur unterbrechen, gilt es zwischendurch wieder einmal einen Ruf weiterzureichen.
Es ruft schliesslich nicht irgendeiner. Sondern wieder einmal der pixelstorm award.

Und wie in jedem Jahr wird man wieder in der heissen Phase - die diesmal am 090.09.09 beginnt und am 30.09.09. endet - eine digitale Produktion auf die hauseigene Plattform aufladen können, die anschliessend von einer internationalen Jury und vom Publikum bewertet wird.

pstw09-g.gifDas Thema des Jahres ist diesmal: Translation/Übersetzung.
Passend in jeglicher Hinsicht, denn es handelt sich heuer um den ersten transnationalen pixelstorm award - was wiederum einen kühlen Grund darin haben dürfte, dass Andres Wanner kürzlich nach Kanada gezogen ist.

pstw09-g2.gifNäheres dazu (nicht zum Umzug, sondern zum Thema) lässt sich ebenso wie die technischen und formalen Details dem Call 2009 entnehmen.

In diesem Sinne geht an die PixelstürmerInnen der Aufruf: Pumpt schon mal Eure Flügel, denn ab dem 09.09. heisst es dann: Go!

Von miss.gunst am 02.09.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.07.09

ruf vom open source festival

osf09_ksw.gifSommerpause? Von wegen. Weder bei HOME MADE, noch überhaupt. Und so gibt es auch wieder einmal einen Aufruf zum Mittun weiterzureichen.
Er kommt vom Düsseldorfer Open Source Festival - was doch schon allein vom Titel her einladend tönt.

Gerufen wird nach bewegten Bildern, mit denen das Kuratorenteam (von) Elektronentoto [schickes Label, btw.] dann mutmasslich AV-Programme und möglicherweise auch Installationen einrichten wird.

Hier jedenfalls der (Auf-)Ruf im Original:

Aufruf zu [sic] Video- und Animationsarbeiten!

Das Open Source Festival ist eine Plattform für Zustände und Perspektiven der aktuellen Club- und Popkultur, die am 25.Juli mit lokalen und internationalen KünstlerInnen in Düsseldorf vertreten sein werden.

Dieses Jahr hat das Musikfestival nicht nur seine Location
zur Düsseldorfer Galopprennbahn gewechselt, sondern widmet sich in diesem Jahr auch erstmalig der visuellen Kunst.
Das Kuratorenteam Elektronentoto zeigt neben ortsspezifischen
Installationen Kölner KünstlerInnen auch Videoexperimente zum Thema:

(fat)chance operations
[zufallsoperationen und glücksspiel]

freuen sich
auf weitere Beitraege!

Wir laden euch dazu ein mit uns und dem Open Source Festival die
Eroberung dieses Ortes zu feiern und eure Videoexperimente an uns zu schicken. Die besten Beiträge werden dann am Tag des Festivals
in der Elektronentoto-Kabinenschau ausgestellt und an den Aussenmonitoren des Festivals ausgestrahlt.

Schickt uns bitte eine Email(direkt mit einem Video-Link und Screenshot mit einer Breite von 600 Pixeln) an elektronentoto@open-source-festival.de.

Einsendeschluss: 15.Juli 2009.

Die Beiträge sollten jeweils nicht länger als 3 Minuten lang sein!

Mehr Infos unter www.elektronentoto.mobi/fatchance/
www.open-source-festival.de


osf_g.gif

Hm. Der Aufruf ist nett und vor allem die Elektronentoto-Heimseiten schauen durchaus ansprechend aus. Nur: Herausbekommen, was das Open Source Festival denn eigentlich mit Open Source, also Quelloffenheit im weitesten Sinne zu schaffen hat, Haben wir nicht. Muss man halt mal nachfragen/hören/schauen gehen vor Ort.

Von miss.gunst am 04.07.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.05.09

ausserdem

kldi_ksw2.gif... wird, indes die Warteschlange wächst und wächst und wächst...

... im sogenannten Stillen bzw. im Hintergrund schon seit einiger Zeit besonders fleissig gebastelt. Ja, übrigens auch zur Abwechslung mal ganz wortwörtlich gedichtet und geklebt ...

kldi_g.gif

Mehr demnächst!

Von miss.gunst am 21.05.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.04.09

sendepäuschen, warteschlange

wslw_ksw.gifSollte eigentlich garkeins werden - aber wie das so ist: Erst mal mittendrin ist doch viel mehr zu tun als zuvor abzusehen war...

wslw_g1.gif... und aus diesem kühlen Grunde muss im Log.Buch mal ein paar Tage ein bisschen zurückstehen - indes die Warteschlange der eigentlich vorgesehenen Einträge wächst und wächst...

... und wächst ...

... und wächst ...

... und dabei sah sie grad vorgestern noch sooo niedlich aus, dass man sie glatt gefüttert hätte ... oder gar hat??? Oje...

Um die werden wir uns natürlich dann auch noch kümmern... Fürs erste jedoch bittet das Medium seine treue LeserInnenschaft um ein wenig Geduld....

wslw_g2.gif

Von miss.gunst am 20.04.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.03.09

ruf vom overhead festival

ohp09_ksw.gifDie Woche beginnen wir gleich wieder mit einem Ruf. Der kommt - und als Fans der Überkopf-Lichtwerfer ist uns dies mitzuteilen selbstredend eine besonders grosse Freude - vom Overhead-Festival.

Nachdem seit dessen erster Ausgabe - Art of the Overhead (s.d. Eintrag vom 22.11.05) - doch schon einige Jahre ins Land gegangen sind, soll es nun vom 15. Mai bis 05. Juni in Malmö endlich eine Fortsetzung geben.

ohp09_g1.gifZu diesem Behufe stehen auf den Heimseiten des Festivals nun besagter Ruf nach Projekten ("Call for Overheads OHPen Surface") - das können Installationen, Performances oder auch einfach gestaltete Overhead-Folien sein - sowie ein entsprechendes Einreichungsformular in Form praktischer pdf-Files bereit.
Letztere sollten projektionsfreudige FreundInnen des vom Aussterben bedrohten Apparats, die etwas zum Festival beisteuern wollen, bis zum 30.03. ausgefüllt und abgeschickt haben.

Näheres zum Thema des Festivals - das diesmal, wie schon der Titel OHPen Surface verraten kann, einen kritischen Blick auf technologische Standards und deren Effekte werfen will - ist ebenfalls im Call nachzulesen.
Wie schön sich Schein heutzutage werfen lässt, wird dann ab Mitte Mai in Malmö zu bewundern sein...

ohp09_g2.gif

[Bildchen: Sind die äusserst ansehnlichen Overhead-Projektoren, die den Call und die wie schon 2005 äusserst ansprechend gestaltete Heimseite des Overhead Festivals zieren. Merci an Tina Tonagel für den Tipp!]

Von miss.gunst am 16.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.03.09

ruf nach kollaborativen initiativen

cgbc_ksw.gifUnd noch einmal etwas aus dem Zürcher dock18 - nämlich mit einem Ruf, den wir ausgesprochen gerne weitergeben wollen. Gerichtet ist er an Menschen, die sich für gemeinschaftlich betriebene Experimentalkultur im Feld der Elektro-Bastelei interessieren und idealerweise in der Region Zürich beheimatet sind.

Im Folgenden nun erst einmal der Ruf bzw. Ausschreibungstext in Originalkopie*:

Das Dock18 geht in die zweite Saison mit einer Veranstaltungsreihe zum Thema 'BE COMMUNITY!', April - Juni 2009. Während 8 Abend-Veranstaltungen werden verschiedene Schweizer Online und Offline Communities beleuchtet.

cgbc_g1.gifIm Rahmen dieses Themas betreibt die SGMK an 3 Sonntagen das 'Electronic SGMK Community Lab', als physische und mechanische Repräsentation der DIY-Community. Dazu suchen wir eine Person die Lust und Interesse hat, mit Hilfe von anderen TüftlerInnen ein eigenes Projekt zu verwirklichen. Das Thema ist offen, es
besteht die Möglichkeit sich direkt mit dem Raum Dock18 auseinanderzusetzen oder ein grösseres elektronisches Experiment aufzubauen.

Aus den bis 31. März eingereichten Projekten wird von uns, SGMK und Dock18, eines ausgewählt und darauf werden in einer zweiten Runde Kollaboratoren gesucht, die an den 3 Sonntagnachmittagen aktiv mitarbeiten werden. Das Dock und die SGMK stellt verschiedene Werkzeuge und Bauteile zur Verfügung. Die Vorstellung des ausgewählten Projektes findet während der Saison-Opening am 10. April statt.

Wer Lust hat sich genauer zu informieren, den Raum anzschauen und zusammen zu plaudern, soll doch am nächsten Electronic Brunch am nächsten Sonntag, 8. März, ins Dock18 kommen. [jenun, dieser Termin ist wohl definitiv vorbei - aber so eine Besichtigung lässt sich bei Bedarf sicher nachholen...]

Und nun noch einmal die wichtigsten Daten in Kürze:

Was: CALL FOR COLLABORATIVE COMMUNITY PROJECT
Deadline für Projektvorschläge: 31. März 2009
Vorstellung des ausgewählten Projektes in Zürich: 10. April 2009

Termine für das Electronic SGMK Community Lab:
Jeweils 1x monatlich Sonntag Nachmittag ab 14:00 Uhr
26. April 2009 - 17. Mai 2009 - 07.Juni 2009

Schlusspräsentation während dem Saisonschluss-Event,
dock18 & Rote Fabrik, 26.-28. Juni 2009

Und wohin sollen die Vorschläge geschickt werden? Hoppla, das stand leider nicht so explizit im Ruf bzw. der Einladungsmail verzeichnet.
Aber aus den Daten kombinieren wir neunmalschlau: Mit einer Sendung an die Schweizer Gesellschaft Gesellschaft für Mechatronische Kunst (info@sgmk-ssam.ch) liegt man sicher nicht falsch...

* Naja, fast: An einer Stelle mussten wir leider wg. eines bereits vergangenen Termins etwas streichen. Und an einer anderen haben wir uns eine klitzekleine Ergänzung erlaubt, da offenkundig etwas fehlte.

cgbc_g2.gif

[Bildchen: Imaginiert eine von dieser Idee elektrisierte Gemeinschaft - und ist zugleich eine Hommage an eine demnächst per EU-Verordnung zum Aussterben verurteilte Erfindung, die ja nun nicht umsonst so manchen namhaften Bastler (ja natürlich denken wir da an einen ganz bestimmten Ingenieur, dem nichts zu schwör) als helfendes Händchen Birnlein zur Erleuchtung führte...]


Von miss.gunst am 09.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.03.09

paraflows 2009 ruft

pfw09c_ksw.gifSchon länger keinen Ruf weitergereicht - dieser könnte vielleicht auch für BastlerInnen interessant sein:
Er kommt vom Wiener paraflows Festival, das dieses Jahr zum vierten Mal stattfinden wird (mutmasslich im September/Oktober, so war das jedenfalls bislang).

Nun sucht das Festival für "Digital Arts and Cultures" (also digitale Künste und Kulturen) erst einmal nach Projekten, die sich im Radius des für 2009 gewählten Schwerpunkt-Themas liegen, das auf den vielversprechenden Namen URBAN HACKING hört:

"Wir sind interessiert an Projekten zur Nutzung, Intervention, Hacking und Bespielung von urbaner Öffentlichkeit. Wie können Freiräume geschaffen, entdeckt und genutzt werden? Wie verhält sich künstlich organisierter Raum zu natürlichem? Wem gehört Stadt/Straße/Netz und ihre Infrastruktur? Welche Rolle spielt Technologie im Urbanraum? Wie können soziale Strukturen gestaltet und umgestaltet werden? Wie kann der öffentliche Raum durch 'urban hacking" neu gedacht, inszeniert und 'gelebt werden? Inwieweit kann das Aufbrechen des öffentlichen Raums helfen Protest zu herrschenden Zuständen, der Werbung oder Konsumverhalten zu manifestieren?"

Weitere Details der Ausschreibung sind auf den Heimseiten von paraflows nachzulesen (wo man zur Hintergrundinfo auch die Archive der voraufgegangenen Ausgaben durchstöbern kann) - aber Interessierte Stadt-Hacker sollten sich ein bisschen sputen, den am 15.03. fällt das Hackebeilchen für die Einreichungsfrist.

pfw09c_g.gif

[Bildchen: Nun, es gibt viel zu tun - hacken wir es an...]

Von miss.gunst am 05.03.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.02.09

kuddel

kddl_sw.gifOhhhhlalaala...

... da gab es ein bisschen Kuddel mit der Publikation der letzten Einträge. Den haben wir jetzt aber an den störrischen Haaren gezogen. Und schwupps, da sind sie denn auch alle wieder ...

kddl_g.gif

Von miss.gunst am 23.02.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

31.12.08

zum jahreswechsel...

gm09_ksw.gif... arbeiten wir im Hintergrund natürlich auch schon wieder daran, eine kleine Kollektion aus jenem Fach unseres Kulturbeutels zusammenzustellen, in dem wir in den vergangenen Monaten besonders leckere Netzlabel-Publikationen gesammelt haben.

Die wird's an dieser Stelle allerdings auch heuer wieder erst zu Beginn des nahenden Jahres geben - für heute darf erst einmal unser aktuelles Haustierchen mit herzlichen Wünschen für 2009 in die Runde winken (bitte kurz mit der Maus anstupsen, damit es sich regt...):

gm09_g.gif

In diesem Sinne: Allen alles Gute!
Von:
miss.gunst

Von miss.gunst am 31.12.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.12.08

folget dem ?????

hmbenc_ksw.gifÜberraschung! Das Encoding funktioniert wieder - mindestens in jenen wesentlichen Teilen, welche die Leseansicht des Log.Buchs betreffen.*
Ergo wollen wir doch gleich mal einen Eintrag wagen...

... und haben für diesen Testzweck denn auch gleich etwas Passendes im Gepäck. Nämlich einen vom jüngsten Gau inspirierten Weihnachtsgruss.
Ja genau: Folget dem ...?????

hmbenc_g.gif

*[Tatsächlich in anderen noch nicht - an bzw. bei der Fütterung, also den Feeds hakt es derzeit noch... hoffen wir mal das Beste, dass sich auch dies alsbald beheben lässt!]

Von miss.gunst am 23.12.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.12.08

autsch!

bgk_ksw.gifWir waren zwar schon Einiges gewohnt. Aber das hätten wir doch nicht gedacht: Über Nacht hat ein Eingriff unseres Hosts das gesamte Archiv unseres geliebten Logbuchs in ein Scherbenmeer verwandelt...

... erst noch gehofft, dass nur einige wenige Einträge der vergangenen Woche betroffen sind, die sich händisch reparieren liessen. Aber leider, wir sich inzwischen bei einem Archivzugriff zeigte...
Ja, da fehlen erstmal die Worte.
*heul*

bgk_g.gif

Von miss.gunst am 18.12.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.11.08

ruf vom hz journal

hzbs_ksw.gifKann nebenbei gut und gern auch als Zettelkasten-Tipp zur geneigten Lektüre fungieren, ist allem voran aber ein Ruf, der weitergegeben werden will: Das Hz-Journal lädt zur Einreichung von Beiträgen aus Theorie und Praxis ein.

An welche Theorie und Praxis dabei gedacht ist, kann bei näherer Sichtung bereits das Namenskürzel des Journals verraten:
Hz steht für Hertz, denn das Ganze ist das Zentralorgan des schwedischen Fylkingen - also jener Organisation, die in Skandinavien zu den ersten zählte, die sich für "ny musik och medienkonst", also "Neue Musik und Medienkunst" engagieren.

hzbs_g.gifDie Gründung von Fylkingen geht tatsächlich auf das Jahr 1933 zurück (just in diesem Winter feiert Fylkingen ergo seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag - mit einem entsprechenden Jubiläumsprogramm). Damals hatte man sich erst einmal zeitgenössische Kammermusik auf die Fahnen geschrieben - aber schon Anfang der 1950er richtete Fylkingen Konzerte im Feld der elektro-akustischen Musik aus und bewegte sich dann konsequent in Richtung Experimente, wie in der Selbstauskunft der Gesellschaft nachzulesen ist.

Das Journal Hz wiederum erschien erstmals 2000 als online-Magazin - und ruft nun eben, wie einleitend schon vermerkt, nach Beiträgen:

On-line journal Hz (www.hz-journal.org) is looking for articles on New Media, Net Art, Sound Art and Electro-Acoustic Music. We accept earlier published and unpublished articles in English. Please send your submissions to hz-journal@telia.com

Hz is also looking for Net Art works to be included in its virtual gallery (www.hz-journal.org/netg). Please send your URL to hz-journal@telia.com

Deadline: 25 November, 2008

In diesem Sinne: Einfach mal die eigenen Bestände sichten oder direkt zum Griffel greifen - wer jedoch nicht selbst aktiv werden will, sollte ruhig mal in den Archiven des Hz-Journal gründeln gehen, wo so einiges Lesenswerte der geneigten Lektüre harrt.

[Bildchen: Mit Blick auf die formative Zeit von Fylkingen in den 1950ern dachten wir spontan beispielsweise an einen Beitrag zur künstlerischen Medienarchäologie der experimentellen Tape Music bzw. Kassettenmusikkompositionen und deren Enden im digitalen Raum. Den leckeren Bandsalat spendete Norbert Schnitzler unter Copyleft in die Wikipedia Commons - dafür danken wir sehr!]

Von miss.gunst am 08.11.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.10.08

flugzeuge bauen!

tmpac_ksw.gifZum Wochenanfang wieder einmal einen Aufruf - und zwar diesmal einer, der sich an begabte FlugzeugbauerInnen und -DesignerInnen richtet. Ein Ingenieurs-Zertifikat muss man dafür aber nicht in der Tasche haben - eher schon ein Flugticket nach New York.

Dort lädt dieser Tage die Künstlerin Klara Hobza, unterstützt von Public Art Fund, zum "New Millennium Paper Airplane Contest" ein, der am 01. November in der NY Hall of Science Hall steigen wird.

tmpac_g.gifIn selbiger Halle hat nämlich bereits 1967 ein legendärerer Papierflugzeug-Wettbewerb stattgefunden, der damals von Howard Luke Gossage zusammen mit Scientific American veranstaltet wurde und von dem Jerry Manders nicht weniger legendäres "The Great International Paper Airplane Book" zeugt, in dem die damaligen Siegerflieger abgebildet sind und zum Nachbasteln einladen.

Wer an Hobzas Hommage-Flugschau teilnehmen und einen selbstgebastelten Flieger in den Wettbewerb schicken möchte, sollte sich beizeiten anmelden und dann am besten schon mal fleissig falten. Denn die Konkurrenz wird sicher gross - und auch diesmal winkt den Auserkorenen die Veröffentlichung in einer Publikation, die anschliessend vermutlich kaum weniger gesucht sein dürfte als Manders Klassiker.

Davon, dass Klara Hobza selbst schon einige Papierflieger erfolgreich in die Lüfte hat aufsteigen lassen, kann man sich übrigens auf ihren Heimseiten überzeugen. Sogar bei Heavy Weathers - na, wenn das kein Ansporn ist?

[Bildchen: Zwar werden wir wohl leider am 01.11. nicht dabei sein können. Aber ein bisschen Trockenfalten und -fliegen, das musste einfach sein...]

Von miss.gunst am 13.10.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.09.08

offenes spektrum

osms08_ksw.gifIndes in Lissabon nach wie vor das RadiaLx-Festival läuft und dem Webradio-Tipp vom Montag ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis Ende der Woche verschafft, gilt es an dieser Stelle wieder einmal, einen Ruf weiterzureichen. Der kommt zwar aus einer anderen geographischen Ecke, ist aber ebenfalls an RadiofreundInnen gerichtet.

Unter dem Titel (und Motto) OPEN SPECTRUM planen die gleichnamige Stiftung und die Ciant Gallery in Prag ein Mini-Symposium, an dem sich zu beteiligen Menschen unterschiedlichster Disziplinen eingeladen sind, die ein Interesse an einer radiophonen Erkundung und Nutzung des über drahtlosen Funk zugänglichen Wellenspektrums haben:

Call for participation at mini-symposium OPEN SPECTRUM

CIANT GALLERY PRAGUE and Open Spectrum Foundation are offering several slots for short panel presentations to artists, curators as well as scientists.

Mini-symposium will be held on Thursday, October 23, 2008, between 4 - 9 PM at Prague CIANT GALLERY (street: Krizkovskeho 18) as part of the RESET festival.

If you want to join us, send your abstract and short bio to
gallery@ciant.cz.

Deadline: 10.10.2008

OPEN SPECTRUM (visit openspectrum.wordpress.com/) is based on the realization that it is no longer necessary for governments to micro-manage use of the radio frequency spectrum. Digital devices like cellphones, RFID chips and Wi-Fi cards are smart enough to do that on their own. The relaxation of bureaucratic controls is now allowing new wireless applications to develop. At the same time, the logical progression of art from permanent objects to temporary installations suggests that the creation of ad hoc social channels is the next important step for artists to explore.
Let us discuss ³open spectrum² and weave these converging threads together.

Co-Chairs: Pavel Sedlak (CZ) and Robert Horvitz (USA)

Featured presentation: WAVES by Rasa Smite
Featured project: ATLAS OF ELECTROMAGNETIC SPACE by José Luis de Vicente and Irma Vilà

osms08_g.gif

Wer Näheres zum Hintergrund erfahren möchte, sollte gelegentlich die Heimseiten der Open Spectrum Foundation besuchen, auf denen unter anderem auch ein Programmtext von Robert Horvitz, "What is Open Spectrum?" zu finden ist. Und für weitere Inspirationen ist natürlich auch die Dokumentation des WAVES-Projekts, dessen Ausstellung ja gerade erst vor wenigen Wochen als Weiterführung auch im Hartware Medienkunstverein zu sehen (und zu hören) war, wärmestens zu empfehlen...

Von miss.gunst am 24.09.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.08.08

neuer aufruf an anonyme zeichner

azaz082_ksw.gifNachdem wir bereits Anfang des Jahres einen Aufruf an anonyme Zeichner weitergegeben haben und zumal jener, welcher uns aktuell erreichte, von denselben Organisatorinnen stammt wie ersterer, könnte im Grunde ein schlichtes Re-Blogging des Beitrags vom Januar reichen.

Wie schon damals und nunmehr schon zum neunten Mal, werden von blütenweiss Berlin Anonyme Zeichner dazu eingeladen, Arbeiten einzureichen. Wobei sich die Anonymität natürlich erst einmal auf den Vorgang der Einreichung selbst bezieht (indes Menschen, die ihre Zeichnungen stets inkognito publizieren, sicher nicht von der Teilnahme ausgeschlossen sind).

Worum es geht, hatten wir eigentlich schon im Januar wortreich erläutert und versuchsweise illustriert. Aber mindestens dieser Satz aus dem Aufruf ist so schön, dass man ihn gerade noch einmal laut lesen kann:

"Gängige, kunstmarkttypische Mechanismen wie zum Beispiel die Wichtigkeit des Künstleregos, Preisbildung, sowie vorgefertigte, einem bestimmten Kunstkontext zugeordnete Qualitätsurteile sollen im Rahmen der Aktion auf experimentelle Art und Weise auf den Kopf gestellt werden: Die Künstler lassen sich darauf ein, ihre Person zugunsten des eigentlichen Produktes, Ihrer künstlerischen Arbeit, in den Hintergrund zu stellen."
azaz4_g.gif
Ausserdem hat sich für diesmal auch die Adresse geändert, an die einreicht und an der dann auch ausgestellt werden soll: Bis zum 31. Oktober (2008) mögen die anynonem Werke nämlich dem Kunstraum Kreuzberg zugesandt werden. Auf dem Postweg, mit Rückporto und insofern natürlich bis zu diesem Punkt nicht ganz so anonym.

[Bildchen: Im Anschluss an unsere beiden Versuche vom letzten Mal, zeichnerische Anonymität zu erlangen, haben wir noch zwei neue Variationen erprobt. Oben links angedeutet und unten ausgeführt die klassische konstruktivistische bzw. vielleicht eher noch minimalistische Lösung. Oben mittig zur Abwechslung mal eine ganz andere Strategie: Einfach so schnell bewegen, dass man nicht erkannt werden kann. Neinein, Einreichen werden wir auch diesmal nicht, wir üben ja nur.]

azaz3_g.gif

Von miss.gunst am 24.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.08.08

runde pixel invasion

spispi_ksw.gifPixel sind im Grunde nicht quadratisch und ergo muss man auch nicht nach runden rufen. Aber was, wenn diese Vorstellung doch mal vor dem geistigen Auge vorüberzieht?

Das tat sie eben just gestern, wohl angeregt vom Wiedersehen mit den analogen Arkaden aus dem Hause MOBILESKINO.
Der kleine Invador (Invader, Invadeur?) wurde zwar digital handgemalt bzw. -geschnitten. Ruckelt aber gerade so wie auf einem alten Projektor, oder?

spispi_k.gif

Von miss.gunst am 14.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.08.08

ruf vom diy festival 08

difz08_ksw.gifWieder ein Ruf, der schleunigst weitergegeben werden will: Auch in diesem Jahr wird nämlich wieder ein diy*-Festival in Zürich stattfinden.
Und in guter Tradition lädt die Schweizer Gesellschaft für Mechatronische Kunst als Ausrichterin dazu ein, mit dabei zu sein.

Stattfinden wird das Ganze wieder Anfang Dezember, genauer gesagt von Freitag, den 05.12. bis Sonntag 07.12.08.
Und wieder ist das Dynamo die gastgebende und denkbar zünftige Lokation.

Dass das Programm mit Konzerten, Ausstellungen, Workshops und Vorträgen so lecker werden wird wie in den vergangenen Jahren ist eigentlich eh vorweg schon ausgemacht - aber wie es sich für ein diy-Festival gehört, kann man dazu auch aktiv einen Beitrag leisten.

difz08_g2.gif

Näheres dazu findet sich im Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen und Projekten, der auf den Seiten des diy*-Festival sowohl in einer deutschsprachigen Version als auch in französischer Fassung jeweils als pdf verfügbar ist.

In diesem Sinne: Do it yourself (nämlich einen Beitrag einreichen) ... and then (dem Motto des diesjährigen Festivals folgend:) let's do it together...

Von miss.gunst am 11.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

31.07.08

unvermittelt ruft nach videos

uvml_ksw.gifEin unvermittelter Ruf nach Videos? Nein, ist schon richtig so: In Berlin gibt es seit einiger Zeit eine Projektgruppe namens /unvermittelt, die sich mit der Frage nach dem Begriff der Arbeit und des Tätigseins sowie möglichen Alternativen zu dessen gängigen Auslegungen beschäftigt.

Dass dies für KünstlerInnen und andere Kulturschaffende aufgrund gewisser gesellschaftlicher Erwartungshaltungen durchaus mit besonderen Problemen verbunden sein kann, haben wir hier bei anderer Gelegenheit ja schon einmal angdeutet. Und natürlich liegt da auch ein künstlerisches Programm gewissermassen nolens volens auf der Linie (ob /unvermittelt oder unvermittelbar: gefragt ist das Eigenunternehmerische "Vermittel Dich selbst!"...).

uvml_g2.gifBereits seit Anfang des Jahres läuft jedenfalls ein von der Projektgruppe organisiertes Programm (s.a. die Dokumentationen im /unvermittelt-Archiv) in der NGBK Berlin, und in den kommenden Monaten sind weitere Veranstaltungen und vom 13.12.08 bis 01.02.09 eine Ausstellung geplant.

In diesem Zusammenhang ruft nun die bildwechsel_berlin_base (ja genau, die Berliner Filiale der Hamburger Hauptstelle, die gerade im Basler Lodypop so einiges auf die Beine stellt) nun zur Einreichung von bewegten und bewegenden Bildern auf - vulgo: von Filmen und Videos.
Der Aufruf so, wie er bei uns eingegangen ist:

Liebe videomacher_innen, performer_innen, lebenskünstler_innen, Expert_innen und Macher_innen!

Bildwechsel, Dachverband für Frauen/ Medien/ und Kultur sucht eure
Videos, Filme und Statements in Ton und bewegtem Bild für
/unvermittelt - Kampagne und öffentliche Intervention für einen Arbeitsbegriff jenseits von Überarbeitung und Mangel: Praxen, Techniken, Spielräume.
Schickt uns eure Filme, Dokus, Aufzeichnungen, Komödien, Dramen und
Statements rund zur "Redefinition von Arbeit und Nicht Arbeit" und "Tips und Tricks zum schönen Leben" oder sagt uns wenn wir sie schon im Archiv haben!

uvml_g1.gifIm Rahmen von /unvermittelt, initiiert von workstation berlin und als Ausstellung im Dezember im Hause der NGBK, entsteht im August 2008 eine einmonatige Kampagne in Berlin, um den Begriff von Arbeit nachhaltig neu zu diskutieren.

Für Public Viewings, Rumlungern und Videokundgebungen vorm Jobcenter,
Bundestag und anderen relevanten Orten suchen wir nun EURE Videos und
Statements!

Deadline ist schon der 10.August!

Schickt preview DVD oder Mini DV an:
Bildwechsel_berlin_base
Kinzigstr.9 - 10247 Berlin

Bei Fragen bitte an: bildwechselberlin@gmail.com

Also dann: An die Arbeit...

Von miss.gunst am 31.07.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.07.08

ruf vom LAB 30

lb3008ksw.gifUnter den eigentlich weiterreichenswerten Meldungen, die während unserer Zwangspause in den Sedimenten versunken sind anstatt als Eintrag im Log.Buch zu erscheinen, waren leider auch diverse Aufrufe zur Beteiligung.
Dieser hier hat sich aufgrud der Frist schon fast erledigt.

Aber glücklicher Weise nur fast, weshalb wir ihn doch noch einmal ausgraben wollten.

Das LAB 30 in Augsburg mag als Medien-Kunst-Festival zwar nicht ganz so bekannt sein wie die transmediale. Gleichwohl sind die OrganisatorInnen nicht weniger engagiert, ein mehrtätiges Programm mit Ausstllung, Konzerten und Panels auf die Beine zu stellen.

LAB30 versteht sich als Plattform für experimentelle Kunstprojekte, die mittels moderner digitaler oder analoger Technologien eine künstlerische Reflexion unserer veränderten Umwelt beinhalten und dem Besucher des Festivals durch Interaktivität oder digitale Bild- und Klangerlebnisse neue Sichtweisen dieser veränderte Kultur bieten.

lb3008g.gifZur Ausgabe 2005, zu der ein veritabler Netzlabel-Schwerpunkt gehörte, hatten wir jedenfalls mal einen Ausflug gemacht und können das Ganze von den eigenen Erfahrungen vor Ort her nur allerallerwärmstens empfehlen.

Eine gute Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen, bietet natürlich die Beteiligung am Geschehen - und an diesem Punkt kommt nun auch der Aufruf (hier als praktisches pdf) ins Spiel, mit dem nämlich zur Einreichung von Arbeiten für die geplante Ausgabe 2008 aufgefordert wird, die vom 13. bus 15. November 2008 stattfindet.

Gesucht sind "Interaktive Installationen und Ausstellungsprojekte, die sich in spielerischer Art mit neuen (Computer-) Technologien und digitalen Möglichkeiten visuell oder akustisch auseinandersetzen."

"In spielerischer Art" - das klingt ganz nach LAB 30 und doch schon mal gar nicht schlecht, oder?
Nur muss es mit der Einreichung nun ziemlich hurtig gehen. Die endete zwar nicht gestern (wie im pdf noch steht), sondern wurde auf den 20.07. verlängert. Wird auch so denkbar knapp. Aber einen Versuch ist's sicher wert und vielleicht gibt es angesichts der Wirrsal um die Termine ja auch eine Extra-Gnadenfrist...

Von miss.gunst am 20.07.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.07.08

diy streik

strac_ksw2.gifKeine Sorge - gerade nach den unfreiwilligen Ferien liegt uns nichts ferner, als das eigene Log.Buch zu bestreiken.
Vielmehr gilt es, einen Aufruf zum Streik weiterzureichen.

strac_g1.gifSelbiger kommt aus Bremen, genauer gesagt: Vom thealit frauen.kultur.labor, das sich im kommenden Sommer nämlich in eine "STREIK ACADEMY" zu verwandeln gedenkt bzw. eine ebensolche auszurichten plant.

Dafür werden nun gute Streik-Konzepte sowie fähige Workshop-Dozentinnen gesucht. Aber Achtung: Mit einschlägigen Neigungen zu Protestaktionen ist es sicher nicht getan.

Einige Basisinformationen zu den Rahmendaten wollen wir an dieser Stelle weitergeben - ernsthaft Interessierte sollten sich aber dann unbedingt den vollständigen Aufruf zu Gemüte führen:

strac_g2.gif

Wir wollen Ihre Streiks! Streiken Sie und berichten uns darüber! Organisieren Sie sich und uns! Laden Sie ein zum Streik. Tragen Sie bei zur Streiksammlung, die am 18.7.09 in der Streik Academy vorgestellt werden soll, vermitteln Sie Ihre Strategien am Streikworkshop "besser streiken" am 19.7.09.
Denn sicher gibt es einen Streik, den Sie immer schon mal machen wollten. Sicher gibt es eine Technik, die Sie im Workshop immer schon mal lernen, ausprobieren oder vermitteln wollten: Agitationsweisen, Ritualkenntnisse, Straßenstrategien, technologische Finessen, gesellschaftsanalytische Erkenntnisse, schlaue Tools für Wut, Performativität des Dagegenseins... Was macht einen guten Streik aus? Wie besser streiken? Können wir Streikkritik lernen?
Wir suchen Störungen, die verweigern, verbessern, stoppen.

Schicken Sie uns bis zum 15.10.2008 ein Konzept des Streiks, den Sie durchführen wollen, von dem Sie auf der Streik Academy vom 17.-19.7.09 in einem Beitrag berichten können oder dessen Strategien sie darstellen und vermitteln möchten. (Sie können Text, Bild und/oder Filmmaterial schicken.)
Wir stellen für die vorgeschlagenen, durchgeführten und dokumentierten Streiks Infrastruktur zur Verfügung, unterstützen Kampagnen und Durchführung, honorieren die Unterweisung im Streik in Form eines Workshops, zahlen Fahrkosten/Unterkunft während der Streik Academy sowie ein Honorar für Ihren Beitrag (Bericht, Dokumentation, Unterweisung) während des Academy-Wochenendes.

Die Jury der Streik Academy trifft ihre Auswahl aus den Einreichungen bis zum 31.1.2009.
Kuratorinnen des Projektes: Ulrike Bergermann, Andrea Sick, Kathrin Wildner

Streikkonzept + kurzen CV bitte senden an: info@thealit.de
Für Fragen: castro@thealit.de (Lola Castro)

thealit- Im Krummen Arm 1 - 28203 Bremen - Deutschland
Tel. 0049-(0)421-701632 - Fax 0049-(0)421-78028 - www.thealit.de

strac_g3.gif

[Bildchen: Tja, also - wir müssen wohl noch etwas üben. Und am Besten dann kommendes Jahr einen Workshop bei der STREIK ACADEMY belegen...]

Von miss.gunst am 18.07.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.07.08

von wegen ferien

zwafe_ksw.gifZwar läutet der Juli vielerorts Sommerferien ein.
Wir hatten aber eigentlich nicht geplant, den Monat mit einer grossen Pause zu starten...

... vielmehr sollte am 30.06. nur ein kleiner, unauffälliger Umzug vom in den vergangenen Wochen wieder verdächtig schwächelnden Server auf ein etwas verlässlicheres Modell im selben Hause stattfinden.

Dummerweise hat es dabei aber providerseitig ein kleines Missgeschick einen ziemlichen GAU gegeben (von dem - geteiltes Leid ist in diesem Fall nicht unbedingt halbes Leid - unter anderem auch die ebenfalls zügelnde nette Nachbarschaft betroffen war).

Woraufhin es dann wieder einmal hiess: Warten....

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... Warten ...
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... Warten ...
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... Warten ...
zwafe4.gif

... Warten ...
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... Warten ...
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... Warten ...
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... Warten ...
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... Warten ...
usw.

Woraufin man sich wohl oder übel...

zwafe9.gif

(eher übel bzw. düsterster Stimmung)
... früher oder später...
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(eher später, aber dennoch)
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... in sein schödes Schicksal fügt bzw. anschickt ...
zwafe12.gif

... selbigem noch eine gute Seite abzugewinnen.
zwafe13.gif

Nunja. Ganze zwei Jahre Ferien sind daraus immerhin nicht geworden.
Aber mehr als zwei Wochen sind doch einige Zeit, in der sich ein ziemliches Sediment im Kulturbeutel ablagert, das jetzt erst einmal wieder umgegraben bzw. auf etwa verstrichene Verfallsdaten hin gesichtet werden will.

Aber wie auch immer: Das Malheur scheint behoben - und wie's aussieht, kann es endlich wieder heiter weiter gehen...

Von miss.gunst am 17.07.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.06.08

ruf mach 25 minuten radio

rl25jl_ksw.gifDass Radio LoRa dieses Jahr sein 25. Jubiläum begeht, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben - und demnächst wird ja auch gleich mehrere Tage lang rund ums Radio gefeiert.
Zum eigentlichen Jahrestag im November lässt sich aber sogar etwas Radiophones beisteuern.

Und zwar wortwörtlich, nämlich in Form von 25 Minuten, die für eine Ausstrahlung geeignet sind.

rl25jl_g.gifVerbunden ist die Einladung mit einem thematischen Konzept: Gesucht werden nämlich Alternativen - wobei dann jeweils zwei der Einreichungen zu einer ebensolche bietenden bzw. vorstellenden Sendung kombiniert werden sollen.

Klingt erst einmal schwierig, weil man vom jeweiligen Gegenüber vorneweg doch schwerlich wissen kann?
Macht's aber doch gerade spannend. Und wir hoffen mal gaaanz unvoreingenomen, dass das auch möglichst viele Klang- und RadiokünstlerInnen finden...

Von miss.gunst am 23.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.06.08

make art 2008 ruft

maca08_ksw.gifGute Gründe, sich mit freier Software zu beschäftigen bzw. sie zu nutzen gibt es viele. Nicht nur in der und für die Kunst.
Für das diesjährige make art-Festival, das sich speziell für OS in der künstlerischen Arbeit mit digitalen Medien interessiet, werden nun Beiträge gesucht.

Das von der Initiative goto10 ausgerichtete Festival, das diesmal vom 24. bis 30. November (und wie jedes Jahr im französischen Poitiers) stattfinden wird, hat dieser Tage folgenden Ruf publiziert:

maca08_g.gif

MAKE ART 2008 - OpenOS : CALL FOR PROJECTS

Make Art is an international festival dedicated to the integration of
Free/Libre Open Source Software (FLOSS) in digital art.

The third edition of make art - OpenOS - will take place in
Poitiers (FR), from the 24th to the 30th of November 2008.

make art offers performances, presentations, workshops and an
exhibition, focused on the blurred line between art and software
programming.

We're currently seeking new, innovative FLOSS based works and projects: music and audiovisual performances, presentations, software
demos, and installations.

This year make art focuses on the *OpenOS*: artistic, free, creative use of the Operating System, hackability and modularity of FLOSS and
GNU/Linux, scripts as digital glue between applications, enhanced
possibilities for the technical expression of ideas, user empowerment and artistic freedom.

