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21.01.08

schöner schneiden (how to)

lcls_ksw.gifBei instructables schauen Menschen mit Neigung zum Basteln ja eigentlich sowieso regelmässig vorbei.
Zumal sich in diesem Zuge auch immer wieder hübsche Kuriosa entdecken lassen - wie beispielsweise die essentiellen Tipps zur Vermeidung unbeabsichtigten Verspeisens von Insekten, die wir hier vor einiger Zeit mal vorgestellt haben.

Nun gibt es für instructables-Fans seit einiger Zeit auch ein instructables-Blog - worauf wir eigentlich einfach mal nebenbei hatten verweisen wollen (und nicht zuletzt deshalb, weil sich bei der Inventur zwischen den Jahren zeigte, dass wir unsere Kategorie, die der Vorstellung netter Nachbarn dient, schon länger sehr sehr lange sträflichst vernachlässigt haben).

Eben dort wird gerade (und noch bis 31. Januar) dazu geladen, die instructables-Anleitung des Jahreswechsels 2007/2008 zu küren - wobei dem Sieger dieses Wettbewerbes als Preis ein leckerer Laser-Cutter winkt.
[Beiseit: Ja, wir schämen uns gewaltig, nicht rechtzeitig auch schon auf selbigen hingewiesen zu haben. So viel zum Thema RSS-feeds abonnieren und sie dann auch regelmässig lesen...].

Selbst kann man bei der Abstimmung zwar keinen Blumentopf gewinnen (geschweige denn einen Laser-Cutter) - aber ist ja auch schon ganz interessant, sich die von der Jury für die Endausscheidung ausgewählten Projekte anzuschauen.

Unter anderem gibt's da nämlich auch eine Bastelanleitung, die allen Nichtgewinnern (ergo auch diejenigen, die den Aufruf zur Einreichung aus welchen Gründen auch immer übersehen haben) konstruktiven Trost verspricht:
Nämlich die von "lamedust" entwickelte und eingereichte Anleitung für einen DIY-Laser-Cutter.

Für unsere eigenen Bastelprojekte haben es bislang zwar haushaltsübliche Scheren, Fuchsschwanz und der klassische Papierschneider getan. Aber wenn das tatsächlich so einfach sein sollte mit dem Lasern?
Mindestens lässt sich kaum bestreiten, dass diese Bastelanleitung für ein Werkzeug zum schöneren Schneiden schon für sich genommen eine ziemlich scharfe Sache ist.

lcls_g.gif

[Bildchen: Nicht, dass so unsere bisherige Vorstellung von Kartonschneiden mit dem Laser-Cutter ausgesehen hätte. Oder etwa doch?]

Von miss.gunst am 21.01.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.03.07

fumetto blog

fumb_ksw3.gifWie treuen LeserInnen nicht entgangen sein dürfte, hegt das Medium eine gewisse Zuneigung zu Geschichten in Bildchen. Also dem, was man gemeinhin als Comix oder Cartoons oderoder (be-)zeichnet.
Insofern sind die Fühler bereits jetzt in Richtung Luzern ausgerichtet, wo Ende kommender Woche (endlich, wieder) das Fumetto-Festival beginnt.
Wunderbarerweise gibt es diesmal nun sogar ein Blog, das die zähe Wartezeit auf dieses Ereignis etwas zu verkürzen verspricht.

Betreut wird es von einer Kollegin, deren eigenes Blog eigentlich auch schon längst mal eine Vorstellung verdient hätte. Jedenfalls dem Medium auch extrem sympathisch ist und gern angelegentlich heimgesucht wird, um sich an der Fülle dort versammelter Pretiosen zu delektieren:
Nämlich Suzsanne G.(erber) von wurzeltod.ch (bzw. vice versa, wurzeltod.ch von Suzanne G.).

fumb_g1.gifGerade erst dieser Tage gestartet, gibt es im fumettoblog bislang natürlich noch nicht so viel zu sehen bzw. zu lesen.
Aber das dürfte sich doch aller Wahrscheinlichkeit nach alsbald ändern. Hofft jedenfalls, erwartungsfreudig das Ganze schon mal in die RSS-Futterraufe schaufelnd: Das Medium.

P.S. Bitte auch beachten, dass es einen äusserst attraktiven Extra-Button zum Behufe der Verlinkung des fumettoblogs gibt. Haben wir uns selbstredend sofort geholt und in der Spezialkategorie installiert.

Von miss.gunst am 18.03.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.02.07

tape care

tc_ksw.gifZur Abwechslung mal wieder einen Blick in die nette Nachbarschaft - allerdings ohne dabei von dem Thema abzukommen, das in den letzten Einträgen ziemlich gut bedacht wurde: Tapes, zu deutsch Kassetten.

Dass es noch mehr Menschen gibt, die sich wie Harold Schellinx mit seinem Found Tapes Exhibition Projekt (s. den Eintrag vom 11.02.07) oder Zoë Irvine mit ihrer Magnetic Migration Music (s. den Eintrag vom 03.01.07) um das Schicksal mit Musik, Klängen und Geräuschen bespielter Magnetbänder sorgen, dürfte ohnehin klar sein.
Und das manche daraus mehr machen, haben darüber hinaus auch gerade erst die beiden Austellungsprojekte rund um das in diesem Log.Buch gut umschwärmte zweite "Kleine Field Recordings Festival" in Erinnerung gerufen.

tc_g.gifDessen Initiator, Rinus van Alebeek, gehört natürlich auch dazu und hat - speziell, aber nicht ausschliesslich für Berlin basierte SympathisantInnen - diesen Winter (bzw. "Winter") nun auch noch ein eigenes Blog angelegt, das diese Leidesnchaft und ihre meist doch sehr kreativen Konsequenzen dokumentieren will.

Es hört auf den treffenden Namen Tape Care. Und sei hiermit vom braven Medium, das sich - wenngleich wie auch immer häufig, so doch nur gelegentlich in Berlin unterwegs - doch definitiv zur Zielgruppe zählt auch seinen etwaig entsprechend geneigten LeserInnen ans Herz gelegt...

Von miss.gunst am 16.02.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.01.07

almost all about art as we love it (we-make-money-not...)

wmmna_ksw.gifA propos Eulen nach Athen. Eins der besten, aber eben auch bekanntesten Blogs zu ziemlich exakt den Themen, für die sich die geneigten LeserInnen des HOME MADE-Logs interessieren, ist auch so ein Fall: Traut man sich kaum extra vorzustellen, weil es eh schon alle seit Jahren in der RSS-Futterraufe liegen haben.
Andererseits wäre es eben eine echte Unterlassungssünde, ihm nicht doch endlich mal einen eigenen Eintrag zu widmen.

Ergo, hier ist sie: Die längst fällige Ode auf we-make-money-not-art.

wmmna_g1.gifFraglos nämlich eins jener Weblogs, die inhaltlich wie qualitativ so manches lässig überholen, was der entsprechende Fachzeitschriftensektor im Umfeld bieten kann.

wmmna_g5.gifSpannend ist allem voran erst mal die Mischung der Felder, auf die we-make-money-not-art seine Aufmerksamkeit richtet - Design, Kunst, Architektur, Games und Gadgets, die mit neuen Technologien arbeiten (oder eben manchmal neue Zugänge zu ältere Technologien erforschen; wer direkt in das weite Themenfeld eintauchen will, wird in der Tag-Wolke eine ansehnliche Auswahl von Sprungbrettern finden - sie ist so riesig, dass das Bildchen beiseit nur den Ausschnitt von a bis g erfassen kann).

Lecker wird das Ganze aber eben auch durch die Art und Weise, wie Régine Debatty dieses Konzept zur Umsetzung bringt:
Auf der einen Seite pflegt sie mit einem angenehm lockeren Umgang mit ihren Gegenständen, aus dem ein persönliches Interesse an der Sache spricht.
Auf der anderen Seite heisst das aber nicht etwa, dass hier nur geplaudert würde. Ganz im Gegenteil kommt die Mehrzahl der Beiträge in Form von Artikeln daher, die fundierte Kommentare und Kontextinformationen bereitstellen.

wmmna_g3a.gifZudem bloggt sie nicht etwa nur Funde vom Feinsten - also all das, was sich zum Themenfeld von we-make-money-not-art in den Wucherungen des WeltWeitenGeWebes aufspüren lässt.
Viele Beiträge entstehen vor Ort, also angelegentlich von Festivals (siehe den Bereich "Coverage") und Ausstellungsbesuchen; und nicht selten gibt es dazu dann auch noch Interviews oder es werden mit KünstlerInnen oder DesignerInnen, deren Arbeit kontinuierlicher verfolgt wird, angelegentlich e-terviews per Mail geführt.

Kurzum: Ein Blog, wie es das Herz begehrt - und das eben nicht zuletzt dadurch so sympathisch ist, dass es selbst von Engagement und Herzblut getragen wird.

wmmna_g6.gifP.S. Weniger der Grund, wohl aber mittelbar Anstoss, eben doch mal die Eulchen nach Athen zu schicken, war aktuell ein wirklich netter Rückverweis aufs Log.Büchlein des Mediums (*o freu*, Merci!!!) - der aber vor allem deshalb hier verankert werden soll, weil er im Rahmen eines Artikels erfolgte, der angeregt Eintrag vom 14.12.06 zum GAME ARCADE-Projekt mit einem kleinen e-terview mit David Pfluger wie immer wunderbaren Mehrwert zum Thema bietet.

P.P.S.
Wie sonst bei der Vorstellung netter Nachbarn üblich, ein zwei einzelne Beiträge besonders zu empfehlen, fällt angesichts der Fülle leckerster Köstlichkeiten im Fall von we-make-money-not-art dagegen denkbar schwer.
Wenn's aber doch sein sollte: Wären das aus der letzten Zeit zum Beispiel der zu "Sensory-Deprivation Games" (vom 15.10.06, zu deutsch: "Sinneswahrnehmungsberaubungsspiele" - wobei, beseit: "Deprivation" das klassische Fachwort der Wahrnehmungspsychologie ist, die zu Forschungszwecken mindestens früher selbst recht gern entsprechende Spiele spielte). Und, sozusagen thematisch fast verwandt: Derjenige zum grossartigen "Coniglio Hat" (vom 12.12.06, zu deutsch: "Häschenhütchen" oder "Karnickelkappe"). Und am besten noch einer zu mehr oder weniger skurrilen Musikinstrumenten, wie etwa von Fischen gespielten Blechbläsern (vom 22.12.06)? Eben: Und... und... und... und...

[Bildchen: Ein Mini-we-make-money-not-art- Porträt, natürlich nur ausschnittweise. Wobei man an dem Bild unten links hoffentlich ein gestalterisches Extra-Zuckerl erkennen kann: Die jeweils angewählte Tag- bzw. Archivkategorie erscheint naemlich anstelle von "art" im Kopftitel - "we-make-money-not-sound" in diesem Fall. Auch sehr schön, oder?]

Von miss.gunst am 05.01.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

04.01.07

frösche und eichhörnchen (netaudiocharts ff., ff.)

nchch_ksw.gifTagelang gehadert, ob das noch geht oder einfach deshalb eher nicht, weil es nun wirklich hiesse, nachgerade scharen- bzw. schwärmeweise Bären bzw. Eulen dorthin zu jagen, wo sie bekanntermassen sowieso ihre Bleibe haben.
Andererseits hat es ja auch fern der Heimat dieses Logs den einen oder die andere LeserIn, der/die vielleicht... was zwar unwahrscheinlich ist... aber sowieso und allein schon aus Sympathiegründen...

... gibt es sie jetzt also doch noch: Die denkbar nahe liegenden Anker zu netaudiocharts in der denkbar nächstgelegenen Nachbarschaft.

nchch_g1.gifGemeint ist natürlich zum Einen das rührige sonic squirrel - das vom Medium allerdings ohnedies immer wieder, um nicht zu sagen: bei jeder sich bietenden Gelegenheit verankert wird (zuletzt etwa im Eintrag zum Zürcher netlabelfestival im vergangenen November).

Streng genommen hat es dort - ungeachtet der unzähligen Leckereien, die das Hörnchen hortet - aber auch garkeine echten Charts; schon gar nicht solche, die - wie bei mogwai - mit ausführlichen Informationen oder gar persönlichen Begründungen der Wertschätzung einhergehen.
Stattdessen gibt es schlichte Listen von Stücken, die NutzerInnen der Plattform zusammenstellen können.

Die kommen dann mitunter eben auch einfach als monographische Verweise daher, die eigentlich nichts anderes als die Tracklist einer (in Zahlen: 1, also einer einzigen) EP-Veröffentlichung sind.

nchch_g6.gifWas als Empfehlung natürlich trotzdem nett und der Orientierung in den wachsenden Beständen zuträglich ist.

Klassische Chartsformate gibt es dagegen gleich nebenan bei(m) Starfrosch, dessen Eingaben ja auch schon in der netaudiocharts-Liste bei netlabel.org bzw. phlow begegnen konnten.

Auf dem hauseigenen Blognode werden turnusmässig sowohl Monats- als auch Jahrescharts bekannt gegeben.
Wie man es sich wünscht, mit persönlichen Kommentaren und Bewertungen, die in diesem Fall von engagierten NutzerInnen stammen. Und bequem entweder direkt auf der Seite akustisch abgerufen oder auf die Platte bzw. den Player geladen werden können.

nchch_g7.gifDamit nicht genug, gibt es ausserdem Brit-Brit-Britney,

"... a place where people recommend, publish and vote for the next big hits..."

Dahinter steckt (heute haben wir es wirklich mit den Tierchen) ein ziemlich ausgefuchstes Verfahren, in dessen Zuge man einerseits seine Lieblingstracks zur Bewertung durch die Gemeinde vorschlagen kann - woraufhin sie dann erst einmal in eine Warteschlange im Hintergrund eingereiht werden.

nchch_g4.gifAndererseits dürfen bzw. sollen dann eben auch Bewertungen abgegeben werden; erhält ein Titel genug stimmen, landet er auf der prominenten Brit-Brit-Hit-Liste auf der ersten Seite.
Achja, und damit das Ganze auch klappt, gibt es gleich mehrere Optionen fürs RSS-Abonnement, nämlich sowohl eins für die Warteschleife als auch eines für die Hits.

Kurzum: Mal unabhängig vom allgemeinen Votingwahn betrachtet, ein dickes Stück vom Kuchen Basisdemokratie - was dann auch zu einer entsprechenden Vielfalt der Empfehlungen führt.
Womit aber natürlich eins nicht mehr zu haben ist: Eine ganz persönliche Selektion, wie sie dem Medium bei mogwai eben auch gerade gut gefiel.

Um so grösser dann vielleicht der Ansporn, selbst mal wieder einschlägig tätig zu werden, oder nicht?

Hilfreich hierfür sind übrigens sowohl das Hörnchen als auch der Frosch, denn beide bieten gezielte (und verfeiner- sowie kombinierbare) Suchmöglichkeiten nach Stilen an.

nchch_g2.gifWährend man beim sonic squirrel - wie ja hier im Log.Buch auch schon mal vorgestellt - auf diesem Wege aber nur zum Labelkatalog gelangt, gehts bei Starfrosch gleich zu ausgewählten Hits.

Das allerbeste an der Suchmaschine des Frosches ist jedoch, dass als Tags auch die CC-Lizenzen eingegeben werden können. Im Prinzip sollen zwar bei beiden Plattformen sowieso alle Einträge jenseits von der Musikindustrie betreuten Produktionen liegen. Praktisch heisst das aber noch lange nicht, dass die jeweiligen Alternativlizenzen wirklich angeben sind. Da ist man dann - zumal in der Feindifferenzierung (was kann gespielt, was könnte gegebenenfalls auch weiter bearbeitet werden) - beim Starfrosch gerade nochmal ein Stückchen besser bedient.