Alles Wissenswerte inklusive Einreichungsformular ist auf den Seiten des Call for Projects abzuholen - und eingereicht werden können die Vorschläge bis zum 25.06.2008.

Von miss.gunst am 21.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.06.08

ruf vom videopark broll

vpb0_ksw.gifAnfang April gab es im Lodypop bereits die erste Serie zu sehen, nun ruft der Videopark Broll erneut zu Einreichungen auf, die dann sowohl vor Ort in Basel als auch online präsentiert werden sollen.

vpb0_g2.gifDer Videopark ist eine online-Videogalerie, die der Basler Jan Voellmy 2007 ins Leben gerufen hat. Hinter der Galerie Helga Broll wiederum - die einige schon über diverse Aktivitäten im Kaskadenkondensator und im Lodypop kennen werden - verbergen sich stehen drei Künstlerinnen aus Hamburg und Basel: Chris Regn, Lena Eriksson und Alex Vögtli, die unter diesem Label gemeinschaftlich Kunstförderung betreiben, Projekte und Ausstellungen organisieren sowie Künstlerinnen Platz für die Präsentation ihrer Arbeiten bieten.

Ein solches Format ist eben auch der Videopark Broll, von dem der aktuelle Ruf ausgeht. Eingesandt werden können Clips bzw. MiniDV-Bänder zu folgenden Themen und bis zu folgenden Terminen:

Noch bis zum 21. Juni 2008 Traum und Zukunft Fasst für uns die ganze Breite zwischen visionärer Revue, Science Fiction, Sehnsüchten, Gender, Zwischenbildern, Licht und Schatten, Falten legen, künstlichen Welten, provisorischen Idealen, Reflektionen, surrealen Entwürfen, handfesten Erfindungen, dem Unheimlichen, Übertragungen und des Blinzelns zwischen Realität, Illusion und Utopie

Und bis zum 21. Oktober 2008
Bühne frei
Für Statements und das, was wir schon immer mal sagen wollten, für Eingriffe ins Bild, für Tricks, für Schlager, für Tiernummern auf Augenhöhe, für das was besser als echt ist, für Verwandlungen und das Zurückverwandeln, für 400% Emotion quasi aus dem nichts, das Feuerwerk, für das Atmen können, den Machbarkeitswahn und Transformationen

SCREENINGS sind jeweils ca. 1 Monat nach Einsendeschluss. Ort und Termine werden noch bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Beiträge auf MiniDV, PAL 4:3 (nicht anamorphotisch), mit maximal 4 Minuten Länge.
Meldet die Beiträge mit folgenden Infos bitte per Mail bei uns an.

Vorname, Name:
--------------------------------------------------
Titel der Arbeit:
--------------------------------------------------
Ort, Herkunftsort:
--------------------------------------------------
Entstehungsjahr:
--------------------------------------------------
Dauer:
--------------------------------------------------
Originalmaterial, Ausgangsmaterial (Super8, Mobiltelefonfilme, Computerprogramm, DVcam...):
--------------------------------------------------
Synopsis (Kurzbeschreibung):
--------------------------------------------------
Themenbereich, Kategorie (siehe unten):
--------------------------------------------------
Kontaktadresse:
Name
Strasse, Nr
Ort
Telefon
mail

Rückfragen und Anmeldungen an: mail [at] videopark.org
Und sendet das Band per Post an:

Lodypop
Videopark Broll
St. Johannsvorstadt 72
CH-4056 Basel

Wer wissen will, wohin es geht und wie das Ganze dann präsentiert wird, kann sich vorab auch noch einmal die Dokumentation und die Videos der ersten Reihe namens "Szenen aus dem Alltag" anschauen - und zwar sowohl auf den Seiten des Videopark als natürlich auch direkt beim Videopark Broll.

vpb08_g1.gif

Von miss.gunst am 16.06.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.05.08

... mit dem fragezeichen

fgzzn_ksw.gifNächtens huschte noch einmal der in den Bildchen zum letzten Eintrag verfolgte Weg zum Fragezeichen durch eine Hirnfurche, die aus welchen Gründen auch immer nicht mit etwas besserem beschäftigt war.
Mit dem Ergebnis, dass da noch Verbesserungen anzubringen seien.

Schliesslich wurde dem kleinen Hohlkopf doch gar nicht erläutert, wie zu den entscheidenden Zutaten fürs Fragezeichen zu gelangen sei!
Es fehlte also vorweg (1) ein wichtiger Schritt. Nämlich dieser:

fgzzn_1.gif

Womit folglich der nachfolgende mit (2) zu nummerieren wäre [beiseit: nummerieren! *grausam*! glückliche zeiten, da man noch numerieren durfte):
fgzzn_2.gif

Andererseits: Ist es nicht etwas umständlich, zu einem schlichten Fragezeichen in zwei Schritten zu gelangen? Zumal es beim Hohlköpfchen nachweislich Kenntnisse von Ausrufezeichen gab. Warum also nicht gleich so:
fgzzn_3.gif

Genau. Indes mittlerweile - wie das so ist, wenn man sich der Herstellung von Fragezeichen widmet - noch ein weiteres Korrigendum evident erschien: Die Bilderfolge als solche erklärt ja weniger, wie Fragezeichen funktionieren (das könnte dann eher dieser Eintrag leisten ;)) - als vielmehr, wie man welche macht:
fgzzn_4.gif

Ergo müsste dann das mittlere Bildchen aus besagter Folge eigentlich besser so aussehen:
fgzzn_5.gif

Und die Folge selbst bei einem ganz anderen Eintrag stehen, in dem es mehr um "How To"s geht, wie man sie in den vor längerem Mal besprochenen "Instructables" findet. [*seufz*]


Von miss.gunst am 26.05.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.05.08

baustelle

appcc_ksw.gifIm Hintergrund haben wir mittlerweile eine kleine Baustelle eröffnet, auf deren Schild in sentimentaler Erinnerung an entsprechende Initiativen der 1970er Jahre so etwas stehen könnte wie: "Unser Dorf Blog soll schöner werden".

Um genau zu sein: Mangels Eitelkeit sind wir mit dem Low Tech-Design des Blogs an und für sich nach wie vor weitgehend zufrieden. Es muss ja nicht nach mehr aussehen, als wir fassadentechnisch zu leisten im Stande sind.
Hingegen sehen wir in Sachen Funktionalitäten durchaus einigen Verbesserungs- und Renovierungsbedarf - und nebenbei kann man dann eben auch an der einen oder anderen Äusserlichkeit schrauben.

appcc_g.gifGern hätten wir das alles in einem grossen Schwung erledigt. Aber da zu den wichtigsten Überlegungen die (eigentlich schon kurz nach dem Start keimende) Gretchenfrage einer Umstellung von MT auf WP gehört, wird das noch ein bisschen Experimentieren im Stillen erfordern. Ganz so einfach ist das nämlich leider nicht, zumal WP dann wieder ganz neue Optionen für Struktur und Gestaltung bietet.

Die anderen Operationen lassen sich bei aber weitgestgehend bei laufendem Betrieb unter lokaler Narkose vornehmen. Was allerdings auch bedeutet, dass treue LeserInnen derzeit (und wahrscheinlich auch noch etwas länger) immer wieder mal auf ein paar offene Wunden gucken müssen. Für etwaige Unbillen bitten wir nachträglich sowie prospektiv um Entschuldigung - und, was peinliche Einsichten in unsere Umgestaltungsexperimente betrifft, entsprechend um Nachsicht.

Da wir nämlich schon gerade dabei sind, gönnen wir uns den Spass und testen solche Unerheblichkeiten wie Farbunterschiede zwischen Apfel- und PC-Palette und räumen auch ein wenig in den Navigationsleisten herum.

appcc_g1.gif

Kurum: Gemach, gemach. Es wird schon - wie auch immer - werden...

Von miss.gunst am 04.05.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.04.08

zeichen setzen l(e)icht gemacht

lugra_ksw.gifWer in dieser Welt Zeichen hinterlassen will, hat es nicht immer leicht. So manche Signatur ist schneller übermalt, als sie gesetzt wurde. Und kann trotzdem schwerwiegende Folgen für den Signierer haben. Graffiti sind - Wertschätzung durch diverse Szenen hin oder her - eben nach wie vor nicht überall gern gesehen.
Aber es gibt ja auch Möglichkeiten, etwaigen Debatten um schnöde Schmierereien und deren kostenträchtige Entfernung von vornherein zu entgehen.

lugra_g.gifWeitaus eleganter als eiliges Entfleuchen ist bekanntlich, gar nicht erst mit Dingfestem zu arbeíten. Sondern stattdessen mit Licht.

Hierfür wiederum bieten sich vielfältige Techniken an, angefangen mit der im Dunkeln geschwungenen Taschenlampe - wobei dann idealerweise stets ein/e PartnerIn mit Kamera zugegen sein sollte.

Denjenigen, denen dieses Verfahren dann doch allzu flüchtig dünkt, bietet sich am kommenden Samstag (05.04.) die Teilnahme an einem Workshop an, der in Frankfurt im Rahmen der Luminale stattfinden wird.

Uwe Schüler - HOME MADE-BastlerInnen unter anderem durch seine Sonnensänger bekannt, wird dann nämlich zusammen mit dem Tübinger Gestalter Robin Broadfoot in die Kunst der Phosphor-Graffiti einweihen.

Als Veranstaltungsort für den Workshop (von 14-19 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos) konnte der Kunstverein Familie Montez gewonnen werden, so dass im Anschluss auch Platz für eine würdige Präsentation der Ergebnisse, Performance und Party sein wird.

Anmelden kann man sich über die Heimseiten des Kulturgüter-Schuppens, den Uwe Schüler und Jördis Drawe im vergangenen Jahr in Tübingen aus- bzw. aufgebaut haben - aber, soweit dann noch Plätze frei sind, sicher auch am kommenden Samstag bis 14 Uhr vor Ort in Frankfurt. Alles Wesentliche auch auf diesem luminosen pdf-Plakat bzw. dessen druckerfreundlicher Variante.

[Bildchen: Kommt von den Veranstaltenden und will schon mal vorab signalisieren, dass Phosphorgraffiti eine konstruktive Sache sind. Richter und Eggeling hätten sie, so gesehen, sicherlich gefallen.]

Von miss.gunst am 01.04.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.03.08

aufruf zum pixelstürmen

psaw08_ksw.gifEigentlich sollte es in Sachen a2d2a weitergehen, aber erst einmal sind dringlichst diverse Rufe an der Reihe, die weitergegeben werden wollen.
Wie beispielsweise derjenige zum diesjährigen Pixelstorm Award.

Weil der Wettbewerb heuer bereits in die fünfte Runde geht (und wir ja auch schon letztes Jahr gerufen haben, so dass mindestens treue LeserInnen sowieso wissen werden, worum sich's dreht), sowie vor allem, da auf den Heimseiten alles Wissenswerte zu lesen steht, erübrigt es sich eigentlich, ins Detail zu gehen.

psaw08_g.gifErwähnt werden sollte jedoch vielleicht, dass das Thema der aktuellen Ausschreibung "Heartbeat", also: Herzschlag lautet (und tatsächlich kann man einen solchen beim Aufruf der Seiten auch fleissig pochen hören).

Sowie dass Einreichungen ab dem kommenden Montag (31.03.08) morgens 09:00 Uhr auf die Award-eigene Plattform hochgeladen werden können bzw. bis zum 22.04.08 um 24:00 Uhr ebendort gelandet sein müssen - dann nämlich schliesst der Wettbewerb seine Tore.

Wann und wo die Preise übergeben werden, scheint wohl noch nicht festzustehen - aber bis dahin natürlich sowieso noch ein wenig Zeit.
Und vorerst heisst es ja auch erst einmal: Den einen oder anderen kreativen Gedanken beim flüchtigen Schopfe fassen und sodann fleissig Pixel schubsen tätig zu Werke gehen.

Wer wissen will, wo ungefähr die Latte hängt bzw. in den letzten Jahren hing, kann sich zudem zwischendurch auch mal einen Blick auf die Bestenliste gönnen. Und wird dort sehen: Mitunter - wie nämlich gerade letztes Jahr - gibt's tatsächlich fürs Pixelschubsen Gold...

Von miss.gunst am 26.03.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.03.08

saisonales

shsf_ksw2.gifZwischendurch aus der weniger saisonal bedingten als einfachmalso eingelegten Sendepause ein seinerseits durchaus saisonal motiviertes Drudelchen...

... das natürlich aus einem Bildchen und der obligaten Frage besteht, was auf selbigem wohl zu sehen ist:

shsf_g.gif

[Auflösung: Neineinein - kein Polarhase, der sich um Ostern 2008 als Gelegenheitsarbeiter im hessischen Mittelgebirge verdingt hat. Wobei es durchaus möglich wäre, dass der sich versehentlich auch aufs Bild verirrt haben könnte. Die richtige Antwort auf unsere Drudelfrage lautet jedoch: Feige Schneeflocke, die sich ebenso geschickt wie erfolgreich unter Ihresgleichen zu verbergen sucht. Wenn man genau hinschaut, sieht man sie natürlich trotzdem, wie sie da hockt und zittert. Richtig, ganz oben, in der Ecke links.]

Von miss.gunst am 24.03.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.02.08

ruf vom sound delta

sdkg_ksw.gifWie je erweist sich der Wochenanfang als ideal, um Aufrufe weiterzureichen.
Dieser nun hat nicht nur mit künstlerischer Mobilität zu tun, sondern knüpft auch noch in anderer Hinsicht an den Hinweis an, welchen wir jüngst in Sachen Container ausgaben.

Tatsächlich haben ihn findige LeserInnen vielleicht schon selbst entdeckt, wenn sie den Verweisen auf das an der von conteners 2006 betreuten Reihe zur Radio-Kunst zu den Heimseiten des collectif MU gefolgt sind. Auf selbigen ist nämlich jenes Projekt bereits annonciert, um das es im Aufruf geht: Das EUROPEAN SOUND DELTA.

"EUROPEAN SOUND DELTA is a mobile project on the Danube & Rhine Rivers focusing on radio-art using sounds of European cities. Two teams will be travelling on both rivers this summer, recording sounds, producing live performances and radio broadcasts with local sound-artists. A final exhibition is scheduled in Strasbourg-F by the end of September 2008 as part of L'Ososphere. International sound artists are invited to apply with a project meant to be created on one of the trans-European floating labs."

Soweit die Basisdaten aus der Einladungsmail - sehr viel ausführlichere Informationen zum Projekt, der geplanten Route und den Aufenthaltsorten der Schiffe sowie vor allem ein Anmeldeformular, mit dem man sich bewerben kann, stehen auf den Heimseiten von EUROPEAN SOUND DELTA als handliche pdfs zum Herunterladen und Ausdrucken bereit.

Zu den KünstlerInnen, die bereits mit von der Partie sind, gehören übrigens eine ganze Reihe, die nicht nur treuen LeserInnen bekannt sein dürften - etwa Phill Niblock, Charlemagne Palestine, Sarah Washington und Knut Aufermann mit/als tonic train (mehr jeweils in den Log.Buch-Archiven).

Klingt gut? Na dann, nichts wie ran: Am 15. März ist Bewerbungsschluss.

sdkg.gif
[Bildchen: Sieht man doch, was es ist darstellen soll - wie recht oder schlecht auch immer. Oder?]

Von miss.gunst am 26.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.02.08

sternchen

unmo_ksw3.gifNa, gestern mal angelegentlich der Empfehlung in Olia Lialinas Sternenhimmel geschaut?
Mit dessen trotz zwangsläufig unmonumentalen Bildschirmformats doch ziemlich monumentalem Glamour konnte unserer natürlich so gar nicht mithalten.

Nachgerade neidvoll die Nachbilder von "Some Cosmos" vor Augen sind wir dann nochmal in uns gegangen und haben zerknirscht: Üben, üben, üben gemurmelt.

Mit der Technik, Webseiten ordentlich glitzern zu lassen, hapert's mangels Routine leider (noch!) gewaltig. Aber einen Versuch wollten wir doch wenigstens machen. Und siehe da: Immerhin bildintern ist sie scheinbar angekommen, des gestirnten Firmaments Erhabenheit...

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Von miss.gunst am 20.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.02.08

ruf vom film sharing festival

fsf08_ksw.gifGleich im Anschluss an den letzten Aufruf gleich ein weiterer - diesmal sind allerdings nicht Ströme bzw. nicht nur Töne, sondern gleich ganze Vilme gefragt.
Und zwar als Einreichungen für das Dritte Internationale Film Sharing No & Low Budget VideoFilmfestival.

2003 in Wien begründet, ist das Festival inzwischen nach Deutschland migriert und wird in diesem Jahr auf Tour gehend in Stuttgart, Heilbronn und Mainz stattfinden.

Vilme getauscht werden - anders als man das angesichts das vielleicht voreilig annhehmen könnte - nicht. Vielmehr dürfte der entsprechende Assoziationen nährende Namensteil auf die spezielle Tauschökonomie zurückzuführen sein, auf deren Basis das Festival funktioniert.
Gesucht sind nämlich dezidiert mit minimalem Budget produzierte Werke, für die das Festival ein Forum sein will und Vorführungen organisiert.
Ergo geben erst einmal beide Seiten - Vilmschaffende und Organisatoren. Und den Auserwählten winken dann auch keine Auszeichnungen in Form wie auch immer dotierter Preise. Sicherlich aber die Gunst des Publikums und wohlmöglich auch ein Zipfelchen Ruhm.

fsf08_g.gifEine solche, einerseits von den Geschäften der Filmwirtschaft eher weit entfernte, andererseits den real existierenden Bedingungen, unter den freie Vilmschaffende arbeiten, durchaus nahe Ökonomie nochmals in Festivalform gegossen zu sehen mag vielleicht nicht eines/einer jeden Sache sein. Aber so ist das nun einmal, wenn man sich mit Haut und Haar dem DIY-Prinzip verschreibt.

Ziemlich sympathisch finden wir zudem auch eine Spezialität des Verfahrens: Dem eigentlichen Festival gehen sogenannte Open Screenings der eingereichten Vilme voraus. Bei denen man eben auch mal den einen oder anderen Blick auf Produktionen werfen kann, die in der Endauswahl nicht zum Zuge kommen. Und das muss - nicht nur, weil Geschmäcker sind bekanntlich verschieden sind, sondern auch, da Programmkonzepten hin und wieder Perlen zum Opfer fallen können - keineswegs immer Ausschuss sein.

Erst einmal aber heisst es selbstredend: Eigenproduktionen einreichen, bis spätestens 01. 04. 2008.
Alles Wissenswerte zu den Konditionen findet sich in den FAQs und in den gleich auf der Einstiegsseite angebotenen pdf-Formularen dargelegt.

Von miss.gunst am 15.02.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.01.08

aufruf an anonyme zeichner

azaz_ksw.gifZum Wochenbeginn in bewährter Tradition mal wieder ein Ruf - und einer, der sogar recht gut in den Fluss der aktuell verfolgten Überlegungen zu Zeichenmaschinen passt.
Nur mit Stempeln gehen bzw. Stempeln lassen ist es dabei vielleicht nicht getan.

Mindestens könnte man den Namen des Projekts so deuten, das die Berliner Künstlerin Anke Becker 2006 ersonnen hat und das mittlerweile bereits in die achte Runde geht: Anonyme Zeichner.

azaz1_gk.gifMit einer Selbsthilfegruppe zum Abgewöhnen kreativer Anwandlungen hat das Ganze nichts zu tun - vielmehr handelt es sich eben um einen Aufruf, Zeichnungen einzureichen. Dies noch nicht anonym; tatsächlich sollen aus guten Gründen auf der Rückseite sogar Name und Adresse des oder der Einreichenden vermerkt werden.
Anonym ist primär die Präsentation.

Aus den Einreichungen werden nämlich dann 300 Zeichnungen ausgewählt, die - bei dieser achten Ausgabe - in den Räumlichtkeiten des Berliner Kunst- und Atelierhauses mein blau e.V. zur Ausstellung kommen. Anonym? Anonym - wenigstens, was den Modus des Zeigens betrifft.
Also: Ohne Schildchen oder andere beigegebene Informationen. Interessierte KäuferInnen sollen jedenfalls nicht nach der Signatur entscheiden - indes später die Informationen auf der Rückseite eine Zuordnung ermöglichen, wie sie sowohl für den Transfer der Verkaufssumme wie auch für etwaiges Einstreichen verdienten Ruhmes notwendig ist. Für 100 Euro jedenfalls lassen sich Blatt und Name erwerben.

Dass Zeichnungen natürlich auch so etwas wie die Handschrift des/der Zeichnenden verraten können, lässt sich zwar kaum vermeiden. Aber nicht umsonst ist es unter Kunstgeschichtsnerds ein beliebtes Ratespiel, einander Handzeichnungen vorzulegen, um dann Zu- oder Abschreibungen vorzunehmen.

Und, a propos: Den Ausschreibungsunterlagen ist kein Hinweis zu entnehmen, dass es sich wirklich um Handzeichnungen handeln muss. Anders gesagt: Mindestens vor der auswählenden Jury haben durchaus auch Zeichenmaschinchen, wohlmöglich sogar Stempelmaschinchen eine reale Chance.

azaz2_gk.gifMag zwar sein, dass für Manche entsprechende Produktionen erst mit der Signatur des Kunstmaschinenkonstrukteurs zu Würden gelangen. Mindestens belegen Preise, wie sie für die Kritzeleinen von Tinguelys Méta-Matics gezahlt wurden, dass derlei der Wertsteigerung zuträglich sein kann. Und auch der gestern zur Diskussion gestellte Kniff, Kunstmaschinenkunst mit einem Stempel zu versehen, der sie nicht nur mit dem Namen eines Künstlers, sondern zusätzlich mit dem der ausstellenden Institution markiert, baut aufs klassische Wahrnemungs- bzw. Wertzuweisungsraster.

Dem gegenüber erweist sich Beckers Projekt Anonyme Zeichner - das auf seine Weise in der Tat auf eben jene Anerkennungs- und Wertzuweisungsechanismen zielt - als angenehm resistent.

Wer nun an eine Teilname denkt, findet den kompletten Aufruf mit allen relevanten Informationen auf den Heimseiten des (seit Frühjahr 2007 selbst leider ortlosen bzw. nomadisierenden) Projektraums blütenweiss, in dem auch die ersten Ausgaben der Anonyme Zeichner-Ausstellung stattgefunden haben.
Und die schauten, wie den schönen Foto-Dokumentationen ebendort zu entnehmen ist, auch wirklich lecker aus.
Was wiederum die aktuelle Ausgabe betrifft, so ist für Einreichungen noch bis zum 06. März 08 Zeit - die Ausstellung wird dann am 05./06. April bei mein blau e.V. zu bewundern sein.

In diesem Sinne: Ran an die Griffel - oder womit auch immer bevorzugt gezeichnet wird. Und wir ergänzen mal: Von wem auch immer.
Denn kleine fleissige Zeichenmaschinen sollten ja nicht von vornherein ausgeschlossen sein...

[Bildchen: Demonstriert, weshalb es selbst oder vielleicht gerade dann, wenn man nicht wirklich zeichnen kann, ziemlich schwierig ist, anonym zu bleiben. Und ergo das Engagement eines Zeichenmaschinchens mit Sicherheit die ideale Option für eine Beteiligung wäre. Oder nicht? Oja. Zwecks der Veranschaulichung unserer These sogar extra heroisch im Digitalen Analoges simuliert: Keine Ebenen, nur 'Buntstift' in einer Stärke plus hie und da ein bissel Ratzefummel. Autsch.]

Von miss.gunst am 14.01.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.01.08

For Sputnik (With Love)

fswl_ksw.gifZugegeben: Zum Jahreswechsel haben wir es nicht geschafft. Aber immerhin zum Dreikönigsfest wird nun das Versprechen eingelöst, endlich wieder einmal einen kleinen Musikmix mit leckeren Netzlabel-Produktionen und anderen CC lizenzierten Ohrzuckerln anzubieten.
Zwar ohne Sternensinger. Gleichwohl: In die Weiten des Weltraums gehts durchaus.

Der ursprüngliche kalendarische Anlass hätte es natürlich lässig gestattet, auf ein Thema zu verzichten – und selbst die Verspätung zwingt derlei keineswegs auf: Schliesslich sind die drei Könige ihrerzeit auch nicht ganz pünktlich gewesen.
fswl00.gifDoch da eine entsprechende Konsolidierung unserer Radio-Hommage aus Anlass des International Sputnik Day (s. a. im hauseigenen Archiv) eh auf der 2do-Liste stand, schlagen wir einfach mal zwei Fliegen mit einer Klappe. Zumal es sich doch ganz wunderbar fügt, eine Zusammenstellung mit Lizenz zum Lieben unter dem gewählten Titelmotto anzubieten...

fswl01.gifSpilled Milk Road – drunken waltz in 10 bar phrases for bells, melodica and ... more
von James Banks
erschienen 2005 – EP "Space Songs" – via archive.org

Zugegeben: Spilled Milk Road ist nicht ganz dasselbe wie Milky Way, aber der Titel der EP sollte so einen kleinen absichtsvollen Verleser gestatten. Und auch wenn eine Exkursion zur Milchstrasse aus Satellitenperspektive leicht übers Ziel hinausschiesst: Warum nicht zum Auftakt mal einen Walzer?
fswl00.gifBeim GUNSTradio ist das bereits gute Tradition; diesen schönen, leicht melancholisch schleppenden Schwung fanden wir, als es fürs ccc-Spezialformat ein unter creative commons-Lizenz publiziertes Äquivalent zu Lydia Kavinas ansonsten natürlich konkurrenzloser Theremin-Version von Tchaikovskys Valse sentimentale zu finden galt.
Und stellen fest: Süsser die Glocken kaum klinge(l)n können...

fswl02.giffliegender behälter
von Granny'Ark
erschienen 2004 – EP “three seas & one bottle” – [id07] bei interdisco

fswl00.gifWeil es für Raumfahrten selbstredend ein würdiges Gefährt braucht: Eins jener Stücke, die schon fast zu den Klassikern auf der hauseigenen GUNST-Hitliste zählen. Muss man ansonsten nicht weiter kommentieren, oder?

fswl03.giffall..
von Le Zero (aka Amin Khatir)
erschienen 2004 – EP "Sputnik Zérolution" – [ACMP3004] bei alpinechic

fswl00.gifIm Grunde würde, wenn man den Titel beim Wort nimmt, das gesamte (Mini-)Album in den Mix gehören, mit dem Le Zero seinerzeit bei alpinechic debütierte. Weil wir für unsere Hommage jedoch aus nahe liegenden Gründen nur ein Stück auswählen können, soll es für diesmal das vierte sein. man "fall" ja nicht als Aufforderung zum totalen Absturz verstehen – wir wollen lediglich von der Milchstrasse aus (s.o.) zurück auf eine etwas erdnähere Umlaufbahn finden...

fswl04.gifSputnik in Love
von Roy Chicky Arad
erschienen 2005 – EP "Sputnik in Love" – [WM008] bei WM Recordings oder oder via archive.org

fswl00.gif... um unserem Satellite of Love ein bisschen näher zu kommen. Wobei dessen Herz, wie es scheint, längst entbrannt ist. Jedenfalls, wenn man den Titel von Roy Chicky Arads Hommage entsprechend interpretiert. Der, nebenbei bemerkt, auch sonst ein ziemlich interessanter Künstler ist – wiewohl wir uns hier allein auf seine musikalischen Produktionen bescheiden müssen. Doch schon die machen Lust auf mehr? Kein Problem, da hätten wir noch was.

fswl05.gifIonosphere
von ALPHA TRAJECTORY
veröffentlicht 2000; EP Sputnik –[tzpdc 13] via archive.org / TZP Drone Company

fswl00.gifErst mal jedoch, wie es im Grunde ja auch die Friktionen einer heissen Liebe nahelegen: Auf in die Ionosphäre, die ihrem Namen auch akustisch alle Ehre macht. Dass im Übrigen auch in diesem Fall die gesamte EP als Hommage an Sputnik funktioniert, legt natürlich schon deren Titel nahe. Wobei besonders das letzte Stück Beachtung verdient, das der tapferen ersten Kosmonautin überhaupt gewidmet ist: Der Hündin Laika, die mit Sputnik 2 in den Weltraum startete – den Flug bekantlich jedoch nicht überlebte.

fswl06.gifSputnikblues1957
von Djet
veröffentlicht 2006 – EP "Sputnikblues 1957" – [ca005] bei Clinical Archives

fswl00.gifGrund genug, mit Djet (unter bürgerlichem Namen: Alexander Lisovsky) ein wenig Sputnikblues zu schieben. Der nicht ganz so sphärisch-ambient ausfällt wie die Raumfahrt mit Alpha Trajectory – dafür aber umso mehr die Herzen von FreundInnen experimentellerer Elektronica erfreuen dürfte. Wenn es dementsprechend umso schwerer fällt, ein einziges Stück für den Mix auszuwählen: Muss es wohl einfach das Titel gebende sein. Die anderen sind aber (dies nicht nur um des Reimes willen:) mindestens ebenso fein.

fswl07.gifHeading To The Outer Regions
von Satellite Grooves
veröffentlicht 2003 – EP "Simplistic Transmission" – [os005] direkt bei Observatory Online oder via archive.org

fswl00.gifNach dem Blues braucht es vielleicht doch noch mal ein paar munterere Umdrehungen. Wie wär's mit den Satellite Grooves, die uns John Kale unter ebendiesem Künstlernamen offeriert. Für den erwünschten Aufwärtstrend in der Stimmung bietet sich gleich das erste Stück der EP an –nicht nur, weil es den Aufbruch in Ferne Welten signalisiert. In diesem Sinne: Get Up! - ganz im Gegensatz zu dem Motto, das uns von dieser offenbar befreundeten Heimseite entgegenblinkt.

fswl08.gifSputnik In Love - Digital_Me remix
von Digital me
veröffentlicht 2005 – EP: Sputnik in Love - The Remixes – [WM015] bei WM Recordings oder via archive.org

fswl00.gifDas Original kennen wir ja bereits – und können nun unsere kleine Umkreisung des Erdballs umso zünftiger mit einem fröhlich Sphären- und Erdenklänge durchschüttelnden Remix ausklingen lassen. Lecker ist die gesamte Produktion, zu der Roy Chicky Arad Kollegen seines heimischen Netzlabels ak duck eingeladen hat – Sputnik in Love forever sozusagen.

... und wir fügen dem Ganzen, For Sputnik (With Love) noch von Herzen Lizenz zum Lieben hinzu.
fswl00.gifAllen KünstlerInnen und Netzlabels in diesem Sinne: Nur das Beste und Grand Merci für die Veröffentlichungen unter CC und anderen freien Lizenzen! - Grand Merci, great many thanks and all the best to all artists and netlabels for publishing their treasures under CC and other free licences!

fswl09.gifSowie, last but not least: Ein besonderer Dank an Francis Hunger, der mit seiner Einladung, den International Sputnik Day feierlich zu begehen, die gleichnamige GUNSTradio-Hommage und ergo auch diesen kleinen Mix entscheidend inspiriert hat.
Btw: Sollte sich Sputnik-Fans noch nach Bonus-Tracks sehnen, werden sie auf der Dokumentationsseite zum International Sputnik Day weidlich fündig werden.

fswl_g.gif

Von miss.gunst am 06.01.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

31.12.07

zum jahreswechsel...

mgzj0708_ksw.gif... hätte hier eigentlich eine kleine Zusammenstellung musikalischer Leckerli aus Netzlabel-Publikationen stehen sollen.
Weil die aber noch in Arbeit ist, wirds mit dem entsprechenden Eintrag erst nach dem Neujahrsspaziergang etwas werden.

Ergo müssen wir uns für heute darauf bescheiden, stellvertretend unser kleines Haustier in die Runde winken zu lassen (bitte kurz mit der Maus anstupsen, damit es sich regt)...

mgzj0708_g.gif

In diesem Sinne:
Allen alles Gute - und heiter weiter dann im Neuen Jahr!

Von miss.gunst am 31.12.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.12.07

bastelnde weihnachtshasen

gw07_ksw.gifTätigkeiten, welchen man sich mit Lust und aus Leidenschaft widmet, müssen während der Feiertage nicht unbedingt ruhen. Ganz im Gegenteil. Und wer sowieso das ganze Jahr über gern bastelt, freut ganz besonders über die Gelegenheit, gleich noch ein bisschen mehr Zeit für deren Vertreib mit schönen, wahren und guten Dingen zu haben.

Insofern gibts an dieser Stelle eigentlich auch keine Sendepause anzukündigen. Weil mindestens bei uns aber nicht nur an Code gebastelt wird (allerdings auch, schliesslich stehen unter anderem ein paar Renovierungen resp. Schönheitsreparaturen an, um würdig ins Neue Jahr zu gehen), sondern ebenso gern an und mit etwas handgreiflicher fassbaren Materialien, könnte es doch in Sachen Logbuch-Einträge etwas gemütlicher zugehen.

Allein auf den letzten Drücker für weihnachtliche Dekorationen sorgen müssen wir nicht mehr - denn glücklicherweise liessen sich zwei eigentlich im Urlaub weilende Osterhäschen dazu animieren, schon mal mit dem Bäumchenschmücken zu beginnen...

gw07_g.gif

P.S.
Ja sicher - treue LeserInnen kennen die beiden bereits als Radiobastler bzw. -archäologen. Eben drum liessen sie sich auch so leicht an ihren langen Öhrchen packen und für diesen Nebenjob heranziehen.

P.P.S.
Oh. Und gerade kam tatsächlich noch ein Präsent herein, dass unbedingt geteilt und weitergegeben werden will. Aber morgen ist ja auch noch ein Weihnachtsfeiertag...

Von miss.gunst am 24.12.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

19.12.07

analog bloggen

hmban_ksw.gifWär doch auch mal eine Idee. Genauer gesagt: War tatsächlich gerade eine Überlegung, der wir angesichts der aktuellen Ausfälle mehr oder weniger zwangsläufig nachgegangen sind.

hmban_g1k.gifUnd zwar - wie es sich für Medien mit Hang zum Basteln gehört - auch ganz praktisch. Nämlich mit Schere, Kleber und auf geduldigem Papier.
Zugegeben: Etwas arg lässig. Aber es handelt sich hoffentlich ja doch nur um ein Notkonzept, auf das nicht wirklich zurückgegriffen werden muss.

Jedenfalls, ungefähr so könnte es gehen:

Abbildung Nummer 1 (rechts) zeigt die Startseite, der Kopf des Blogs (A) sowie die Seitenleiste (B) wurden absichtsvoll extra angefügt.

Entlang der Linien c1 und c2 werden sodann Schnitte vorgenommen.
So dass man das Ganze dann an den Punkten D ("weiterlesen") bzw. bequem auch unten an der Seitenleiste bei D' (entspricht ungefähr dem Klick auf die Eintragsüberschrift, wie sie in der Sparte "Aktuelles" erscheint) aufklappen kann.

hmban_g2k.gifWenn man Letzteres dann wagt, wird - wie gewohnt - der gesamte Blogeintrag erscheinen.
Den haben wir natürlich zuvor (wiederum: mit Vorbedacht - und, zugegeben: wiederum etwas hudelig) hinten ans analoge Blog angeklebt.

Zur Orientierung findet sich auf der entsprechenden Abbildung 2 (links) sich die Rückseite des Intros nochmals mit D und diejenige der Seitenleiste mit D' markiert.

Soweit, so einfach. Nur: Ziemlich mühsam. Vor allem, wenn man es für jeden Eintrag machen will wollte.
Wollen wir selbstredend nicht. Und wünschen dem Server: Dringlichst Gute Besserung!

Achja, etwas wäre vielleicht doch eine echte Verbesserung: Mindestens um die lästige Anmeldung für Kommentare käme man beim analogen Blog leicht herum...

hmban_g3.gif

Von miss.gunst am 19.12.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.12.07

drudeln

gdrd_ksw.gifEignet sich im Prinzip auch ganz prima für ein Tag-um-Tag-Format: Der die das Drudel(n).
Für heute haben wir uns allerdings eher notgedrungen darauf verlegt.

Der Server schwächelte nämlich mal wieder ein wenig mehr als ein wenig. So dass nicht wirklich absehbar war, wann und für wie lange dann überhaupt Zeit und Gelegenheit ist, Einträge vorzunehmen.
Da bietet es sich nachgerade an, erstere - um sich in der angemessenen Langmut zu üben - ein bisschen mit Drudeln zu verdödeln.

Dieser hier zum Beispiel scheint auf den ersten Blick ja sogar aus literarischen Klassikern bekannt und insofern leicht zu erraten:

gdrd1_g1n2.gif

Tja, von wegen. Nichts da Schlange, die Elefanten verspeist hat oder so.
Angesichts der gestrigen Lage, da uns die höheren Gewalten auf der Leitung standen und wir uns mal wieder Sorgen um die Seiten machten, könnte des Rätsels Lösung in diesem Fall eher dergestalt Kontur annehmen bzw. sich in selbiger ein ganz anderes Innenleben verbergen:

gdrd1_g2n2.gif

Alternative Deutungen werden natürlich jederzeit gern entgegen genommen...

Von miss.gunst am 18.12.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.11.07

ruf vom kunstradio (kunstgeburtstag ff.)

abc08_ksw.gifHat auch in unserem LogBuch bereits Tradition: Im Januar eines jeden Jahres Kunstgeburtstag zu feiern.
Und wie jedes Jahr ruft das österreichische Kunstradio dazu auf, sich in die Reihe der Gratulierenden einzureihen.

Nachdem der letzte Aufruf und die Feier in diesem Januar aus nahe liegenden Gründen ganz im Zeichen der Radiogeschichte(n) standen, gibt es - wie der aktuelle Aufruf venehmen lässt - für 2008 ein passendes, weil konsequent weitergedachtes Motto: "Forever Young"!

abc08_g1.gifWir geben hier die praktische Kurzversion im Originalton weiter:

What do we want? A present. Not for us, for Art.

Which present?
sound, images (moving or still), text, love

How?
Streamed, e-mailed, snail-mailed or uploaded -> Upload-Tool

Format?
mp3 files, live-streams, images, webcams, etc.

When?
Until January 17th, 2008 (from 20:00 CET until late, (19:00 GMT))

Where?
on air: 11 - 12 p.m. CET Ö1 (FM 92.0, MW 1476, SW)
on line: http://www.kunstradio.at/PROJECTS/AB2008
on site: Vienna, details to be announced

Why?
To celebrate.

What?
Art’s Birthday.

In diesem Sinne, ebenso kurz und knapp: Wer mitfeiern möchte, schnüre beizeiten ein Päckchen, das dann am 17. Januar ausgewickelt werden kann!

Von miss.gunst am 26.11.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.11.07

patch_work

ifi07pw_kswn.gifJa, genau. Es geht um Flickwerk. Der denkbar lückenhafte Eintragsteppich dieses Monats ist aber nicht gemeint.
Sondern vielmehr die diesjährige interfiction-Tagung, die ab heute Abend (16.11.07) im Rahmen des 24. Kasseler Dokumentarfilm und Videofests stattfindet.

ifi07pw_g1.gifDa wird es nämlich um jene Patchworks gehen, mit denen wir es in Zeiten von "Copy, Cut & Paste" zu tun haben.

Beziehungsweise, genauer gesagt, mit den ihrerseits höchst diversen und heterogenen kulturellen, ästhetischen, gesellschaftlichen und politischen, ökonomischen und juristischen Komplexen, die hier angelagert sind.