[Bildchen: Wie unschwer zu erkennen, sämtlich die besprochenen Bereiche aus den Angeboten von S-Frosch und S-Hörnchen vorstellend - entsprechend führen auch die Anker direkt aufs jeweilige Terrain.]

Von miss.gunst am 04.01.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

01.01.07

netaudiocharts (mogwai)

mog_ksw.gifEigentlich wäre heute ja das geeignete Datum, gute Vorsätze kund zu tun und sich stante pede an deren Umsetzung zu machen.
Aber das muss ja nicht gleich heissen, als allernächstes doch noch zeitnah zum Jahreswechsel ein Netzlabelmusik-Mixtape zu basteln.
Ganz im Gegenteil könnte ein guter Vorsatz beispielsweise auch sein:
Ein bisschen mehr Müssiggang zu pflegen.
Insbesondere dann, wenn in der netten Nachbarschaft Projekte zu finden sind, die - um beim Beispiel zu bleiben: etwa in Sachen netaudiocharts - unschlagbar fleissig und auch sonst äusserst empfehlenswert sind.

Wie beispielsweise mogwai, ein Projekt von Andreas Buttweiler, der hier (nahzu) allmonatlich seine netaudiocharts publiziert.

Die zeichnen sich erstens durch eine liebevolle, ästhetisch angenehme und rundum NutzerInnen-freundliche Aufmachung aus:
Gleich auf den ersten Blick und schon mal optisch sehr verlockend strahlen uns neun zum magischen Viereck angeordnete 'Cover' von Netzlabel-EPs an, die beim mouseover seit Neuerem sogar auch gleich die Basisdaten der jeweiligen Veröffentlichung preisgeben.

mog_g1.gifClickt man das Cover dann an, gelangt man in den meisten Fällen zu einer Review (inklusive Datenblatt und Ankern zu allen Stücken), die mogwai daselbst im eZine bzw. Blog seines eigenen Netzlabel- und Radioprojekts kreislauf abgelegt hat. Ansonsten geht es hin und wieder auch mal direkt zur betreffenden Veröffentlichung.
Anders gesagt: Da werden also nicht etwa einfach nur TopTen (oder TopNine) gelistet, sondern auch wirklich vorgestellt, mit allem was dazugehört.

mog_g2.gifWer allerdings selber zu bequem ist, eigene Ausflüge ins Eingemachte der netaudiocharts zu machen, wird ebenfalls bestens bedient: Gleich auf der Hauptseite gibt es nämlich als besonderes Bonbon noch einen Stream, über den man sich gleich eine leckere Auswahl der Auswahl zu Gemüte resp. zu Ohren führen (lassen) kann.

Seit Juni 2005 ist mogwai mittlerweile dabei - was bedeutet, dass die Archive auch bestens als Schatzkammer für schöne Funde und obendrein als ein (wie auch immer selektives) Gedächtnis der jüngeren Netaudiogeschichte funktionieren. Und jeweils aktuell eben auch immer wieder einen guten Einstieg in das florierende, damit aber zugleich immer unübersichtlichere Terrain der Netzmusikpublikationen bietet.

Da sollte nun nach "erstens" noch ein "zweitens" kommen?
Ja, genau - das ist dann allerdings eine Festellung mehr persönlicher Natur. Den mindestens der (bescheidenen, dem eigenen Ermessenen nach zugleich jedoch schwer zu umgehenden) Meinung des Mediums nach zeichnet sich mogwais monatliche Auswahl auch durch hohe Geschmackssicherheit aus.
Oder, weniger gestelzt gesagt: Die Schnittmenge der Favoriten ist in der Regel ziemlich gross. Und was aus dieser herausfällt, dann meist unter der Kategorie "Klasse Tipp" zu verbuchen.

mog_g3.gifPunkt zwei muss sicher so nicht für alle mogwai-Charts auf der einen und auf der anderen erst recht nicht für Alle gelten, die sich diese zu Gemüte führen. Wäre ja auch eine langweilige Welt, wenn wir alle die gleichen Vorlieben hätten.

Unbestreitbar jedoch handelt es sich bei mogwais netaudiocharts um ein Projekt, das man allein aus Bildungsgründen mindestens einmal monatlich besuchen sollte. Und ist es denn nicht das Schönste, wenn ein Bildungserlebnis zugleich Hedonismusfaktor besitzt?
Eben.

[Bildchen: Führen jeweils zu den angezeigten Destinationen - also den aktuellen netaudiocharts für 01/2007, zu kreislauf sowie zur Hauptseite des mogwai-netaudiocharts-Projekts.]

Von miss.gunst am 01.01.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

31.12.06

Wunderbares WFMU (mit WRT)

botb_ksw.gifWeil die Woche zwischen den Jahren viel zu schnell vergangen ist und die versprochene Kulturbeutelleerung eigentlich noch lange nicht abgeschlossen, gibt es heuer zu Silvester einen Anker in die Nachbarschaft.
Der, selige Bequemlichkeit, ein Netzmusik-Mixtape - wie es 2005 gezimmert wurde - mehr als vollwertig ersetzen kann.
Wobei: Natürlich nicht unbedingt ersetzen muss...

Erst einmal jedoch in die nette Nachbarschaft - nämlich zu einem Weblog, welches auf den etwas seltsamen Namen "WFMU's Beware of the Blog" hört.

botb_g1.gifHuh? Etwa eine Drohung?
Allenfalls vor einer deartigen Menge an leckeren Inhalten, dass man sie schwerlich Tag für Tag verdauen kann. Regelmässig kosten dürfte aber kaum schaden.

Das Kürzel "WFMU" steht dabei für eine in New York beheimatete Radiostation, deren Sendungen man via Web in verschiedenen Wahlformaten live mithören kann (die Formatwahl findet sich bequemerweise auch in der rechten Spalte auf der Blog-Heimseite, was gegebenenfalls die zünftige Beschallung während der Bloglektüren gestattet).
Aber eben nicht nur live: Schon an der Programmübersicht lässt sich eräugen, dass Zeitverschiebungen etc. in diesem Fall locker zu verschmerzen sind: Alle Sendungen werden nämlich archiviert - so dass man nur noch aus den Playlists das jeweils genehme Menue herausfischen muss.

botb_g3.gifVor allem anderen aber bietet "WFMU's Beware of the Blog" auch für sich genommen nebst diversen mehr oder weniger skurrilen Funden aus dem WeltWeiten GeWebe (und deren in der Regel recht kurzweiligen Kommentierung) sowie natürlich auch Neuigkeiten aus der eigenen Radiosphäre stets Anker zu Hörens- und Sehenswertem an.

Nicht anders natürlich auch zum Jahresende: Da haben sich nämlich die WFMU-Radioaktiven nicht lumpen lassen und stellen ihre jeweiligen "TOP TEN des Jahres 2006" vor. Jede Menge Anker für direkten Lauschgenuss inklusive.

botb_g2.gifMit so etwas lässt sich - mindestens was die Auswahl und Vielfalt betrifft - wohl schwerlich mithalten, wenn es um zünftige Beschallung zu Silvester geht.
Jedenfalls nicht mit einem bescheidenen Netzmusik-Mixtape, wie es das Medium im vergangenen Jahr zusammengestellt hat.

Daher wird sich diesmal brav hintangestellt. Und wer weiss, vielleicht gibt es ja noch Gelegenheit für eine entsprechende Bastelarbeit im Neuen Jahr?*

[Bildchen: WFMU und -'s Beware-of-the-Blog, wie man sieht - mitte links ein Schnappschuss der obendrein noch originell verpackten 2006er-TOP-TEN von WFMU-Radiomacher und -Blogger Mark Allen.]

* A propos. Gehört zwar nicht zur Sache, aber zum Anlass - daher gemäss guter Tradion am Ende doch natürlich noch dies.