Näheres zum Konzept der Workshop-Tagung, zum Programm und zu den TeilnehmerInnen, die trotz des Bahnstreiks alle tapfer versuchen wollen, rechtzeitig zum Ort des Geschehens vorzudringen, wie immer im Netz.

Und alles andere dann, ebenfalls wie immer, vor Ort...

[Bildchen: Patchwork(s) zum Thema, selbstgebastelt. Wobei für das cc eine ausdrückliche Verneigung an die Creative Commons-Seiten - indes wir Copyleft (oder war's vielleicht doch ein -right? und Public Domain wohl jeweils für sich sprechen lassen können...]

Von miss.gunst am 16.11.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.11.07

unfreiwillige sendepause

ufsp_ksw.gifNein, dieses Blog ist nicht etwa sang- und klanglos ad acta gelegt worden. Vielmehr haben wir, weil es die letzten Male schon so schön war, eine nette kleine Sendepause gemacht.
Nicht ganz freiwillig allerdings.

ufsp_g1.gifDiesmal war übrigens nicht ein Server schuld, der uns seine Dienste verweigert hätte.
Da das ja doch langsam langweilig geworden wäre und wir ja gerade erst im September Geschmack an gekappten Leitungen gefunden hatten, haben wir wieder mal ausprobiert, wie es sich so ohne Telefon und Netzanschluss lebt.

Ziemlich gemütlich, also auch nicht grad schlecht?
Nunja. Das kann man sicher so oder so sehen. Wir meinen: Bei wem Ruhe eh nurmehr einkehrt, wenn ihm die Telekommunikation verwehrt, der lebt verkehrt.
Insofern.

ufsp_g2.gif
Bildchen: So schnell haben wir natürlich nicht aufgegeben und erstmal diverse Alternativen ausprobiert. Die sich leider allesamt als wenig tauglich erwiesen. Dafür nahrhaft. Immerhin.

[Fürs Debreziner Würstel danken wir übrigens Wikipedia-Commons-Spender Kobako; die leckere Banane pflückten wir ebendort und mit Erlaubnis des grossen GNU. Und: Ihrer Lizensierung entsprechend kommt für fleischhaltige Variation des garantiert anschlussfreien, dafür essbaren Telefonsurrogats eine cc-by-sa-Lizenz dazu.]

Von miss.gunst am 15.11.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.11.07

ruf von futuresonic festival

fusoc08_ksw.gifWie schon angedroht, gibt es gerade noch einen weiteren Ruf, der weitergereicht werden will.
Nämlich vom FutureSonic Festival in Manchester, dessen Ausgabe 06 aus guten Gründen seinerzeit gleich mehrfach im Log gelandet war (indes wir die diesjährige leider mal überspringen mussten).

Nun jedenfalls wird natürlich schon an der Ausgabe 2008 gebastelt - und dazu gehören wie immer mehrere Einladungen zur aktiven Beteiligung bzw. Einreichung von Projektvorschlägen.

Schwerpunktthema soll diesmal "The Social - Social Networking Unplugged" sein - was doch gerade HeimwerkerInnen interessieren müsste, die im Spannungsfeld A2D2A arbeiten, 'from analog to digital and back again'... Oder etwa nicht?

Alles weitere Wissenswerte jedenfalls hier:
fusoc08.gif

Von miss.gunst am 09.11.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.11.07

ruf vom a=v festival

twavm_ksw.gifVon wegen: Zum Wochenanfang. Das könnte diesmal ein ganzes Wochenthema werden. Weiter geht es nämlich gleich mit dem nächsten Ruf - diesmal aus München.
Dort wird, initiiert von der Künstlerin und Kuratorin Natalia Borissova, vom 20. bis 24. November das a=v festival stattfinden.
Übrigens, ganz wie im Fall des Zürcher diy*-Festivals, nach erfolgreichem Start in 2006 zum zweiten Mal.

Worum es geht? Bringt schön kurz und knapp, wenngleich der internationalen Ausrichtung entsprechend in english, die folgende Selbstdefinition auf den Punkt:

a=v is an annual low-budget workshop-festival dedicated to experimental activities of experts and enthusiasts who are into development of unusual techno-artistic instruments/expressions/situations/space/communications. It aims at representing the potential of independent artistic expressions and encouraging experimental activities.

Oder nochmals kürzer und knapper:

A=V [AUDIBLEIMAGEVISIBLESOUND] = workshop + experimental festival

twavm_g.gifIm Rahmen der aktuellen Ausgabe werden nun zwei Workshops angeboten, die beide spannende Weiterbildung versprechen: Der eine, geleitet von Andrey Smirnov und Guy van Belle zum Thema Theremin-Sensoren (und deren Vernetzung); der andere, geleitet von Knut Aufermann und Sarah Washington zu Radio Hacking und Radio Orchestern.

Die Dozierenden sind treuen LeserInnen im einen wie im andern Fall bereits aus zahlreichen Einträgen in diesem Log bestens vertraut und versprechen nicht nur kompetente Leitung, sondern auch insgesamt inspirierende Workshop-Tage in den Münchener Kunst-Arkaden.
Und auch auf der Liste der Teilnehmenden lassen sich schon einige bekannte Namen entdecken - was nebenbei noch einen spannenden Austausch untereinander erwarten lässt.

Das beste an der ganzen Sache jedoch: Für beide Workshops werden dank verlängerter Deadline noch bis Ende der Woche - genauer gesagt bis 10.11.07 - Anmeldungen akzeptiert.
Also dann, auf nach München!

[Bildchen: Leider und nicht ganz so sympathischer Weise gabs zu dem wenigen vom a=v festival im Netz publizierten Bildmaterial gleich einen fetten c-Vermerk. Na dann. Mussten wir mal wieder selbst in der Materialkiste resp. den Wikipedia Commons wühlen. Und fanden dort aber immerhin etwas passendes - war mal ein Bausatz für ein Theremin. Wie schon so oft: Dank an den Spender und Ehre dem GNU!]

Von miss.gunst am 07.11.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

05.11.07

ruf vom diy*-festival

diyz07_ksw.gifZum Wochenbeginn geben wir ja gern Rufe weiter - in diesem Fall den vom diesjährigen diy*-Festival, das am 07./08. Dezember in Zürich stattfinden wird.
Im Grunde fast wie letztes Jahr um diese Zeit, sowohl was den Ruf, als auch das Festival selbst betrifft.

Organisiert wird das Ganze wieder von Markus Haselbach und seinen Mitstreitern von der Schweizerischen Gesellschaft für Mechatronische Kunst, deren Elektro-Bastel-Workshops jüngst auf dem SHIFT-Festivals wohl nicht umsonst einen ziemlichen Ansturm erlebten. Egal wieviel spannendes Programm drumherum geboten wurde - durchgängig beugten sich dort eifrige BastlerInnen über Lötkolben und Platinen.

Nun gibt es also eine prima Gelegenheit, auf das Gelernte aufzubauen bzw. seine Leidenschaft mit anderen zu teilen und/oder vorzuführen, was in jüngerer Zeit an der heimischen Werkbank, am Rechner oder wo auch immer entstanden ist. Mit anderen Worten bzw. im O-Ton des Rufs:

diyz07_g.gif

Fr./Sa. 7./8. Dezember 2007
Kunst- und Technologiefestival im Dynamo/Dock18 Zürich

diy*-Festival

*do-it-yourself, die Kultur des Selbermachens

Ausstellung, Live-Konzerte, Vorträge und Workshops:
Mit einem reizvollen Programm startet diy* als Plattform für das dynamische Feld elektronischer Kunst mit selbstgemachten Werkzeugen ins dritte Jahr.
Themen der diesjährigen Ausgabe sind neue Wege zur Erstellung eigener Arbeitsmittel im Bereich der elektronischen Kunst unter Einbezug von Elektronik, technischer Informatik und Mechanik.
diy* stellt sich diesem Thema sowohl mit künstlerischen als auch technischen Programmpunkten.

Infos zum Festival auf www.diyfestival.ch und im angefügten hier verankerten PDF.

Mach mit!!!

Mach mit am diy* und zeig Deinen Eigenbau, Dein Spiel, Deine Musik. Diskutiere Deine Visionen, Technik und Anwendung!
Interessiert?
Sende uns ein Mail an info@diyfestival.ch.

Mitmachen kannst Du bei [bzw. mit]:

- Ausstellung
- Konzerten
- Vorträgen
- Mini-Workshops

Schick ein Mail mit Arbeitstitel, ganz kurzer Beschreibung und Deiner Adresse, Telefon, etc.

Wir freuen uns auf Deine aktive Teilnahme am Festival!

Beste Grüsse
Markus Haselbach
diy* Festivalkoordination

diy*
c/o SGMK
Schweizerische Gesellschaft für Mechatronische Kunst
Postfach 2161
CH-8031 Zürich
++41 (0)76 379 20 88
www.sgmk-ssam.ch
www.diyfestival.ch

diyz07_g.gif

Von miss.gunst am 05.11.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

25.09.07

sendepause, programmvorschau

spwi_ksw.gifAngesichts der klaffenden Lücke im Eintragskalendarium der letzten Tage steht wohl doch einmal eine kleine Meldung in eigener Sache an.
Zumal die Sendepause diesmal eben nicht einem schwächelnden Server ooder ähnlichen Widrigkeiten geschuldet war.

Sondern vielmehr einer grösseren Exkursion in fernere Gefilde, bei der unter anderem auch der Kulturbeutel fürs Log fleissig gefüllt werden konnte (indes eben dies wirklich so gar keine Zeit für Liveberichterstattung liess).

spwi_g.gifDazu in den nächsten Tagen mehr - wie auch noch einige weitere Nachträge zur voraufgegangenen Linz-Exkursion. [Beiseit: Zwei Kurzberichte zu dort angetroffenen Dingen lassen sich mittlerweile auch in der netten Nachbarschaft bei clickhere.ch nachlesen, nämlich zum einen zum SUN_D Display und zum anderen zur Struckmaschine.]

Zudem gibts derzeit auch vor Ort in Zürich einiges Einschlägige, das nach Einträgen ruft. Was den Veranstaltungstipp der Woche angeht: Allem voran die letzte Folge der a2d-Reihe im Walcheturm am morgigen Mittwoch um 21:00 Uhr, die wir aber selbstredend mit einem eigenen Eintrag würdigen wollen. Ehrensache...

[Bildchen: Per Fernübertragung - für das leihweise überlassene Gerät dankt das Medium einer Wikipedia Commons-Spenderin namens Geheimnisträgerin und dem grossen GNU]

Von miss.gunst am 25.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

11.09.07

unfreiwillige sendepause ff., ff., ff.

usp4_ksw.gif... draussen vor der Tür. Toll.
Dass heute wenigstens diese Klage Folge um Folge nachgetragen werden konnte, sollte nicht zu optimistisch stimmen.

Schon beim Laden derselben gabs wieder einiges Geruckel auf der Serverseite. Schaun wir also mal, ob überhaupt weitergeht.
Oder eben dann doch mal Zügeln ansteht...

usp4_kg.gif

Von miss.gunst am 11.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

10.09.07

unfreiwillige sendepause ff., ff.

usp3_ksw.gif... wieder und wieder ...

usp3_kg.gif

Von miss.gunst am 10.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.09.07

unfreiwillige sendepause ff.

usp2_ksw.gif... und so standen wir ...

usp2_kg.gif

Von miss.gunst am 09.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.09.07

unfreiwillige sendepause

usp1_ksw.gifO-oh... Man sollte es wirklich nicht beschreien. Oder kam es, wie es kommen musste? Wie auch immer: Anstatt von der ars zu senden, gabs seitens des geschätzen Providers downdates satt...

usp1_kg.gif

Von miss.gunst am 08.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

03.09.07

ruf von der transmediale

tmctm08_ksw.gifWird wirklich langsam zum Standard, zu Wochenbeginn einen Ruf weiterzugeben. Dieser hier ist mit Blick auf die Ende der Woche verstreichende Einreichungsfrist zudem einigermassen dringend.
Und: Er kommt nicht von irgendwoher, sondern von der transmediale 08.

tmctm08_g1.gifDie wird, wie jedes Jahr, Ende Januar auf Anfrang Februar stattfinden - nach den beiden Gastspielen in der alten Akademie der Künste wieder in der Schwangeren Auster, also dem Haus der Kulturen der Welt.
Und sie wird wieder vom club transmediale begleitet werden, der neben dem Kerngeschäft zu einer in der Regel denkbar leckeren Selektion von Konzerten zu laden ja ebenfalls einiges an Vilm- und Vortragsprogramm bietet.

Weshalb es genau genommen auch zwei Rufe weiterzugeben gilt:

So wird sich der club transmediale 08 dem verführerischen Thema des Unvorhersehbaren widmen. Wobei natürlich auch Fehler, Unfälle und anderes erst mal nicht so annhemliche in diese Kategorie fällt - aber eben darum solls dann unter anderem auch gehen: Wie sich Unbillen in etwas Fruchtbringendes wandeln lassen und warum dem Fehler etwas Konstruktives abzugewinnen ist.

Und wer weiss, vielleicht lassen sich Anregungen dafür wiederum gleich bei der transmediale selbst abholen. Da wird nämlich mit "Conspire!" dazu aufgerufen, gemeinschaftlich etwas auszuhecken:

"Mit dem Thema Conspire... zielt die transmediale.08 auf das breite Feld von Künstlern, Medienaktivisten und Akademikern, die auf dem Gebiet der digitalen Kunst und Kultur arbeiten und gleichzeitig unser Verständnis von kollaborativer und netzwerkbasierter Praxis weiterentwickeln und herausfordern. Angesprochen sind aber auch die überdisziplinären Tüftler, konspirativen Höhlenforscher und verdeckten Taktiker, die die unausgesprochenen Verhaltensregeln und angenommenen Wahrheiten innerhalb unserer informationsgeleiteten Kommunikationskulturen und Glaubensstrukturen herausfordern, in Frage stellen, umgehen und unterlaufen. Unter Erforschung subversiver künstlerischer Methoden und Entwicklung (konter-)konspirativer Strategien sollen mit Conspire ... neue Formen des Ausdrucks und eines digitalen Diskurses offengelegt und der Versuch unternommen werden, in die immer vieldeutigeren Welten netzwerk-induzierter Narrative, kryptischer Umgebungen und spekulativer Ermittlungen einzudringen ...."

tmctm08_g2k.gifAlso wenn das in den Ohren einiger HOME MADE-BastlerInnen nicht a) vertraut und b) verlockend klingt? Jedenfalls: Call(s) und Einreichungsformular (als pdf) gibt es bequem auf den Seiten der transmediale abzuholen.

Und eingereicht werden muss dann per Schneckenpost oder per Fax - und zwar bis Freitag, den 07. September 2007.

[Bildchen: s/w und rechts eines der wirklich sehr sehr sehr schönen Plakate für die transmediale08. Und links das Themenlogo des ctm08.]

Von miss.gunst am 03.09.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.08.07

offener ruf nach klangkunst

fvsa_ksw.gifWird ja langsam schon zur Tradition, auf einen Ruf noch einen weiteren folgen zu lassen. Im gestern weitergegebenen waren bzw. sind Videos gefragt, heute hingegen kommt gerechter Weise nun auch die Klangkunst zum Zuge.
Zudem dürfen in diesem Fall die ProduzentInnen unabhängig von ihrer lokalen Verwurzelung einreichen - tatsächlich handelt es sich um einen rundum offenen Ruf.

Er kommt von folly, einer in Lancashire, Cumbria (also Grossbritannien) angesiedelten, aber auch im Netz ziemlich aktiven Organisation für digitale Künste, die für diesen Herbst ebenfalls ein entprechendes Festival vorbereitet: VELOCITY:

"VELOCITY is an extraordinary 3 week long festival of digital art and culture that will stretch from Barrow to Lancaster around Morecambe Bay. And it’s all free.
VELOCITY’s artworks, performances, games, podcasts, films, workshops and art installations will follow the coastline, showing you this beautiful and sublime setting in a new, creative light."

fvsa_g.gifIn diesem Rahmen soll nun auch die Klangkunst eine Plattform bekommen - und zwar eben nicht nur vor Ort, sondern auch online. Und zu diesem Behufe wurde der "ArtCast: open call for sound art" ausgegeben, den wir hier der Bequemlichkeit halber einfach mal auszugsweise im O-Ton weiterreichen wollen:

"folly, a leading digital arts organisation working in Lancashire, Cumbria and online, is developing ArtCast, an ongoing series of podcasting programmes at a href="www.folly.co.uk" target="_blank">www.folly.co.uk, as a platform for public access to new and innovative sound art. Building on the success of OWN [SOUND] ART (2007) at www.folly.co.uk/soundnetwork, a series of podcasts specially commissioned in partnership with SoundNetwork, folly intends to deliver a quarterly series of podcasts exploring the possibilities of the medium, and will launch the first in this series as part of VELOCITY, folly's second Festival of Digital Culture. [...] folly is calling for open submissions of existing audio work, from the broad spectrum of contemporary sound art practice. Submissions should address themes and subjects broadly relating to the ethos of VELOCITY, including but not limited to: travel, movement, landscape, engagement with communities, rural sustainability."

Der vollständige Ruf mit weiteren Details zur Einreichung sowie alles Wissenswerte zum VELOCITY-Festival ist auf den Heimseiten von folly abzuholen.

Von miss.gunst am 22.08.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.08.07

ruf vom shift festival

shf07_kswn.gifDass Ende Oktober in Basel zum ersten Mal das SHIFT Festival für elektronische Künste stattfinden wird, dürfte sich bereits herumgesprochen haben.
Schliesslich ist es erstens nach dem traurigen Dahinsiechen der VIPER der Versuch eines Neuanfangs. Und zweitens aus der Initiative vierer nicht ganz unbekannter lokaler Institutionen bzw. Gruppen hervorgegangen, die bereits auf dem entsprechenden Terrain agieren.

shf07_g.gifNämlich das [plug.in], die sinus-series (die mittlerweile gleich automatisch auf ihre MySpace-Seiten umlenken - nicht grad très chic, aber wenns denn im Trend liegt, auf diese Weise Freunde zu finden...), das DVD-Magazin Compiler und die Videofilmtage Basel (Seite schwächelt grad, ersatzweise zur Vorstellung daher den Eintrag vom 23.10.06).

Wohl auch als Fortführung der Letzteren ist denn wohl auch der regionale Videofilm-Wettbewerb zu sehen, für den Arbeiten einzureichen Videomacherinnen und -macher aus der Nordwestschweiz, dem Elsass und aus Baden-Württemberg aufgerufen sind.

Dank einer aktuellen Fristverlängerung ist das noch bis zum 31.08.07 möglich - ein Anmeldeformular gibts als rtf-File auf den Seiten des SHIFT-Videofilm-Wettbewerbs.

Von miss.gunst am 21.08.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

13.08.07

schlechte akustik (000x ruft)

schla_ksw.gifSchlechte Akustik sorgt natürlich normalerweise eher dafür, dass man Rufe nicht oder nur undeutlich vernimmt.
In diesem Fall wird allerdings: Nach schlechter Akustik gerufen.
Dochdoch. Und zwar so, dass wir den Ruf sogar gerne verstärken, weil er vielleicht auch andere interessieren könnte, die sich sonst eigentlich tendenziell an guter Akustik erfreuen.

Über den jüngst an dieser Stelle beworbenen Bizaar ist das Medium (sowie sicher auch schon der eine oder die andere treue LeserIn dieses Logs) nämlich auf 000x aufmerksam geworden.

schla_g.gifHinter diesem kryptischen Code verbirgt sich eine Initiative, die seit 2004 regelmässig kleine Künstlerbüchlein herausgibt. Für jedes dieser Kunst-Zines wird ein Thema ausgeschrieben - beispielsweise "Buntwäsche" (0002) oder "Überflieger" (0004) oder "Fussvolk" (0007) oder "Haus und Herd" (0008). Die aus den selektierten Einreichungen zusammengestellten Büchlein sind dann in limitierter Auflage direkt bei 000x zu bestellen bzw. zu erstehen.
[Leider alles nicht direkt verankerbar, weil's wie gern auf den Seiten von GestalterInnen per eingebettetem Java funktioniert. Aber man kann alle bislang erschienenen Ausgaben tatsächlich auch online betrachten.]

Die aktuelle Ausschreibung (die Richtlinen sind auch als pdf-Info erhältlich) für Ausgabe 0010 ist nun eben dem Thema "Schlechte Akustik" gewidmet. Was doch sicher den einen oder die andere aus dem Einzugsgebiet dieses Logs zu einer Einreichung animieren dürfte. Für diese ist bis zum 05. Oktober (07) das ausgefüllte Musterblatt (s. Einreichungsunterlagen) mit dem Entwurf einzusenden; bei Annahme des letzteren ist dann den Beitrag selbst bis 16.10.07 fällig.
Also dann: Frohes Schaffen!

[Bildchen: Nicht, dass das Medium auf eine Beteiligung optieren würde. Da mangelt es dann doch an Begabung in Sachen Gestaltung. Aber immerhin lässt sich auf der Basis soliden Fachwissens versichern: Dass der Einschluss in einen Filzblock für eine denkbar schlechte Akustik sorgt.]

Von miss.gunst am 13.08.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

30.07.07

Ruf zum EuropaRadio-Tag

ert07_ksw.gifDer 5. Oktober ist laut Wikipedia ein* Nationalfeiertag in Vanuatu, einem Inselstaat im Südpazifik, der aus stattlichen 83 Eiländern und -ländchen besteht. Und der in unseren Breitengraden wohl vor allem über seine Domain-Endung .vu bekannt sein dürfte.
Indes sich an dieser Datumsangabe zweifeln lässt (s.u.), hätten wir für diesen Termin alternativ eine etwas naheliegendere Feieroption anzubieten - und einen passenden Ruf dazu.

Von Radio Corax - ganz genau, eben jenes Freie Hallenser Radio, das im vergangenen Jahr die wunderbaren und in diesem Log entsprechend intensiv begleiteten RadioRevolten angezettelt hat - kam nämlich dieser Tage ein ebensolcher herein:

EuropaRadioTag bei Radio CORAX am 05. Oktober 07

Radio CORAX plant am Freitag, den 5. Oktober 2007, unter dem Titel EuropaRadio einen Europatag im Radio. EuropaRadio beinhaltet unter anderem die europäische Ausrichtung des kompletten Radioprogramms über 24 Stunden sowie Programmübernahmen und Zuschaltungen von europäischen Community Radios.

Dabei können und sollen unterschiedliche Radioformen und -konstellationen zur Anwendung kommen:

- Europa-Informationen, Talk und Unterhaltung rund um europäische Themen
- mehrsprachiges Programm mit und ohne Übersetzung
- Ringschaltung, Liveübernahmen, Telefoninterviews, Programmzulieferungen
- Diskussionen und Gespräche mit Studiogästen
- Musikmixe im Spannungsfeld von Tradition, Regionalität, Pop, Experiment
- Live-Sets verschiedener, europäischer KünstlerInnen
- Europa-Lounge im CORAX-Klub (ab 22 Uhr)

Ziel von EuropaRadio ist:
- das Gespräch mit europäischen und regionalen PolitikerInnen über das Potential und den Status Freier Radios zu initiieren und zu intensivieren
- den HörerInnen und den MacherInnen nichtkommerzieller Bürgermedien den europäischen Kontext der eigenen Arbeit und dessen Potentiale bewusster zu machen, schwerpunktmäßig mit Blick auf: kulturellen Austausch, Möglichkeiten der Kooperation und Koproduktion, Mehrsprachigkeit, Rundfunkpolitik in Europa.
- das Netzwerk nichtkommerzieller privater Rundfunkveranstalter in Europa zu befördern
- ein potentiell auch nachhaltig nutzbares Forum für den europäischen Austausch und die europäische Debatte zu entwickeln.
- eine Dokumentation nichtkommerzieller, partizipativer Radioaktivitäten im europäischen Raum zu erstellen, als Grundlage für die Weiternutzung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Wir laden Radiomachende aus Europa ein, sich mit kurzen Produktionen bzw. live an EuropaRadio zu beteiligen. Bitte sendet Programmbeiträge oder -vorschläge an:

Radio CORAX
Udo Israel
Unterberg 11
06108 Halle (Saale)
Deutschland

oder URL etc. an: europaradio(at)interaudio.org

ert07_g.gifWer es nochmmal auf den RadioCorax-Seiten nachlesen möchte, kann sich natürlich auch dort einen Anker auf den Ruf zum EuropaRadiotag setzen.
[Und bei Bedarf kann man den Ruf ebendort auch auf Englisch bekommen - just in case you need the call in english simply mail to europaradio(at)interaudio.org as well...]

So weit zur Sache - und nun vielleicht doch nochmal zur Frage der Nationalfeiertage in Vanuatu:
* Von einem solchen steht im Datumseintrag zum 5.10. zu lesen. Nicht jedoch im eigentlichen Eintrag zu Vanuatu - da ist nämlich als Nationalfeiertag der 30. Juli, also das passsenderweise das heutige Datum angegeben. Was um einiges plausibler erscheint, denn am 30. Juli 1980 erlangte Vanutau offiziell volle Souveränität (nachdem es vorher erstmal eine lange Kolonialgeschichte durchleiden musste).

Im Übrigen lässt sich am 05. Oktober speziell diesen Jahres in Europa durchaus ein besonderer historischer Gedenktag begehen.
Aber dazu dann alsbald mal in einem eigenen Eintrag....
(FreundInnen des fröhlichen Rätselratens können übrigens gern mit einem Tipp aufwarten. Also? Na?)

[Bildchen: Behelfshalber zum Behufe der Illustration die klassische Mythologie ein bissel modernisiert. Über das Fehlen explizit ausgebildeter Ohrwascheln bei Monsieur Stier und Mlle Europa - die zum Radiohören natürlich ausgesprochen nützlich wären - möge bitte gnädig hinweggesehen werden.]

Von miss.gunst am 30.07.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.07.07

GameBoys bauen mit Olaf Val

gkov_ksw.gifWo der Montag so ein idealer Mitteilungstag ist, hätten wir doch glatt wieder eine. Die im Grunde sogar ganz gut zur Ode auf den Spielplatz passt, die vor drei Tagen mit Blick auf die entsprechend ausgerichtete Installation von time's up im Tesla verfasst wurde.
Diesmal geht's aber um einen Spielplatz-Klassiker im Klein- bzw. Taschenformat, nämlich GameBoys.

Die wurden in diesem Log.Buch bislang ja vor allem als manipulierte Musikinstrumente gefeiert. Und/oder dort, wo dezidiert Kunst aus ihnen wird (könnte jetzt nochmal mit demselben Anker auf die interne Suchmachische belegt werden - alternativ vielleicht ein besonders glorioses Beispiel: Cory Arcangels Arbeiten, s. d. die Einträge vom 13.05.05 und vom 11.06.05).

gkov_g2.gifGameBoys selber bauen: Das hatten wir hier hingegen noch nicht.
Gut, dass sich das mit diesem Eintrag mal ändert. Noch besser aber: Wer mag, kann demnächst lernen, wie es geht.
Und zwar bei Olaf Val, einem Künstler, der auch sonst als ziemlich findiger Elektrobastler glänzt.

Beiseit: Wer ein bisschen Musse hat, sollte gestrost mal auf Vals Heimseiten das Projektarchiv durchforsten, wo es so einige Leckereien für SpielfreundInnen sozusagen jeder Altersgruppe hat (ob nun gefühlt oder biologisch - das Spielotop beispielsweise scheint sich zwar auf den ersten Blick eher an jüngere ZeitgenossInnen zu wenden. Aber an so einem virtuellen Versuchstierkerker haben natürlich auch ältere Quälgeister ihren Spass).

Aber auf diese schönen Dinge werden wir wohl noch ein andermal ausführlicher zurückkommen.
Für heute sollte es nämlich wirklich nur ein schlichter Hinweis sein. Aus Anlass der freudigen Tatsache, dass demnächst - genauer gesagt: ab dem 17.08.07 - die in diesem Log bereits weidlich bejubelte Ausstellung Pong.Mythos im Kornhausforum Bern gastieren wird, bietet Olaf Val nämlich in mehreren Schweizer Städten "Game Kit Workshops" an. Am 25./26.08. im Kornhausforum, am 08.09. im Basler [plug.in] und am 09.09. im Zürcher Walcheturm.

gkov_g1.gifIst noch ein bissl hin bis dahin - aber anmelden kann man sich bereits jetzt, was wiederum über die nette Nachbarschaft bei digital brainstorming funktioniert, das nämlich die Workshops organisiert.
[Alle wissenswerten Hintergrundinfos findet man derzeit am schnellsten direkt über die Hauptseite - die leiderleider auch ein echtes Frame-Ungetürm ist und direkte Verankerungen verhindert. Es sei denn man macht es unbotmässiger Weise so (Basisinfos), so (Anmeldung), so (Gestaltungsvorlage fürs Game Kit, pdf), so (Boardplan, pdf) undsoweiter. *seufz*]

Schon mal vorgucken, wie die tollen Teile aussehen, wenn sie fertig sind? Lässt sich ebendort sowie natürlich auch bei Olav Val selbst, wo es sogar ein kleines LehrVilmchen zum Mignon Game Kit gibt.

Hoppla, war da nicht von GameBoys die Rede?
Na, abgesehen davon dass die BastlerInnen auf den Fotos eindeutig um Girls handelt, lädt Mignon vielleicht tatsächlich auch dazu ein, die Boys aus noch dem Gerätenamen zu kicken. Schliesslich ist es ja auch eine kleine DIY-Revolution. Anderseits: Girls just wanna have, Ihr wisst schon. Und da spielt man schon auch gern mal mit Jungs.

[Bildchen: Besagte junge Damen, die stolz ihre fertigen GameBoys präsentierten. Grand Merci an Olaf Val. Aber, so schön die Standbilder schon sein mögen - das wunderbare LehrVilmchen sollte man sich wirklich auf keinen Fall entgehen lassen!]

Von miss.gunst am 09.07.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.07.07

Schöner Lichtwerfen Lernen

kmtp_ksw.gifKlingt kryptisch? Ist aber ganz einfach: Meint nämlich einen Workshop rund um "Kunst und Musik mit dem Tageslichtprojektor", den der heutige Eintrag wärmstens weiterempfehlen will.
Schon allein, weil nach dem Siegeszug des gemeinen Beamers dieses gute Gerät zu den vom Aussterben bedrohten Arten zählt.

Ein Zustand, mit dem man sich natürlich nicht etwa einfach abfinden muss. Aus HOME MADE- und treuer Overhead-Fan-Perspektive sind kreative Initiativen zur Rettung des analogen Lichtwerfers also absolut begrüssens- und fördernswert.

kmtp_g.gifHinzu kommt in diesem Fall, dass sie von einer besonders sympathischen und auf dem entsprechenden Gebiet bereits bewährten Crew ergriffen wird.
So zählt zu den Initiatoren des Workshops Christian Faubel von derstrudel - also jenem rührigen Analog- und DigitalbastelkünstlerInnenkollektiv, an dessen leckere Overhead-Bots sich treue LeserInnen dieses Logs sicher noch bestens erinnern werden (s. d. Eintrag vom 17.03.07). Sodann Tina Tonagel, die in diesem Jahr auf Overhead-Basis übrigens auch eine Maschine zur Blumenmuster-Projektion konstruiert hat.
Sowie - last but not least - Ralf Schreiber, der neben unzähligen anderen wunderbaren Maschinchen in letzter Zeit sogar gleich mehrere (Achtung & Entschuldigung wg. unbotmässiger Entfernung aus dem Frrrame:) Lichtwerfer in die Welt entlassen hat.

Kurzum: Wer Lust und Zeit hat, vom 20. bis 25. August (07) in der Kölner Moltkerei Werkstatt an "Kunst und Musik mit dem Tageslichtprojektor" zu arbeiten, sollte nicht zögern, zwecks Anmeldung per E-Mail mit dem Team Kontakt aufzunehmen.

[Merci an Ralf Schreiber für den Hinweis - und eine Verneigung vor Cordula Körber ob des schönen Plakats.]

Von miss.gunst am 04.07.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

02.07.07

befremdendes feedback (modes of listening)

mof_ksw.gifMontag ist ja immer ein guter Tag für Mitteilungen. Diese will auf die Option verweisen, sich für einen Workshop anzumelden, der Anfang Oktober im Rahmen des steirischen herbst 07 stattfinden wird.
Und der sich mit "Modes of Listening – The Alienating Feedback of Sound", also grob übersetzt: Weisen des Hörens und dem befremdenden Feedback von Klang zu beschäftigen verspricht.

mof_g1.gifDas klingt ja für sich genommen schon mal - nein, eben weder befremdend noch befremdlich, sondern schlicht: ziemlich spannend, oder nicht?

Um so mehr aber, wenn man sieht, wer dahinter steckt und wer auf der Seite der Workshop-Leitenden mit von der Partie ist:

Zu letzteren zählen Philip Jeck (vielleicht dem einen oder der anderen auch über seine Zusammenarbeit mit Jacob Kirkegaard bekannt; mehr zu Letzterem s.a. hier), Francisco López (s. a. den Eintrag zur transmediale 06, wo er seinerzeit im Tesla Berlin an Pablo Venturas "Kubic's Cube" mitwirkte), Staalplaat Soundsystem (sagt allen etwas, oder?) und der Philosoph Matthias Vogel.

Und ausgedacht haben sich das ganze Thomas Lamberty (u.a. Merve-Verlag), Heike Schleper und Berhard Schreiner; letzere beide von FreundInnen experimenteller Musik nicht nur wegen die Organisation einschlägiger Veranstaltungen in Frankfurt geschätzt, sondern auch für ihr Label feld.

mof_g2.gifMal ganz abgesehen davon, das die beiden auch schon für den letzten steirischen herbst eine einschlägige Musikreihe kuratiert hatten ("Double Feature", mehr dazu im Eintrag vom 07.10.06).

Worum es nun bei dem Workshop gehen wird? Grob gesagt: Um die Erkundung von Hörweisen, auf theoretischem und praxisgenährten Wege - mehr dazu in der Ankündigung.

Unbedingt erwähnenswert: Anmelden kann bzw. muss man sich per pdf-Formular plus Unterlagen wie C.V., und zwar bis spätestens 18.07.
Wer also Zeit und Lust hat, sich vom 01.10. bis 06.10. in Graz mit Weisen des Hörens und dem befremdenden Feedback von Klang zu beschäftigen: Go!

[Bildchen: An denen sind natürlich nicht die Workshop-OrganisatorInnen schuld. Aber was hilft's. Immerhin vielleicht ein bisschen befremdend und auf diesem Umweg dann doch auch ein kleinwenig passend, wenigstens.]

Von miss.gunst am 02.07.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.05.07

Total Recall Festival ruft nach Zürich

trz07_ksw.gifMontag ist doch immer wieder ein guter Tag, um Rufe weiterzugeben.
Dieser erreichte das Medium von seiten der Organisatoren des "Total Recall Festivals", über das hier vor ziemlich langer Zeit tatsächlich auch schon einmal etwas zu Lesen stand (s. d. Eintrag vom 16.11.05).

Für diejenigen, die angesichts des Titels eine Zusammenkunft von Schwarzenegger-SciFi-Fans denken: Ausgeschlossen sind Bezugnamen auf den gleichnamigen Streifen zwar nicht, Fandom eine Voraussetzung und die Assoziation zum Film ist an sich auch schon mal goldrichtig.

Aber generell ist "Total Recall" erst mal wirklich beim Wort zu nehmen, weil es nämlich um das möglichst originelle Nacherzählen von Drehbüchern geht. Der Film wird dann als DIY im Kopf projiziert (ob nun mit Parallelbild zum vergnüglichen Vergleich oder nicht, steht noch mal auf einem anderen Blatt).

Seit 2005 reist das Festival von Ort zu Ort, und am 12. Mai ist - nun schon zum zweiten Mal, also sozusagen endlich wieder - Zürich dran.
An besagtem Abend wird das Total Recall Festival im Theaterhaus Gessnerallee gastieren, die Vorstellung beginnt um 20:00 Uhr und womöglich empfiehlt es sich, zeitig einen Platz zu reservieren.

trz07_g1.gifAber das eigentlich nur nebenbei. Denn viel wichtiger ist ja der Aufruf, sich noch als FilmnacherzählerIn zum Mittun anzumelden:

Jeder hat es schon einmal getan, jedem ist es schon einmal passiert. Das Nacherzählen von Filmen ist eine weit verbreitete Kunst, die im Verborgenen blüht.

Nicht so bei "Total Recall". Das Festival des nacherzählten Films, das zum zweiten Mal in Zürich stattfindet, bietet jedem – ob Filmfreak oder Soapfan,Gelegenheitskinogänger oder ausgewiesener Cineast die Chance, im öffentlich ausgetragenen Wettkampf einen Film seiner Wahl zu erzählen.
Das Publikum ist die Jury und entscheidet, wer die "Silberne Linde" gewinnt.

Bewerben Sie sich als NacherzählerIn: Sie haben 10 Minuten Zeit, über Ihren (Lieblings-)Film zu erzählen und dürfen keine Hilfsmittel benutzen.

Einfach erinnern und erzählen!
Jeder kann sich bewerben!

Bewerbung und Informationen unter:
www.total-recall.org - info@total-recall.org

oder bei Gunda Zeeb, Theaterhaus Gessnerallee, Telefon: + 41 44 225 81 16,
email: zeeb@gessnerallee.ch
Konzept und Realisation: Bernd Terstegge und Axel Ganz

Last but not least: Sei wärmstens noch empfohlen, sich die Zürcher Siegerinnen des Vergangenen Jahrs im Videoarchiv der Total Recall Festival-Heimseite zu Gemüte zu führen. Eveline Eberhard und Silvana Castelberg (aka Crème Brûlée, also schon echte Profis) mit "Mr.and Mrs. Smith" - obgleich in der Rede selbstredend kürzer gehalten, definitiv um abendfüllende Spielfilmlängen besser als das Original. Also, wenn das ist die Messlatte ist - kann es nur ein grossartiger Abend werden.

Von miss.gunst am 07.05.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

24.04.07

ruf nach radiokunst

char_ksw.gifHimmel, das wird wirklich verdammt knapp. Aber dieser Ruf nach Radiokunst hat das Medium tatsächlich erst gestern erreicht.
Geben wir ihn einfach schleunigst trotzdem mal weiter.
Obwohl das Gerufene bis Freitag und mit der Schneckenpost in Grossbritannien sein soll. Ist also bestenfalls mit Eilboten zu schaffen.

Wie auch immer, hier ist er jedenfalls, der Ruf im Original:

ARTRADIO Open Call Cornerhouse, Manchester's international centre for contemporary arts and film, announces an open call for audio, for ARTRADIO - Cornerhouse's temporary radio station, broadcasting in FM and online through late June to August of 2007.

Deadline Friday 27 April 2007, 12noon

ARTRADIO is calling for open submissions of existing audio work of a diverse variety, for example:

a.. digital sound productions from the broad spectrum of experimental music and sound
b.. field recordings / found sound
c.. sound performance and event archives
d.. cultural interviews, radio plays and works
e.. sounds and shows for breakfast With a minimum duration of 10mins and a maximum of 1hour.

char_g.gifMore about ARTRADIO

ARTRADIO will broadcast from Cornerhouse galleries, and will form the base for a dynamic array of live residency broadcasts, events, pre-recorded and
archive programmes, as well as invited feeds, guest slots and submitted content. The public is invited to listen, observe and get involved.
Resident artists will shape the core programming of the broadcast schedule. The artists are Diana McCarty & Pit Schultz, reboot.fm, (Berlin); Eileen Simpson & Ben White, Open Music Archive, (London), David Blandy (London).