Von miss.gunst am 31.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.12.06

Expanded Cinema

ec_ksw.gifHören ist schön. Zweifelsohne. Damit es zur Abwechslung aber auch mal wieder mehr zu sehen gibt, geht heute der Anker des Tages in die nette Nachbarschaft.
Wo zwar kein grosses Kino, aber doch ganz grossartige Sachen anzuschauen sind - und sei es im fummeligen Fensterchen eines Webvideoformats.

Joao Ribas, ein junger Kollege aus New York, präsentiert seit vergangenem Monat in seinem Expanded Cinema Blog echte Pretiosen aus der Experimentalfilm und -video(kunst)geschichte.

ec_g.gifDass beim Transfer ins digitale Format und insbesondere durch die Kompression, durch welche die Originale ins Web 2.0-gerechte Clipfenster gequält werden, eine ganze Menge (und der bescheidenen Meinung eines Mediums mit mässigem Verstand nach: Entscheidendes) verloren geht, ist allerdings weder zu übersehen noch zu überhören.

Als Erinnerungsknoten im virtuellen Taschentuch und/oder als Surrogate, die Appetit auf ein Wiedersehen mit den Vilmen oder gegebenenfalls auch eine erste richtige Sichtung machen können, eignet sich das Ganze aber durchaus.

Einfach mal testen, wie es sich anfühlt. Und dann selbst entscheiden.

Von miss.gunst am 17.12.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.11.06

zahn-rat (swiss art sharkforum)

sasf_ksw.gifNein, nicht Zahnrad. Sondern ein neues Blog in der Nachbarschaft, das mindestens laut seinem Selbstverständnis ein bisschen bissig zu sein verspricht.
Der Kuchen, um den es dabei gehen soll?
Schon tendenziell ein leckerer, nämlich Kunst.

Wie dem Medium von freundlicher Seite zugetragen wurde (Merci an Irene!) hat sich nach dem Vorbild vom bzw. verbunden mit dem berüchtigten sharkforum nun ein Schweizer Abzweig des gefährlich benamsten Kunstkritik-Blogs gebildet:
sasf_g.gifDas Swiss Art Sharkforum, dessen Becken- bzw. Blogbewohner sich insbesondere in den Tiefen und Untiefen der Kunst in der Ostschweiz tummeln wollen.
Und alle, die ebenfalls ein bisschen Zähne zeigen möchten, dazu einladen, mit- bzw. gegen den Strom zu schwimmen.
Oder so ähnlich.

Wie schon häufiger gibt das Medium diesen Lese-Tipp nicht ganz ohne Eigennutz. In den nächsten Tagen wird es nämlich ziemlich intensiv mit Elektrizität beschäftigt sein (an einschlägig bekanntem Ort und in einem wortwörtlich hoch-spannenden Zusammenhang) - ergo wohl mal wieder eine kleine Sendepause einlegen müssen.
Dafür aber ganz sicher wieder das eine oder andere in den Kulturbeutel packen und mitbringen können. Versprochen.

Von miss.gunst am 22.11.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.11.06

Circuit Bending (@ livejournal)

fsm_ksw.gifNach wie vor wenig bis garkeine Zeit - was heute durch einen netten Web 2.0-Tipp zu einem Lieblingsthema dieses Log.Buchs ausgeglichen werden soll, nämlich Circuit Bending.

Auf einschlägigen Umwegen (nämlich über den Makezine-Blog) ist das Medium kürzlich auf circuit bending's LiveJournal gestossen. Was ja schon nett genug hätte sein können, würde es sich nur um das Basteltagebuch einer einzelnen Person handeln.

fsm_g.gifAber noch viel besser: Das circuit bending's LiveJournal wird von einer ganzen Horde, also einer Gemeinschaft Bending-freudiger BastlerInnen bespielt, die dort allerlei anregende, erheiternde oder auch einfach nur lustige und schöne Beugungen von Drähten und Geräten vorstellen.

Wie zum Beispiel kürzlich einen filzbeflauschten Speak & Math oder einen einschlägig bearbeiteten Voicechanger.

Lecker gemacht wird das ganze dann meist nicht nur durch prächtige Fotos, sondern auch durch die zugehörigen Audiodateien und hin und wieder sogar kleine Vilmchen.

Naja. Mitlesen und - je nach Aktivitätsgrad - Beitreten, oder?

[Bildchen: Zeigt, wie unschwer zu sehen, besagten buntbefilzten Speack & Math von telephone 1652.]

Von miss.gunst am 09.11.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

05.11.06

bleepwatch (mit bleep watch)

bw_ksw.gifZum schönen Sonntag wollte das Medium eigentlich einfach nur etwas aus seiner virtuellen Plattenkiste auf den Teller legen. Da aber auch schon länger keine netten Nachbarn mehr empfohlen worden sind, verbinden wir doch einfach das eine mit dem anderen.

Und das geht grad sehr gut mit bleepwatch - einem jener Blogs, die es sich liebenswerter Weise zu Aufgabe gemacht haben, regelmässig Pretiosen aus den aktuellen Netzlabel-Produktionen bzw. -Publikationen vorzustellen.

bw_g.gifbleepwatch bietet dabei den nicht zu unterschätzenden Vorteil, das Kriterium der persönlichen Wahl mit einer guten Sortierung zu kombinieren. Das heisst, alle Einträge werden unter eine oder mehreren Kategorien gepackt, die zum Beispiel - quasi klassisch - "ambient", "drum'n'bass" oder "electro" heissen; aber auch etwas inspirierendere Benamsungen wie "abstract" tragen können.

Ist gewissermassen für alle etwas dabei, ergo auch für das Medium, das - zugegeben - bevorzugt eher in Schubladen wie "noise", "glitch" oder "field recordings" zu lugen pflegt. Und sei's nur, um sich ein wenig zu wundern, was andere (in diesem Fall David Keifer und Co) unter diesen Stichworten so abzulegen pflegen.

hscod.gifWahrscheinlich ist deshalb auch hier die liebste Kategorie jene, die keinen Namen trägt. Und in der kam kürzlich auch jene EP zur Vorstellung, die das Medium für heute von Herzen empfehlen möchte:

Nämlich "Children of Divorce", Mitte Oktober von Headphone Science a.k.a. Dustin Craig bei sixteensteps publiziert.
Um wie immer noch ein Stückchen des Kuchens besonders zu preisen: Das würde in diesem Fall wohl "flashback 1977: the unexpected" (mp3) sein. Schon ziemlich yummie, oder?

Von miss.gunst am 05.11.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

12.09.06

Kulturblog Zürich

kbch_ksw.gifWeil zwischen diversen Exkursionen einfach zu wenig Zeit bleibt, die entsprechenden Eingänge im Kulturbeutel würdig auszuwerten, verweisen wir aushilfsweise - aber auch, weil es eh längst mal wieder an der Zeit ist - einfach in die nette Nachbarschaft.

Und zwar diesmal gleich in doppeltem Sinne wortwörtlich:
Insofern der Zürcher Kulturblog nicht nur geographisch quasi um die Ecke liegt.
kbch_g.gifSondern durchaus auch in verwandten Gefilden gründelt wie das Medium. Freilich ungleich fokussierter auf die lokalen, regionalen und mitunter nationalen Aktivitäten im allgemeinen. Sowie im besonderen auch auf die Kulturpolitik.

Insofern nachgerade eine Pflichtlektüre für alle einschlägig Interessierte - und anderer Meinung kann man ja immer noch sein respektive diese in Kommentaren auch äussern.

Aktuell beispielsweise mag das Medium der (zweifellos ziemlich unterhaltsam vorgetragenen) Kritik zur Theater- bzw. genauer gesagt: Tanz-Politik ("Wenn die Kulturbürokratie tanzt") nicht so ohne weiteres zu folgen. Denn dass es sich beim Tanz um die "meistgehätschelte Kultursparte" handeln soll, hält es - Subventionen hin oder her - auf der Basis seiner eigenen Kenntnisse des Metiers eher für ein Gerücht.

Nichts desto weniger liest es den Kulturblog gern, interessiert und oft - und will ihn insofern für einmal wärmstens weiterempfehlen.

Von miss.gunst am 12.09.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.07.06

Besseres Radio Blog

brb_ksw.gifWarum nun ausgerechnet an dieser Stelle ein Weblog zum Thema Radio vorgestellt wird?
Das hat gleich mehrere Gründe.
Ein guter ist wie je, dass sich das Medium immer gern in der Nachbarschaft umschaut, um die entsprechende Kategorie seines Log.Buchs zu füttern.
Aber das ist natürlich nicht der einzige.

Ausserdem schlug ihm ein wenig das schlechte Gewissen, über die Ankündigung der gestrigen GUNSTradiosendung zwar dick (und durchaus sinn- und sachgemäss) Tesla Radio geschrieben zu haben. In selbiger aber - anders als es das zugehörige Bildchen um so mehr suggerieren konnte - just von Teslas Verdiensten um das Radio eigentlich nicht weiter gehandelt wurde.

Folglich wühlte es in seinen Pfründen, ob da nicht noch ein netter Hinweis gegeben werden könnte. Allein, wenn nicht in diesem Log, dann doch im Tesla-Geburtstags-Eintrag bei digital brainstorming wurden eigentlich schon zentrale Lektüren wie George Trinkaus' Buch zum Thema verankert. Während die brütende Hitze nicht gerade dazu verführt, in ausführlichen Artikeln lang und breit die historische Streitfrage "Tesla vs. Marconi" zu diskutieren.

brb_g.gifEben darüber hadernd stolperte es dann über den bei früheren Recherchen mit Lesezeichen versehenen Eintrag zum Thema in Brian Moffatts "Better Radio"-Blog.

So viel mehr zu Teslas Radio gibt ersterer zwar auch nicht her. Letzterer lässt sich eben aber ganz wunderbar als durchwühl- und schmökerbare Lektüre den LeserInnen dieses Log.Buchs weiterreichen.
Gern geschehen. Und dann kann es auch mit der Instrumentenkunde weitergehen...

P.S. Ja, dass dort seit Januar kein neuer Eintrag mehr erfolgt ist, hat das Medium auch bemerkt. Ist schade, aber: Zettelkasten bleibt Zettelkasten (das ist das schöne an Themenblogs) - und vielleicht überkommt es Herrn Moffatt auch wieder, wer weiss?

Von miss.gunst am 22.07.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.07.06

Hacked Gadgets

hg_ksw.gifAlso, dieses Blog verdient einfach einen eigenen Eintrag, auch wenn der die Tesla-Serie unterbricht.
Denn abgesehen davon, dass es eine angenehme Alternative zu den schätzungsweise 1000+n Gadget-Blogs ist, die unter dem Strich vor allem mehr oder weniger begeisterte (und mehr oder weniger begeisternde) Werbung für Waren machen, liegen Hacked Gadgets allemal klar im Interessengebiet eines Log.Buchs, das mit DIY-Kultur sympathisiert.

Und im übrigen hat ihn das Medium gefunden, als es gestern im Zusammenhang mit den musikalischen Tesla-Spulen nach den Audio- resp. Videodokumentationen zu Steve Conners einschlägigen Experimenten Ausschau hielt.

Dabei stiess es nämlich auf einen, genauer gesagt: den aktuellsten (und insofern eben doch bestens in die Tesla-Reihe passenden) Eintrag im Hacked Gadgets-Blog, der gleich zwei Vilmchen mit Tesla Coil Music vorstellt. Wobei man in diesem Fall allerdings sagen muss, dass die Spulen selber eigentlich nicht selber singen, sondern eher mitschwingen.

hg_g.gifAber das nur beiseit, denn natürlich hält das Hacked Gadgets Blog noch viele viele Leckerein zu vielen vielen anderen Themen bereit. Da hier nun jede/r nach Gusto selbst fischen kann, müssen die nicht unbedingt aufgezählt werden.

Vielleicht sollte dabei noch angemerkt werden, dass nicht wenige davon tendenziell unter die Kategorie "zwar DIY, aber pls. do not try this at home" fallen. Und es sicher nicht allen so gut gefällt, in der Kategorie Toy Hacks gleich auf eine funktionsfähige Schusswaffe, ein Gummibandmaschinengewehr zu treffen - Spielzeug hin oder her, so etwas kann doch ins Auge gehen.
Dann schon lieber einen niedlichen friedlichen USB-Stick-Schutz wie diesen hier, oder?

Von miss.gunst am 14.07.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

22.06.06

digital brainstorming blog

dbb_ksw.gifKleine Unterbrechung unseres sommerlichen Schlenderns durch Klanggärten zu Gunsten einer Werbung in verwandter Sache:
Die Plattform digital brainstorming - Webrepräsentanz und Archiv der gleichnamigen Veranstaltungsreihe zur elektronischen Kultur - ist renoviert worden.
Und zusätzlich zum neuen Gewand gibt es nun auch ein digital brainstorming BLOG.

Durch selbiges wird, gemeinsam mit einigen gleichermassen von der Materie inspirierten KollegInnen, fürderhin auch das Medium spuken.

Um nach sehens- und hörenswerten digitalen Produktionen zu lugen und zu lauschen bzw. seine Meinung zu Gesehenem und Gehörtem kundzutun. Mit dem einen oder anderen Gadgets zu spielen. Mehr oder weniger tragende Gedanken auf aktuelle Entwicklungen in der elektronischen Kultur zu verwenden (hoffentlich nicht: zu verschwenden). Und natürlich auch auf Veranstaltungen hinzuweisen, deren Besuch empfehlbar erscheint.

dbb_g.gifSoweit das Vorhaben. Das Blog ist noch ein bisschen Baustelle - aber man kann bereits in den ersten Einträgen stöbern.

Der heutige des Mediums hätte gut und gerne natürlich auch in dieses Log.Büchlein gepasst, nicht nur weil es seit je ein begeisterter Fan der Reines Prochaines ist. Sondern selbstredend auch, weil sich der eine oder die andere in der LeserInnenschaft für die Kiev Connection interessieren könnte, welche die künftigen Königinnen etabliert haben.

Andererseits erlaubt der Zuwachs an Platzierungsoptionen es eben künftig auch, sich etwas mehr aufs Kerngeschäft konzentrieren zu können - ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn hier mal eine Aktualität in Sachen Schweizer Medienkultur übersprungen wird. Die wird dann nämlich in die nette Nachbarschaft gepackt.

Kurzum: Wer vom Zuwachs in der Familie bequem profitieren will, abonniert einfach ab sofort auch das digital brainstorming BLOG-RSS.

Von miss.gunst am 22.06.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

09.06.06

sonambiente blogging (Zúñiga)

strup_ksw.gifIst doch immer wieder ideal, wenn man zu einer Veranstaltung von Interesse auf nette Nachbarn verweisen kann.
Was im Fall des mutek-Festivals der lila Panda leistete, findet sich nun für das (die?) sonambiente bei Structural Patterns, dem Blog von Ricardo Miranda Zúñiga.

Zúñiga ist selbst mit einem Projekt beteiligt, das eigentlich einen eigenen Eintrag verdient. Bzw. in den nächsten Tagen noch bekommen wird.

strup_g.gifWeil sich das Medium nämlich anderweitig tummeln muss und es dementsprechend eilig hat, huscht es heute schleunigst zu den seiner harrenden Baustellen weiter - und emfiehlt seinen LeserInnen eben, sich derweil genüsslich die beiden bislang publizierten sonambiente-Einträge von Zúñiga zu Gemüte zu führen:

Einen ersten Rundgang von 04.06.06 - in dem unter anderem auch das Projekt "3HfA (Ein Märchen mit ViewMaster und Kopfhörer)" Erwähnung findet, das die auch bei HOME MADE beteiligte Klangbastlerin Iris Rennert zusammen mit Oliver Friedli im Rahmen des sonambiente-Laboratorium aufgebaut hat.