ARTRADIO will broadcast daily from 8.00am - midnight (in FM for 26 days, and online for 8 weeks, pending Ofcom confirmation of FM frequency). Normal
gallery hours apply. For the FM frequency, more information about the programme, to sign-up for updates, or to learn how to get involved please visit
www.artradio.fm

Submit work

Please include the following in your application materials:
*Artist name, full contact information & brief resume / CV
*Short statement (max 300 words) explaining the submitted work and artistic practice
*Only two entries per artist / project and submissions all as: Stereo WAV or AIFF files ready for broadcast, clearly labelled with name of artist, title, format and duration.

Deadline & Submission Address:

Materials must be received no later than Friday 27 April 2007, 12noon, by postal mail to:
ARTRADIO Open Submission, Cornerhouse, 70 Oxford Street, Manchester, M1 5NH, UK.

Please note that there is no fee available for selected work.

[Helen Wewiora, Media Curator Cornerhouse, 70 Oxford Street, Manchester M1 5NH, Tel: 0161 2001507, Fax: 0161 200 1504, www.cornerhouse.org

Nunja, wers noch wagen will (immerhin werden ja sowieso fertige Werke verlangt): Hopp! und Toitoitoi.

Von miss.gunst am 24.04.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.04.07

ruf vom one minute film & videofestival

omvff_ksw.gifKann das sein? 2005 gab's wenigstens einen kleinen Hinweis.
Aber: Letztes Jahr tatsächlich das One Minute Film & Video Festival verpasst! Das kann, das darf ja eigentlich gar nicht sein.
Und sollte sich nicht wiederholen.
Weshalb an dieser Stelle gleich mal der aktuelle Aufruf zum Einreichen von Beiträgen weitergegeben wird.

Noch bis zum 30. Juni (2007, klar) können per entweder per online-Formular und (!*) über ein ausgedrucktes pdf-Formular Beiträge angemeldet werden.
omvff_g1.gifHernach kann man dann auch zum elektronischen Direkt-Aufladen des Opus Minimum schreiten.
[* Das "und" meint mindestens bei Nutzung des pdfs, auf dem Entsprechendes steht - logisch wohl aber für beide Formulare: Nicht entweder/oder, es müssen scheinbar beide zusammen sein.]

Sonst noch etwas Wissenswertes? Nun: Dass die Werke keinesfalls länger als 60 Sekunden sein dürfen, versteht sich wohl von selbst.

Und - das gilt allerdings nicht nur für einreichende Vilmschaffende: Schon mal im Kalender notieren, dass das Festival in diesem Jahr vom 17. bis 19. August stattfinden wird.
Wo? Na, in Aarau natürlich.

Sowie, PS: Wer sicher gehen will, nichts zu versäumen, trägt sich am besten gleich mal für den Newletter ein. Der sollte dann rechtzeitig auch verhuschten Medien wie jenem helfen, das gerade diese Zeilen hier schreibt...

Von miss.gunst am 20.04.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.04.07

rundumfrage: DIY or die?

hmgz1_ksw.gifEigentlich sollte ja über die Ostertage Sendepause sein. Weil wir doch alle auf die eine oder andere Weise zum Mars geflogen sind.
Aber da selbst dort das WLAN mittlerweile erstaunlich gut funktioniert, wird gleich die Gelegenheit genutzt, eine Rundumfrage loszuwerden.
Verbunden mit der herzlichen Einladung zur Beteiligung.

Wie einige schon gehört haben, wird aktuell an einem
HOME MADE GUNSTZINE gebastelt.
Nach guter alter Fanzine-Tradition - also:
Rundum hausgemacht, low tech, low budget, nicht kommerziell/non-profit
orientiert.
Jeweils zu einem Thema aus dem Radar von HOME MADE - so dass man natürlich auch alten Bekannten aus dem HOME MADE-Weblog begegen, aber auch diverse andere Dinge finden kann.

hmgz1_g.gifDie Ausgaben werden im pdf-Format produziert und dann online in zwei Versionen zur Verfügung stehen: Einmal für den Bildschirm; einmal für den (doppelseitigen) Ausdruck.
Ausgedruckte Zines werden zum Selbstkostenpreis abgegeben.
[Ausserdem ist, ebenfalls nach nach guter alter Tradition, an spezielle Editionen mit Gimmicks etc. gedacht - aber dazu bei Gelegenheit mehr].

In jeder Ausgabe soll es als kleines Standard-Feature eine Rundumfrage
geben. Also ein Set aus (einfachen) Fragen, die entweder mit einem Satz oder in einem Wort oder einer Reihe von Stichworten zu beantworten sind.
Und zwar von Euch.

Das ist natürlich ein Wunsch bzw. eine Bitte meinerseits (was sonst).
Aber ich hoffe sehr bzw. zähle auf rege Beteiligung Eurerseits!

Die erste Ausgabe des Zines befasst sich aus nahe liegenden Gründen mit DIY basics, Selbst- bzw. Hausgemachtem. Dem entsprechend ist das auch das Thema der ersten Fragerunde.

Die findet Ihr untenstehend sowie - zum Ausdrucken und als Denkzettel neben den Bildschirm hängen - hier als pdf. Ausserdem gibts alles nochmal auf einer Extra-Webseite, auch per Knopfdruck (siehe Seitenleiste) erreichbar, falls der Anker zu diesem Eintrag verschütt gehen sollte.

Und die Antworten?
Bitte möglichst umgehend, spätestens aber bis 15.04.07 an miss.gunst@gmx.net schicken.

Wie? Ganz einfach die Fragen aus diesem Eintrag (oder aus dem pdf) in eine E-Mail kopieren und die Antworten drunterschreiben. [Luxus-Variante in einem Textverarbeitungsformat geht natürlich auch - aber dort bitte nur Reintext; falls Bildchen dazugehören, die bitte extra verschicken.]

Noch Fragen? Beantwortet miss.gunst sicher gern.

P.S.: Die Rundumfrage [RUF 001 als pdf] kann auch an Menschen weitergereicht werden, von denen Ihr denkt, dass sie sich gern beteiligen würden. Dazu einfach den Anker zu diesem Eintrag verschicken oder auf den besagten Knopf in Seitenleiste hinweisen...

[Bildchen: Ist nur der Schatten des kleinen Falt-Zines, das letztes Jahr mal anlässlich der Vorstellung einer entsprechenden DIY-Anleitung aus der hohlen Hand gebastelt wurde. Ein klein wenig schöner wird das HOME MADE GUNSTZINE schon. Und mehr Seiten hat es auch.]
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HOME MADE GUNSTZINE - DIY OR DIE? - RUNDUMFRAGE
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Die erste Ausgabe des HOME MADE GUNSTZINES wird sich nahe liegender Weise mit Grundlagen des Selbermachens bzw. dem D.I.Y.-Prinzip beschäftigen.
Dazu bitte ich Dich, folgende Fragen kurz zu beantworten (ein Satz, Stichworte genügen).
Und den Zettel (ggf. plus Bildchen) am besten gleich,
spätestens aber bis 15.04.07 an miss.gunst@gmx.net zu senden. DANKE!!!


1. Was verbindest Du mit dem Stichwort "HOME MADE" bzw. "hausgemacht"?

2. Was machst Du immer selbst?

3. Was machst Du gerne selbst?

4. Was machst Du ungern selbst?

5. Was machst Du nie selbst?

6. Was wolltest Du schon immer mal selbst machen, hast das aber noch nicht (und warum)?

7. Dein HOME MADE-Tipp* (Bonus-Track; falls möglich)

JOKER**: DIY ist [...]

BILDCHEN: Wenn möglich, bitte ein druckfähiges (300dpi) Bild beifügen.
Von: einem besonders gelungenen oder besonders misslungenen DIY-Projekt (das kann auch ein angebranntes Essen sein). Und falls es zum DIY-Tipp eines gibt, gern auch davon.

Achtung: Ganz ganz wichtig ist, dass auf dem Bild keine Rechte (Dritter etc., Fotografen/Künstlerrechte) liegen, die einer kostenfreie Verwendung im Zine entgegenstehen!
Credits werden natürlich – wie im Blog – stets in einer "Bildchen"-Zeile angegeben; daher bitte in die Mail schreiben, an der das Bildchen hängt. Danke!

* HOME MADE-Tipp: Das kann auch ein Kochrezept sein. Oder ein klassischer Trick (wie: Weinflecken mit Salz aus Stoff ziehen statt in die Reinigung gehen).
Entscheidend ist eher: möglichst einfach soll es sein, es geht um einen Tipp.

** JOKER: Nach Neigung füllen (z.B. "essentiell", "ein dummer Trend" ...)

DANKE!!!

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ANTWORTEN BITTE AN: miss.gunst@gmx.net - BETREFF: RUF001
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Von miss.gunst am 07.04.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.03.07

ruf vom take away festival

taf_ksw.gifSo schwer es fällt, nicht gleich einen ganzen Strang zu Webcomix aufzumachen - da die nicht weglaufen werden, vielleicht besser erst mal zurück zu den Basics.
Gibt da nämlich gerade auch wieder Terminsachen. Wie zum Beispiel den Ruf vom Take Away Festival.

taf_g1.gifDessen zweite Ausgabe wird vom 09. bis 11. Mai in London stattfinden.
[Warum die erste keine weitere Beachtung in diesem Log fand? Diese Frage stellt sich das Medium auch gerade. Ohne eine gute Antwort parat zu haben.].

Noch bis Ende kommender Woche, also bis 30. März kann man Vorschläge für Beiträge (wie: Workshops, Vorträge, Konzerte, Projektvorstellungen) einreichen - so man an einer britischen Hochschule studiert oder im vergangenen Jahr den Abschluss gemacht hat.
[Nun gut, auf so arg viele LeserInnen dieses Logs wird das wohl nicht zutreffen. Aber man weiss ja nie.]

Alles wissenswerte dazu auf den Heimseiten des Take Away Festivals 2007 - das wir ansonsten einfach mal auf unsere Watchlist Liste-des-zu-Beobachtenden setzen. Mal sehen, was daraus so wird mit der Zeit.

Von miss.gunst am 21.03.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.02.07

wie weiter (medienkultur, fragezeichen)

ffmk_ksw.gifHoppla. Im Nachhinein leicht zerknirscht festgestellt, dass das etwas missverständlich wirken kann: Erst den Eintrag zum Bildgedicht mit einem Bildchen verzieren, auf dem "no idea" zu lesen steht. Und dann ein paar Tage auf Exkursion gehen. Nunja - da ist die Versuchung doch gerade gross, gleich noch eins draufzusetzen...

Ist aber natürlich beides nicht aufs Log.Buch zu beziehen: Weder das Bildchen vom Bildgenerator, noch die Überschrift dieses Eintrags.
Ersteres allenfalls dahingehend, dass angesichts der Überfülle, die nach mehreren längeren Ausflügen im Exkursionskulurbeutel herrscht, die Auswahl wirklich schwerfällt.
ffmk_g1.gifUnd letztere, also die Überschrift? Dazu kommen wir dann gleich. Beim Wort genommen werden dürfen Bildchen wie Überschrift nämlich durchaus.

Denn, von wegen "no idea": Gerade vor einem derart wenig Wahl und Raum für eigenen Input lassenden Maschinchen wie dem vorgestellten "Visual Poems"-Maschinchen ist es - mindestens nach Meinung eines Mediums von mässigem Verstand - allemal besser, dezidiert keine ausschweifenden poetischen Ideen zu haben. Zumal man in diesem Fall ja quasi ins Poesialbun einer Firma schreibt (jedenfalls, wenn man das enstandene Bildchen anleitungsgemäss lässt, wo es ist und lediglich brav verlinkt).

Den Grund zum Grübeln wiederum liefert just eines der Exkursionsziele der letzten Wochen, zu dem es an dieser Stelle eigentlich schon mehr Berichterstattung hätte geben sollen: Die transmediale07 nämlich.
Nun ist es zwar so, dass es tatsächlich noch das eine oder andere Juwelchen aus dem Kulturbeutel auszupacken gibt. Daneben aber gab es auch Gelegenheit, gemeinsam mit einem Kollegen noch ein bisschen weiterzugrübeln - und daraus entstand die Idee zu einem Ruf, der für heute erstmal weitergegeben werden soll:

Die transmediale, 2007 unter dem Motto "Unfinish!" angetreten, liegt hinter uns. Vorhang zu und alle Fragen offen? Das Festival ist - aus unterschiedlichen Gründen - sehr kontrovers diskutiert worden; sein Leiter Andreas Broeckmann hat die Staffel an Stephen Kovats uebergeben. Die nächste transmediale ist also bereits in Sicht.

ffmk_g2.gifFür die Berliner Gazette fragt Krystian Woznicki, Gründer und
Chefredakteur derselben, gemeinsam mit der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Verena Kuni: Blick zurück nach vorn - wie soll es weitergehen?

Welche Aspekte der Medienkultur sollte ein Festival wie die transmediale - jenseits von jahresaktuellen Schwerpunkten - in den Fokus rücken?
"media art [un]done": Hat sich die Sache mit der "Medienkunst" mittlerweile erledigt?

Antworten und Statements von bis zu 2.000 Zeichen Umfang werden im
Logbuch der Berliner Gazette veröffentlicht.

Kontakt:
Verena Kuni
mailto:verena@kuni.org
Krystian Woznicki
mailto:kw@berlinergazette.de

Wir freuen uns auf Ihre Stellungnahmen!

Also dann, in diesem Sinne.
Und: Bitte nicht einfach faul behaupten: "no idea"...
;)

Von miss.gunst am 26.02.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.02.07

ruf vom no budget video+filmfestival

nbvff_ksw.gifZwischendurch mal wieder ein Aufruf, der weitergegeben werden will.
Diesmal kommt er von einer Initiative, deren Name schon schwer nach Hausgemachtem klingt bzw. suggerieren kann, dass hier vor allem entsprechendes gefragt ist.
Kann, wohlgemerkt (und ergo auch nicht: Cannes).

Jedenfalls handelt es sich seitens des Senders um das "no budget film+videofestival".
Was zwar erstmal heisst, dass das Festival selbst weitestgehend ohne Budget auskommen möchte. Aber logischerweise dann auch darauf schliessen lassen muss, dass unter den annoncierten Bedingungen eher weniger kostenintensive Produktionen zur Vorführung eingereicht werden.

So lautet denn auch die Kurzform der Selbstdarstellung auf der Heimseite:

nbvff_g1.gif

Unter dem Motto GELD SPIELT KEINE ROLLE wollen wir als filmsharing community eine Plattform für Produktionen bieten, die mit knappen finanziellen Mitteln bemerkenswerte Ideen aussagekräftig realisiert haben.

(Etwas ausführlicher und Bildchen der Initiatoren inklusive gibt es das Ganze nochmal unter "about").

Nun rufen Aufrufe wie dieser häufig den prinzipiell sicher nicht ganz unberechtigten Unmut hervor, dass derlei der Selbstausbeutung der einreichenden Vilmschaffenden zuarbeite - während das Festival selbst von dieser gehörig profitiere.

Allerdings lohnt in solchen Fällen schon das Genauere hinschauen. Und da sieht es in diesem doch so aus, als sei die Selbstausbeutung recht gerecht auf den Schultern aller verteilt - also auch der Organisatoren. Und wer jemals auch nur einen einzigen Abend mit (sagen wir mal willkürlich:) auch nur fünf Kurzvilmen organisiert hat, weiss: Da gibt es so Einiges zu tun.

Ergo geht es hier eher um die generelle Entscheidung: Mag man beim gmeinsamen Arbeiten ohne Budget mittun, aus reinem Spass an der Freude. Oder nicht.
Und weil diese Entscheidung zu jenen gehört, die jede/r getrost für sich selbst treffen kann, wird nun auch guten Gewissens besagter Aufruf weitergegeben:

WIR wollen DEINE Filme!

WIR = ein Festival in (fast) neu und anders für unabhaengige
Filmemacher von ueberall.
Das Motto GELD SPIELT KEINE ROLLE ist die Kurzfassung unserer Idee von guten Filmen, es zaehlen Kreativitaet und Eigenheit!
DU = Filmemacher narrativer und fiktionaler Filme, unabhaengig in Geist & Ausdruck, der seine Ideen mit einem begeisterungsfaehigen Publikum teilen will.

Schnell sein und Film einschicken! Das Einreichformular und weitere
Infos gibt's auf der Homepage.

Deadline 1. Mai 2007

www.filmsharing.eu/

Würde das Medium Vilmchen basteln, wäre es sich für eine Einreichung wahrscheinlich nicht zu schade.

Von miss.gunst am 21.02.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

29.01.07

ruf nach radiophonen kreationen

rpr_ksw.gifUnd gleich noch einer, diesmal via Kunstradio hereingekommen - dementsprechend mehr auf reine Audio-Projekte ausgehend.
Gesucht werden radiophone Kreationen respektive Entwürfe für ebensolche.
Allerdings wie oft nicht einfach irgendwelche, wie dem virtuell Kleingedruckten zu entnehmen ist.

Der Aufruf im englischen Originalton (wiewohl das Einzusendende wenn sprachlich, dann vorzugsweise spanisch ausfallen soll, sic):

XIV RADIO CREATION WORKS CONTEST CDMC-RNE RADIO CLÁSICA 2007

The CDMC and Radio Clásica (RNE) are undertaking a collaboration to encourage the production of radio creations in order to promote this type of works. Within this line, a contest of ideas is called subject to the following
RULES

1
The works will necessarily be pieces of radiophonic creation, that is to say, whose most suitable means of production and diffusion is the radio. The works will not have been previously awarded nor emitted.

rpr_g2.gif
2
Words, noises, music, electronic or radiophonic editings and other similar elements may be the base of the work.
3
The project may be in Spanish only or in several languages but in this case Spanish should be the main language. The use of language or voice may also be omitted.
4
To enter the contest it will not be possible to send accomplished works, but mere projects: a written description of the work and of the elements that it will require, some excerpts as a model in cassette, CD or DAT, scores or fragments of these, acoustical materials, etc. Any form or presentation will be admitted, provided that it makes possible to the Jury to appreciate the interest of the projected idea.
5
There is no age nor citizenship limit.
6
The deliveries should be made on before April 15th, 2007 by any of the procedures allowed by the Administrative Procedure Act; such as registered mail, (postmark date will probe meeting the deadline), personal delivery, etc; and they should be addressed to:
"XIV Concurso de Obras de Creación Radiofónica"
Centro para la Difusión de la Música Contemporánea
c/ Santa Isabel 52, 5ª planta
28012 -Madrid (Spain).
7
There is no limit to the number of projects to be sent by each author.
8
The projects should arrive anonymously with an assumed name that will be reproduced on an enclosed closed envelope containing a photocopy of the DNI or passport and personal details of the author or authors. In the case of using texts by another author, his opportune permit must be accredited.

rpr_g1.gif
9
A Jury appointed by the CDMC and Radio Clásica will choose on the project considered the most suitable. The decisions of the Jury are without appeal.
10
The selected project will be the object of a commission by the CDMC, endowed with 6.000 euros gross. This Commission will be considered as the Prize of the Contest and it is independent of the production costs, which will be assumed by Radio Clásica.
11
Radio Clásica will produce the work with the means that the radio itself will determine. For that purpose, in addition to the human and technical means of the Radio, the facilities of the Laboratorio de Informática y Electrónica Musical del CDMC (LIEM-CDMC) can also be used. The radio broadcasting will take place during the last quarter of 2007, and we will try to give the work première at the Festival de Música de Alicante (end of September 2007). The project should be developed with enough time so that it may be produced and emitted on time.
12
By the simple act of participating, the competitors accept the terms of these Rules and the decision of the Jury.
13
The non-awarded projects will be available to their authors who can fetch them personally at the CDMC, previous identification of the assumed name, within the period of three months after the awarding is made public.
14
Once this period is over, the non-collected projects will be destroyed in order to preserve the anonymity of the Contest.

P.S. Gleich mal auf den obig zur Orientierung zusätzlich verankerten Seiten (nicht dass da auch nur eine Webadresse im Aufruf angegeben gewesen wäre) nachgeschaut. Wäre ja möglicherweise noch etwas für einen Webradio-Tipp oder derlei gewesen. Aber: Das CDMC (steht für: Centro de Difusión de música Contemporánea) gibt sich online doch eher bedeckt (wobei, immerhin: etwas Ende März in Kooperation mit dem Collegium Novum Zürich im Schwange zu sein scheint). Und das Programm des Radio Clásica nimmt sich, nunja, mindestens auf den ersten Blick wirklich sehr sehr klassisch aus. Aber wer weiss, vielleicht wird sich das nach dem Wettbewerb ja ändern?

Von miss.gunst am 29.01.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

28.01.07

ruf nach visueller musik

meflo_ksw.gifUm Visuelle Musik ging es in diesem Log schon verschiedentlich - meist in Referenz auf das entsprechende historische Erbe des zwanzigsten Jahrhunderts, das gerade in den letzten Jahren zunehmend durch Ausstellungen erschlossen worden ist.
Nun gilt es zur Abwechslung mal einen Ruf nach aktuellen Video-Arbeiten weiterzugeben, die als Visual Music funktionieren.

Er kommt von einer denkbar kompetenten (und nebenbei bemerkt: auch sehr sympathischen) Adresse, nämlich vom Stuttgarter Kuratoren-Duo Cornelia und Holger Lund, die sich diesem Gebiet schon seit einigen Jahren widmen. Neben einem Forschungsprojekt zum Thema, das sie gemeinsam mit KollegInnen aus Theorie und Praxis verfolgen, haben die beiden auch schon mehrere Ausstellungen in ihrer Galerie organisiert.
Für eine neue Folge eben dieser Reihe werden jetzt per Ausschreibung einschlägige Arbeiten gesucht:

meflo_g.gif

Die audiovisuell orientierte Ausstellungsreihe 'media flow. videoventure on electronic music' der unkommerziellen Medienkunstgalerie fluctuating images in Stuttgart gilt seit zwei Jahren dem Phänomen der Visual Music.
Beim fünften Teil der Screening-Ausstellungsreihe (28.10.-11.11.2007) soll es vor allem um mit filmischen Mitteln hergestellte Musik gehen, bei welcher der Herstellungsprozess, also das Instrumentspiel oder der Gesang, zu sehen ist, das musikalische Resultat sich jedoch hauptsächlich dem Einsatz spezifischer filmischer Mittel (Schnitt, Montage etc.) verdankt.
Für die ausgewählten Videos sind pro Video 50,- Euro screening fee vorgesehen.
Wir würden uns über Einsendungen zum Thema freuen - von Dir/Euch oder von Personen, deren Videos uns empfohlen werden. Wenn ein empfohlenes Video zum Einsatz kommt, gibt es selbstverständlich eine dankende Erwähnung für die Empfehlung.

Videos auf DVD bitte bis 31. Mai 2007 senden an:
Cornelia und Holger Lund
Martin-Luther-Str.99 - 70372 Stuttgart

Weitere Informationen zu media flow pt.5 gibt es auf
www.fluctuating-images.de

Also entweder selbst etwas ein- oder den Aufruf an potentiell Interessierte weiterreichen bitte!

[Bildchen: Aus dem fluctuating images-Archiv. Zeigt das Plakat, das seinerzeit 2004 zur ersten Ausstellung in der Reihe "media flow. videoventure on electronic music" nach Stuttgart lockte.]

Von miss.gunst am 28.01.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

06.01.07

der pixelstorm-award ruft

pisto07_ksw.gifPreise für den kreativen Umgang mit der kleinsten Einheit digitaler Bildkomposition gibt es so einige auf dem internationalen Parkett.
Bislang hat derlei eher ausserhalb des Radars dieses Logs gelegen.
Anders verhält sich das mit der Ausschreibung eines besonders sympathischen, obendrein aus der Heimat stammenden Awards, der das Medium dieser Tage erreicht hat und - auch aus Termingründen - umgehend weitergegeben werden will.

Besagter Ruf kommt vom Pixelstorm-Award, der in diesem Jahr übrigens schon zum vierten Mal vergeben wird.

pisto07_g1k.gifWas das ganze aus HOME MADE-Perspektive interessant macht? Na, ganz einfach: Dass das Mitmachen ziemlich einfach ist. Und sozusagen ganz im Vordergrund steht - während das wie nur in groben Zügen, natürlich sinnvoll auf die Sache zugeschnitten, vorgeschrieben wird.

Das Konzept sieht nämlich lediglich vor, dass die Beiträge zum aktuell ausgeschriebenen Thema passen bzw. entstehen sollen und man sie auf einer Webseite - genauer gesagt, der Heimseite des Pixelstorm-Awards anschauen können muss:

pisto07_g2.gif

"Während dreier Wochen ist die Plattform http://www.pixelstorm-award.ch jeweils geöffnet: in dieser Zeit können die Teilnehmer ihre Beiträge hochladen. Nach einem kurzen redaktionellen Check werden Sie von den Organisatoren freigegeben und sind online sichtbar.
Der Zwischenstand des Wettbewerbs ist immer einsehbar und spornt damit weitere Interessenten zur Teilnahme an. Schon während der Ausschreibung beginnt die Pixel-Community, die Beiträge zu kommentieren und zu bewerten, und wählt so ihren eigenen Publikumspreis.
Der Hauptpreis wird hingegen nach dem Ende der Eingabefrist von einer international zusammengesetzen Jury bestimmt. Kurze Zeit später findet die Preisverleihung statt, die mit mehreren Webcams und einem Live-Chat online übertragen wird."

pisto07_g6k.gifAlso denkbar netzgerecht das Ganze.
Wer in diesem Jahr dabei sein will, sollte sich also die Details des Verfahrens in der Ausschreibung 2007 zu Gemüte führen.
Und dann schleunigst loslegen - weil nämlich die Eröffnung des Einreichungsverfahrens schon am kommenden Montag (08.01.07) beginnt.

Seine Meisterwerke hochlanden kann man dann zwar noch gute drei Wochen lang (bis 30.01.07). Aber es sei doch verraten, dass es auch einen Preis für die erste Einreichung gibt.
Also doch lieber bis Montag noch die eine oder andere Nachtschicht einlegen? Passen würde es - schliesslich ist das genau das Thema, zu dem der diesjährige Wettbewerb läuft.

pisto07_g5k.gifWer dagegen noch zögert, ob's Mitmachen lohnt: Sollte einfach mal einen Blick auf die Archive der vergangenen Jahre werfen, wo es nämlich nicht nur die Siegerbeiträge (wie zB 2005 zum schönen Thema "Lowtech") zu sehen gibt. Vielmehr kann man hier ein bisschen in den Chatlogs der Award-Zeremonien stöbern (etwa der von 2005) und sich in Ruhe anschauen, wer ausser bzw. zusammen mit dem Pixelstorm-Award-Erfinder Andres Wanner noch so hinter der Sache steht.

Wie einleitend schon geschrieben: Schaut wirklich alles sehr sympathisch aus. Da geraten selbst gestalterisch völlig unterbelichtete Medien wie miss.gunst ins Grübeln, ob es nicht - infach für den Spass an der Freude - wirklich mal eine kleine Extra-Nachtschicht sein darf in der nächsten Zeit...

[Bildchen: Sind - in dieser Reihenfolge - aus dem Pixelstürmer-Trailer gefischt.]

Von miss.gunst am 06.01.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

20.12.06

radia radio ruft

rrc_ksw.gifUnd zwischendurch mal wieder ein Radio-Ruf.
Kommt diesmal vom bzw. über das radia-Radionetzwerk (vorgestellt im Eintrag vom 10.05.06).
Und lädt zu einer kleinen Gabe ein.

Natürlich einer akustischen.
Gefragt sind einminütige (= 60 Sekunden währende) Beiträge im mp3-Format.

"These can be of any kind: collage, field-recording, noise, excerpts from pieces, interviews, etc."

rrc_g1.gifAus den Einsendungen wird dann Maki, der auf dem Marseiller Radio Grenouille eine Sendung mit dem sympathischen Namen cacophonies produziert, eine Soundcollage weben.

Wer mit dabei sein möchte, sende also bitte sein einminütiges mp3 (von, da es eben auch gesendet werden soll: 256kpbs) an Makis Mailadresse, makimail at hotmail.com.
Und zwar bis zum 31. Dezember um Mitternacht.
rrc_g2.gif

Von miss.gunst am 20.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.12.06

Radiogeschichte(n) gesucht

rgeb_ksw.gifVom Kunstgeburtstag war hier vor einigen Monaten zu lesen - genauer gesagt, am 17. Januar diesen Jahres, also zu dem Termin, an dem "Art's Birthday" traditionellerweise begangen wird.
Das war seinerzeit ein Webradio-Tipp gewesen - aber trotzdem kann man sich natürlich fragen: Was hat das Ganze nun mit Radiogeschichte(n) zu tun?

Des Rätsels Lösung liegt in einem aktuellen Aufruf von kunstradio.at, das sich seit Jahren schon aktiv an der Ausrichtung besagten Freudentags beteiligt (so beispielsweise eben auch 2006) und für dessen Begängnis in 2007 folgendes ausgedacht hat:

rgeb_g1.gif

Wie die Kunst hat auch "Radio" viele Geburtstage - einer davon jährt sich am 24. Dezember 2006 zum 100. Mal. Am Heiligen Abend 1906 sendete Reginald Aubrey Fessenden zum ersten Mal erfolgreich nicht bloß Morsezeichen, sondern ein kurzes Radioprogramm aus Sprache, Geräuschen und Musik, und nahm damit das bis heute vorherrschende Format des Massenmediums Radio vorweg. In weiser Voraussicht hatte der Kanadier dieses Experiment gut getimed, denn das Jubiläum fällt praktisch mit dem 1.000.044. Geburtstag der Kunst zusammen!

Wir laden also alle herzlich ein, mit Kunstradio dieses erstaunliche Ereignis zu feiern. Durchforstet Eure "Radiolandschaften" nach weiteren Premieren der Radiogeschichte: die erste Übertragung in Stereo; der Beginn einer neuen großartigen Radioserie; die erste Sendung die Ihr im Radio gehört habt - oder an die Ihr Euch erinnern könnt; das erste Mal, das "Euer" Hit gespielt wurde, oder auch das erste Mal, das Ihr selbst gesendet habt, "on air" gegangen seid...

Wir bitten Euch, Eure Sounddateien zur Radiogeschichte unter http://kunstradio.at/PROJECTS/AB2007/index.html online zu stellen (ab 8.12.!!)

rgeb_g2.gifDiese Sammlung an denkwürdigen Radiomomenten dient als Fundus, um neue, eigene radiophone Soundstücke zur Geschichte dieses Mediums zu machen und - als Präsente an die Kunst - zur Art's Birthday Feier am 17. Jänner 2007 zu streamen. Die Live-Streams von Orten aus aller Welt werden vor Ort das Klangambiente im ORF Kulturcafé in der Argentinierstraße wesentlich mitgestalten; wir hören in die aktuellen Streams rein, anwesende KünstlerInnen können spontan darauf reagieren und die Audiostreams in ihre Live-Performances einbauen; und schließlich gehen sie in der Kunstradio-Sendung auf Ö1 on air ...
Im ORF Kulturcafé sorgen unter anderem GipsyRadio, Volkmar Klien, Friedrich Tietjen, Tonic Train (Sarah Washington und Knut Aufermann), junge LiteratInnen der Gruppe Wortwerft und Mitglieder der Wiener Poetry-Slamszene Textstrom für einen abwechslungsreichen, wenngleich dichten Abend mit vielfältigen historischen wie gegenwärtigen Bezügen und Geschichten zum Medium Radio.

Bei Rückfragen sind wir unter kunstradio@kunstradio.at erreichbar.

Sagt es weiter, bringt FreundInnen mit - und kommt zur Art's Birthday Party in Wien!

Dem ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen - ausser: Mitmachen!
Und dann natürlich am 17. Januar den Kunstgeburtstag zünftig mitfeiern. Beispielsweise in Wien oder eben mit den WienerInnen, insofern es an besagtem Datum auch einen Livestream geben wird (von 20:00 bis 24:00 CET bzw. von 19:00 bis 23:00 GMT).
Aber keine Sorge, an diesen Anlass wird das brave Medium dann noch rechtzeitig erinnern!

Von miss.gunst am 08.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.11.06

no music day

nmd_ksw.gifHeute soll kein Tag für Musik sein, heisst es. Genauer gesagt: Es sollte ein Tag ohne Musik verbracht werden. Jedenfalls meinen das die Initiatoren des no music day.

Wie sie das meinen, wird auf den Heimseiten der Initiative im Bereich "about" wie folgt kundgetan:

"No Music Day is on the 21st of November this and every year.
No Music Day is on the 21st of November because the 22nd of November is Saint Cecilia's day. Saint Cecilia is the patron saint of music. In many countries the 22nd of November was the day chosen to give thanks for and to celebrate the existence of music.
No Music Day has nothing to sell.
There is no mission statement."

nmd_g2.gifDafür darf man dann, so man lustig ist, ein eigenes "(mission) statement" auf der Seite hinterlassen. Eine Möglichkeit, von der sowohl in diesem als auch in den vergangenen Jahren schon weidlich Gebrauch gemacht worden ist.
Keine Musik machen heisst also nicht gleich, ganz die Klappe zu halten. Obwohl das im weitesten Sinne ja auch zu mehr Ruhe auf diesem Planeten führen würde.

Der eigene Praxistest des Mediums für den heutigen Tag ergab im Übrigen, dass es zwar vergleichsweise leicht fiel, selbst nicht weiters musikalisch tätig zu werden. Dafür war schlicht und ergreifend keine Zeit. Wenn man dann auch sonst nicht sonderlich geneigt ist, Musik als Gedudel für nebenbei in Gebrauch zu nehmen, lässt sich problemlos entsprechenden Geboten folgen.
Jedenfalls, so lange man die eigenen vier Wände nicht verlässt.

Letzteres war aber nun auch so gar nicht drin - und schon hat man ein Problem. Allein, weil nur ein Bruchteil der geschätzten Planetenmitbewohner etwas vom no music day mitbekommen haben dürfte (von Fragen des guten Willens, sich dessen Initiative anzuschliessen, mal ganz zu schweigen).

Was machst Du beispielsweise mit dem Akkordeonspieler in der Unterführung? Mehr in den Hut werfen, damit er aufhört? Und was mit der netten jungen Dame neben Dir in der U-Bahn, die ihre Schwerhörigkeit mit so lustig tönenden Ohrstöpseln überspielt? Die Vorstufe zum Hörgerät entreissen und entsorgen? Friedfertig wie Du nun mal bist: Ganz sicher nicht.
Obendrein ist da dann noch die nette Culture Jamming-Doku, die Du mit den Studierenden anschaust, mit feschem Drum'n'Bass unterlegt. Der den Sound abzudrehen wäre aber auch blöd, schliesslich hat das Ganze auch einen ziemlich vernehmenswerten O-Ton, auf den sich schwer verzichten lässt.

nmd_g1.gifKurzum: Der gute Wille war vorhanden, im Prinzip - doch ach, es hat nicht sollen sein. no no music day für das Medium.
Wobei: Genau darum dürfte es ja wohl gehen, fehlendes "mission statement" hin oder her. Also nicht um zuviel Musik, sondern den Überschuss an akustischem Spam und die Nebengeräusche, die das Leben nolens volens mit sich bringt. Nur verdient A damit sein spärliches Geld, B würde ohne Dauerbeschallung wahrscheinlich durchdrehen oder wesentlich schlechterer Laune sein, und C käme allein mit Talking Heads nur halb so schnittig daher. Tja.

Auf diese Erkenntnis legen wir doch erst mal eine nette Scheibe auf, um die letzten Stunden des no no music day zünftig zu begehen.
(Der Nachbar? Ach, das bisschen Wummern. Ausserdem liegt der um diese Zeit auch noch nicht im Bett.)

Von miss.gunst am 21.11.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.11.06

Ruf vom Elektro DIY-Festival Zürich

emfzh_ksw.gifReicht heute nur für eine etwas minimalistische Mitteilung bzw. die Weitergabe eines Aufrufs.
Der diesmal direkt aus Zürich kommt.

Markus Haselbach, Begründer der Schweizerischen Gesellschaft für Mechatronische Kunst, lädt zur Einreichung von Beitragsvoschlägen für das "Elektro Do-It-Yourself-Festival 06" ein, das am 15. Dezember diesen Jahres im Jugendkulturhaus Dynamo in Zürich über bzw. auf die Bühne gehen soll.

emfzh_g.gifUngeachtet des Veranstaltungsortes gibt es jedoch keine Altersbegrenzung:

Musiker und Künstler sind eingeladen, Ihre selbstgebauten Geräte [...] zu präsentieren. Möglich sind Konzerte, Performances, Videos oder Vorträge von maximal 30 Minuten Länge.
Für die Anmeldung bitte ein Mail (mit folgenden Angaben: Performance-Titel, Künstler-Name, Kurzbeschreibung der Darbietung, Dauer, Name, Adresse und Telephonnummer) an markus.haselbach@sgmk-ssam.ch schicken

Also dann!

[Bildchen: Ob das klingt? Keine Ahnung. Eigentlich nur Elektrogewusel aus dem RAM des Medium.]

Von miss.gunst am 08.11.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

27.10.06

ruf von der protest academy (@ Ear Appeal)

palw_ksw.gifUnd nochmal bzw. schon wieder ein Ruf von einiger Dringlichkeit - jedenfalls, für diejenigen, die sich noch beteiligen wollen: An einer besonderen Art des akustischen Engagements, zu dem die Protest Academy London anlässlich ihrer Beteiligung an einer Ausstellung in Wien in Kooperation mit dem (österreichischen) Kunstradio einlädt.
Es folgt, wie immer in solchen Fällen, der Aufruf im Original...

Protest Academy / Station Vienna

Call for Tactical Audio Submissions
Deadline: 01. November 2006

11. November 2006, 2 pm
Protest Academy Workshop
Kunsthalle Exnergasse, Vienna

Until November 1, 2006, Protest Academy by London-based artist Paula Roush/msdm, is looking for sound works made out of field recordings, sound sounds, auditory interventions, activated soundscapes, performed sound walks, pirate broadcasts, sonic tools and other experimental formats on the theme of Tactical Audio. Contributions will be collected for an online archive on
http://protest-academy.msdm.org.uk/

msdm's Protest Academy, hosted by the exhibition EAR APPEAL in the Kunsthalle Exnergasse in Vienna, extends the Academy in Austria for the first time.

The collaborative Academy was launched in London in February-March 2005 as a performative archive, which is structured into a four part collective score of the academy's inaugural lecture titled: 'What are we doing? What's happening to us? What needs to be done? I prefer not to...'.

palw_g.gifOn November 11, 2006, 2pm the contributors to Tactical Audio are cordially invited to present and discuss their submissions during the Protest Academy Workshop, facilitated by Paula Roush/msdm, at Kunsthalle Exnergasse. The idea is to generate a further station of the performative archive in situ, investigating the sound of protest from the perspective and situation in Vienna. Interested visitors/listeners are welcomed!

According to the submissions until November 1 and the workshop on November 11, the radio contribution I LOST MY VOICE TODAY on November 12, 2006 on Ö–1 Kunstradio will consist of submissions of the Call for Tactical Audio for the Protest Academy / Station Vienna and a selection of the already archived Tactical Audio of the Protest Academy.
[For more info on kunstradio.at see: www.kunstradio.at.]

Submission format:
A) sound files need to be on .mp3 format B) available on a webpage for download C) distributed under a cc license * or accompanied by an authorisation confirming that the artist holds author's rights and give spermission to include the work in the Tactical Audio online archive.
*if you are unfamilar with cc visit creative commons website (creativecommons.org) and choose the format that best suits your work.

Additional information:
A) name of artist B) URL and contact email C) short biography/CV (300 words max) D) title of the work, year of production, running time E) URL for download F) Short description of the work (300 words max).

Please send the complete submission to
msdm@msdm.org.uk
subject: protest academy at ear appeal

More information on Protest Academy:
protest-academy.msdm.org.uk/

Wer sich nun nicht ge- bzw. berufen fühlt, selbst am akustischen Protest teilzunehmen bzw. eine entsprechende Protestnote nach Wien zu schicken:
Ein Besuch der Ausstellung EAR APPEAL, die seit dem 19.10.2006 und noch bis 18.11.2006 in der Kunsthalle Exnergasse läuft, dürfte sich auch unabhängig davon lohnen.

Von miss.gunst am 27.10.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.10.06

ruf von den videofilmtagen basel

vftb_ksw.gifIn der zweiten Novemberhälfte wäre in Basel ja eigentlich VIPER-Zeit. Gewesen. Nun fand schon die letzte (und möglicherweise sogar die allerletzte) Ausgabe des Video/Performance/Medien-Festivals bekanntlich nicht wie eigentlich geplant im November 2005, sondern im März 2006 statt.
Wie gut, dass just in diesem Jahr die - ihrerseits bislang an ganz unterschiedlichen Terminen installierten - Videofilmtage Basel dafür sorgen, dass VilmfreundInnen Ende Jahr nicht ganz in die Röhre gucken müssen, sondern am Anblick einer Grossleinwand laben können.

Beziehungsweise natürlich an dem, was auf selbige projiziert wird.

vftb_g.gifAber wie auch immer. Viel wichtiger als Anspielungen auf etwaige schicksalsträchtige Entwicklungen in der Schweizer Festivallandschaft ist: Da sich die Videotage traditionell als (Sprachrohr? Fernrohr? Projektionsfläche? Himmel, passt alles nicht so recht. Vielleicht:) Podium und Projektor für das regionale Vilmschaffen verstehen, rufen Sie derzeit zur Einreichung von Beiträgen auf.
Und zwar noch bis zum 25.10.06 - was dem Kalender nach der kommende Mittwoch ist.

Alles weitere Wissenswerte dazu auf den Heimseiten des Festivals.
Ach ja, das sollte man natürlich auch noch wissen, um sich den entsprechenden Termin gegebenenfalls zu reservieren:
Die Basler Videofilmtage 2006 finden vom 29. bis 31.12.2006 [sic! Silvester inklusive] statt - und zwar an prominentem Ort, nämlich auf dem [betont: dem, nicht: einem, obwohl so gesehen natürlich schon auch auf einem] Schiff.

[Bildchen: Aus der Heimseite des Festivals kondensiert. Musste leider sein, damit Titel und Hafensicht sinnstiftend zusammenkommen. Sorry. Aber doch besser als nichts oder zu klein, oder?]

Von miss.gunst am 23.10.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

26.09.06

minimotion ruft

mimo_ksw.gifAls erklärte Freundin der kleinen Form (dochdoch - mindestens auf der Leinwand resp. dem Schirm ;-)) möchte es das Medium nicht verabsäumen, rechtzeitig auf einen nahenden Einsendeschluss hinzuweisen:
Nämlich den des minimotion-Festivals.

Alle zwei Jahre kommt es bekanntlich als besonderes Bonbon im Rahmen des im September stattfindenden Fantoche-Trickfilmfests daher. So auch in 2005 (mehr dazu? Findet sich im Eintrag vom 07.09.05).

mimo_g.gifDamit treue Fans des bildbewegten Minimalismus - hier ausnahmsweise nicht notwendigerweise als Stilmerkmal bzw. Gattungsbegriff zu verstehen, sondern schlicht auf die Dauer des Vilmchens bezogen - nun nicht minimotionslos bis 2007 ausharren müssen, barmen sich die Initiatioren Bildwurf Kinowerbung und das Zürcher Riffraff Kino. Und bieten in der Zwischenzeit Gelegenheit, sich um die Beteiligung einer minimotion-Sonderschau zu bewerben, die dann am 29. Oktober diesen Jahres über die Bühne bzw. auf die Leinwand geht.

Da hofft das Medium natürlich, zur rechten Zeit Zeit zu haben. Allen auf dem einschlägigen Gebiet Aktiven aber sei vordem ans Herz gelegt, bis Ende der Woche - nämlich bis 30.09. - ihre bewegten Miniaturen einzureichen.
Alles Wissenswerte zu den Details auf der minimotion-Hauptseite, wo auch direkt das Anmeldeformular als pdf heruntergeladen werden kann.

Von miss.gunst am 26.09.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.09.06

Aufruf zum Elektro-Dropping

esho_ksw.gifUnd wieder gilt es einen Aufruf weiterzugeben - diesmal kommt er direkt aus der Nachbarschaft, nämlich aus dem Basler [plug.in]. Beim Medium eingetroffen ist er mit einer Einladung - die zwar nicht direkt mit ihm in Zusammenhang steht, aber unter dem Strich eigentlich doch ganz gut passt.

Mehr über letztere hat das Medium schon in der netten Nachbarschaft des digital brainstorming blogs verbreitet. Und dazu denn auch schon besagten Aufruf gestellt.

Zwecks grösstmöglicher Verbreitung (und um auch die nicht so surffreudigen LeserInnen zu bedienen) gibt's den hier gleich noch einmal. Zur Abwechslung aber dann noch von ein paar Anmerkungen zur Sache gefolgt.
Also erstmal das Anliegen:

Liebe Freunde von [ plug.in ]

Für ein neues Projekt, das Christian Philipp Müller für [plug.in ] entwickelt, sammeln wir diverse alte Geräte: Computer, Laufwerke, Festplatten, Modems, Drucker, Scanner, aber auch Disketten jeden Formats, die ihr nicht mehr gebrauchen könnt, oder uns für die Dauer der Ausstellung (18. Januar bis 15. April 2007) kostenlos ausleihen mögt, nehmen wir gerne entgegen.
Besonders freuen wir uns, wenn ihr zum Gerät noch eine Geschichte mitliefern könnt.

Kontakt: cpmueller@iplugin.org

Herzlichen Dank fürs Mithelfen!
Annette Schindler Christian Philipp Müller

esho_g.gifNun fragt man sich natürlich neugierig - ob zu den potentiellen SpenderInnen zählend oder nicht - was wohl mit den gespendeten oder geliehenen Geräten geschehen wird.
Nach allen Regeln der Kunst darf das im Vorfeld ja meist nicht verraten werden.

Gerade vor dem Hintergrund des Donnerstag eröffnenden ElektroShops ist man fast verführt, so etwas wie dessen Fortsetzung mit anderen Mitteln bzw. im/als Bild zu assoziieren.
Schliesslich haben, passend zur Dominanz entsprechender Formate im wirklichen Leben - zusammen mit den ernst gemeinten Museumsshops (denen ersterer tendenziell nahe steht) seit einigen Jahren auch künstlerische Beiträge zum Thema Konjunktur. Wer seinerzeit verpasst hatte, im Migrosmuseum Zürich durch Rirkrit Tiravanijas Supermarkt (1998) zu schlendern, konnte das beispielsweise später in Guillaume Bijls Variante in der Frankfurter Shopping-Schau in der Schirn oder, nahe liegender und eigentlich noch schöner, 2004 in Basel im Petit Grand Magazin tun.

Und auch Christian Philipp Müller hat sich bereits ausgiebiger mit dem Konsumieren qua Kaufkraft und dessen Begehrensantrieben beschäftigt, nämlich in seinem - derern Teil "Tauschwerte" 2002 sehr passend in der Ausstellung Ökonomien der Zeit (und folglich ebenfalls in Zürich - hier sogar mit Bild) zu sehen war.

Oder ob sich Müller diesmal mehr auf die plastische respektive skulpturale Anmutung von ausgedienten ElektroWaren bzw. Klein- und Grossoden der Computerkultur verlassen will - sagen wir mal, ähnlich wie man das von der Redundant Technology Initiative und ihren Projekten wie "Futureproof" kennt (siehe auch hier im ZKM)?

Darüber kann man noch etwas grübeln - und bis zur Eröffnung der Ausstellung im kommenden Jahr einerseits fleissig geben, andererseits im ElektroShop für Nachschub, Neuausstattung und wahrscheinlich auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk sorgen. Das dann irgendwann auch wieder den Gang der Dinge gehen und in einem künftigen Kunstprojekt recycelt werden mag...

[Bildchen: Haben nichts mit den beiden [plugin.in]-Projekten zu schaffen, sondern sind - wie schon hier bemerkt - eher lokalprojektpatriotisch gefärbte Phantasien, was man im ElektroShop idealerweise erwerben können sollte. Wenn man es denn nicht lieber gleich selber baut... ;-))]

Von miss.gunst am 05.09.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.08.06

Sendepause

sepa_nksw.gifSo, jetzt aber. Mal ein paar Tage Sendepause.
Macht des Medium etwa Urlaub??? Von wegen.

Im Prinzip sind ordentliche Medien (frei nach J.B.: "Ich bin EmpfängerIn SenderIn... Ich strahle aus...") doch sowieso immer im Dienst.

sepa_n.gifWer dem sich hier verbreitenden mal dabei zuschauen (und: -hören) will, wie es in einem seiner speziellen Zettelkästen wühlt - nein, nicht diesem hier, sondern einem anderen - ist herzlich eingeladen, sich am Donnerstag, 24.08.06 ab 21:00 Uhr im Künstlerhaus Solothurn einzufinden...

Mehr zum Kontext kompakt im digital brainstorming-Blog - und in aller Ausführlichkeit natürlich auf den HOME MADE-Heimseiten.

Von miss.gunst am 23.08.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.08.06

Eavesdroplets (dispatx ruft)

edr_ksw.gifMal wieder ein (Auf)Ruf zur Beteiligung, der weitergegeben werden will.
Diesmal kommt er von DISPATX, einem offenbar in Spanien angesiedelten KünstlerInnen-Kollektiv.

Beziehungsweise, genauer gesagt von Karen O'Rourke, die das Projekt "Eavesdroplets" in Zusammenarbeit mit DISPATX initiiert hat und nun eben nun dazu einlädt, mitzutun.
[Btw.: Insgesamt eine ganz schöne Seite mit vielen interessanten Projekten; es lohnt sich, nicht nur im aktuellen Netzmagazin zum Thema "The Plague of Langue", sondern auch in den älteren Ausgaben zu musen...]

edr_g.gifWorum es geht, verrät schon der Titel: "eavesdrop" heisst nämlich so viel wie "heimlich zuhören" - und ein "droplet" ist ein Tröpfchen.
Eingereicht werden sollen also kurze Aufnahmen aus dem Alltag, Soundzipfel, die man seiner Umgebung abgelauscht hat.
Einschliesslich der entsprechenden Aufnahmedaten, die sich dann natürlich noch ein wenig ausschmücken lassen durch die persönliche Sicht auf die Situation.

Nun: Nicht nur seine Öhrchen heimlich auf Geräuschquellen auszurichten, sondern das einer ahnungslosen Umgebung akustisch Entwendete obendrein auch noch aufzuzeichnen, ist selbstredend nicht unebdingt in jeder Situation ethisch vertretbar. Sehr zu Recht bekommen Datenschützer und andere diesbezüglich sensibilisierte ZeitgenossInnen lange Ohren, wenn es um das Thema "Grosser Lauschangriff" geht - und auch ein kleiner Lauschangriff kann durchaus die Grenzen der Persönlichkeitsrechte überschreiten.

Andererseits muss es ja auch nicht unbedingt das Liebesgeflüster der verehelichten Nachbarin mit dem Briefträger o.ä. sein, was man auf seinen Datenträger bannt, um es dann im Eavesdroplets-Blog WWW-weit zu publizieren.
Mal ganz abgesehen davon, dass erstens die eingereichten Soundzipfel ja klein sein sollen - und in Zeiten, in denen man dank ubiquitärer Mobiltelephonie täglich höchst unfreiwillig mit den privatesten Gesprächen nachgerade zugedröhnt wird, die Hemmschwelle in Sachen akustischer Autopublikation bei vielen Mitmenschen eh denkbar tief zu liegen scheint.

Aber wie auch immer. Hier jedenfalls noch der Aufruf im (englischen) Originalformat:

CALL FOR CONTRIBUTIONS

The streets resound with pedestrians chattering to friends or cell phones. People are crowding into Internet chat rooms, expounding on forums, posting to mailing lists and blogs, while televisons talk endlessly. At one time or another we've all overheard exchanges that seemed funny, off the wall, premonitory, surrealistic. Often composed of very ordinary remarks, their strangeness comes from the way they overlap and recombine to a stranger's ears. This random juxtaposition can shake tired expressions out of their torpor, metaphors can be mixed, reinvigorated or rendered ridiculous.

This project aims at collecting these recontextualized sound bytes and using them as starting points for collaborative net-stories. You are invited to post your favorite bits of dialog via an online questionnaire. You can also use other contributors' eavesdroplets to create a short story, an image or a sound file.

To post an eavesdroplet:
www.dispatx.com/wip/eavesdroplets_form.php

edr_g2.gifTo begin with, both the eavesdroplets and the stories will be posted to the DISPATX Art Collective work-in-progress blog. As the project develops,the bits of conversation will be mapped into a specific relational database. The interface will allow visitors to select and
display different types of relationships between the entries. They'll be able to visualize, for example, all the exchanges taking place at a beach, on November 15th or in New York City. Each eavesdroplet can lead to one or more stories. Stories can reference any number of
eavesdroplets (they can be juxtaposed randomly in the manner of cadavres exquis). Visitors to the site can consult the map to find intriguing eavesdroplets and read the associated stories. They can also propose either bits of dialog or completed stories. While the eavesdroplets can be uploaded to the site by any human visitor who is logged on, stories and multimedia files (images, sounds) will need to be approved for publication.

Karen O'Rourke: mapper at wanadoo dot fr

Read other eavesdroplets on the Dispatx Art Collective site:
www.dispatx.com/wip/?cat=29&more=1&idiom=en&orderby=dt_tm&order=DESC

[Bildchen: Öhrchen aus der Botanisiertrommel des Mediums.]

Von miss.gunst am 15.08.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

01.07.06

interfiction ruft!

ifi06_ksw.gifZur Abwechslung mal wieder ein Aufruf - und diesmal einer, der direkte Schnittstellen zu einem zentralen Interessengebiet von HOME MADE aufweist, nämlich der DIY-Kultur.

Vom 10.-12. November 2006 wird in Kassel im Rahmen des 23. Dokumentarfilm- und Videofests ein weiteres Mal die interdisziplinaere Workshop-Tagung interfiction stattfinden.

Und das Thema für dieses Jahr lautet:

prosumer culture(s)
DIY-Produktion in einer Arena des Konsums

ifi06_g2.gifDer Begriff 'prosumer' bezeichnet Personen, die gleichzeitig 'Verbraucher' (engl.: 'consumer') sowie 'Hersteller' (engl.: 'producer') des von ihnen Verwendeten sind.
1980 von dem amerikanischen Schriftsteller und Futurologen Alvin Toffler in seinem Buch "The Third Wave" als Teil einer positiven Utopie für die Technokultur des 21. Jahrhunderts eingeführt, scheinen die 'prosumer' mittlerweile tatsächlich in der Gegenwart angekommen zu sein. Fragt sich nur, wie die Realitaet (in) einer 'prosumer culture' aussieht: Wie funktioniert DIY-Produktion in einer Arena des Konsums?

Dieser und weiteren Fragen rund um das Thema "prosumer culture(s)"
will die diesjährige interfiction-Tagung mit Vorträgen, Präsentationen und Workshops nachgehen.

Das interfiction-Team lädt KünstlerInnen, TheoretikerInnen, VermittlerInnen, EntwicklerInnen u.a. ein, die Interesse an einem Austausch am Runden Tisch haben und im Rahmen der Workshop-Tagung
Thesen und Projekte zum Thema vorstellen wollen, bis 30.07.2006 Vorschläge fuer Beiträge einzureichen.

Der Call for Papers & Projects sowie weiteres Material, genauer gesagt: einen kleinen Prolog zum Thema, Basisinfos zur Workshop-Tagung und die (e-Mail-)Kontaktadresse fuer Einreichungen finden sich im gleichnamigen Bereich der interfiction-Heimseiten:
www.interfiction.org/2006/call.html.

Als kleinen Spezialservice für eilige LeserInnen kann das Medium noch einen Anker zum CFP als pdf sowie einen Anker zum Prolog als pdf anbieten.

Allgemeine Informationen zu interfiction
inklusive Archiv zu den Veranstaltungen 1995-2005 gibt es natürlich ebenfalls auf den interfiction-Heimseiten:
http://www.interfiction.org

Mehr über das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest erfährt man unter dieser Adresse:
www.filmladen.de/dokfest
.

Von miss.gunst am 01.07.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.06.06

sonambiente im GUNSTradio

gur_ksw.gifNur am Rande, aber da das im weitesten Sinne schliesslich auch zum sonambiente-Ambulatorium des Mediums gehört:
Just am heutigen Freitag ist auch wieder ein GUNSTradio-Tag - und auf dem Programm steht diesmal, genau: die sonambiente.

Keine leichte Übung übrigens, eine Sendung zu Klangkunst zu machen, die sich - jedenfalls im Idealfall - dezidiert ortsspezifisch positioniert und entfaltet. Und folglich nicht so ohne Weiteres in Radio übersetzt werden kann.

Wie sich das Medium um dieses Hindernis herumschleicht?
Wird von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr auf dem Frankfurter (!) RadioX zu vernehmen sein [= 91.8 MHz bzw. 99.85 Kabel und leider immer noch nicht wieder via Webstream - also nur ziemlich lokal zu empfangen].

  • Lokaltermin:
    sonambiente : stationen
    GUNSTradio am Freitag, den 16.06.2006
    von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
    auf RadioX Frankfurt am Main
    UKW 91.8 - Kabel 99.85

    Von miss.gunst am 16.06.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    14.05.06

    radioeinzueins ruft

    r11_ksw.gifZur Abwechslung mal wieder ein Aufruf, der weitergegeben werden will.
    In diesem Fall kommt er von Radio 1:1, einem in Berlin situierten Kulturradio-Projekt, das man während der diesjährigen Transmediale-Tage auch schon in den "open ateliers" im Tesla kennenlernen konnte.

    Wen speziell in diesem Sommer, mit Blick auf Deutschland, angesichts des Zahlenverhältnisse zitierenden Namens eine böse Ahnung beschleichen sollte: Richtig geraten. Ein Besuch auf der Heimseite von Radio 1:1 bestätigt, dass das Ganze irgendwie mit der Fussball-WM zu tun hat.

    Was eigentlich ein Grund sein könnte, weiters betreten darüber zu schweigen: Die nun auch noch? An Sportübertragungen mangelt es diesen Sommer nun sicher wirklich nicht.
    Aber das wäre dann doch etwas voreilig. Wenn man sich das Konzept etwas genauer anschaut, heisst es da nämlich:

    Im Fußballweltmeisterschaftsjahr 2006 richtet sich eine massive mediale Aufmerksamkeit auf die Stadt Berlin und ihr reiches kulturelles Angebot. In dieser Zeit der Dominanz des Sports bietet das Radio 1:1 den Kulturproduzenten das Internet und das Radio als Erweiterung ihrer Veranstaltungsorte an: das Sportgroßereignis wird um einen anderen Kulturraum erweitert. Das mediale Format der Direktübertragung wird übernommen – und der Sport durch kulturelle Inhalte ersetzt.

    Wobei selbst das denkbar fussballfeindselig gesonnene Medium hier bemerken muss: Sport(inzenierungen) und dessen/deren Konsum sind, ob man's mag oder nicht, schon auch so etwas wie ein Teil der menschlichen Kultur. Aber wie auch immer.

    r11_g.gifNachfolgend nun in ganzer Pracht besagter Aufruf, weil er seltsamerweise auf den Webseiten von Radio 1:1 nicht zu finden ist:

    Reachout Reuse Rebroadcast Recycle: Einladung zur Einschickung freier Sendebeiträge 92.5 Mhz FM Berlin, June+July 2006, radioeinszueins.de

    Produzieren Sie eine Sendung für ein imaginäres Radio, einen Ausschnitt aus einem Kanal, der so noch nicht existiert, aber in seinen Bestandteilen schon vorhanden ist oder war. Vorstellbar wären: Reportage, Interview, Werkschau, Soundscape, Feature, Hörspiel, Lesung, Label-Vorstellung, auch Veranstaltungs-Mitschnitt. Gesucht ist eine Radio-Show mit einem unterscheidbaren Klangkonzept. Nicht bloss ein DJ-Mix, sondern ein akustisches Fenster in eine eigene Welt, beispielsweise ein Mixtape welches ein durchaus spezielles Genre genau charakterisiert: French House 1996, Italo-Western-Soundtracks, eine Symphonie aus Baumschinenlärm.

    Garantiert ist: Sie erreichen ein ungewöhnliches Publikum während der
    Fussballweltmeisterschaft - per UKW in Berlin und per Stream netzweit.
    Ihre Sendung kann ausserdem in den nichtkommerziellen Programmaustausch mit anderen freien Kulturradiostationen aufgenommen werden. (radia.fm, radioswap.org, prx.org, freie-radios.net). Bitte markieren Sie wenn eine solche Syndication erwünscht ist, im ID3-Kommentarfeld (Syndication Ja/Nein), bzw. ob Sie einer Creative-Commons Lizenz zustimmen (Copyright).

    TecSpecs:
    - Dateiformat: 256kbits/mp3
    - ID3v2 Tag ausfüllen und das Description-Feld benutzen
    - Emailadresse unter "Url" eintragen.

    Möglichst zur Datenübertragung www.f-forge.com/ oder www.mooload.com/ benutzen und die Url an radioeinszueins.shows@gmail.com schicken
    - Länge ca. 55min
    - Gerne mit An- und Absage, Gerne gemastered auf 0db.
    - Bitte keine CDs schicken

    Für Audio-Editing und mp3-encoding empfehlen wir Audacity:
    http://audacity.sourceforge.net/download/
    http://audacity.sourceforge.net/help/faq?s=install&item=lame-mp3

    Frequently asked Questions zu radioeinszueins:
    FAQ als pdf

    Einsendeschluss: 23.Mai 2006

    radioeinszueins.de präsentiert ein neuartiges Kulturradioformat im Sommer 2006 auf UKW 95.2 Mhz in Berlin und im Web. Als Weiterentwicklung von reboot.fm und klubradio.de entsteht ein automatisiertes Dokuradio aus Aufzeichnungen von Konzerten, Parties, Lesungen, Vorträ¤gen und Diskussionen.
    Unter Mitwirkung der Hörer produziert radioeinszueins einen akustischen Raum für ein breites Spektrum aktueller Berliner Kulturproduktion.

    Kontakt: radioeinszueins.shows@gmail.com
    www.radioeinszueins.de
    Radio 1:1 ist ein Projekt der Klubradio GmbH und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

    Abschliessend noch zwei bescheidene Anmerkungen vom Medium:
    Was der in einem allgemeinen Aufruf vielleicht etwas seltsame Passus mit dem automatisierten Dokuradio meint, kann man etwas genauer im Konzept nachlesen. Ob das so funktionieren kann und vor allem anderen, ob etwas erträglich Hörbares dabei heraus kommt? Nunja, der obenstehende Aufruf kann ja möglicherweise dazu beitragen, die armen BerlinerInnen diesen Sommer vor verbrasselten Murmelloops, die von einem Veranstaltungsort zum anderen schwingen, zu bewahren.
    Anmerkung zwei muss, bei allen Sympathien für reboot.fm, leider auch sein - das Medium kann sich einfach nicht zurückhalten, folgenden Passus aus der Hauptseite der Klubradio GmbH zu zitieren. Ganz zu oberst steht da nämlich:

    Medien und IT Dienstleistungen für die Unterhaltungsindustrie: It´s got to be sexy! Die jungen Zielgruppen der Musik- und Filmindustrie erfordern den Einsatz von audiovisuellen Medien und verschlüsselter Mediendistribution im Internet. Mit unser langjährigen Erfahrung im Bereich Film, Streaming Media und Hosting Infrastruktur erabeiten wir für unsere Kunden maßgeschneiderte, kosteneffiziente Lösungen und bilden die Schnittstelle zwischen dem Kunden, Management, beteiligten Agenturen und Rechenzentren.

    Ehrlich: So richtig sexy finden wir das grad nicht, zumal mit Blick auf den obenstehenden freundlichen Aufruf des Subprojekts, schön zu produzieren, einzusenden, und bitte nach Möglichkeit CC zu lizensieren.

    Von miss.gunst am 14.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    05.05.06

    SBAW (SBAW)

    sbaw_ksw.gifHimmel, da war doch noch was. Weil sowieso nicht zur bestimmten Zeit am bestimmten Ort, wäre es dem Medium jetzt beinahe durch die Lappen gegangen:
    Heute gibt es ja auch noch die Swiss Blog Awards 2006 in Biel!

    Was sich allein schon insofern auch aus der Ferne und für Ferne zu vermelden lohnt, da das Ganze vor Ort von Live-BloggerInnen begleitet werden soll - und sich mit dem Dorftrottel mindestens einer bereits gefunden hat, der entsprechend aktiv loslegt.
    Im blog.ch-Blog sind aktuell schon die ersten Einträge nachzulesen.

    sbaw_gf.gifNun kann man von Awards im allgemeinen nicht so viel halten - und speziell diesem ist im Vorfeld auch schon einige Kritik entgegengeweht. Ob die berechtigt ist oder nicht, lässt sich sicher diskutieren. Unübersehrbar sollte aber auch sein, dass sich die OrganisatorInnen einige Mühe gegeben und ins Programm (siehe auch das schöne Heftchen) entsprechend Zeit und Energie gesteckt haben.

    Insofern winkt das Medium einen Gruss nach Biel/Bienne und wünscht nicht nur gutes Gelingen, sondern auch weiter Spass an der Freude.
    Und seinem geheimen FavoritInnen natürlich, bepreist und beglückt zu werden.

    Seinerseits freut es sich dann darauf, demnächst gemütlich die dann wahrscheinlich schon etwas abgehangennen Live-Berichte nachschmökern zu können. Und ansonsten auch ab und an weiters in seiner LogBuch-internen SBAW-Serie fortzufahren.

    Von miss.gunst am 05.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    14.04.06

    HOME MADE strikes again

    hmsn_ksw.gifZwischendurch mal wieder eine Meldung in eigener, genauer gesagt: projekteigener Sache.
    Wie neulich schon mal vorab geflüstert, gehen in diesem Sommer die Aktivitäten des HOME MADE LABORS in die zweite Runde.
    Und das bedeutet nicht nur, dass sich dementsprechend auch die lang vernachlässigte Kategorie "LAB LOG" endlich wieder weiter füllen lässt.

    Die Hauptsache ist natürlich, dass es gleich mehrere Veranstaltungsreihen in mehreren Schweizer Städten geben wird.
    Dazu im Einzelnen später noch mehr.

    hmsn_b.gifFür heute gilt es erst einmal zu verkünden, dass die Heimseite des Projekts - auf der bekanntlich auch dieses LogBuch liegt - eine gründliche Renovierung erfahren hat.

    Ob der neue Anstrich gefällt, mag Geschmackssache sein (das Medium beispielsweise vermisst die geliebte Lautsprecherkrake - aber zum Glück bleibt sie ja im Logo des LogBuchs erhalten, versprochen!).
    Viel wichtiger ist sowieso das Innenleben, oder?

    Und das kann sich wirklich sehen lassen. Denn: Zu allen geplanten Veranstaltungen finden sich nun schon ausführlichere Informationen eingestellt, inklusive Bildchen, die doch sicher auch dem Einen oder der Anderen ein wenig Appetit auf das Kommende machen werden.

    hmsn_g.gifWeiteres wird dann in den kommenden Wochen und Monaten unter anderem auch hier im LogBuch folgen.
    Also, seid bzw. bleibt dabei!

    [Oben rechts: Ebenfalls neu und selbstredend ganz nach des Mediums Geschmack - auf der neuen Einstiegsseite wird auch das frische Futter aus dem LogBuch zum Bequemen Anklicken in der Auslage angeboten. Lecker, oder?]

    Von miss.gunst am 14.04.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

    22.03.06

    Pausenzeichen

    pz06_k.gifEigentlich recht niederträchtig, eben noch einen schwungvollen Einstieg in die (Arbeits-)Woche zu wünschen - und sich dann als Nächstes selbst aus dem Staub zu machen.

    Nun ist es zwar so, dass sich webbasierte LogBücher bekanntlich von fast allüberall aus bestücken lassen. Aber da es - kaum ist der letzte gerade mal halb geleert - wieder emsig Kulturbeutel zu füllen gilt, wird vermutlich wenig Zeit fürs Heimwerken bleiben.

    Daher also erneut ein Pausenzeichen (mehr von und zu letzteren im Allgemeinen auf den Seiten der Pausenzeichen-Datenbank. Doch, so was gibt's!).

    Immerhin lässt sich bei dieser Gelegenheit auch schon mal Kommendes in Aussicht stellen: Mählich nähert sich nämlich die nächste aktive Phase des HOME MADE LABORS. Aber dazu dann später mehr, wenn auch das LogBuch wieder weiter fortgesetzt wird.

    Nur von schnöde in den Urlaub verschwinden will das Medium nichts hinter seinem Rücken hören. Medien sind schliesslich immer im Dienst.
    Oder etwa nicht?

    P.S.
    Noch nichts geplant in den nächsten Tagen?
    Dann vielleicht als nahe liegender Tipp:
    Freitag 24.03. bis Sonntag 26.03.06 zum Videofest von und mit LODYPOP im kult.kino Basel.
    Und/oder am Freitag 24.03. um 20:00 Uhr zum Live Looping-Konzert mit Bernhard Wagner und Sunao Inami in den Zürcher Walcheturm, wo derzeit tagsüber noch die Ausstellung des neuen etoy-Projekts, mission eternity läuft (mehr dazu in Villö Huszais Artikel auf clickhere.ch).
    Oder - für Ausflugsfreudige: Zu einer der Eröffnungen der fünf Ausstellungsstationen des Projekts "40jahrevideokunst.de". Zum Beispiel ins ZKM (Eröffnung: 24.03. ab 19 Uhr), wo man zudem ja auch noch die Ausstellung Lichtkunst aus Kunstlicht ansehen kann. Und das lohnt.
    Die angeführten Ausstellungen halten zudem noch einiges länger vor - und bieten selbstredend einen mehr als vollwertigen Ersatz für vorübergehend ausfallende LogBuch-Lektüren...

    Von miss.gunst am 22.03.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    14.03.06

    Stereophone Klanglandschaft (Rufe ff.)

    ster_ksw.gifOffenbar ist momentan die grosse Aufrufzeit ausgebrochen. Armer Kulturbeutel, der unter seiner Füllung ächzt und stückweisen Leerungen entgegenharrt - aber da Rufe nun gemeinhin einen Torschluss für Eingaben haben und etwaigen Einreichungswilligen möglichst viel Zeit für Vorbereitungen zur Verfügung stehen sollte, muss er mal wieder warten.
    In diesem Fall gilt die Einladung der Beteiligung an Aufbau und Hege Stereophoner Klanglandschaften.

    Wie schon der gerade erst weiter verbreiteteAufruf zu(m) Mobilen Musikwerke(l)n geht auch dieser von den Digital Art Weeks 06 in Zürich aus.

    ster_g1.gifDiesmal gibt es die Ausschreibung sogar gleich in englischer wie in deutscher Sprache (für letztere Version einfach fleissig nach unten blättern):

    STEREOPHONIC SOUNDSCAPE: Call for Works

    The Digital Art Weeks of ETH Zurich and the Stereolith Speaker System Company, Switzerland, would like to invite audio artists to submit soundscape works. Each work must be in stereo and not more than 10 minutes in length. The works will be chosen on their ability to "evoke" the presence of things or beings in space and to the extent in which the work "immerses" the listener into a completely imaginary sonic environment.

    Stereolith is an innovative reproduction system for the re-creation of recordings made to playback in stereo. Unlike traditional loudspeaker configurations, the Stereolith is a single construction in which both the "left" and the "right" channels have been incorporated. In this way, the system can be installed at any point within the listening space and allows the listener to experience
    a true stereo effect of each work from any point within the space as if it was a live event.

    Please submit all works in .aiff format on a CD. Please include the title of the work, a short description of it no more than 100 words)and a short biography of the author of the work (no more than 50 words). Selected works will be presented on the Stereolith Systems over a period of 4 days from the 12th to the 15th of July 2006 in the VisDome of ETH Zurich in conjunction with the exhibition Zeitschnitt which will include projected works from various artists throughout Europe. Information about each audio artist, soundscape work and the time it can be heard will be announced in the events program.

    Deadline: Friday, 14th April 2006.
    Notification of acceptance of proposals will be sent out on or before Friday, 5th May 2006.
    For more information regarding the call please write to:
    arthur.clay@inf.ethz.ch
    For more on the Digital Art Weeks 06, please see:
    www.digitalartweeks.ethz.ch

    For technical information on the Stereolith and for purchasing purposes, please see the following URL link:
    http://www.stereolith.ch

    Please send all submissions to:
    Art Clay
    Computer Systems Institute
    ETH Zentrum, RZ H 18
    Clausiusstrasse 59
    CH-8092 Zürich
    Switzerland

    Und nun noch mal auf Deutsch:

    STEREOPHONE KLANGLANDSCHAFT: Ausschreibung für Audiowerke

    Die Organisatoren der Digital Art Weeks 2006 (DAW 06) der ETH Zürich und die Firma Stereolith Speaker Systems SA, Schweiz möchten Audio-Künstler einladen, sich mit Soundscape-Werken am DAW 06 Festival im Juli 2006 zu beteiligen. Die Arbeiten müssen in Stereo sein und eine Dauer von 10 Minuten nicht überschreiten. Die Einsendungen werden je danach ausgewählt, inwiefern sie sowohl die Präsenz von Dingen oder Lebewesen im Raum hervorrufen, als auch gleichzeitig die Hörer in eine völlig imaginäre Klangumgebung eintauchen lassen können.

    ster_g2.gifStereolith ist ein innovatives Wiedergabe-System für Aufnahmen, welche für Wiedergabe in Stereo verwendet werden. Ungleich traditionellen Lautsprecher-Konfigurationen stellt das Stereolith eine Einzelkonstruktion dar, in welcher sowohl der "linke" als auch der "rechte" Kanal integriert sind. So kann das System an jedem beliebigen Punkt innerhalb des Hörraums installiert werden und ermöglicht den Hörern einen echten Stereo-Effekt, als ob es sich um ein Live-Erlebnis im Raum handelt.

    Bitte die Beiträge in .aiff-Format auf CD zusammen mit dem Titel der Arbeit, einer kurzen Werkbeschreibung (max. 100 Wörter) und einer Kurzbiographie des Autors/der Autorin (max. 50 Wörter) einsenden. Die ausgewählten Arbeiten werden mit dem Stereolith-System über einen Zeitraum von 4 Tagen, vom 12. bis zum 15. Juli 2006, im VisDome der ETH Zürich im Zusammenhang mit der Ausstellung "Driftings" präsentiert werden. "Driftings" beinhaltet projizierte Arbeiten von verschiedenen Künstlern aus ganz Europa. Informationen über alle Klangkünstler, ihre Soundscape-Arbeiten und die Zeiten, zu denen sie gehört werden, werden im Programm der DAW 06 aufgeführt sein.

    Einsendeschluss: Freitag, 14. April 2006.
    Die Bekanntgabe über die Aufnahme von Einsendungen ins Programm der DAW 06 werden ab Freitag, 5. Mai 2006 versandt.

    Weitere Informationen: arthur.clay@inf.ethz.ch
    Mehr Informationen über die Digital Art Weeks 06:
    www.digitalartweeks.ethz.ch
    Für technische Informationen über Stereolith:
    http://www.stereolith.ch

    Vorschläge bitte senden an:
    Art Clay
    Institut für Computer Systeme
    ETH Zentrum, RZ H 18
    Clausiusstrasse 59
    CH-8092 Zürich
    Schweiz

    Hm. Gerade hat das brave Medium den per E-Mail zugestellten Aufruf w.o. in den Eintrag eingestellt - da eräugt es auf den Digital Art Weeks-Seiten eine, die ihn eben schon enthält. Diese Adresse direkt in der Mail gehabt zu haben wäre auch nicht unpraktisch gewesen, oder?

    So ist das Medium gerade schon wieder zu faul, noch den etwaigen feinen Unterschied zwischen den Akündigungen der Ausstellung - im englischen Text: "Zeitschnitte", um deutschen "Driftings", recht rätselhafter Chiasmus also - aufzuklären...

    [Bildchen: Reimaginierte Stereophonie. Mal mit, mal ohne, dann wieder mit -lith. Oder so ähnlich.]

    Von miss.gunst am 14.03.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    12.03.06

    netaudio06 ruft

    na06_ksw.gifNoch so ein Aufruf, der sich während der Reise im Radar verfangen und dort schon ein bisschen Staub angesetzt hat.
    Aber abgesehen von etwaigen Abzügen in Sachen Neuigkeitswert ist es für mindestens für diejenigen, denen er bis dato nicht anderweitig zugetragen wurde, noch keineswegs zu spät, ihm zu folgen.
    Und wie es der Zufall so will, soll es wohin gehen?
    Genau: Nach London.

    Dort wird nämlich am 15. und 16.09.2006 das nächste netlabel-Festival stattfinden, das diesmal von netaudio London organisiert wird.

    na06_g.gifWir erinnern uns: Die erste und mittlerweile schon legendäre Zusammenkunft fand im Februar 2005 in Bern statt; noch im selben Jahr folgte sommers dann in Köln ein - vom Namen mal abgesehen etwas bescheidener angelegtes netaudio-Gipfeltreffen.

    Für die Londoner Ausgabe ist das Programm nun noch nicht festgelegt, sondern wird derzeit mit dem eingangs schon erwähnten Call for Entries ausgeschrieben.

    Netaudio’06 invites you to participate. You may want to perform a music showcase or take part in a discussion. You may have specific skills you would like to share in a workshop or have access to technical resources we may use. If you work as an artist in netaudio media; are able to advise on running a netaudio-related website; or in any way think there is a good reason to get involved, please please fill in the submission / application form.

    Bis zum 31.03.06 ist für letzteres noch Zeit.
    Also dann, wer noch mal will und noch nicht hat...

    Von miss.gunst am 12.03.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    10.03.06

    Aufruf zur Beteiligung an einem Mobilen Musikwerk

    daw_ksw.gifBevor der Reisekulturbeutel weiter ausgepackt werden kann, will rasch ein im elektronischen Briefkasten vorgefundener Aufruf weitergegeben werden.
    Auch in diesem Sommer findet an der ETH Zürich wieder eine "Digital Art Week" statt - und in diesem Rahmen soll es eine spezielle mobile Musikperformance geben, für die man derzeit noch zwölf Beteiligte sucht.