Sowie einen zweiten, am Mittwoch (07.06.06) publizierten Eintrag, in dem das hier ja nun auch schon ebenso häufig wie gern gepriesene Tesla Berlin vorgestellt wird, in dem - als spezielle Tesla-mit-sonambiente-Kooperation ebenfalls einige Arbeiten zu sehen, hören und erleben sind (und auch verschiedene Begleitveranstaltungen stattfinden).

Das alles mit vielen leckeren Bildern und aus erster Hand. Also, was will man mehr?

Von miss.gunst am 09.06.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.05.06

Blogsitting

blgsn_ksw.gifKleinere oder grössere Exkursionen, die der Füllung des Kulturbeutels dienen, sind immer eine feine Sache. Und da man diesen früher oder später wieder auspackt, meist auch dem Log.Buch zuträglich. Andererseits können sie letzterem eben auch schmerzlich klaffende Lücken eintragen.
Doch für alle, die wie das Medium live lieber bei den Dingen als bei den Tasten sind, gibt es jetzt eine wunderbare Alternative:
Das Blogsitter-Netz.

Are you a blogger? Do you face some no-internet-days, holidays or something else that keeps you from updating your precious blog? And you know that a blog without daily updates dies very fast? Don't worry any longer!

blgsn_g.gifDie Einrichtung, die uns diese wunderbare Lösung für ein nachgerade klassisches BloggerInnen-Problem verspricht - "WORLD[']S FIRST BLOGSITTING AGENCY" [ja, hier hätte es das ansonsten inflationär missbrauchte Possesiv-Apoströphchen ausnahmsweise mal gebraucht] - ist ein noch vergleichsweise junges Unternehmen, für das Florian Dusch, Student an der Stuttgarter Merzakademie, verantwortlich zeichnet.

Ob er sich dabei wohl von Diskussionen hat inspirieren lassen, wie sie vergangenes Jahr aufgrund einschlägiger Gesetzesurteile in der deutschen Bloggerszene geführt wurden (siehe einen sprechenden Eintrag bei Thomas Gigold)?

Das Medium stiess auf das Blogsitter.net jedenfalls an denkbar passender Stelle, als ihm nämlich vor ein paar Tagen auf dem EMAF so langsam aber sicher die Zeit zum Nebenbeinochbloggen abhanden kam.

Nunja, für diesmal wäre die Registrierung wohl zu spät gekommen - aber das war nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die letzte Exkursion war... Sendepausen, so wissen wir jedenfalls jetzt, müssen künftig weder angekündigt werden noch wirklich sein.

Allerdings würde das auch bedeuten, dass der Stoff für entsprechende Einträge dünn wird. Und müssen nun erst mal mit uns selber würfeln, ob das wirklich wünschenswert ist.

Von miss.gunst am 18.05.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.04.06

Radio 2.0 (SBAW)

rd20_ksw.gifNach dem nostalgischen Rückblick drängt sich durchaus die Frage auf, was morgen sein wird. Das wird natürlich heute bestimmt.
Ein Blog, das speziell diese Perspektiven im Auge hat, ist tatsächlich in der unmittelbaren Nachbarschaft zu finden.
Grund genug, es hier mal vorzustellen - mal ganz abgesehen davon, dass sich der Termin für die Swiss Blog Awards nähert und das Medium ein wenig Zahn zulegen sollte, wenn es in seiner Mini-Reihe wenigstens eine Hand voll Vorschläge vorzeigen können will.

Die Rede ist natürlich von Radio 2.0 - bekanntlich nur eines von mehreren Blogs, in und mit denen sich Patrik Tschudin engagiert.

Nicht bekannt? Na dann: Neben dem vor einiger Zeit schon freudig verankerten Kunst- und Kultur-Interview-Blog ArtCast und der Mitarbeit im infamen infamy-Blog wären da beispielsweise die liebevollen Lektüren einer bekannten Tageszeitung gewidmeten Bazismen, die (nomen est omen) fröhliche Wissenschaft sowie die kritische Betrachtung einer vielleicht weniger fröhlich stimmenden Wissenschaft, nämlich der das gleichnamige NCCR-Forschungsprojekt unter die Lupe nehmende Sesam Watch-Blog. Kurzum, hier haben wir tatsächlich das, was man einen Blogger aus Leidenschaft nennen könnte - wobei sich letztere eben auch mit handwerklicher Professionalität paart, denn Tschudin ist zugleich Radio- und Print-Journalist.

rd20_g.gifDem Umstand, dass er sich als solcher für die Zukunft der Medien interessiert, in und mit denen er arbeitet, verdankt sich natürlich auch Tschudins Radio 2.0-Blog. Mitlesen ist mithin für alle, die dieses Interesse teilen, eine gute Sache.

Im Fokus stehen dabei sowohl die technischen Entwicklungen als auch Ideen rund um die Frage, was mit ersteren für das Radio, seine Strukturen und seine Inhalte anzufangen ist.
Und natürlich wird auch die ökonomische Gemengelage im Hintergrund beobachtet.
Das alles zunächst einmal aus Schweizer Perspektive - aber keineswegs ausschliesslich, denn wenn es auch um das Netz geht, muss der Blick bekanntlich über nationale Tellerränder hinausgehen.

Ob allerdings das Radio 2.0-Motto "morgen klingt alles anders" zutrifft?
Nun, das werden wir wohl noch sehen - oder besser gesagt, hören...

Von miss.gunst am 18.04.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

17.04.06

Wirklich wichtiges Werkzeug

wiwe_ksw.gifMindestens ein guter Teil der geneigten LeserInnenschaft wird sich heute zwar noch nicht in die aktuelle Arbeitswoche werfen müssen.
Aber Montag bleibt Montag - und gemäss guter Tradition soll da etwas heiter Stimmendes her.
Weil das Medium aber noch ganz erschöpft vom gestrigen Eiersuchen und Hasenjagen ist, macht es sich's diesmal extrem bequem.
Wie man schon daran sehen kann, dass der Eintrag in der Kategorie Nachbarn firmiert.

In ebendieser netten Nachbarschaft - und zwar bei einem der Lieblingsblogs des Mediums (wärmstens gepriesen bereits in einem Eintrag vom 23.07.05), nämlich der konkurrenzlos wunderbaren Riesenmaschine wurde vorgestern ein wirklich wichtiges Werkzeug vorgestellt.

wiwe_g.gifWorum es sich dabei handelt, wird hier natürlich nicht verraten - oder sollte es etwa sogar zweitrangig sein? Viel wichtiger als das wirklich wichtige Werkzeug ist es nämlich, sich genüsslich die ebenso liebevoll wie kurzweilig zum Besten gegebene Geschichte zu Gemüte zu führen, die seiner Vorstellung gewidmet wird.

Wer dieses wirklich wichtige Werkzeug aber nun schon im Kasten hat, wird sich vielleicht über einen zweiten, sozusagen einen Extra-Tipp aus den Gefilden der echt unentbehrlichen Erfindungen freuen. Selbstredend ebenfalls ein Werkzeug (wir sind ja hier nun mal ein DIY-Fachblog) und selbtredend ebenfalls in der netten Nachbarschaft so nett eingeführt, dass man nurmehr einen Anker werfen muss (wir sind ja heute, wie geschrieben, etwas erschöpft und etwas faul).

Besagtes dolles Ding ist beim Nasobem abzuholen. Das Rätsel, das letzteres hintersinning um ersteres strickte, hat niemand gelöst. Aber das Geheimnis wurde schliesslich gelüftet.

Wohlan, zwei nette Lektüren inklusive Empfehlungen für den Werkzeugkasten. Wenn das kein Service zum Wochenanfang ist.

[Bildchen: Weder das eine noch das andere. Wurde wie so oft aus dem eigenen Kasten gefischt: Wie man sieht, eine schlichte Kniepschnippe. Vielseitig - aber wirklich wichtig sicher nicht.]