    Um den genauen Wortlaut wiederzugeben:

    CHINA GATES : Call for Participation : Mobile Music Performance : Zurich, Switzerland

    The Digital Art Weeks 2006, organized by members of the Computer Science Department of the ETH Zurich, is looking for up to twelve persons who are interested in contemporary music and art who would be interested in participating on a voluntary basis for the performance of a new Mobil-Music work under the direction of Sound Artist, Art Clay using GPS and mobile computer technologies.

    Aesthetically, the work China Gates for tuned gongs and Wrist Conductor is rooted in works for open public space and belongs to a series of works, which celebrate the use of innovative mobile technologies to explore public space and audience. The work is technically based on possibilities of synchronizing a group of performers using the clock pulse emitted by satellites. The GPS
    Wrist Conductor signals each player when to hit the gong. An intense rippling effect is results as the players gradually move around the park and the music of the gongs shift back and fourth from intense chords to exotic melodies.

    daw_g.gifPersons interested in participating are asked to apply by sending a message to the below stated email address. Please include a short biography (50 words) telling us about yourself and why you would you like to participate. Selected players will receive a festival pass for all Digital Art Weeks 06 events.
    contact: arthur.clay@inf.ethz.ch

    More information concerning the Digital Art Weeks is obtainable here:
    www.digitalartweeks.ethz.ch

    [update, 11:11 Uhr MEZ]
    Na, wenn das kein Zufall ist - soeben ist noch eine deutschsprachige Version eingetrudelt, die das brave Medium natürlich nicht unterschlagen will:

    CHINA GATES Ausschreibung: Mobile-Music-Performance : Zürich, Schweiz

    Die Organisatoren der Digital Art Weeks 2006 (DAW 06) an der ETH Zürich (Abteilung für Computerwissenschaft) suchen: 12 Personen, die an zeitgenössischer Musik und Kunst interessiert sind und auf freiwilliger Basis an der Aufführung einer neuen Mobile-Music Werk teilnehmen möchten.
    Die Performance "China Gates", die GPS Technologie verwendet, wird geprobt und aufgeführt unter der Leitung des Klangkünstlers Art Clay. "China Gates" findet unter freiem Himmel im Park Spitz in Zürich statt. Das Werk für gestimmte Gongs und mobile "Wrist-Conductor[s]" hat seine Wurzeln in Arbeiten für den Öffentlichen Raum und gehört zu einer Reihe von Werken, die innovative Mobile-Technologien verwenden, um den öffentlichen Raum zu erkunden und mit dem Publikum in Interaktion zu treten. "China Gates" beschäftigt sich mit den technischen Möglichkeiten der satellitengesteuerten Zeitpuls-Synchronisierung einer Gruppe von Performern.
    Das massgeschneiderte GPS Interface, das die Performer am Handgelenk tragen, fungiert als Dirigent, indem es anzeigt, wann die Gongs geschlagen werden. Sobald die Performer sich nach und nach durch den Park bewegen, entsteht ein intensiver Plätscherklangeffekt, wenn die Gongtöne sich von Schichtakkorden hin zu exotischen Melodien gegenseitig überlagern.

    Interessierte Personen melden sich bitte mit einem kurzen Lebenslauf (50 Wörter) und einem kurzen Motivationsschreiben unter der untenstehenden Emailadresse. Die beteiligten Performer erhalten einen Festival Pass für alle Events im Rahmen der DAW 06.

    Kontakt und alles weitere wie oben...

    Von miss.gunst am 10.03.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    02.03.06

    Sendepause

    spaus_k.gifIn Sachen Tapes gäbe es zwar noch so Einiges aus dem Zettelkasten hervorzuziehen bzw. in selbigem abzulegen. Das vertagen wir jetzt aber auf später.

    Das Medium muss nämlich mal wieder wegen anderer Baustellen und damit verbundener Reisetätigkeiten eine kleine Sendepause einlegen - erstere sind nicht immer notwendig mit einer letzteren verbunden, aber manchmal ist eben doch einfach bequemer, das LogBuch zugeklappt zu lassen.
    Und weil es zum Thema Sendepause mittlerweile auch schon diverse Einträge gibt (direkt mit medienhistorischen Ankern: zB den vom 18.09.05), braucht es an dieser Stelle heute wohl keine weiteren Vertiefungen.

    Dafür wird in der Zwischenzeit natürlich der Radar ausgefahren bleiben und zudem der spezielle Reise-Kulturbeutel des Mediums gefüllt (genau: das ist der, in den anstelle von Zahnbürste etc. die Mitbringsel kommen).
    Bis dahin: Bleibt treu!

    Von miss.gunst am 02.03.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    24.01.06

    (Auf)Ruf zur RadioRevolte

    rarev1kk.gifOder besser gesagt: Zu Radio Revolten, im Plural.
    Sieht tatsächlich so aus, als könnte das Medium gut eine neue Kategorie gründen, wenn es mit den Rufen und Aufrufen so weitergeht.
    Dieser jedenfalls ist eindeutig interessant sowohl für eher der Theorie zugeneigte als auch für der Praxis verpflichtete potentielle RevoluzzerInnen.

    Tempora mutantur könnte man diesem Fall zudem rufen, denn diese spezielle Revolte geht zwar nicht direkt von staatstragender Seite aus, wird aber von keinem geringeren Organ als der deutschen Bundeskulturstiftung gefördert.

    Erst mal geht der Impuls zu den Radio Revolten allerdings vom Hallenser Radio CORAX und einem Team aus, zu dem neben dem Projektleiter Thomas Kupfer unter anderem in der Produktion Golo Föllmer sowie im Kuratorium die jüngst mit dem in diesem LogBuch mehrfach beworbenen (und leider mittlerweile wieder verstummten) Radio Copernicus aktive AudioHyperspace-Macherin Sabine Breitsameter gehören.

    rarev1.gifWorum es geht, ist auf den Heimseiten des Projekts nachzulesen:

    Revolten und Spuren von Revolten begleiten das Radio seit seiner Entstehung. Solchen Spuren will RADIO REVOLTEN nachgehen und zugleich neue hinterlassen. Ziel von RADIO REVOLTEN ist es, Modelle einer künstlerischen (Neu-) Aneignung des Mediums Hörfunk zu entwickeln, im Rahmen der Ausstellung zu präsentieren und im Programm von Radio CORAX zu erproben. Der Kongress Relating Radio bietet Raum für theoretische und ästhetische Beiträge. Ausstellung und Kongress sollen gemeinsam Impulse geben, das Medium Radio neu zu denken und ernst zu nehmen.

    In der Kategorie Mitteilungen vom Medium (in diesem Fall ist mal nicht das Radio gemeint) ist dieser Eintrag - wie eingangs schon angedeutet - gelandet, da der Aufruf zu den Radio Revolten in der Tat beim Wort genommen werden will.

    Bis zum 31.03.2006 kann man nämlich Eingaben machen für eine aktive Beteiligung - und zwar zum einen für die gleichnamige Ausstellung, die vom 20. September bis zum 18. Oktober laufen wird. Und zum anderen für den besagten Kongress, der vom 04. bis 06. Oktober stattfinden soll. Für Ersteres sollen es natürlich Vorschläge für in irgendeiner Form Vorzeig- und/oder Aufführbares sein, für Letzteres selbstredend solche für Vorträge.

    Alles weitere Wissenswerte auf den hier verankerten Seiten - also dann: Auf die radiorevolutionierenden Barrikaden!

    Von miss.gunst am 24.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    21.01.06

    e-noise, hh, process

    sk_noi_k.gifReicht heute nur für einen kleinen Hinweis auf dem Sprung.
    Von Georg Gatsas bekam das Medium gestern eine Karte in die Hand gedrückt, die zur Eröffnung seiner Zürcher Ausstellung bei der Stiftung BINZ39 einlädt.
    Welche noch nicht ganz der Kern dieser Mitteilung ist, aber auch der Erwähnung wert.

    Insofern Gatsas nämlich bevorzugt Menschen fotografiert, die im engeren oder weiteren Sinne mit experimenteller Musikkultur und Kunst zu tun haben.

    sk_noi_g.gifDie aktuelle Folge seines Projekts THE PROCESS, Nummer IV (für eine frühere vgl. den Kurztext bei ilikeyou.com zur Ausstellung PROCESS in der Kunsthalle St. Gallen 2003) ist ab heute an besagtem Ort zu sehen, die Vernissage ist sozusagen *jetzt*.

    Diejenigen, für die dieser Hinweis zu spät kommt, haben aber nun nicht nur sowieso noch bis 18.02.06 eine Chance, die Ausstellung zu besuchen.
    Falls nicht anderweitig verpflichtet, gibt es anlässlich der Eröffnung nämlich ab 22.00 Uhr obendrein bzw. -drauf ein Konzert im Helsinki-Klub.
    Und zu dem wird nicht nur MC Dälek aus New York erwartet, sondern auch Norbert Möslang (insbesondere treuen LeserInnen auch insofern bekannt, als in diesem LogBuch schon häufiger mal angeschwärmt).
    Zwischendurch und hinterher legt letzterer noch im Trio mit Georg Gatsas und Dani Göldin auf.

    Soweit, wie einleitend eingestanden, nur auf die Schnelle. Und vielleicht später bzw. ein andermal noch mehr...

    ... aber brav noch...

    ... die Daten:

  • Georg Gatsas - THE PROCESS IV
    lizzi Bougatsos, Ira Cohen, Brian DeGraw, Georg Gatsas, Kempra Pfahler/Katrina del Mar und Nieves Books
    Stiftung BINZ39
    Sihlquai 133
    CH-8005 Zürich
    T. 0041-(0)44-2711871
    e-mail levy-binz@bluewin.ch
    Do-Sa 14-18 Uhr
    bis 18.02.2006
    Vernissage: 21.01.06 17-19 Uhr

  • Weiterfeiern:
    mit Dälek (NYC/US) und Norbert Möslang (CH)
    sowie Möslang/Göldin/Gatsas DJ-Set (CH)
    Helsinki-Klub
    Geroldstrasse 35
    CH-8005 Zürich
    ab 22:00 Uhr
  • [Bildchen: Haben nix, aber auch garnix mit der Ausstellung und nur ein winziges wenig mit dem Konzert zu tun: e-noise eben.]

    Von miss.gunst am 21.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    19.01.06

    Teletexten (und -bildern)

    mtel_i.gifWeil es gerade so schön war, gleich noch einen Aufruf.
    Um diesem zu folgen und vor Ort mit einer Produktion dabei zu sein, muss man nicht mal über den Teich fliegen.
    Allerdings sind auch etwas andere Fähigkeiten gefragt als beim Bentfestival.
    Diesmal geht's um (mindestens) ein Voluptuous Blinking Eye.

    Was, bitteschön, ein begierig blinkendes Auge ist?

    mtel_i3.gifNüchtern betrachtet handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt, das ab dem 26. Januar 06 als Teil der Ausstellung "Satellite of Love" im Rotterdamer Witte de With läuft. Kooperationspartner für den Liebessatelliten sind dabei (nebenbei bemerkt, weil durchaus auch für sich schon interessant) das Rotterdamer Filmfestival und das ebenfalls einschlägig agierende Exploding Television Net.

    Aber damit dann wieder zurück zum Eigentlichen, denn nicht umsonst geht dieser Eintrag erstmal in die Kategorie Mitteilungen des Mediums. Das begehrlich blinkede Auge bzw. Voluptuous Blinking Eye (kurz: VBI) ist nämlich die Labor-Sektion des Liebessatelliten und wird vom sowieso ziemlich regelmässig ziemlich spannende Projekte produzierenden Londoner ambientTV.net, Manu Luksch und Mukul Patel organisiert.
    Mit dabei sind neben Luksch und Patel selbst unter anderem Rachel Baker von irational.org sowie - treuen LeserInnen dieses LogBuchs bereits bekannt - Emma Davidson a.k. Lektrogirl und Paul B. Davis vom Lektrolab. Um folgendes auf die Beine zu stellen:

    mtel_i2.gif"VBI consists of Microtel - a live teletext broadcasting station -, the ambient.lounge, and works that deploy low-tech, DIY, or critical approaches to production or distribution. Working in the technical margins of the broadcast spectrum, and giving expression to voices marginalized by media conglomeration, VBI conducts an aesthetic archaeology of TV and speculates on possible futures for independent media."

    Klingt gut? Kommt aber noch besser. Denn das Lektrolab bietet als Teil seines Microtel-Projekts auch für diejenigen eine Möglichkeit zur Partizipation, die nicht den Weg nach Rotterdam machen können.

    mtel_7.gifWer immer sich berufen fühlt, ist eingeladen, eine oder mehrere Teletext-Screens für den tv-Kanal des Microtels zu kreieren. Damit das klappt, haben die Lektro-Laboratoren nicht nur eine Download-Seite mit dem Programm CEBRA ins Netz gestellt, sondern auch ein komplettes Tutorial, Emma Davidson arbeitet derzeit noch an FAQ-Tipps-und-Tricks für einzelne Schritte.

    mtel_i4.gifFolglich heisst es ein weiteres Mal: DIY und dann ab dafür - bis zum 04.02.2006 kann man seine Teletexte und -bilder noch einreichen; eine kleine Auswahl zum Ansporn gibt es bereits in der Microtel-Galerie (siehe: View Submissions) zu sehen.
    Und wer es alleine nicht so richtig schafft, kann alternativ ja vielleicht doch erst mal kommende Woche einen Workshop in Rotterdam besuchen.

    [Bebilderung: Wie eigentlich unschwer zu erkennen, Ergebnisse eines ersten unbeholfenen Cebra-Ritts seitens des Mediums. Aber es wird noch fleissig weiterüben!]

    Von miss.gunst am 19.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

    18.01.06

    Ruf vom Bentfestival

    bf_k.jpg Wurde ja auch langsam Zeit, dass mal wieder ein Eintrag für die Circuit Bending-Gemeinde erfolgt.
    In diesem Fall ist zu vermelden: Das Bentfestival ruft laut und vernehmlich - nämlich dazu auf, sich an der Ausgabe 2006 zu beteiligen.

    Die findet heuer vom 19. bis 26. April statt. Und zwar in New York, wo in den vergangenen beiden Jahren bereits die Ausgaben Nummer 1 (2004) und 2 (2005) ausgerichtet wurden.

    bf_g2.gifEin Blick in die entsprechenden Archive dürfte denn auch Appetit machen, sich entweder selber aktiv einzubringen - oder sich doch mindestens als schauender und lauschender Gast in die unmittelbare Nähe des Geschehens zu begeben.
    Jedenfalls waren bereits bei der Premiere 2004 namhafte Vertreter der Szene vertreten; die Circuit Bending-Legende Reed Ghazala beispielsweise (siehe auch den Eintrag vom 26.05.05) oder der Dorkbot-Mitbegründer Douglas Repetto.

    Wie es dazu kam, ist auf der Info-Seite über das Bentfestival und seine Geschichte nachzulesen. Wwo man unter anderem erfahren kann, dass tatsächlich MTV das Ganze mit angeschoben hat - vor allem finanziell natürlich; die Basisidee stammt nämlich von Daniel Greenfeld und Mike Rosenthal, die bei The Tank zuvor eine Reihe einschlägiger Einzelveranstaltungen kuratiert hatten.

    bf_g1.gifWeil die Tanker gerade obdachlos geworden sind und erstmal zu Nachbarn, dem Collective Unconscious umziehen mussten, hat auch das Bentfestival in diesem Jahr eine neue Adresse. Ansonsten setzt man aber auf das bewährte Veranstaltungskonzept aus Konzerten und Workshops - und schreibt, damit sich in diesem Rahmen wiederum möglichst viel spannendes Neues entwickeln kann, beides in besagtem Open Call aus.

    Also dann: Wer sich berufen fühlt, im April entweder auf der Bühne und/oder mit anderen Stromkreise zu beugen - ab mit einem Rückruf nach New York.

    Von miss.gunst am 18.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    04.01.06

    Wiederauferstehung aus dem Jammertal

    tama_lk.gifZiemlich lang währte die server- bzw. providerbedingte traurige Lage dieses Logs, aufgrund der das Medium notgedrungen zum Schweigen veurteilt war.

    Daher an dieser Stelle nun ein etwas verspäteter Aufbruch ins Neue Jahr - und ein erstes schüchternes Winken, das seinen Aufstieg aus dem tiefen Jammertal begleitet.

    tama1_tt.gifZwar war wenigstens die Fassade von HOME MADE auch zwischendurch zeitweise wieder erreichbar gewesen. Doch so richtig hatte sich das Ersatztamagotchi dabei doch nicht wieder zur
    Wiederauferstehung (siehe den Eintrag vom 27.12.05) überreden lassen.

    Insofern hofft das Medium, dass sich wenigstens der eine oder die andere ersatzweise mit dem virtuellen Mixtape zum Jahreswechsel hat vergnügen können.
    Wohingegen das Medium selbst derweil, seiner Stimmung entsprechend, im Chor mit dem ebendort vorgestellten Sad Robot (mp3) von Pornophonique in sein Kopfkissen heulte.

    Nun also scheint es seine Tränen wieder trocknen zu können - selbstredend mit einem liebevoll bestickten Taschentuch (welches Design das Medium passend zur Lage ausgewählt hat, dürfen aufgeschlossene LeserInnen gerne raten).

    Wirklich dankbar winkt das Medium aber Matthias Gutfeld von blog.ch zu, der ihm zur Überbrückung der Notlage auf seinem blog.ch/blog einen Gastzugang eingerichtet hatte. Einfach so.

    tama1_lt.gifDa das Medium lieber versuchen wollte, sich in tapferer Gleichmut zu üben, ist es für diesmal allerdings auf der Seite der Kommentierenden geblieben. Vielleicht wird es das so nett geöffnete Türchen ja gelegentlich anderweitig nutzen? Bleibt jedenfalls zu hoffen, dass der Notanker als solcher nicht so bald in Gebrauch genommen werden muss!

    [Erläuterung zur Illustration, in Anlehnung an bekannte Daten deutscher Dichtung:
    Tage war das T todkrank - nun sch***** es wieder, Gott sei Dank!]

    Von miss.gunst am 04.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    31.12.05

    Mixtape vom Medium

    mm001.gifZum Jahresende und sozusagen als kleines hausgemachtes Party-Präsent für den heutigen Abend hat sich das Medium entschlossen, ein virtuelles Mini-Mixtape mit zünftiger Musik zusammenzustellen.

    Basis ist weder ein LeserInnen-Poll (hätte von der Zeit her gut gepasst, aber dummerweise hat das Medium weitgehend verabsäumt, einen ebensolchen zu veranstalten), noch handelt es sich um eine Hitparade.
    Aber es sollte doch eine Auswahl von Stücken herauskommen, die mehr oder weniger direkt mit dem Radar dieses LogBuchs verknüpft sind.

    Treue LeserInnen werden daher ein Wiedersehen bzw. -hören mit einigen alten Bekannten feiern können - ergänzt um einige Neuzugänge, die sich hoffentlich gut in den Reigen fügen.

    over_mon.gifFarewell to Overhead
    (mp3 via monochrom.at - Laufzeit 00:05:25)
    von / by
    monochrom in cooperation with (Oliver) Hangl and (Matthias) Kertal

    Dieser wunderschöne Abgesang auf ein dem Exitus zustrebendes Medium wurde den Einträgen vom 21.11.2005 bzw. 22.11.2005 gefeiert. Für die Sammlung des Jahres ist Farewell to Overhead ein absolutes must, zumal uns mit der Bereitstellung des Liedtextes die Möglichkeit zum Mitsingen gegeben wird.

    Typewriter Synthesizer
    (mp3 via archive.org - Laufzeit 00:02:40)
    von / by
    Robot Speaker, aus der CD/EP Plastic TV-Channel No. 5

    Die Schreibmaschine muss im Park totgesagter Medien natürlich unbedingt vertreten sein. Und wie könnte dies würdiger erfolgen als durch diesen (kurzenabernetten) Track von Robot Speaker a.k.a. Takuma Ebisawa. Das Label BedroomBrain Records scheint es nicht mehr zu geben (jedenfalls steht der Domainname zum Verkauf, daher wird der Anker auch auf den entsprechenden Katalogeintrag bei phlow.de ausgeworfen). Um so erfreulicher, dass dieses hörenswerte Stück zusammen mit seinen KollegInnen bei archive.org ein Zuhause gefunden hat.

    tape_k.gif
    Boil Up Cassette Tape
    (mp3 via archive.org - Laufzeit 00:00:29)
    von / by
    Robot Speaker, aus der CD/EP Plastic TV-Channel No. 5

    Tapes waren in diesem Jahr ja verschiedentlich Thema bei Home Made. In diesem ultrakurzen Track von Robot Speaker werden sie sozusagen anstelle des Neujahrshummers in kochendes Wasser geworfen. Oder so ähnlich.

    Blue Danube
    (mp3 direkt via comuterhistory.org - Laufzeit 00:01:16)
    von / by Ron Mak; aus den Collection Highlights des Computer History Museum.

    Derart abgehärtet sind wir nun bereit für ein weiteres Klangbeispiel aus dem schier unerschöpflichen Fundus sterbender Medien und Maschinen. In diesem Fall gleich doppelt nostalgisch, nämlich ein klassischer Wiener Walzer, wiedergegeben von einem (um nicht zu sagen: dem) klassischen Nadeldrucker, dem IBM 1403 aus dem Jahr 1964.

    control to efficiency
    (mp3 direkt über die Download-Seite von The User - Laufzeit 00:01:22)
    von / by The User; aus der "Symphony for Dot Matrix Printers"

    Nach zwei eher harschen Soundduschen haben wir uns nun ein etwas sanfteres Klangbad verdient. Um dabei aber bei der Medienarchäologie zu bleiben, ruft das Medium noch einmal einen Ausschnitt aus den im Eintrag vom 17.05.2005 vorgestellten Nadeldruckersymphonien von Thomas McIntosh und Emmanuel Madan a.k.a The User auf. Leider auch nur ein kurzes Vergnügen.

    dslm_k.gifI L.O.V.E. YOU
    (ram* via mego.at - Laufzeit 00:??:??*)
    von / by
    DJ DSL; aus dem 12''-release mego 005.

    Weil "back to the roots" ansonsten eigentlich leicht mit jamaikanischem Dub zu assoziieren ist, gibt es nun einen kleinen musikalischen Sprung in die entsprechende Richtung. Natürlich lieben wir unsere DSL-Verbindung, die uns all die schönen Downloads ermöglicht, heiss und inniglich. Und deshalb stimmen wir auch enthusiastisch in den angenehm entspannten Reggae von DJ DSL mit ein. Für die Publikation des Stücks danken wir dem weltbsten aller Wiener Labels, mego. Und das Medium dankt für diesen Lied-Tipp seinem Ex-Kollegen Oliver von interdisco.net.
    [* Der Server, auf dem mego seine ram-files liegen hat, will wohl gerade nicht. Hoffen wir mal, dass das nur ein temporäres Problem ist - denn die 2002 bei g-records erschienene Version des Stücks ist leider nicht so gut und ausserdem auch nicht zum Laden freigegeben - folglich in keinerlei Hinsicht eine Alternative...]

    Window and Figure, Space and Volume
    (mp3 via ftp bei scene.org - Laufzeit 00:05:02)
    von / by digitalverein; aus der LP/EP "Changes", erschienen 2004 als release nr. 67 bei thinner.cc.

    Ginge es hier darum, des Mediums favorisierte Netzlabel-Veröffentlichungen zusammenzustellen, hätte es angesichts der vielen rasend guten releases bei thinner.cc wirklich die Qual der Wahl. Da das virtuelle Mixtape aber ein Thema hat, greift es diesmal gezielt zur elektronischen Version der LP "Changes" von digitalverein a.k.a. Joerg Schuster, der auch für die viele bzw. die meisten der wunderschönen thinner-Covers verantwortlich zeichnet. Was ja auch in Sachen Dub-Rhythmus ganz gut passt.

    uf13_k.gifLoopo
    mp3 via archive.org - Laufzeit 00:07:04)
    von / by dapayk; 2005 auf der mp3-EP (un)happy anniversery (unfoundsound Nr. 13) erschienen.

    Ebenfalls zu den Lieblings-Netzlabels des Mediums zählt unfoundsound, das im Eintrag vom 01.10.2005 zum Thema Hausaufgaben, Heimarbeit verankert wurde. Für das virtuelle Mixtape hat die Abt. "Fleissiges Eselsbrückenbasteln" aus der Jubiläums-CD/EP "Unhappy Anniversary" von ein Stück von dapayk ausgewählt, der in diesem Jahr (nicht: vom Medium, sondern: 'den' Medien) vor allem aufgrund seiner gemeinsamen Produktionen mit Eva Padberg mit Aufmerksamkeit bedacht wurde. Hier hingegen wird eines seiner Soli aufgenommen, weil - naja, tatsächlich weil sich der Titel (und im Grunde auch der Track selbst) im weitesten Sinne mit dem vom Medium mässig fleissig gepflegten Strang zum Looping verknüpfen lässt.

    no tv for and me
    (mp3 - Laufzeit 00:03:37)
    von / by
    and me; aus dem interdisco-release id12 "and me - consuming with love"

    Da wir gerade beim Thema Lieblingslabels sind: Natürlich muss auch von interdisco ein Track mit dabei sein. Da gäbe es ebenfalls eigentlich jede Menge Lieblingslieder, wie es sich für ein Lieblingslabel gehört, dessen releases in diesem Jahr ja auch hin und wieder direkt empfohlen wurden (siehe z.B. die Einträge vom 12.06.2005 und jüngst vom 25.12.2005). Dem thematischen Radius dieses Mixtapes entsprechend fiel die Wahl jedoch nachgerade zwangsläufig auf ein Stück von "and me" a.k.a. Raffel Dörig. Kein Fernsehen, dafür selbstgemachte Musik? Sicher nicht die schlechteste Alternative.

    twi_el.gifRainy Day Inside Games
    (mp3 via ftp bei scene.org - Laufzeit 00:02:16)
    von / by
    Twilight Electric; aus der mp3CD "Razor Blades", 2005 erschienen als Relase Nr. 8BP045 bei 8bitpeoples.

    Vom (abgeschalteten) Fernseher ein mindestens auf den ersten Blick relativ harter Schwenk in die Welt der Computerspiele. Auf den zweiten bzw. beim Lauschen relativiert sich diese Härte aber wieder ein wenig - denn: erstens könnte der Anschlus musikalisch mit einigem Biegen und Brechen hinkommen. Und zweitens: Na, auf welchem Schirm hat man (alternativ zum Atari bzw. so es daheim an einem ebensolchen mangelte) seine ersten Pong-Sätze gewonnen? Genau, auf der guten alten Mattscheibe. Ergo geniessen wir den kurzen, aber doch recht angenehmen Regentag, den uns Patrick Johnson a.k.a. Twilight Electric beschert.


    Ergonomics of Java
    (mp3 via ftp bei scene.org - Laufzeit 00:04:00)
    von / by
    Amor Antiquita aus der mp3CD "Metallic Sonatas", 2005 erschienen als Relase Nr. 8BP053 bei 8bitpeoples.

    Zugegeben: Dieser Track landet vor allem anderen wegen seines netten Titels auf dem virtuellen Mixtape des Mediums. Man kann sich natürlich fragen, was die 8bit-Gemeinde überhaupt mit Java zu schaffen hat. Immerhin gibt es auf diese Weise gute vier Minuten Zeit, um über diese Frage zu meditieren.

    nulls_hw.gifode2mypixel
    (mp3 via ftp bei scene.org - Laufzeit 00:02:17)
    von / by
    Nullsleep aus der mp3CD "Hello World", 2001 erschienen als Release Nr. 8BP017 bei 8bitpeoples.

    Ich liebe meinen Pixel. Im Singular, wohlgemerkt. Nunja, das hört man auch. Aber so ein wirklich schlichtes Stück 8bit-Musik klassischer Machart muss auf dem virtuellen Mixtape selbstredend ebenfalls vertreten sein. Zumal Nullsleep ebenso wie Twilight Electric zur Core-Group der 8bitpeoples gehört.

    Last Computer Game Ninja
    (mp3 via archive.org - Laufzeit 00:04:11)
    von / by
    Hectopascal; aus der EP "Pixies and Pixels", CANDY001 bei Candymind

    Bei HectoPascal hingegen dürfen es, wie ja auch schon der Titel der zugehörigen EP andeutet, ein paar Pixel mehr sein - und das gibt dann gleich auch einen satteren Sound, um den letzten Computerspiel-Ninja zu feiern. Ursprünglich erschienen bei Candymind, einem auch sonst sehr empfehlenswerten Netzlabel.

    cand_fer.gifTV and Chipsy
    (mp3 via archive.org - Laufzeit 00:03:51)
    von / by
    Bruno Ferrari; aus der EP "Take it like a Woman", CANDY010 bei Candymind

    Eben deshalb können wir auch noch für das nächste Stück bei Candymind bleiben, damit der grossartige Bruno Ferrari mit "TV and Chipsy" dafür sorgen darf, dass sich die vom streitbaren letzten Computergame-Ninja aufgewühlten Bits'n'Bytes wieder entspannen. Anders als bei and me werden wir also eher explizit in die Couchpotatoe-Lounge eingeladen. Wo es sich in diesem Fall aber zweifelsohne wohl sein lässt.

    Sounds of a Computer Dying
    (mp3 via archive.org - Laufzeit 00:17:43)
    von / by
    Dub Ya Children Eaterz; erschienen 2004 als GOD57 bei godrekidz.com

    Nachdem wir bei bzw. mit Bruno Ferrari entspannen durften, kann nun nochmal eine etwas rauhere Gangart eingelegt werden. Zu den Sounds of a Computer Dying lässt sich nämlich durchaus sagen: Drin was draufsteht. Und es handelt sich um einen ziemlich langen, anstrengenden Todeskampf.

    ppho.gifSad Robot
    (mp3, auf dem Heimseiten-Server der TU Darmstadt abgelegt - Laufzeit 00:05:08)
    von / by Pornophonique; 2004 als einer der beiden Tracks der ersten "LP"-CD der Pornophoniker erschienen.

    Eben deshalb haben wir uns am Schluss des virtuellen Mixtapes noch einmal ein ganz ganz schönes Lied zum Mitsingen verdient. Das bekommen wir in diesem Fall von Pornophonique serviert. Und damit es mit dem Mitsingen gut klappt, gibt es hier auch noch den Liedtext dazu.

    So. Das sind jetzt zwar weder 90 bzw. 60 Minuten, wie es sich für ein Mixtape der alten Schule eigentlich gehören würde, sondern gerade etwas mehr als eine gute Stunde Musik. Aber mit den Medien ändern sich auch die (Lauf-)Zeiten - eine der Annehmlichkeiten des digitalen Formats ist in diesem Fall tatsaechlich, dass man das Ganze nicht mehr auf die Sekunde genau hinfummeln muss. Was ja nicht heisst, dass so ein Mix weniger liebevoll zusammengestellt wäre.

    Und damit wünscht das Medium allen LeserInnen frohes Feiern heute Abend und einen guten Rutsch!

    Von miss.gunst am 31.12.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    27.12.05

    Totes T bzw. B

    tot_k.gifTja. So kann es auch gehen: Der Provider sorgt einfach dafür, dass gute Vorsätze in die Tat umgesetzt werden.

    Mehr als dreissig geschlagene Stunden redete der Server nicht mit dem Medium. Rührte sich nicht, so sehr es auch klingelte, pingte und an seiner Türe schabte.
    Dass es auch einigen anderen so erging, war da nur ein denkbar schwacher Trost.

    Immerhin liess sich auf diese Weise (neben der Starthilfe in Sachen Vorsatz, wenigstens über die Feiertage den Blog mal in Ruhe zu lassen) eine These, die letzten Sommer in der Blogosphere kursierte, auf ihre Praxistauglichkeit überprüfen:

    Blog = Tamago(t)chi

    tot_g.gifIn der Tat. Das Medium kann sich noch gut daran erinnern, wie es seinerzeit - ohne dass es danach im mindesten verlangt hätte - ein Tamagotchi geschenkt bekam.
    Und sich dann denkbar widerwillig wochenlang der digitalen Kleintierpflege widmen musste.
    Schliesslich ist es mit solchen Sachen ja doch nicht anders als mit anderen Dingen: Wenn man es erstmal am Hals hat, lässt man es nicht so einfach sterben. Egal, wie lästig es ist.

    Oder doch? Wie es der Zufall so wollte, befand sich das T. dann doch mal in einer Tasche, die eines Abends bei Freunden liegen blieb. Was ihm leider, leider nicht so gut bekam. Beim absichtsvoll um ein zwei Tage verzögerten Abholen der Tasche traf das Medium das T. in erwartbar bejammernswertem Zustand an. Nämlich mausetot.

    Das war schon ein bisschen traurig. Aber wirklich traurig war es eben nicht.

    Hingegen - und hier sieht man, dass die obige Gleichung schwerlich aufgehen kann: Ein totes Blog ist eine in *jeglicher* Hinsicht jammervolle Angelegenheit.
    Allein schon, weil man nichtmal - weder für andere noch für sich selbst - einen richtigen Grabstein aufstellen resp. beweinen kann.
    Ausser im stillen Kämmerlein natürlich.
    Publizieren lässt sich das Produkt verzweifelter Trauerarbeit aber eben doch erst posthum redivivus. Bittesehr.

    Von miss.gunst am 27.12.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    23.12.05

    Blond

    blond.gifEigentlich ist das Medium ja so gar nicht für Blondinenwitze zu haben. Schon aus humanitären Gründen nicht.

    In diesem speziellen Fall sieht es sich aber doch genötigt, einmal eine Ausnahme zu machen. Der hier ist einfach zu gut.

    Oder?

    Von miss.gunst am 23.12.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    21.12.05

    Reden über Raum (mit Manovich)

    real_virt.gifBeiseit und ohne uns in irgendeiner Weise von Weihnachtsbasteleien, Last-Minute-Wichtelexkursionen oder ähnlichem abhalten zu lassen:
    Es gibt natürlich schon noch ein paar andere interessante Dinge, resp. Veranstaltungen, die ohne mühsam unters Weihnachtsmäntelchen gekehrte aufwärmende Infusionen oder Leibesübungen (nix Unzüchtiges natürlich, nur Warmtanzen und so) besuchenswert sind.

    Wie zum Beispiel heute Abend (21.12.05) in der Basler Voltahalle.

    man_lmn_k.gifDa wird sich auf Einladung der FHBB-Abteilung Forschung und Entwicklung der vor allem über sein Buch "The Language of New Media" bekannt gewordene Medientheoretiker und -gestalter Lev Manovich zu einem Gespräch mit Uwe Brückner einfinden, bei dem es um Raum(künste) gehen wird.

    Weil die Reihe wohl nicht umsonst "real virtualities" heisst, empfiehlt das Medium zur Vorbereitung aus der hohlen Hand mal Manovich' Text "The poetics of augmented space" (von 2002 - Achtung! Der Anker zeigt auf ein doc-Dokument - in diesem Format sind leider die meiste Texte im gleichnamigen Bereich von Manovic' Heimseiten abgelegt). Und das Space-Kapitel im "The Language of New Media" natürlich.

    Näheres zum Abend steht auf einem pdf-Flugblatt, das aktuell auf der Seite der besagten Abt. Forschung und Entwicklung abzurufen ist - 'tschuldigung, alles können wir ja nicht auf unseren Server laden, oder?

    Das Programm im Überblick wird vom Medium aber gerne fix in diesen Eintrag hineinkopiert:

    Talk #1 real virtuality - how to talk about the spatial arts? Wednesday, December 21 2005 starting 6:30pm at Voltahalle Basel

    7:00 to 8.30pm Discussion with
    Lev Manovich and Uwe Brückner (English).
    Presentation: Vera Bühlmann

    Followed by drinks and music with Dj’s Stiebeltron Inc. and visuals by Lev Manovich (Soft Cinema).

    Man beachte bitte die letzten beiden Zeilen.
    Sieht also ganz so aus, als werde es doch auch bei dieser Veranstaltung aufwärmende Infusionen und/oder Leibesübungen geben. Oder wenigstens gepflegtes Stretching im Stehen bei ebenso gepflegter Musik.

    Von miss.gunst am 21.12.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    16.12.05

    Tune in...

    turn_k0.gif
    Eine Aufforderung, die bekanntlich Verschiedenes heissen kann. Je nachdem, ob es um Radiowellen geht oder um andere Frequenzen, auf die es sich einzuschwingen gilt.

    Und genau so, also doppeldeutig, ist sie in diesem Fall auch gemeint.

    Wenngleich, muss gleich einschänkend hinzugefügt werden: So wie so eher virtuell.

    turn_k2.gifZum einen ist heute wieder GUNSTradio-Tag - Zuschalten werden sich aber leider wieder nur diejenigen können, die sich zur günstigen Stunde im Radius des Frankfurter (!) RadioX aufhalten (nein, der Webstream ist eben noch nicht wieder eingerichtet; und dass im aktuellen Tageskalender anstelle der heutigen GUNSTsendung eine bereits ausgestrahlte Sendung der Kollegin von universal angekündigt ist, darf auch nicht weiter irritieren - der Kalender ist, on hin line her, dummerweise öfters mal out of date).

    Zum anderen leiht sich die heutige Sendung ihr Motto von Mr. Timothy Leary*, der - als er 1966 die seither viel zitierte Formel "turn on, tune in, drop out" prägte - eben weniger ans Radiohören dachte. Sondern eher an kosmische Schwingungen. Und an gewisse Substanzen, von denen er überzeugt war, dass sie uns sozusagen direkt an den göttlichen Verstärker anschliessen könnten. Oder so ähnlich.

    Aber natürlich will das Medium mitnichten in Learys sehr speziellen Gospel einstimmen.
    Stattdessen wird in guter alter GUNSTradio-Tradition alles auf dem unanfechtbaren Wege der unbefleckten Empfängnis von Glückseligkeit und Erkenntnis durchs Ohr funktionieren.

    Denjenigen, welche sich nicht zuschalten können, sei ersatzweise Folgendes empfohlen:
    Zum Beispiel in den (oben bereits unauffällig verankerten) Seiten von EROWID zu schmökern. Und natürlich nicht nur auf den Timothy Leary-Gedenkseiten, sondern auch bei der Albert Hofmann-Foundation vorbeizuschauen. Das aber nur für die psychopharmakologischen und historischen Hintergrundinformationen.

    turn_k1.gifHauptsächlich wird es nämlich auch bei GUNST um entsprechend inspirierte Musik, Medien und Kunst gehen. Während letztere derzeit noch in Frankfurt und ab Frühsommer dann in Wien in der Ausstellung "Summer of Love" zu sehen ist (dazu, weil zuvor in der Tate Liverpool, weiterführende Lektüren im TATEetc.-Magazin Nr.4), gibt es in der Sendung neben einem Textspaziergang durch die Schau und zu einigen ihrer Inspirationen bzw. Inspiratoren natürlich vor allem von dem, was auf völlig legalem Wege die Synapsen streichelt.

    [Ja, schon klar, dass die Illustrationen zu diesem Eintrag nicht eben von überschäumender Inspiration zeugen. Weil es nunmal schnell gehen musste, hat das Medium halt einfach ein paar Pixel in den Strudel geschubst. Aber wollen wir wetten, dass die jetzt auf einem Trip sind? Und möglicherweise auf einem glücklicheren als diese, jene oder diese hier...]

  • Lokaltermin:
    Turn on, tune in...
    GUNSTradio am Freitag, den 16.12.2005
    von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
    auf RadioX Frankfurt am Main
    UKW 91.8 - Kabel 99.85


    * Learys eigene Heimseite - zu Lebzeiten noch stets aktuell bestückt - ist nach seinem Tod hinter einer Baustellenanzeige verschwunden. Schon schade.

    Von miss.gunst am 16.12.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    17.11.05

    Kultur in der digitalen Allmend

    allmend.gifAaaaargh... Beinahe schon wieder vergessen, dass vor zwei Wochen das vollmundige Versprechen ausgegeben wurde, an dieser Stelle nochmals an die heutige Veranstaltung in der Reihe zur Digitalen Allmend zu erinnern, welchselbige nämlich dem Schwerpunkt "Kultur in der digitalen Allmend: Podcasting, Creative Commons und Musik" gewidmet ist (um 20.00 Uhr in der Zürcher Roten Fabrik).

    Mehr dazu im besagten Eintrag vom 03.11.05, natürlich auf den Digitale Allmend-Heimseiten - und ausserdem lässt sich bei dieser Gelegenheit auch noch mal ein Anker auf Daniels Blog, den Blog des Mitveranstalters Daniel Boos, auswerfen - wo es neben einer Sammlung von Berichten zu den Veranstaltungen auch sonst immer wieder Lesenswertes zum Thema hat.

    Von miss.gunst am 17.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    11.11.05

    interfiction 2005 (Learning from...)

    ifi_logo.gifOb das schon wieder ein Wink mit dem Pausenzeichen wird, ist noch nicht ausgemacht. Auf jeden Fall passt dieser Eintrag doch bestens in das eigentlich gar nicht so geplante Wochenthema "Festivals: Heute (noch) hier, (bis) gestern dort, statt nächste Woche nächstes Jahr..."

    interfiction ist zwar kein Festival, sondern eine Workshop-Tagung zur Medien- und Netzkultur. Findet aber seit 1995 alljährlich im Rahmen des Kasseler Dokumentarfilm und Videofest statt.

    Letzteres geht heuer bereits in sein 22. Jahr und das mit einem satten Angebot an (na, was sonst) Filmen und Videoprogrammen, Ausstellung(en) und eben auch der interfiction-Tagung.

    Die ist diesmal dem Thema "Learning from...? Lernen von/mit/in Medienkulturen" gewidmet. Klingt nach dröger Pädagogik? Eben nicht. Ein Ankerpunkt ist zwar der allgemeine Hype ums E-Learning, gefragt sind aber neben dessen spezifischen Potentialen (inkl. Risiken und Nebenwirkungen) für das Feld der Künste eher eigenwillige Annäherungen aus der Perspektive der Kunst. Und, wie der Untertitel schon andeutet, ganz generell ein weiter gefasster Blickwinkel auf das, was Lernen von, mit und in Medienkulturen heissen kann.

    Dem entsprechend haben die TeilnehmerInnen nicht nur Präsentationen von EL-Applikationen im Gepäck. Sondern werden sich zB auch Überlegungen zu dem widmen, was Sie schon immer über Sex und Suchmaschinen wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.
    Und gleich zum Einstieg heute abend steht ein Superfactory-Mini-Workshop inkl. Anleitung zum DIY-Bau von Mini FM-Kits auf dem Programm.

    Das ist zwar gut gefüllt und mit dem gesamten Festival drumherum wird es wohl kaum Zeit zum Däumchendrehen zur Verfügung stehen. Aber falls zwischendurch zufällig doch Gelegenheit zum Bloggen sein sollte, gibt's vielleicht sogar einen kleinen Live-Bericht...*

    * Wenigstens mit den Öhrchen selber dabei sein geht aber auch: einfach den Stream strömen lassen. Ist aber, klar, nicht mal die halbe Miete so.

    Von miss.gunst am 11.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

    08.11.05

    Swiss Blog Awards (SBAW)

    sba_m.gifMindestens in der Schweizer Blogosphäre lässt sich diese Meldung nicht mehr als sensationelle Neuigkeit unter die Leute bringen - aber das Medium fühlt sich natürlich trotzdem zu einer Mitteilung verpflichtet:

    Im kommenden Jahr soll es erstmals auch Swiss Blog Awards geben.

    Gerade die Mischung aus einem vergleichsweise übersichtlichen regionalen Radius einerseits und andererseits dem Wissen darum, dass über dieses Feld selbst - allein schon der Sprachenvielfalt und natürlich auch deshalb, weil es von immer mehr eifrigen BloggerInnen bestellt wird - eben doch nicht so einfach eine Übersicht gewonnen werden kann, macht das Ganze schon zu einer recht spannenden Sache.

    Nun: Aus HOME MADE-Perspektive ist es sicherlich keine falsche Bescheidenheit, etwaigen eigenen Ehrgeiz hinsichtlich des Wettbewerbs eher hintan zu stellen.

    Wozu dieser aber ganz klar anspornt, ist: Sich erstens überhaupt mal eine besseren Überblick über die Szene zu verschaffen (ein Anker zu blog.ch als ausgelagerte RSS-Feed-Aboseite deckt zwar schon einiges ab, wenn man hin und wieder Schlagzeilen lesen geht und der einen oder anderen folgt). Und zweitens die pesönliche Hitparade etwas systematischer anzulegen (denn wenngleich die Swiss Bloghits eine feine Einrichtung sind, sähen/sehen die des Mediums natürlich völlig anders aus).
    Drittens und wichtigstens, quasi als Essenz aus den beiden erstgenannten Punkten: Die netten Nachbarn, bei denen das Medium nicht nur häufiger vorbeischaut, sondern auch mitliest, an dieser doch ohnehin denkbar geeigneten Stelle etwas ausführlicher vorzustellen. Anstatt sie, wie bisher meist der Fall, mit lässigem Ankerwurf bloss mal nebenbei freundlich zu erwähnen.

    Zum Behufe der Verfolgung dieses guten Vorsatzes hat das Medium jedenfalls schon mal ein entsprechendes Kürzel (SBAW)* angelegt, das spätere Suchmaschinchen-Abfragen entsprechend erleichtern soll.
    Also dann...

    sba_g.gifAch so, vielleicht sollte abschliessend noch erwähnt werden, was an sich selbstverständlich ist:

    Alles Wissenswerte zu den Swiss Blog Awards ist selbstredend auf der entsprechenden Heimseite nachzulesen. Oder mindestens einiges davon, denn die ist noch im Aufbau begriffen und kann - zum Beispiel zur Übersetzung der Texte in die diversen Landessprachen - sicher noch tätige Mithilfe gebrauchen.
    Für die gemeinschaftliche Vorbereitung des grossen Tags wurde eigens auch ein SBA-Wiki angelegt.

    Und es gibt auch schon drei schicke Buttons (s. oben, mitte, unten), dem wirklich gelungenen Design der Heimseite nachmpfunden.
    sba_k.gif
    Ausgerechnet der kleine schmale, der sich vom Format her in der eigenen Titelseitenseitenspalte so gut machen würde, blinkt allerdings ein bissel blöd vor sich hin. Da zaudert das Medium momentan noch etwas mit dem Einbau. Aber mal sehen. Später vielleicht.

    * OK, da stand bis eben SBA, weil das Medium mehr zu Kürzeln mit drei Buchstaben neigt (auf drei können selbst Medien schlichten Gemüts zählen). Auch wenn es die eher unbeliebte nachträgliche Korrektur des Eintragstitels nötig machte: Natürlich ist es besser, das bereits von den Swiss Blog Awards selbst gewählte Kürzelchen zu nehmen.

    Von miss.gunst am 08.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    01.11.05

    VIPER (nicht so glücklich)

    Nein, hier geht es nicht um ein Reptil, sondern natürlich um das gleichnamige Festival für Film, Video und Neue Medien. In diesem Jahr hätte es - 1980 in Luzern gegründet, seit 2000 in Basel zuhause - mit seiner 25. Ausgabe eigentlich auch ein entsprechendes Jubiläum zu feiern gehabt.
    Aber zum Feiern ist offenbar niemandem zu Mute.

    Die Gerüchteküche brodelte schon seit längerem, und dass knappe drei Wochen vor dem eigentlich anberaumten Festivaltermin (17. bis 21.11.2005) nicht einmal selbiger auf den VIPER-Webseiten zu lesen war, nährte ebenfalls ungute Gefühle.
    Gut: Angesichts der Tatsache, dass die Festivalleitung das Programm auch 2004 erst kurz vor knapp veröffentlicht hatte, musste letzteres eigentlich noch nichts heissen. Gestern jedoch kam dann die Meldung*, die traurige Gewissheit schuf: In diesem Jahr wird es keine VIPER mehr geben.
    [* Nachzulesen im Wortlaut - nein, bislang nicht etwa auf den VIPER-Heimseiten, sondern bei den KollegInnen von regioartline.org.]

    Nun, zunächst einmal lautet die offizielle Parole: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben bzw. aufgegeben. Es fehle schlicht und einfach an finanzieller Sicherheit, genauer gesagt an 120.000 CHF plus n.

    Zweifellos ist es für ein Festival nicht zu verantworten, sehenden Auges in die Verschuldung zu gehen. Aber liegt es wirklich allein am Geld? Und wenn ja, wäre es denn nicht möglich gewesen, ein wenig bescheidener zu planen?

    Keine einfache Frage: Sicher gibt es Festivals, die auch mit geringeren Mitteln einiges auf die Beine stellen. Allerdings hat es sich in der Kultur immer wieder als fatal erwiesen, allen beweisen zu wollen, dass man es 'trotzdem' schaffen kann: So etwas merken sich auch Sponsoren - und schon läuten wieder die Glocken für die armen KünstlerInnen, die gerade aus dem Leiden am Existenzminimum heraus doch immer wieder so Grossartiges zu Wege bringen. Dass sich diese Mär gerade in vergleichsweise reichen Ländern solcher Beliebtheit erfreut, ist schlicht und ergreifend schändlich. Mal ganz allgemein gesagt.
    Im konkreten Fall der VIPER lässt sich freilich nicht allein mit solchen Weisheiten winken. Für 2005 gab es sehr wohl noch einen recht ansehnlichen Etat, und mit diesem auch die Verpflichtung, ein Festival auszurichten.

    Ob zum annoncierten Termin im kommenden März und unter welchen Konditionen die 25. VIPER stattfinden wird, scheint jedenfalls doch noch offener, als es der halb verhaltene, halb trotzige Optimismus der VIPER-Medienmitteilung in Aussicht stellt:

    Die Jubiläumsausgabe des VIPER Festivals wird, wenn alles gut geht, vom 16. - 20. März 2006 mit einem spektakulären Programm schweizerischer und internationaler Film- und Medienkunst aufwarten können.

    Im Grunde kann man wirklich nur allen Beteiligten wünschen, dass in diesem Sinne alles gut gehen und werden wird.
    Dass sich die VIPER dringend einmal häuten und strukturell verändern muss, dürfte klar sein. Aber ebenso klar muss sein, dass es nicht um eine Hamlet-Frage gehen darf.
    Sollte die Jubiläumsausgabe Fiktion bleiben oder auch nur die letzte VIPER sein - es wäre ein fataler Verlust. Für die Stadt Basel, für die Schweiz, und für die Kunst.

    P.S.
    Hier noch ein Anker zu einem etwas ausführlicheren Bericht bei persönlich.com.

    Von miss.gunst am 01.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    19.10.05

    meanwhile... (zum Beispiel Buchmesse. and beyond)

    Sollte nicht schon wieder Sendepause obendrüber stehen. Wird aber wahrscheinlich doch darauf hinauslaufen.
    Damit sich in der Zwischenzeit niemand langweilen muss, gibt's daher ein paar Hinweise auf Empfehlenswertes on- und offline.

    Und zwar, weil man sich ja doch immer ein bisschen fokussieren muss, die Folgenden:

    In Frankfurt (zum Beispiel) gibt es (zum Beispiel) wie seit einigen Jahrzehnten jedes Jahr (ungefähr) um diese Zeit die Buchmesse.
    Dass es auf der einem Medium der älternen Generation gewidmeten Verlagsschau auch für Medien jede Menge Stoff zu entdecken gibt - klar.
    In diesem Jahr gibt es aber noch etwas, das - neben den Tageszeitungen, die selbstredend ebenfalls berichten - die Daheimgebliebenen zünftig informiert: Nämlich einen Buchmessen-Blog. Zum Mitlesen, Mitschreiben und Mitdiskutieren.

    Wer allerdings nach Frankfurt aufgebrochen ist, wird diesen Ausflug trotz anstrengender Tage (Extremwandern in Klimaanlagenluft!) auch wegen des Rahmenprogramms unternommmen haben. Verlagsparties, Lesungen, okok. Da würde das Medium beispielsweise für den heutigen Mittwoch abend (19.10.05) um 20.00 Uhr eine Veranstaltung im atelier frankfurt empfehlen, auf der Roger M. Buergel und Ruth Noack das Zeitschriftenprojekt der documenta 12 vorstellen. (Übriges Programm, leider technisch blöd im Frame versteckt, theoretisch hier als pdf).

    FreundInnen der elektronischen Musik werden vielleicht auch oder alternativ ab 21.00 Uhr ins Tanzhaus West finden. Wo das forum für experimentalelektronik einen Abend mit dem oscotarach minifestival - dem Schweizer Skalpell, Carsten Vollmer, spherical disrupted und hidden technology ausrichtet.

    Ok, das ist nur ein wimpernschlagwinziger Ausschnitt auf das Angebot einzelnen Abends. Anderes? Mehr?

    Die besten Informationen über diese und andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung mit Musik-Medien-Kunst-Bezug gibt es:
    Wahlweise bzw. sowohl bei liga6000 (im liga-Kalender) als auch im tt-CMS von The Thing Frankfurt. Dessen Seiten vielleicht auch allen denen, die sich nicht so sehr für die Buchmesse und/oder deren Rahmungen interessieren, noch einiges zu bieten haben.

    Bis dann...

    Von miss.gunst am 19.10.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    15.10.05

    Geburtstagsfeier mit roundtable djing

    Beiseit gratuliert das Medium noch den Münchener program angels vom Kunstraum lothringer13 zum 5jährigen Geburtstag!

    Der wird heute Abend ab Acht (also right now) im Rahmen der Langen Nacht der Museen mit einer zünftigen Feier begangen.
    Und passend zu einem Ort, an dem es in den vergangen Jahren recht regelmässig auch um Kollektive und verschiedene Formen der Zusammenarbeit ging (mit den verschiedensten Medien und u.a. auch mal mit dem Medium, das gerade diese Zeilen tippt), steht heute mit roundtable djing von Hannes Trüjen ein Musikmöbel im Mittelpunkt, das - wie es der Name schon ahnen lässt - bestens zum gemeinsamen Auflegen geeignet ist.*

    Oiso, dann ein rauschendes Fest!

    * Fotos von der Party gibt's sicher bald beim Programmengel-Flickr. Neugierige können das Möbel in Aktion schon mal im Archiv der ebenfalls ja sehr liebenswerten Stuttgarter Oberwelt bestaunen.

    Von miss.gunst am 15.10.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    Copernicus continued (WRT)

    Passt doch prima zu den deutsch-polnischen (bzw. polnisch-deutschen) Aktivitäten des ElektroPopKlub, die gestern in den Radar des Mediums geraten sind:
    Das hier vor einiger Zeit im Rahmen eines Webradio-Tipps etwas ausführlicher vorgestellte Radio Copernicus sendet wieder.

    "Wie Bitte, 'wieder'?", könnte man da natürlich berechtigter Weise fragen. Weniger, weil Webradio-Tipps wünschenswertermassen doch eine etwas längere Mindesthaltbarkeitszeit aufweisen sollten (im Prinzip sollten sie das in der Tat - aber gerade von den hier fokussierten Kunstprojekten kann man das schon aus ökonomischen Gründen nicht unbedingt verlangen).

    "Wieder" ist in diesem Fall deshalb nur bedingt korrekt, weil Radio Copernicus in den letzten Wochen sehr wohl fast durchgängig produziert hat. Nur eben nicht als Webradio, sondern als Lokalsender. Und zwar in Polen, genauer gesagt: wurde anlässlich des Warsaw Autumn International Festival of Contemporary Music aus/in Warschau gesendet (näheres dazu unter Sendezeiten) - und damit mindestens für das Medium von HOME MADE definitiv ausser Reichweite.
    Von einigen Ministreams an wenigen Tagen und zu ziemlich nachtwachenden Zeiten abgesehen hiess es da also: Warten.

    Jetzt jedoch läuft der Livestream wieder mit Programm in gewohnter bzw. bereits liebgewonnener Fülle; am heutigen Samstag (15.10.05.) sozusagen ab 0.00 Uhr den ganzen Tag. Um 10.00 Uhr morgens beispielsweise gibts (passend zum Frühstück?) eine "Night of the Living Dead Show" (naja, wahrscheinlich nicht wirklich so wild und allem Vernehmen nach auch keineswegs Zombies gewidmet, denen man dann ja auch eher selbst zum Frühstück schmecken würde) und abends um 20.00 Uhr eine Lesung mit Lawrence Lessig. Das nur, um mal die (inhaltliche) Bandbreite eines Senders anzudeuten, dem man ansonsten sicher gern dauerhaft (technische) Bandbreite wünschen würde.

    So wird das Ganze jedenfalls noch gut anderthalb Wochen weitergehen, erst mal bis zum 20.10. Und dann? Heisst es wieder: Warten, auf den nächsten Radio Copernicus-Streamtermin.

    Von miss.gunst am 15.10.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    11.10.05

    Tönendes Eichhörnchen

    Keine neue Spezies, nur ein neuer Name für eine Netzlabel-Plattform, die vor einiger Zeit - im Elektromagnetischen Sommer sozusagen - bereits vorgstellt wurde.
    Aber so ein schöner, dass die Botschaft doch gleich weitergegeben werden muss.

    "topfree40.org" heisst jetzt nämlich "sonic squirrel", frei ins Deutsche übertragen also: "Tönendes Eichhorn". Oder -hörnchen eben.

    Bis auf die wirklich nette Namensänderung ist ansonsten aber tatsächlich alles beim Alten geblieben: Nüsschengleich gesammelt - allerdings dann nicht vergraben, sondern im Gegenteil fein sortiert und lecker vorgstellt - werden Netzlabels, die mit CC-Lizenz oder gar Copyleft ausgezeichnete Musik anbieten.

    Eine wirklich feine, neu eingerichtete Funktion sind die Public Playlists, die man entweder selbst für andere zusammenstellen oder auf die man umgekehrt zurückgreifen kann, wenn man auf der Suche nach Empfehlungen ist. Weil die dann netzlabelgerecht (und anders als bei den meisten Sendern) auch gleich anzuhören sind, funktioniert das Ganze sozusagen als würdige Nachfolge des guten alten Mixtapes auf EP-Niveau.

    Da hat sich das Medium natürlich gleich mal umgesehen und pickt als Empfehlung des Tages die von "jonas" angebotene Selektion "12_rec" aus Produktionen des gleichnamigen Labels heraus. Yummie!

    Von miss.gunst am 11.10.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    18.09.05

    Sendepause

    Im Fernsehen gibt es sie fast nicht mehr. Die klassische Sendepause. Vom veritablen Sendeschluss ganz zu schweigen. An Fahnenwehen und Nationalhymne zu später Nacht- bzw. frühen Morgenstunde dürften sich zwar eh nur hartgesottene Gemüter erfreut haben. Aber das darauf folgende Testbild wird schon von einigen vermisst. Schliesslich macht es sich ebenso rar wie der schöne Sendeschnee: Schnee von gestern, so nicht gerade der Empfang gestört ist.
    Daneben gab es ehedem, als sich die Sender noch nicht in jeder freien Minute selbst bewarben, noch jene Zwischen-Zeiten, die "Kurze Pause" hiessen. Keine echten Sendepausen also. Sondern anfangs Standbilder - meint sich das Medium dunkel zu erinnern. Später dann, das aber sicher: Bewegtes. Nämlich lebendes Getier!
    Kleine Katzen mit aufdringlich hohem Niedlichkeitsfaktor, die etwas träg bzw. tendenziell verängstigt in einem Op Art-artigen Spielturm hockten. Oder Horden von hysterischen Finken, die ständig von Innen gegen die Mattscheibe zu fliegen drohten. Wirkte seinerzeit, und zwar selbst aus Kinderperspektive, schon ziemlich schräg.
    Trotzdem fragt sich das Medium gerade, was wohl aus diesen Bildern geworden ist. Ob sie überhaupt in Archiven aufgehoben wurden? Ob es dafür wohl ebenfalls Sammler gibt? Auf's Stichwort "Fernsehfinken" wirft Google jedenfalls nur eine DDF-Kinderserie aus.

    Kurzum: Das Medium sehnt sich nach sachdienlichen Hinweisen.
    Während es selbst - notgedrungen ohne zünftiges Zwischenbild - ebenfalls mal eine kleine Sendepause einlegen muss.

    Von miss.gunst am 18.09.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    16.09.05

    Statt GUNSTradio

    ... gibt es am heutigen Freitag (16.09.05) vertretungsweise ein möglicherweise noch viel spannenderes Programm.

    miss.gunst ist leider verhindert und wird es trotz telepathischer Talente nicht schaffen, aus der Ferne zu senden.

    Wer hat an der Uhr gedreht?
    Schon wieder ist es Zeit, eine GUNSTradio-Sendung anzukündigen.

    Nicht Aam heutigen Freitag (16.09.05), sondern dann erst in einer späteren Sendung wird miss.gunst die folgende Gretchenfrage stellen: But is it... a rock'n'roll party?

    Und das Groupie spielen* für:
    Joseph Beuys - Martin Creed - Janine Gordon - Rodney Graham - Martin Kippenberger - Stephen Prina - Claus Richter - Pippilotti Rist - Jörg Schlick - Georgina Starr - u.a.m. (tba)
    * Oder auch nicht? Man wird sehen bzw. hören.

    Von 14-15 Uhr auf radioX (neue Frequenz:) 91.8 fm / 99.85 Kabel stattdessen Einblicke in die aktuelle Kulturszene in Afghanistan, von und mit des Mediums freundlicher Radio-Kollegin Felicia Herrschaft.

    Von miss.gunst am 16.09.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    06.09.05

    Schales Lob und seine Konsequenzen

    Ist ja nicht so, dass sich das Medium von HOME MADE nicht ueber Lob und Zuspruch freuen würde. Und dass es ein grosses Herz fuer etwas deviant agierende Maschinen (wie bespielsweise solche, die sich in melancholischen Klagen ergehen), ist wohl ebenfalls bekannt.
    In Kombination und zudem in rauhen Mengen ueber Kommentarfelder ausgeschüttet wird das Ganze jedoch auch geduldigsten LogBuch-Verwalterinnen schnell zu viel.
    Und deshalb jetzt zwar keine Türe zugemacht (wie bei den Trackback-Pings, wo das leider bereits nötig war). Aber die Schwelle ein bisschen höher gelegt.*

    Die Spammer werden nämlich leider immer gewitzter, wenn es ums Attackieren von Weblogs geht. Nicht auf der Ebene des semantischen Geschicks: Hundert Kommentare innert weniger Minuten, die alle versichern wollen, wie toll dieses LogBuch ist, werden selbst eitelste BuchführerInnen eher skeptisch stimmen.
    Aber immerhin schaffen sie es schon, einen jeden Kommentar mit einer (natürlich eher bunten Kombination) von Name, Adresse und Heimseite auszustatten, so dass das Ganze schon mal den Weg in den Approvement-Filter schafft. Und den entsprechend bearbeiten zu müssen, ist eben auch bereits zu viel der Liebesmüh'.

    Daher muss ab sofort, und das ist dem Medium wirklich arg, für jeden Kommentar ein Two Step über eine Registrierung erfolgen.
    Nicht sehr schön (auch das Medium hinterlässt ungern überschüssige Datenspuren). Aber leider nicht zu vermeiden.

    Mit einem Aufstellen von Zensurzinnen hat das ansonsten jedenfalls nicht zu tun. Wie bislang wird auch weiterhin alles publiziert, was wirklich einen Eintrag kommentiert.
    [Und letzteres gilt, wofür ja neulich schon mal der Beweis anzutreten war, selbst für deutlich mehr als nur ein wenig an den Realitäten vorbeiwedelnde Wortschwünge, die mindestens partiell in die Sphäre poesartiger Peleidigung lappen. Das Herz des Mediums ist, wie gesagt, gross und musste im entsprechenden Fall nur eine klitzekleine Klappe schliessen, weil ein solcher Kommentar dann doch entweder mit Anonyma oder realem Namen signiert gehört. Aber nicht mit dem Namen und der E-Mail von anderen.
    Btw.: Auch anonymes Kommentieren wird übrigens nach wie vor möglich und geduldet sein. Der Eintrag der E-Mail landet in solchen Fällen nur in der internen Ansicht; wenn nicht gewünscht, wird sie nicht publiziert.]

    * Nunja. Leider ist die Türe vorübergehend doch erst mal zu. Bis das Medium herausgefunden hat, welchen Fehler es momentan noch bei der Neueinstellung der Kommentarfunktion macht bzw. wo gegebenenfalls dort ein Bug sitzt.
    Im Zweifelsfall: Kommentar bitte direkt ans Medium senden. Wird dann manuell (und schnell: Türchen auf, Türchen zu) vom Medium selbst hineingesetzt. Unter dem richtigen Absender natürlich. Jo, das geht. Maschinen mögen das Zeug zur Melancholie haben. Sie sind aber trotzdem leicht zu überlisten. Selbst vom minder begabten Medium, das in den nächsten Tagen dann erst mal weiter an der Korrektur der Kommunikation via TypeKey oder einer geeigneten Alternative knabbert.
    **

    So gesehen, kommt dem Medium der am 22.08. mit Hilfe des Strip Generators gebastelte Toon schon fast prophetisch vor.
    Wer sagt's denn. Medien haben also doch Gesichte.

    ** Nachtrag, des Abends: Kommentieren geht jetzt. Nur leider funktioniert der Kommentarzähler auf der Hauptseite nicht. Aber das ist wohl ein geringeres Problem und wird sich auch noch lösen lassen... Und wird jetzt auch auf der Hauptseite gezählt. Na also.

    Von miss.gunst am 06.09.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

    19.08.05

    Gefrorenes (ff.)

    Und wieder ist es Zeit für eine Mitteilung des Mediums in eigener Sache: In Fortsetzung der GUNSTradio-Sendung vom 15.07.05 werden am heutigen Freitag (19.08.) erneut Schneeflocken durchs Studio tanzen.

    Nachdem beim letzten Mal unter anderem Sarah E. Mianos "Enzyklopädie vom Schnee" aufgeschlagen wurde (hier aus der ZEIT eine wohlwollende und hier aus den rezensöhnchen eine weniger wohlwollende Rezension), einiges über Gestalt, Bau und Formenvielfalt von Schneekristallen zu lernen war, bedeutende Schneeflockenforscher wie Johannes Kepler, René Descartes, Robert Hooke, Wilson "Snowflake" Bentley und Ukichiro Nakaya vorgestellt wurden, wobei sich unter die wissenschaftlichen Beobachtungen der Eiskristallkundigen mühelos das eine oder andere poetische Flöckchen mischte...

    ... geht es in der zweiten Folge nun um das ewige Eis in der bildenden Kunst: Von der Arktis in die Schweizer Alpen and back again - aber natürlich auch ein weiteres Mal um die kühle Verführung des Kristalls.
    Von 14-15 Uhr (MEZ Sommerzeit) auf RadioX Frankfurt am Main, 101,4 fm / Kabel 99,85.
    Freut Euch aufs Frieren!

    Von miss.gunst am 19.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    14.08.05

    Was Hirnhälften hören

    Zugegenen: die Überschrift des Eintrags ist etwas irreführend. Für die Aufnahme akustischer Informationen sind natürlich nach wie vor jene kopfseitigen Kanäle zuständig, welchen die Ohrwascheln trichterförmig erstere zuzuleiten pflegen.
    Aber für die Wahrnehmung dessen, was uns auf diesem Wege an Tönen erreicht, zeichnen eben Hirnregionen zuständig - und wie jüngst der an der Universität Heidelberg arbeitende Neurologe Peter Schneider herausgefunden hat, lassen die individuell unterschiedlichen Aktivitätsmuster in den beiden Hirnhälften hier interessante Rückschlüsse zu.

    Darüber wiederum berichtet Stefanie Schramm in einem anregenden kleinen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeit (Nr. 33/2005).

    So geben die Hirnhälften-Aktivitäten offenbar Auskunft darüber, ob Menschen eher auf die Grundtöne ansprechen und Rhythmisches bevorzugen (links) oder sich lieber den Obertönen und dem Melodischen hingeben (rechts) - und dies wiederum korreliert bei professionellen MusikerInnen anscheinend auch mit der Wahl ihres bevorzugten Instruments: Grundtonfans am Klavier, am Schlagzeug und (sic) an der Ersten Geige, ObertonliebhaberInnen am Cello und an der Bassklarinette.

    Beruhigend allerdings, dass es sich hierbei nicht um Ausschlussprinzipen handelt. Wobei sich das Medium von HOME MADE auf dieser Basis eigentlich bestens hätte erklären können, warum es gleichermassen mässig Klavier und Cello spielt: unentschiedene Hirnhälfen, die einem gezwungenermassen dem Dilettantismus frönen lassen. Aber ganz so einfach ist es wohl auch wieder nicht...

    Wer genaueres wissen will, wird wohl in Fachzeitschriften nachlesen müssen. Mit entsprechenden Quellenverweisen kann das Medium momentan leider (noch) nicht dienen.
    Auf den Heimseiten der Heidelberger Neurologie gibt es jedenfalls zu den musikbezogenen Projekten nur eine Liste mit kurzen Abstracts, die durchaus interessant sind - jedoch jeweils andere Fragestellungen fokussieren, und auf denen des Projekts Biomagnetismus, zu dem die Forschungen gehören, sieht es leider auch nicht sehr viel besser aus.

    Indes scheint Eines schon aus schlichter Erfahrungsperspektive gewiss: Die Natur hat es doch recht sinnvoll eingerichtet, dass der Mensch mit zwei Gehirnhälften ausgestattet ist, die ihren jeweiligen Wahrnehmungsverarbeitungsvorlieben frönen mögen - in der Regel aber weidlich miteinander kommunizieren.
    Schliesslich lassen sich - wie dilettantisch auch immer - weder Klavier noch Cello noch sonstwelche Instrumente ohne hinreichende Zuneigung zu sowohl den rhythmischen als auch den melodischen Elementen spielen.

    Von miss.gunst am 14.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    13.08.05

    Draussen (Umsonst und)

    Also. Eigentlich wäre es ja schon gestern beim nächtlichen Blinzeln in Richtung Perseiden absehbar gewesen. Stabilität hin oder her: Von dezidiert campingwidrigem Wetter kann eigentlich nicht die Rede sein. Das kommt davon, wenn man vorzugsweise seine aktuellen Einträge im Dunkeln ins LogBuch munkelt.
    Egal. Der Webradio-Tipp gilt natürlich unabhängig von meteorologischen Entwicklungen. Und dank des mittlerweile fast allenthalben dicht gestrickten WLAN kann man ja auch draussen. Wenn man kann.

    Aber nein. Von "umsonst" hat das Medium selbstredend nix gesagt.
    Das sagt man doch nur so. Oder?

    Von miss.gunst am 13.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    12.08.05

    Space Invaders-Sammlung (Memory)

    Die einen sammeln Insekten. Andere sammeln Insektenmusik (wie z.B. das Medium von HOME MADE - um diese Sammlung zu besichtigen bitte entweder die Suchfunktion aktivieren oder den Externen Index konsultieren).
    Unser treuen LogbuchleserInnen bereits bestens bekannter Photoblog-Nachbar Julien Mudry sammelt - seit ihn das Medium vor einiger Zeit auf eine geeignete Karte verwiesen hat, um der Leidenschaft zu Konsolenkreaturen systematischer frönen zu könnnen - Space Invaders.
    Worauf an dieser Stelle alle FreundInnen des 8 bit-Universums u.a. deshalb hingewiesen werden sollen, da es nunmehr bzw. bei weiter wachsender Sammlung mühelos möglich wäre, das Spiel auf die Spitze zu treiben und aus seinen Photos und den ein paar Jahre älteren der Space Invaders-Truppe ein kleines Memory-Spiel zu basteln. Genfgeschichte(n) einmal anders sozusagen.
    KonsolenkreaturliebhaberInnen aller Universen und Zeiten: Vereinigt euch!

    Von miss.gunst am 12.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    03.08.05

    topFREE40.org

    Netzlabels gibt es mittlerweile fast schon wie Sand am Meer.
    Wobei das Bild als solches vielleicht nicht nur insofern passt, als die meisten mit Sand und Meer wohl eher Positives assoziieren.

    Stellen wir uns also einfach mal vor, wir haben ein Meer von mp3- oder ogg-formatierter Musik. Freut sich doch jede/r, wenn es vorneweg anstelle vergleichsweise unbequemer Zugänge (Steilküste, Geröll, schlammiges Watt) jede Menge einladender, breiter Sandstreifen hat, von denen aus es sich bequemstens lossurfen und/oder in die Wellen eintauchen lässt. Kurtaxe und Strandwärter braucht es eher weniger, die können wir getrost den Prominentenpromenaden überlassen. Aber so ein Strand an sich ist doch nicht schlecht - und gepflegt werden kann er auch von der Community selbst, wenn man ihr geeignete Geräte zur Verfügung stellt.

    Nun muss man so ein Bild ja nicht überstrapazieren, nur weil die allenthalben ausgebrochene Urlaubssaison dazu verführt.
    Aber um es ausnahmsweise noch mal ein winzig kleines Stückchen weiter zu treiben (wie man sich denken kann, will das Medium von HOME MADE heute noch irgendwo hinkommen mit seinem Sermon):

    Sandstrände i.o.g.S. wären dann mit einschlägigen Sammlungsschwerpunkten ausgestattete Plattformen wie scene.org oder der entsprechende Bereich von archive.org.
    Und einen ganz besonders feinen haben kürzlich DiplomandInnen der HGKZ Zürich bereitgestellt:
    topFREE40.org will nicht nur eine Plattform für Netzlabels sein und ein Distributionskanal für deren Releases, sondern darüberhinaus eine Art Strandcafé. Zusätzlich soll es hier nämlich Goodies wie Hintergrundinformationen über aktuelle Entwicklungen in der Szene und in der Netzkultur geben. Soweit jedenfalls das Konzept.
    Dass ein gepflegter Strand dieser Klasse zudem Standards wie Möglichkeiten zum gezielten Perlentauchen bietet, braucht man wohl kaum eigens zu erwähnen.

    Ob und wie sich der Strand weiter ausdehnt, wird sich zeigen - eintragen können bzw. sollten sich die Labels künftig jedenfalls selbst.
    Und nicht ganz uneigennützig wünschen wir topFREE40.org, dass die Sache mit dem Sandsammeln und -sieben an den Gestaden der freien Netzmusik weiter Spass macht bzw. in Zukunft weitgehend als selbsttragende Gemeinschaftsarbeit funktioniert.

    P.S.
    Woher das Medium von HOME MADE diesen Badeurlaubstipp hat?
    Genau, treue Logbuch-LeserInnen wissen das natürlich: Lag sozusagen
    in den letzten Tagen "in the air" - im Elektromagnetischen Sommer auf kanal 7.

    Von miss.gunst am 03.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    02.08.05

    EM-Sommer ff.

    Nein, nix Europameisterschaften. Das Medium von HOME MADE möchte lediglich mitteilen, dass der Elektromagnetische Sommer auf dem Zürcher Radio Lora noch gute zwei Wochen weitergeht.
    Als die kürzlich gepriesene Sendereihe von Kanal 7 am vergangenen Sonntag zu Ende ging, war also gerade mal Halbzeit.

    Zum gestrigen Montag (01.08.05) wurde nämlich die Staffel an ein weiteres RadioKunstProjekt weitergegeben, am dem man seither und noch bis zum 10.08. auf der bewährten Frequenz (Zürich 97,5 MHz bzw. via Webradio) akustisch teilhaben kann.
    Und mehr als das: Lokal in Zürich gibt es zudem die Möglichkeit, sich auch aktiv und Programm gestaltend einzuschalten.

    Bis einschliesslich 10. August will Rolf Simmen die Zürcher "Langstrasse live" ins Radio holen und hat zu diesem Behufe in selbiger ein öffentliches Mikrophon aufgestellt. Das nun soll nicht nur die akustische Atmosphäre, also - wenn man so will - den lokalen KlangRaumStadt einfangen. Sondern steht tatsächlich auch den PassantInnen offen.

    Wie die damit umgehen werden, ist selbstredend ebenfalls ziemlich offen. Von einer Nutzung als "Speaker's Corner" bis zur schnöden Ignoranz dürfte da alles mögliche (und unmögliche) denkbar sein.
    Aber wie auch immer: Den Radio-HörerInnen werden die Ergebnisse des Experiments nicht entgehen.

    Darüberhinaus gibt es für treue FrequenznutzerInnen aber auch noch Bonus-Tracks in Form einer zweiten RadioKunstSendung, welche die Emissionen der "Langstrasse live" stündlich unterbricht:
    Dann schaltet sich Kate Donovan mit ihrem Projekt "Air Vent" ein, um per Telephon, so die Info, "Geräusche und akustische Situationen aus aller Welt" einzuspielen.

    Beide Projekte zusammen können also wie ein akustischer Glokalizer funktionieren. Das heisst: Ob und wie das funktioniert, hört man sich dann wohl am besten selbst auf Radio Lora an.

  • Die Daten:
    "Langstrasse live" von Rolf Simmen
    "Air Vent" von Kate Donovan
    im Rahmen des "Elektromagnetischen Sommers" auf Radio Lora
    Zürich 97,5 MHz sowie via Webradio
    noch bis 10.08.2005
  • Von miss.gunst am 02.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    01.08.05

    Frustrationskompensationsmaschinen (404 ff.)

    Treue LeserInnen dieses Logbuchs werden sich vielleicht an einen Anker erinnern, den das Medium von HOME MADE eigens deshalb setzte, um sie in die Leere bzw., da es so etwas im WWW ja nicht wirklich gibt, auf eine Leerstellenanzeige zu leiten. Wo eine melancholische Maschine wirklich aufs Wunderbarste vor sich hinjammerte.
    Und einen auf diese Weise natürlich ganz gut hinwegtrösten konnte über die Frustrationen, die mit den klassischen "404 not found"-Fehlermeldungen einhergehen.

    Wer viel im WWW unterwegs ist - und BloggeInnen gehören naturgemäss zu dieser Spezies - kann mit der Zeit sogar recht schöne Sammlungen solcher Frustrationskompensationsmaschinchen anlegen.
    Tim Springer beispielsweise hat vor kurzem in seinem Weitblick-Blog eine kleine Hitliste von 404-Seiten publiziert, aus der miss.gunst insbesondere diesen Anker weiterempfehlen möchte (und dabei zu Geduld rät, weil man nach Betrachtung des Frustrationskompensationsfilmchens nämlich automatisch ein weiteres Fenster zu den auch sonst recht niedlichen Homestarrunner-Toons geöffnet bekommt).