Von miss.gunst am 17.04.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

07.04.06

Machen

mlog_ksw.gifLogisch: Darum geht es beim DIY-Prinzip, ob am Ende nun Kunst herauskommen soll oder nicht.
Ein treffenderer Titel hätte sich insofern wohl kaum finden lassen für eine Zeitschrift, die im Grunde von der ersten Nummer an - seit Februar vergangenen Jahres, um genau zu sein - die Herzen der Gemeinde höher schlagen lässt: MAKE.

Verankert wurde sie dementsprechend auch schon in einem der ersten LogBuch-Einträge - damals ging es um die Wiederbelebung einer selig verstorbenen Computermaus (hier nach wie vor der Artikel aus MAKEzine #2 als pdf).

mkb_g.gifWährend das eigentliche MAKEzine auf Papier natürlich ein Fall für den Zettelkasten wäre (bzw. ist), gibt es für alle Fans, die nur allzu ungeduldig dem Erscheinen des jeweils nächsten Hefts entgegenharren, jedoch noch ein leckeres Surplus auf den hauseigenen Heimseiten - nämlich den MAKEblog.

Hier regnet es mittlerweile oft mehrfach täglich kleine Berichte über echte Pretiosen der DIY-Kultur; und dabei werden natürlich nicht nur allerlei die gesamte Skala von schlicht beeindruckend bis schwer skurril bespielende Projekte vorgestellt.
Sondern es gibt - der MAKEzine-Philosophie entsprechend - auch jede Menge Tipps, Tricks und Bauanleitungen für Selbstgemachtes bzw. selbst zu Machendes.
Um diese Bandbreite exemplarisch nur an einer Mini-Auswahl der aktuell (07.04.) jüngsten Einträge aufzuzeigen: Zu ersterer Gruppe sind wohl zweifelsohne die Keyboard Shoes zu zählen - während die zweite, nebenbei passend zum vom Medium gerade ventilierten Thema Falten ff., mit einem einfach herzustellenden Blitzlicht-Schirm bestens vertreten ist.

Soll heute lieber etwas für MusikfreundInnen sein? Oder vielleicht sogar gleich DIY-Kunst?
Kein Problem, der MAKEblog verfügt über gut sortierte Archive.
Besonders hilfreich selbstredend: Die fast schon klassische Kategorie "Something I want to learn to do".

Kurzum: Ein Blog, wie es jede/r HeimwerkerIn in der Nachbarschaft liebt und schätzt - und sicher auch hin und wieder wirklich braucht.

Von miss.gunst am 07.04.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

31.01.06

Vernissage TV (SBAW, VTVT)

vtv_k.gifWarum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Zugegeben: NetznutzerInnen können gegographische Distanzen natürlich sowieso weitgehend vernachlässigen.
Trotzdem lässt sich beim Gang in die nähere Nachbarschaft oft noch der eine oder andere Mehrwert abholen. Zum Beispiel auch in Sachen webbasiertes Kulturfernsehen.

Während es bei dem gerade erst vorgestellten culturetv.tv eher Ausstellungen sind, für deren Besuch man sich - jedenfalls, so man in der Schweiz lebt - doch eher ein Flufticket besorgen muss, ist bei Vernissage TV der Weg vom Video zum real besuch- und begehbaren Original in der Regel nicht so weit.

vtv_g.gifDas hat ganz klar damit zu tun, dass dieses Video-Podcast in Basel angesiedelt ist. Vorzugsweise (wenngleich nicht ausschliesslich) stehen daher Kunstereignisse aus der Region im Mittelpunkt der Berichterstattung. Und da dieses Einzugsgebiet nun nicht eben als kulturelle Provinz bezeichnet werden kann, muss man sich um die Internationalität dabei keine Sorgen machen.

So lädt eine der jüngsten Produktionen beispielsweise zu einem Rundgang durch in der vorvergangenen Woche eröffnete Ausstellung von Gustav Metzger in der Basler Kunsthalle ein.

Verantwortlich für Vernissage TV ist ebenfalls ein Profi - sowohl in Sachen zeitgenössischer Kunst(vermittlung) als auch in Sachen WWW: Schon mit seiner in Grenzach-Whylen angesiedelten Galerie hatte sich Heinrich Schmidt in den Neunzigern auf Neuland gewagt, indem er vorzugsweise auf netzbasierte Projekte setzte und hierbei die KünstlerInnen auch technisch unterstützte. Für Vernissage TV hat er sich zunächst mit einem Video-Galerie-Vlog warm gelaufen - das nebenher übrigens nach wie vor betrieben wird.

Mehr über das Konzept verrät er in einem kleinen Gespräch mit Kai Hoelzner, das vergangenen Herbst im vor einiger Zeit schon mal vorgestellten Kunst-Blog erschienen ist.

Das Grundkonzept von VernissageTV besteht darin, das wir zur Kunst selbst nichts sagen.

Hm. Das erinnert einerseits an Gerry Schum, der vor etwa vierzig Jahren mit seinen entsprechenden Idealen im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gnadenlos scheiterte: Sein Wunsch war es ebenfalls gewesen, die Bilder für sich sprechen zu lassen. Fragt sich allerdings, damals wie heute: Können Bilder wirklich selber sprechen? Oder wenn man das meint: Wer spricht da eigentlich?
Und: Sagen nicht auch manchmal Kamera-Perspektiven ziemlich viel?

Mindestens letzteres lässt sich bei der Sichtung von Vernissage-TV-Sendungen durchaus mit einem deutlichen "Ja!" beantworten. Und das ist auch gut so. Findet jedenfalls: miss.gunst.

Von miss.gunst am 31.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

29.01.06

Kulturfernsehen (VTVT)

ctv_k.gifAls Alternative - oder vielleicht besser: Ergänzung zur sonntäglichen Feuilletonlektüre gibt es heute mal wieder einen Tipp für quadratische Augen. Sozusagen in lockerem Anschluss an das letzte bzw. je nach Zählung Anfang der Woche emfohlene DVBlog wiederum ein Videomagazin.
Diesmal jedoch eines mit eigens zusammengestelltem und wechselndem Programm.

Nämlich: culturetv.tv.

What happens when you take the medium of traditional Television Broadcasting and combine it with the much less traditional medium of the Internet? Well, you'll probably end up with a television set for the new millennium, you'll definitely end up with something new and edgy, and you're going to end up here at CultureTV!

ctv_g.gifSo weit das durchaus vollmundige Versprechen - aber es wird durchaus gehalten. Jede Woche findet sich auf der Frontseite eine Speisekarte, deren Bandbreite inhaltlich von Clips zu Ausstellungen über ambitionierte Cartoons bis zu Künstlervideos reicht.
Mit Qualität wird dabei nicht gekleckert; aktuell sind etwa auch Allstars wie Gilbert & George (in Form einer Kamerafahrt durch eine laufende Schau bei White Cube) und Isaac Julien (mit seiner Vilmarbeit Encore II) dabei.

Was nicht weiter wundert, da hinter culturetv.tv ein Profi wie Marjan van Mourik von der Target Foundation steht.

Speziell für die Kategorie Nachbarn hat sich der ambitionierte Kultursender aber natürlich nicht primär um seines ansehnlichen Programmes willen qualifiziert, sondern weil er die Möglichkeit bietet, selbst Beiträge einzureichen. Wie das technisch funktioniert - zugegeben: nicht direkt über ein Blog-Interface, sondern ganz klassisch via FTP - steht im Menüpunkt "Video" nachzulesen.
Ob es dann jeder eingereichte Clip auf die Playlist schafft, sei allerdings mal dahin gestellt.

Aber mit dem, was bislang bei culturetv.tv geboten wird, ist die Latte eben auch nicht gerade niedrig angelegt - und entsprechend hoch dürfte denn auch die Hemmschwelle sein, es einfach mit dem letzten Urlaubsvilmchen zu versuchen. Es sei denn natürlich, Isaac Julien hat es gedreht.