    Bei der NetzliteraturleserInnen nicht ganz unbekannten Regula Erni wiederum hat miss.gunst neulich ebenfalls eine nette Variante gefunden, nämlich die deutsche Übersetzung des jüngst im oben bereits erwähnten Eintrag "Spricht mit mir!" bewunderten Webserver-Klagelieds.
    Die aber wahrscheinlich früher oder später ihrerseits wieder verschwinden wird. Oder sogar schon wieder verschwunden ist? Beim Versuch, einen Anker zu werfen, war sie eben gar nicht zu entdecken. Da liesse sich doch gleich ein kleines Sommerquiz daraus machen, das den fleissigen FehlerfischerInnen nebenbei die Netzliteratur ein bisschen näher bringt...

    404-Poesie-Fans sind jedenfalls in einem steten Dilemma: Je häufiger sie eine geliebte Fehlermeldungsstelle aufsuchen, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass diese alsbald wieder durch jene Seite ersetzt wird, auf deren Abwesenheit sie verweist.

    Glücklicherweise gibt es da auch noch das "404 Research Institute". Einer der wenigen Orte dieser WWWelt, an dem 404 in jeglicher Hinsicht mehr als willkommen ist. Oder fast. Denn die Trouvaillen werden in der Regel über Anker auf die jeweiligen Heimseiten vorgeführt. Zwar durchaus solche, die ohne Deferrer direkt zugänglich sind. Aber selbst 404-Seiten können natürlich mal im Daten-Nirvana verschwinden.

    Damit diese nachhaltige Frustration dann nicht so trifft, last but not least noch einmal eine Seite aus dem Weitblick-Eintrag:
    Wenn alles andere nicht helfen sollte, dann sicher dies.


    Update zum 01.09.05:
    Dank eines hilfreichen Hinweises, den das Medium von anaximander a.k. Regula Erni in ihrem auch sonst sehr lesenswerten Blog Side Effects erhalten hat, kann nun doch noch der direkte Anker auf den deutschprachig klagenden Server ausgeworfen werden.
    miss.gunst ist beglückt - und die LeserInnen dieses Beitrags werden es spätestens dann sein, wenn sie dem Pfad zur melancholischen Maschine folgen.

    Von miss.gunst am 01.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    28.07.05

    Elektromagnetischer Sommer (WRT)

    Bevor es zu spät ist, beeilt sich das Medium von HOME MADE, auf den Elektromagnetischen Sommer hinzuweisen:
    Noch bis einschliesslich Sonntag, 31.07.05 gibt es beim Zürcher Radio Lora auf Kanal 7 satte 24 Stunden am Stück ziemlich leckeres Programm zur elektronischen Medienkultur: Wissenswertes, jede Menge Kunst und natürlich auch Musik...

    Einzelheiten zum jeweiligen Tages- und Nachtprogramm sind der Kanal 7-Seite zu entnehmen - und zwar ausgestattet mit jeder Menge weiterführender Linx, sodass das Blättern sogar für Radioabstinente lohnt.
    Das Medium von HOME MADE hat dort jedenfalls schon recht eifrig gestöbert und wird, versprochen, eine Auswahl der einschlägigen Leckerbissen in der nächsten Zeit auch noch hier im Logbuch vorstellen.

    Am heutigen Donnerstag aber ist der Tag von fünf Uhr früh bis - naja: fast - zur sinkenden Abendsonne dem Projekt "Sun over IP" von Anja Kaufmann und Roman Haefeli gewidmet, welches folgendes verspricht:

    "Radiostationen weltweit werden empfangen und in Abhängigkeit zum Sonnenstand gesendet. Webradio aus aller Welt, wenn die Sonne aufgeht, am höchsten steht und untergeht."

    Was das dann akustisch heisst, wird man wohl noch erlauschen müssen. Jedenfalls gibt es surplus dazu auch noch Moderation, Kommentare und Interviews vom Kanal7-Team. Und zum Zuschauen den Solarkompass online obendrein.
    Im Grunde weiss man ja, dass die Sonne eigentlich niemals untergeht - und vergisst es nur immer wieder, sobald es dunkel wird. In diesem Sinne bekommt das Projekt auch noch das Prädikat: "Didaktisch wertvoll" verliehen - und das soll keine Beleidigung sein.

    Kein Zugang zur Zürcher Frequenz 97,5 MHZ für den Standard-Radio-Empfang?
    Kein Problem: Kanal 7 hält auch einen Webstream bereit...

    Von miss.gunst am 28.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    25.07.05

    pacLove

    Na, wenn das kein schöner Zufall ist: In der unmittelbaren Nachbarschaft der französischschweizer Blogosphäre liefert Julien Mudry (Un photoblog inutile de plus) noch einen passenden Bildfund zum heutigen Haupteintrag. Wenngleich wohl nicht zu vermuten steht, dass sich ein Mitglied der pacacademy unter den Brückenbogen gehangelt hat - denn auf Spuren mobiler pactivisten lässt sich in der Tat allenthalben stossen. Und da in diesem Logbuch ja auch regelmässig dem 8 bit-Universum gehuldigt wird, macht miss.gunst hierfür gerne ein extra-Fach im Zettelkasten auf...

    Von miss.gunst am 25.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    21.07.05

    Podsafe Music

    Kaum begonnen, müssen wir die HOME MADE-Campingtour kurz für eine nicht ganz uninteressante aktuelle Meldung unterbrechen.
    Die, zugegeben, seit gestern durch so ziemlich alle Logbücher geistert, die sich in irgendeiner Weise mit Musik und Medien befassen.

    Weil's aber so eine erfreuliche Geschichte ist, gönnen wir uns das Cross-Posting doch einfach mal:
    Podcasting-Guru Adam Curry (hier sein Blog) hat sein jüngstes Projekt vorgestellt, das PodShow Podsafe Music Network.

    Die Idee dahinter: Eine Plattform, auf der einerseits MusikerInnen Stücke zur Verfügung stellen, die dann für PodcasterInnen kosten- und folgekostenfrei abrufbar sind und andererseits letztere für ihre Sendungen zusammenstellen können.

    Zweifelsohne eine gute Initiative und eine feine Ergänzung zu dem insgesamt doch sehr verstreuten Angebot, aus dem sich eifrige SendungsproduzentInnen eichhörnchengleich ihre Nüsslein zusammentragen müssen - sieht man mal von den entsprechenden LiveMusik-Seiten und der Netzlabel-Sammlung auf archive.org ab, wobei dort mit Blick auf die vorgesehene Weiterverwendung stets noch das Kleingedruckte gelesen werden muss.

    Zum frenetischen Jubel über die aktuelle Situation in Sachen Podcasting und Musik besteht allerdings noch lange kein Anlass, am allerwenigsten in Deutschland.
    Warum? Ganz einfach: Wie Johnny Haeusler vom Spreeblick-Blog vor einer guten Woche in einem Beitrag zum Thema (Podcasts ? Radio) sehr zu Recht betonte, bringt das prinzipiell sympathisch konsequente Ausweichen auf solche Alternativen letztlich nur ein Stück vom Glück.

    Wer das Radiomachen liebt, hat meistens etwas genauere Vorstellungen von dem, was er bzw. sie an Texten und Tönen miteinander kombinieren möchte. Und wenn darunter nun eben Stücke sein sollten, die nicht nur GEMA- sondern auch GVL-pflichtig sind?
    Ganz grosses Pech gehabt, liebe/r PodcasterIn. Auch der gute Wille zu Meldung und Zahlung hilft Dir da nicht weiter. Die GVL fühlt sich für derlei nämlich nicht so recht zuständig in Deinem Fall - sondern befleissigt sich lediglich darauf zu verweisen, dass ohne Genehmigung schon mal gar nichts laufen darf im Cast.

    Was dabei herumkommt, wenn die Lage hier einmal geklärt sein wird, mag man sich angesichts des aktuellen Urheber- vs. Verwerterrechtsclashs allerdings auch nicht wirklich gerne ausmalen.
    Eine Spaltung in zwei Produktions-, Distributions- und Rezeptionskulturen von Musik, wie sie Johnny Haeusler kommen sieht, wenn er am Ende seines Logbucheintrags schreibt:

    "Es wird eine neue Klassifizierung von Musik geben. Die Trennung von freier und unfreier Musik existiert heute schon, doch noch ist sie für eine größere Öffentlichkeit nicht relevant. In fünf bis zehn Jahren wird das anders aussehen."

    Damit liesse bzw. lässt sich individuell betrachtet vielleicht noch leben. Perspektivisch bedeutet das jedoch einen echten Kulturverlust.
    Wie wir ihn im Übrigen nicht nur im Musikbereich gewärtigen werden, wenn es so weiter geht wie bisher.

    Hm. Für einen Eintrag, der eigentlich mit einer frohen Meldung begonnen hat, scheint das dem Medium von HOME MADE aber nun ganz und gar kein angemessener Schluss zu sein.
    Drum bastelt wir doch schnell noch einen anderen, der uns obendrein gleich zurueck zu unserer Camping-Tour bringen kann. Also:

    Podcasten wir bis auf Weiteres nur mit Selbstgebasteltem und/oder leckeren Stückchen, wie sie das PodShow Podsafe Music Network bietet. Das lässt sich, ein Plätzchen mit WLAN-Zugang o.ä. vorausgesetzt, sicher auch ganz prima in und aus Campern tun.
    Und wenn die Campingferien vorbei sind, machen wir erst richtig weiter. Denn wir wissen ja - wie derzeit auch die Seite des demnächst zum e.V. mutierenden Verbandes deutschsprachiger Podcaster winkt:

    "Wir sind die Sender!"
    "Die Sender sind wir!"

    Von miss.gunst am 21.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    19.07.05

    Camping!

    Nicht, dass hier etwa bislang zu wenige Stränge eröffnet worden wären, die der Weiterführung harren. Aber angesichts der an- und ausgebrochenen Sommer- und Feriensaison wäre es ausgesprochen sträflich, eine Sache zu ignorieren, die schon allein aus der D.I.Y.-Perspektive unbedingt in den Radius von HOME MADE gehört: Camping!

    Keineswegs nur deshalb, weil die Sommermonate traditionell Outdoor-Festivalzeit sind – und folglich nicht immer feste Behausungen für die Übernachtung zur Verfügung stehen, so dass selbst eingefleischte Hotelreisende notgedrungen in Richtung Keller oder Dachboden schlurfen, um nach Heringen und Ösen zu suchen oder nachzusehen, was die Motten wohl vom Schlafsack übrig gelassen haben (beiseit: letzteres trifft natürlich nur Camping-Abstinenzler mit entsprechend veralteter Ausrüstung, denn ordentliche Schlafsäcke bestehen mittlerweile meist aus Stofflichkeiten, an denen Motten schlichtweg nichts zu nagen haben; für Leidgeprägte hier eine Infoseite professioneller Schädlingsbekämpfer mit Wissenswertem zu dieser unbeliebten Spezies).

    Besonders interessant ist aus HOME MADE-Sicht vielmehr jenes Ding, das – anders als Zelte – selbst schon HOME sein will bzw. alle Vorteile eines komplett ausstaffierten Eigenheims mit der beim Camping erwünschten Flexibilität und Mobilität verbindet. Camper nämlich – also einschlägig um- und aufgerüstete Busse (im Volksmund früher: Bullis) und Lieferwägen, Wohnmobile und – allen voran, zumal aufgrund der potentiellen Unabhängigkeit des Zugwagens besonders praktisch – Wohnwägen.

    Was Wohnwägen und Co. – nun mal abgesehen davon, dass man Camping im weitesten Sinne zu den D.I.Y.-bezogenen Kulturtechniken rechnen kann – bitteschön mit Musik – Medien – Kunst zu tun haben sollen?
    Wirklich keine Idee? Ausser vielleicht, dass man mit ihnen dem Einzugsgebiet urbaner Noise Maps entfliehen und naturgemäss potentiellen Klanglandschaften auf weitem Feld, den Spielorten von Wassermusik näher kommen kann?

    Das will das Medium von HOME MADE nicht recht glauben – hat aber sicherheitshalber schon mal seinen Radar ausgefahren und seinen Zettelkasten gefüllt, so dass ab morgen die Camping-Saison beginnen kann.
    Und falls es unter der geschätzten Leserschaft eben doch Leute gibt, die heisse Hinweise auf einschlägige Projekte haben, nimmt miss.gunst diese selbstredend gerne entgegen. Entweder über das Kommentarfenster oder direkt per E-Mail durchgereicht – wobei sich in letzterem Fall, der lieben Übersicht bzw. schnelleren Bearbeitung halber, das Stichwort "Camping" in der Betreffzeile empfiehlt.

    Von miss.gunst am 19.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    16.07.05

    Versuchskaninchen

    Normalerweise hat man heutzutage ja eher seine liebe Mühe damit, NICHT zum Versuchskaninchen zu werden. Ein Telephonanschluss und dessen Kommunikation in einschlägigen Nachschlagewerken genügen gemeinhin, um mit Marketingstudien beauftragten Call-Centern zu suggerieren, dass man zu allen möglichen und unmöglichen Tages- und Nachtzeiten ganz sicher nichts besseres zu tun hat, als dumme Fragen zu was auch immer zu beantworten. Glücklicherweise lassen sich derartige Anrufe in der Regel mühelos identifizieren, noch bevor ein Gespräch begonnen hat - und man kann sich einen netten Sport daraus machen, die Zeit zwischen Einatmen, Ausatmen und Auflegen auf ein Minimum zu reduzieren.

    Fragt sich folglich: Was verführt das Medium von HOME MADE dazu,
    a) freiwillig an einer Studie teilzunehmen und
    Take the MIT Weblog Survey
    b) selbiges auch noch öffentlich zu verkünden?

    Ganz einfach: Abgesehen davon, dass es als Medium ganz grundsätzlich eine mehr oder weniger natürliche Neugierde gegenüber seinesgleichen hegt (die sich, btw., eigentlich längst mal wieder in einer Fortsetzung der Einträge zu netten Nachbarn u.a. niederschlagen sollte), geht es hier um eine Studie, die es aus ebendiesem Grunde für a) interessant und b) unterstützenswert hält.

    Nun verbietet es sich gemeinhin - wie das Medium aus seiner eigenen Ausbildung erinnert - potentiellen Versuchskaninchen en detail zu erläutert, was eigentlich der Behuf eines solchen Unternehmens ist; kommuniziert werden darf nur der grössere Rahmen einer Befragung. Aber dessen Basisdaten reichten in diesem Fall aus, um zu einer positiven Bewertung des Experiments zu gelangen:

    Im Rahmen seiner Doktorarbeit hat sich Cameron A. Marlowe, Mitglied der Electronic Publishing Group am legendären MIT Media Lab mit dem nach wie vor exponentiell wachsenden Soziotop der Blogger beschäftigt. Zwar steht dort schon am kommenden Donnerstag (21.07.05) die Disputatio an - der entsprechende Fragebogen aber immer noch im Netz. Und da die Teilnahme eben nicht nur Einblick in die Struktur der Befragung bietet, sondern man im Anschluss auch ausführlich in den statistischen Graphen wühlen darf, kann es sich - selbst wenn das jeden-Tag-eine-gute-Tat-Prinzip nun wohl nicht mehr seinem Ph.D., sondern bestenfalls etwaigen Fortführungen der Studie zu Gute kommen wird - in jedem Fall lohnen, fünf Minuten für den Fragebogen zu opfern.

    Off Topic ist der heutige Eintrag übrigens nicht nur deshalb nicht, weil sich der HOME MADE-Log auch selbst als (Selbst-)Experiment in Sachen Medienkultur versteht und das Bloggen dem weiten Feld der D.I.Y.-Kulturtechniken zugerechnet werden kann.
    Schliesslich lässt sich von Marlowes Heimseite über die Verweise auf dessen eigene Blogs und namentlich den seines Muzik-Kollektivs unlockedgroove aus erkunden, was MIT-Studierende so unter selbstgemachten Elektronika und anhängigen Aktivitäten verstehen...

    Von miss.gunst am 16.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    15.07.05

    Frozen (Flakes) Radio

    Noch eine Mitteilung des Mediums in eigener Sache: Heute wird das GUNSTradio versuchen, für ein wenig Kühlung zu sorgen...

    ... und zwar wie immer (und leider noch immer nicht mit reinstalliertem Webstream) auf RadioX Frankfurt, also ziemlich lokal, 101.4 mhz (Kabel 99.85).*
    Von 14-15 Uhr (MEZ Sommerzeit) werden dort auf günstigste Weise Schneeflocken rieseln und miss.gunst packt ihren persönlichen Zettelkasten zum Thema aus.
    Da sich je nach Standort den momentanen medialen Widrigkeiten geschuldet das Mithören schwierig gestalten kann, versprechen wir an dieser Stelle gleich mal, zu gegebener Zeit einige der frostigen Flöckchen hierher herüberwehen zu lassen.

    * Ja, genau: Das aktuelle Programmdisplay ist mal wieder fehlerhaft (da wird verwirrenderweise das Thema der uni.versal-Sendung vom 01.07.05 gelistet). Aber da auch die Heimseiten des GUNSTradio schon länger vernehmlich nach Renovierung rufen (*oh lord, won't you buy me... some xtra spare time*), werden wir uns hüten, aus dem Glashaus heraus auch nur den kleinsten Kiesel zu werfen...

    Von miss.gunst am 15.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    12.07.05

    Geburtstagsgruss für mp3

    Nebenbei und bevor es um Schlag Zwölf zu spät ist, möchte das Medium von HOME MADE heute noch rasch dem mp3 zum zehnjährigen Geburtstag gratulieren!
    Beschämend zwar, dass es nicht schon früher und von selbst darauf gekommen ist. Dafür lässt sich der Anker aber gleich auf die mit nostalgiebenetztem Foto illustrierte Pressemitteilung des Fraunhofer-Institutes legen. Dem treuen IDW sei für die Distribution gedankt.

    Als Dreingabe des Tages muss dann natürlich auch noch auf die kleine Dokumentation zur Geschichte dieser überaus nutzbringenden und fruchbaren Entwicklung verwiesen werden - in deren Rahmen das Institut für Digitale Medientechnologie IDMT weiterführend noch einen lesenswerten pdf-Text zum mp3-Surround bereitgestellt hat.

    Und wer dann ein passendes Liedchen mitsummen möchte, kann es auf die Schnelle am Besten bei geburtstagslied.de versuchen. Die Seite mit dem hübschen Kuchen dient zwar eigentlich der Bewerbung des Erwerbs von namensmassgeschneiderten Ständchen. Just der kostenfreie Probechor, so will es jedenfalls dem Medium von HOME MADE scheinen, singt jedoch (wiewohl ohne vom Format Gebrauch zu machen) tatsächlich "Happy Birthday mmmmmmmmm(p3)"...

    Von miss.gunst am 12.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    07.07.05

    Nette Nachbarn u.a.

    Das Medium von HOME MADE meditiert derzeit über der gewichtigen Frage, in welcher Form nette Nachbarn gewürdigt werden sollten.

    Gemeinhin bieten sich dafür Blogrolls an (nein, die kann man nicht essen) oder Feeds (nein, die kann man eigentlich auch nicht essen, auch wenn damit die Seiten gefüttert werden).

    Aufrgund einschlägiger Erfahrungen mit rasch alternden Linklisten (schon mal systematisch die Blogrolls auf etwas langlebigeren Blogs durchgetestet? Eben, da sieht es oft ganz ähnlich aus) einerseits und andererseits mit Blick darauf, dass - selbstredend ebenso auf ungewisse Dauer angelegte - Linx in Blog-(Buch)-Einträgen immerhin stets eine Art "letzter Zugriff"-Datierung beigegeben ist, sympathisiert miss.gunst jedoch vorerst mit einer anderen Lösung:

    Legen wir doch probehalber mal eine eigene kleine Kategorie-Schachtel für diese Dinge an...

    Von miss.gunst am 07.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    06.07.05

    Lärmorama

    Das Medium von HOME MADE möchte sich in Ergänzung zum gestrigen Eintrag den folgenden Hinweis gestatten:
    Eine wunderschöne Einführung in die nicht immer ganz so wunderbare Welt des Lärms gibt es im Schweizer Lärmorama, zu dem unter anderem auch eine gut bestückte Hörkiste gehört.

    Dort verführt eine wirklich niedliche Animation dazu, per Drag & Drop kleine CDs in einen Player zu schieben, um beispielsweise einer Gehörschadensimulation teilhaftig werden zu können. Und das geht so:
    "Sie hören die Wetterprognosen von Radio DRS zunächst mit einem mittelschweren Gehörschaden und anschliessend mit einem einwandfreien Gehör.
    [Pause.] Sofern sie auch eins haben."

    Versteht sich von selbst, dass zum Arzt gehen sollte, wer jetzt irritiert aufschaut, weil er gleich zweimal dasselbe Beispiel für's einwandfreie Gehör zu vernehmen meint...

    Von miss.gunst am 06.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    28.06.05

    Kleine Pause

    Das Medium von HOME MADE hat zu vermelden, dass aus übertragungstechnischen Gründen sehr wahrscheinlich eine klitzekleine Zwangspause eingelegt werden muss.
    Aber keine Sorge: So nicht gänzlich Unerwartetes dazwischen kommt, wird es Freitag, Samstag – spätestens aber Sonntag wieder weitergehen.

    Bis dahin also. Und: Bleibt treu!

    Von miss.gunst am 28.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    26.06.05

    Finden

    Das Medium von HOME MADE teilt mit, dass zum besseren bzw. einem anderen Auffinden, als es das Weblog-eigene Suchmaschinchen anbietet, ein Extra-Index eingerichtet worden ist.
    Extern, willkürlich und subjektiv. Und ziemlich unelegant HTML-handgestrickt (ob eines schönen Tages und intern eine alternative Applikation angeboten werden kann, wird sich weisen - da übt die Perlenkettenweberin lieber noch ein wenig...).

    Aber immerhin. Oder?

    Von miss.gunst am 26.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    23.06.05

    Role Model (8 bit)

    Noch mal drin, was draufsteht. nomen est omen. Jedenfalls für alle Gameboy-Orchesterleiter und –Hausmusiker. Role Model, dem wir die Weichware LittleSoundDJ verdanken, kommt nach Zürich in die Rote Fabrik und wird dort zusammen mit Goto80 (am C64) live aufspielen.
    Mit Support von monoblock b + john player + wanga.

    Vorher gibt's für Wissbegierige und Lernwillige noch einen Workshop – und wer die LSDJ Software dann gleich erstehen und mitnehmen möchte, möge eine Gameboy-Cartridge in der Tasche haben.

    Kurzum: Eine weitere Perle auf unserem 8 bit to Heaven-Strang...

    Die Daten:
    Donnerstag, 23.06.05 ab 19 Uhr
    Rote Fabrik, Seestrasse 395, Zürich

    Arrangiert wurde das Ganze von micromusic.net
    ... wo miss.gunst, beiseit bemerkt, gelegentlich ihr Chat-Orakel offeriert.

    Von miss.gunst am 23.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    22.06.05

    dorkbot hacienda

    Zur Abwechslung mal von der praktischen Seite: Drin was draufsteht.
    Dass dorkbot mittlerweile eine aktive Schweizer Filiale hat, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Wer die letzten Abende verpasst haben sollte, an denen "Menschen, die seltsame Dinge mit Elektrizität machen" (so lautet nämlich die dorkbot-Parole: "people doing strange things with electricity") ebendiese Dinge vorstellen, bekommt am heutigen Mittwoch (22.06.05) eine neue Chance...

    dorkbot swiss lädt zur Hacienda in und vor den Kunstraum Walcheturm.

    Schon ab 12 Uhr mittags gibt es dort eine Ausstellung mit Installationen und anderen Arbeiten u.a. von Studierenden des Studienbereichs Neue Medien (snm) der HGKZ Zürich.

    Ab 14 Uhr wird lecker gegrillt und gechillt.

    Und ab 19 Uhr lockt dann nochmal ein volles Programm mit Beitägen von Bruno Spoerri, Matthias Lampe, Marc Bain, Jasch, John Flury, Alejo Duque und Lorenz Schori sowie dazwischen Soundperformances von Roland Roos u.a.

    Last but not least: Wer dann noch nicht der Medien und Musiken müde ist, darf noch bis 24.15 Uhr (sic!) das Tanzbein schwingen. Oder andere Körperteile. Oder einfach nur die gute Laune.

    Mehr Hintergrundinformationen zum Programm und selbstredend auch zum Grossen und Ganzen auf den Heimseiten von dorkbot swiss.

    Lokation:
    Kunstraum Walcheturm
    Kanonengasse 20
    CH-8004 Zürich

    Von miss.gunst am 22.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    20.06.05

    Oh my God (It's Egoexpress)

    Schwungvoller Start in die Woche gefällig?
    Das Medium von HOME MADE empfiehlt – und folgt da gerne, auch wenn es sonst nicht mehr so leicht fällt wie früher mal – der SPEX:
    Abfahren mit/auf Egoexpress
    - und bitte, wenigstens für's* erste, die Album-Version anwählen.
    Sonst verpasst man eine der schönsten existenziellen Fragen, welche Menschen, die Musik mit Medien machen, überhaupt gestellt werden kann.
    [Für den Fall, dass die Spexler ihre Tonprobe wieder lahmlegen: hilft leider nicht viel, auf den Heimseiten von Egoexpress selber nachzuhören, da hat es nur ein Zipfelchen des schönen Liedchens. Aber bis dahin haben sowieso alle die Scheibe, oder?]

    *PS:
    Liebes Korrekturprogramm,
    Folgendes muss ich Dir heute einfach mal schreiben. Ich wäre wirklich die allerletzte, die als Fan des fiesen Genetiv'"s" zu gewinnen wäre, den bzw. das es ja nun eigentlich gar nicht gibt. Niemals werde ich das sein und nie werde ich das werden. Und mir lieber eine Pizza holen, die am Bahnhof auf dem Boden liegt, als bei "Feinschmecker's Imbiss" Austern zu schlürfen.
    Aber zwischen "für" und "s" fehlt in diesem Fall doch ein "da". Was also etwas völlig anderes ist. Will sagen: Da-s sollte man nicht strichlos unterschlagen dürfen, oder?
    Findet jedenfalls
    Deine miss.gunst.

    Von miss.gunst am 20.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    12.06.05

    Süsse Schnitte

    Nein. Nicht das, woran Sie jetzt denken. Sondern: Das aktuelle Release des in Basel beheimateten Netzlables interdisco, das unter HOME MADE-Aspekten schon noch seinen eigenen Eintrag im Zettelkasten bekommen sollte.
    Für heute und um einen ersten Appetithappen weiterzureichen bescheidet sich das brave Medium auf die Empfehlung der Produktionen von d'incise, seinerseits Mitglied des Genfer audioactivity-Kollektivs.
    Die sind nämlich bestens geeignet, um nach wie auch immer kurzer Nacht einem strahlenden Sonntag entgegenzuträumen.
    Als Hörprobe hier direktdeepverlinkt: fébrile, alles Weitere (und mehr) unter interdisco.net.

    Von miss.gunst am 12.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    11.06.05

    The smaller the idea the happier I am

    Sagt Cory Arcangel. In einem Interview, das John Bruneau mit ihm für die aktuelle Ausgabe des verdienten e-Zines Switch geführt hat.
    Und auf welches das Medium von HOME MADE unter anderem deshalb empfehlend verweisen möchte, da hier eine ganze Reihe eben jener Arbeiten diskutiert und teilweise in Form von Videoclips anschaulich gemacht werden, denen vor einiger Zeit anlässlich von Arcangels Ausstellung im Zürcher migrosmuseum ein eigener Eintrag im HOME MADE-Weblog gewidmet war (siehe im Radar: 8-bit to heaven: Cory Arcangel).
    Wie zum Beispiel "I Shot Andy Warhol". Oder auch die (in Zürich nicht präsenten) "Data Diaries" - die man allerdings wohl besser als im Clip auf den Originalseiten bei turbulence.org aufsuchen sollte.
    Lesenswert ist das Interview natürlich ausserdem.

    Von miss.gunst am 11.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    08.06.05

    Desperately Missing Mixtapes

    Anknüpfend an die Windungen zum Mixtape drängt es das Medium von HOME MADE, das Forum dreist für eine Suchanfrage in eigener Sache zu nutzen. In den 1980er Jahren zählte nämlich zu seinen kleinen Freuden ein in München produziertes Fanzine namens "59 to 1"...

    ... benannt nach dem zweiten Track der legendären Tuxedomoon-Scheibe Halfmute (Tracklisting thx to joeboy).

    Aber zum Eigentlichen: Jede Ausgabe besagten Zines kam mit einem Mixtape erlesener Qualität, eben ausgewählten Independent-Produktionen von Der Plan über Laibach bis zu den Flowerpornoes daher.
    Während die Hefte mittlerweile sorgsam eingemottet auf einem Speicher ruhen (o ja, nur wo eigentlich so genau?), hat an den seinerzeit innig geliebten und viel gehörten Tapes der grausame Zahn der Zeit genagt. Eins ritt im Kassettendeck eines nur gastweise in Tschechien befahrenen Benz in die ewigen Jagdgründe, die Spuren eines anderen verloren sich auf irgendeinem rauschenden Fest, der Rest befand sich schon vor einigen Jahren in einem extrem bejammernswerten Zustand, was die verbliebenen Abspielqualitäten betrifft.
    Seither fragt sich miss.gunst (und regelmässig auch verschiedene Zeitgenossen, bislang jedoch leider vergeblich), ob es nicht irgendwo auf diesem Planeten bzw. dem Einzugsgebiet von 59 to 1 entsprechend mutmasslicherweise im deutschsprachigen Raum jemanden gibt, der oder die seine/ihre Kassetten etwas besser gepflegt oder die köstlichen Kompilationen anderweitig konserviert haben mag?
    Ansonsten wird wohl oder übel irgendwann ein letztes Mal tief geseufzt – oder eben eine Rekonstruktionsorgie nach den Tracklists stattfinden müssen.
    Aber noch ist ja Hoffnung, vielleicht: Selbige nährende Rückmeldungen bitte direkt an miss.gunst.
    Nostalgie, richtig dosiert, rules o.k., oder nicht?

    P.S. Natürlich wurde das Google-Orakel längst und immer wieder mal befragt. Einzige Ausbeute: Der Vermerk zweier Ausgaben (Hefte) im Mailorder-Zine-Archiv des Linzer Ladens Wahn & Sinn .

    P.P.S. Als Dreigabe für heute zum Hören eine neuere Produktion vom Tuxedomoon-Crewmitglied Winston Tong auf dessen Heimseite bereitgestellt.
    Burdens of Passion, aus Miserere (2003). Was wenigstens thematisch passt.
    Tröstlich den Puls beruhigt im Hintergrund allerdings besser die aktuelle Produktion von Vladislav Delay (die nun dort nicht, aber dafür anderes. Weitergraben durch zerrüttete Seiten lohnt in diesem Fall: unter dem Moos summt es fleissig...)

    Von miss.gunst am 08.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    05.06.05

    Sprich mit mir

    Eigentlich hätten an dieser Stelle einige zettelkastenreife Bemerkungen zum Thema low tech Robotic Voices stehen sollen.
    Wie weiland Walter Benjamins Angelus Novus von einem kleinen Sturm, der vom Paradiese weht - anstelle von Posaunen allerdings eher von einem Schwung Oszillatorengeheul (thx to Alan Sondheim) etwas abgetrieben, landete das Medium von HOME MADE unversehens im Sound Examples-Gestrüpp einer Studie zur "Synthese von Vokalen mit einem Oszillatormodell unter Berücksichtigung der stimmlosen Anregung".

    Und möchte aus gegebenem Anlass dazu einladen, speziell diesem Pfad zu folgen.*
    Nein, Du bist nicht allein.**

    * Valide nur solange es ihn noch nicht mehr gibt [sic. Der Weg ist das Ziel].
    ** [Nachtrag vom Juli 2005: Tja. Wie geschrieben: Natürlich gibt es, wie auf vielen gut betreuten Seiten, so auch hier im Hintergrund ein braves Script, dass Fehlanzeigen weitermeldet. Anders gesagt: Anstelle der Klage einer melancholischen Maschine wird man, obigem Anker folgend, wieder das vernehmen, was dieser zu bieten verspricht. So solls natürlich auch sein. Nur fehlt dem Medium von HOME MADE jetzt der Zugang zur doch so sehr geschätzen 404-Poesie.
    Glücklicherweise lässt sich sagen: Wer suchet, der wird finden - und das gilt auch, wenn man etwas finden will, das eben dies eigentlich negiert. Wer also die melancholische Maschine singen lassen will und nicht so bösartig ist, einem der oben versammelten Anker zu den wav-files einfach ein paar Phantasiezeichen einzufügen, kann entweder hier - hoffentlich stabil, weil von Award Winning Site Designs gefeiert - auf eine nahezu identisch schöne Ode stossen... oder folgendem Script die Tränen trocknen... solange es es noch gibt...]

    Von miss.gunst am 05.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    02.06.05

    Amour! Bonheur!

    Yahouuuuu, vite, plus vite!*

    Das Medium von HOME MADE macht sich wieder unsichtbar.
    Dankt: Allen. (Auch dem Ort).
    Und winkt.**


    * Artemisia (Absinthium). Comédie féerique de Denis Rabaglia et Ahmed Belbachir. Sur une idée originale de Denis Rabaglia, Clamecy: L'Age d'Homme, 2002. Lag gerade hier zum Lesen.

    ** Mit den Zwergen im Wald nah des Schlosses. La vie est un roman, cf. A. R.

    Von miss.gunst am 02.06.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    26.05.05

    Vilm-Audienz bei Ubu Roi

    Ein Nachtrag noch vom HOME MADE-Medium für alle diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer (beispielsweise, weil sie bereits fleissig für den Klangtag und den Workshop basteln) nicht allabendlich in Zürich zu VIDEOEX fahren können:
    Zwar keine aktuellen Produktionen, aber immerhin einige Klassiker des Experimentalfilms finden sich auf dem Filmseiten von ubu.com bereitgestellt (sowieso der Zetelkasten der Zettelkästen sicher nicht nur für miss.gunst).
    Und natürlich auch einschlägige Vilmdokumente, die speziell im Radius von Medien und Musik von Interesse sind. Beispielsweise lässt sich eine der beliebtesten Mythen der Geschichte der experimentellen Musik leicht entkräften, wenn man einen Blick auf John Cages 4'33'' wirft...
    Gleich mal reinschaun? Bitte sehr: Vilm ab!

    Von miss.gunst am 26.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    25.05.05

    Tenniskurs mit BIOBAS

    Das Medium von HOME MADE mahnt an, dass noch die drei Punkte fortgesetzt werden wollen, mit denen der Eintrag zu Superflex endete. Es geht nämlich um nichts Geringeres als die seltene Gelegenheit, auf gepflegte Weise einer sportlichen Betätigung zu huldigen, ohne dabei gleich ins Schwitzen zu kommen. Angesichts der aktuellen Witterungslage wohl ideal, oder nicht?

    Wie das gehen soll? Begeben wir uns einfach noch einmal zum bereits erwähnten dänischen Musiksystem, welches das Musik-TOOL 002 von Superflex vertreibt.
    Unter "MP3" liest man zwar zunächst den im Zusammenhang mit der Fusszeile "This site was last modified October 1 2003" ziemlich entmutigenden Satz "***All files are currently offline***".
    Wunderbarerweise ist dem aber nicht so.
    Online zu erlauschen respektive auch zu laden gibt es dort nämlich einen akustischen Tenniskurs von BIOBAS – einem Projekt, hinter dem wiederum August Engkilde steckt, der auch schon für die bereits erwähnte goldige Superflex-Scheibe "Warum sollten wir Angst vor grossen Tieren haben" mitverantwortlich war. Und der eben, sozusagen über den traurigen Ist-Zustand des Musicsystem-Dowload-Menues hinweg, dank einer Umleitung über seine Heimseite dafür sorgt, dass sein Tenniskurs weiter belegt werden kann.
    Wer nun spontan seinen Sportsgeist ein bisschen üben möchte, schenke schon mal Lektion 1 das geneigte Ohr.
    Alle weiteren Lektionen bis auf Weiteres sowohl bei Musicsystem/Sportmusic als auch bei August Engkilde selbst.

    Wie meinen doch die Musiksystemer?
    "We love sport, particular to watch it! and to make music for".

    miss.gunst findet das fein. Und was spricht dagegen, sich – statt bei glühender Hitze in hässlichen weissen Röckchen oder Höschen blöden Bällen nachzujagen – lieber zu guter Musik zu bewegen? Dafür darfs dann gern auch mit ein bisschen Schwitzen verbunden sein.

    Von miss.gunst am 25.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    23.05.05

    Free Sound sucht inspirationale Ideen

    Von Daniel Reichmuth (der mit Sibylle Hauert "Rosen & Spademan Enterprise" betreibt und - im Programm noch unter dem Namen des Vorgängerprojekts "any affair" - auch beim HOME MADE-Workshop dabei sein wird) empfing das Medium von HOME MADE einen interessanten Hinweis, der weitergegeben werden will.

    Und zwar auf die Konferenz "Free Sound", die vom 05. bis 09. September in Barcelona stattfinden wird. Worum es geht, lässt schon der Titel ahnen - was weiters natürlich einen eigenen Eintrag im Zettelkasten verdient. Aus aktuellem Anlass erst einmal nur dies:
    miss.gunst - als Medium naturgemäss von allem, was mit dem Wörtchen "spirit" schwanger geht, magnetisch angezogen - stiess sofort ins Auge, das just für den heutigen Tag die "Deadline for Inspirational Ideas" ausgerufen ist. Also gerade noch Zeit, dem zugehörigen Call zu folgen.

    Das etwas seltsam anmutende Neonym als solches wird dort nicht erklärt. Nur soviel: Wer seine inspirationalen Ideen in Richtung Todeslinie schickt, sollte sie auch gut verteidigen können. Sie kommen nämlich tatsächlich vor ein Tribunal.

    Von miss.gunst am 23.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

    22.05.05

    Geburtstagslieder für (und eines von) Jean Tinguely

    Das Medium von HOME MADE möchte dazu einladen, den heutigen Geburtstag von Jean Tinguely zünftig zu begehen.
    Dazu bietet sich beispielsweise ein Besuch in dem ihm gewidmeten Museum in Basel an, wo derzeit die Ausstellung Bewegliche Teile lockt.
    Oder aber man lauscht ergriffen einer 1988 ausgestrahlten Sendung mit Material aus der Sammlung von William Furlong im Archiv von kunstradio.at.
    miss.gunst, die ziemlich schlecht singen kann, zirpt für J.T. im Insektenchor von "Invasoren der Herzen" aus Graham Ravells Stück "The insect musicians toward a micro-music" mit.

    Von miss.gunst am 22.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    21.05.05

    Sehnsucht nach dem SuperCollider?

    Dem Medium im Hintergrund von HOME MADE ist es nicht entgangen, dass soeben jemand nach dem SuperCollider suchte.
    Da mittlerweile Freeware, helfen wir doch gern mit einem Link zur
    SuperCollider-Homepage...

    Von miss.gunst am 21.05.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

    18.04.05

    umbau

    Erwischt!
    Zwar nicht ganz auf frischer Tat - aber mitten in einer Umbaumassnahme.
    Wir sind und bleiben dran.

    appcc_g1.gif

    Bald wird der begangene Pfad zu den Inhalten führen, welche der gewählte Verweis versprochen hat.
    Oder jedenfalls zu etwas, was dem so nahe wie möglich kommt.

    Vielen Dank für das Verständnis!

    P.S. Dies ist eine allgemein verwendete Baustellenseite. Das Datum dieses Eintrags entspricht also nicht dem Zeitpunkt, an dem die Baustelle angelegt wurde...

    Von miss.gunst am 18.04.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)