Von miss.gunst am 29.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.01.06

Zeit für einen Quickie? (VTVT)

dvb1.gifObiges ist natürlich mitnichten als zweideutige Anfrage gemeint. Weniges läge dem Medium ferner. Nein, vielmehr steht zum Wochenbeginn - wie schon schöne Tradition - ein Hinweis auf audiovisuelle Leckereien an.
Und der kommt diesmal im Verbund mit einem Eintrag in der Kategorie Nachbarn.

Seit vergangenen Jahr gibt es nämlich das von New York aus betriebenen DVblog; ein Vlog, das auf die Vorstellung von Quicktime-Vilmchen spezialisiert ist, die im engeren oder weiteren Sinne einen Anker zur Kunst aufweisen oder selber welche sind bzw. sein wollen.

DVblog is a Vlog and platform for artists and scholars for publishing and presenting stand-alone and other quicktime works. This site is also a resource and archive for digital video art, net cinema, and experimental moving image projects.

wie es in der Selbstvorstellung des DVblogs heisst.

dvb2.gifWas schon mal ein durchaus schillerndes Spektrum eröffnet. Dementsprechend zählen zu den Kategorien bzw. Schlagworten bzw. Tags, unter denen sich in den angesichts der noch nicht allzulangen Existenz des DVblogs schon so einiges recherieren respektive glücklich finden lässt, so unterschiedliche wie "arts" und "netart", aber zum beispiel auch "ephemera", "documentary odd" und "loop".

Und natürlich hat es auch eine Kategegorie "Musikvideo" (bzw. "music video"). Aus der wiederum bezieht das Medium nun nahe liegender Weise auch seinen ganz persönlichen Tipp für einen netten Einstieg in die Woche.

Der DVblog-Eintrag zur Prangstgrüp-Produktion "Reach" selbst ist es allerdings noch nicht - wiewohl die Musical-Einlage in der Vorlesung zweifellos auch schon ihre Qualitäten hat.
Empfehlen möchte das Medium aber, bei dieser Gelegenheit gleich noch direkt die Prangstgrüp-Heimseite heimzusuchen.

Neben einem ebenfalls sehenswerten Kurzkommentar zur US-Aussenpolitik (und dem besagten Vorlesungsmusical) gehört zu den jüngsten Produktionen - unter "New Videos", wobei, btw: auch im Archiv sind so einige Perlen versammelt - nämlich ein Clip mit dem Titel "Start Up Sound".
Der eigentlich schon fast alles sagt. Und sofort jede Menge persönlicher Assoziationen triggern dürfte.
Aber nichtsdestoweniger angesehen werden will.
Besonders von eingefleischten Apfel-AnbeterInnen.

Also, in diesem Sinne: Allseits viel Vergnügen mit dem Vilmchen!

Von miss.gunst am 23.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

16.01.06

Klänge säen

seso_k.gifUm Klanggärtnerei zu betreiben, kann man verschiedene Wege beschreiten. Was ja hin und wieder auch schon Thema in diesem LogBuch war - im vergangenen Jahr zum Beispiel mit Blick auf den garden of codes, Pfau und Morgners Assonanzen, Evans' Eau d'Artifice oder natürlich Andres Bosshards Wassermusikfrüchte hervorbringende Luftbeete in Romainmoîtier.

Heute allerdings geht es um eine in der Blogosphäre besonders nahe liegende Methode.

Na, welche wohl: Den Anbau von mp3-Dateien - der idealer Weise natürlich so vorgenommen werden will, dass sich die Früchte kräftig mehren können. Und mit ihnen die LiebhaberInnen der angebotenen Kost.

seso_g.gifLanger Rede kurzer Sinn, der heutige Eintrag führt wieder einmal zu einem Netzlabel - und zwar zu einem, dass passender Weise sinnträchtig Seedsound benamst ist. Weil es obendrein seit jüngstem im Blogformat geführt wird - und das nicht nur auf technischer Ebene, sondern tatsächlich auch, um im news-Bereich hin und wieder akustische Perlen aus anderen Produktionen vorzustellen - landet es hier auch gleich in der Kategorie mit den netten Nachbarn.

Für eine Vorstellung an diesem Montag hat es sich allerdings nun nicht nur aus den genannten Gründen qualifiziert. Sondern vor allem, weil seine jüngste Veröffentlichung wirklich allerbestens geeignet ist, uns einen höchst angenehmen Einstieg in die Woche zu bereiten.

Dafür sorgt in diesem Fall also the banjo consorsium [sic, s nicht t] mit seinem Debut, le debut (Stream als m3u, und auf der verankerten Seite die gesamte EP inklusive Cover zum Herunterladen).

Laut Beipackzettel

"nostalgic, thoughtful, and unique. a mixture of classic folk-tale sounds and modern beats [...] haunting and almost desparate at times ... searching for a path through something uncharted and innocent, while maintaining a mature precision in a production that is truly personal."

baco_k.gifKlingt nachgerade gefährlich romantisch? Nunja, abgesehen davon, dass man Labeltextern schon hin und wieder mal auf die Finger hauen möchte, bevor sie mit selbigen in die Tasten greifen und vollkommen wohlmeinend Sätze schreiben, die irgendwie zu schiefen Wahrnehmungen führen können - ein bisschen stimmt es schon mit der heiligen Unschuld. Oder eben einem entsprechenden akustischen Augenaufschlag - der ja selbst gar nicht so unschuldig sein muss, wie er daherkommt.
Verführerisch angenehm ist das Ganze jedenfalls. Aber Verzweiflung stellt sich allenfalls dann ein, wenn man der Einsicht beigeben muss, dass auch die schönste EP mal ein Ende hat - selbst wenn man die Tracks noch eine Zeit lang loopt. Sollte es sich hier um einen Auswuchs des neuerdings ausgerufenen Trends zur Folktronic handeln, dann gesteht das Medium gerne ein, dass es derart akustisch umperlt liebend gerne im Mainstream der Minderheiten badet. Einfach fein!

Zuzugeben ist an dieser Stelle allerdings auch: Für eifrige de:bug-PodBlog-LeserInnen ist dieser Tipp nun nicht gerade eine brandheisse Neuigkeit, denn Sascha Kösch hat uns die EP dort schon vergangene Woche ans Herz gelegt bzw. in den Podcast geschoben [und dafür winken wir dankbarst zurück].
Alle anderen aber mögen sich bitte schleunigst zu Seedsound begeben, um auf diese Weise des ganzen Glücks teilhaftig werden.

Btw: Eine Heimseite der geheimnisvollen Zupfinstrument-Vereinigung lässt sich (noch) nicht direkt verankern, aber über das Seedsound-Release Nummer 10 (Stream als m3u, aber auf der Seed-Seite natürlich auch zum Herunterladen) bzw. dessen Autor, Japh und seine Netzpräsenz - statikradio.tk - gelangen wir immerhin schon mal zu deren Vorankündigung unter www.thebanjoconsorsium.tk. Voilà, also vormerken bitte, denn da lohnt es sich sicher, mit aufgestellten Öhrchen weiter dabei zu bleiben.

Von miss.gunst am 16.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.01.06

Verzückendes frenZINE (SBAW)

fren1_ksw.gifHöchste Zeit, sich mal wieder in der Nachbarschaft umzuschauen. Und da der entsprechende Blick des Mediums seit einiger Zeit (und voraussichtlich mindestens noch bis Anfang Mai) durch die vergangenen Herbst eigens angeschaffte SBAW-Brille geschickt wird, stellen wir in diesem Zuge auch gleich eine(n) weitere(n) potentielle(n) Wunschkandidaten/in für die Swiss Blog Awards vor.

Zwar hat das Medium keinen blassen Schimmer, ob Franziska Nyffeler a.k.a miss monkeypunk ihr frenZINE-Blog überhaupt für diesen Anlass anmelden wird.
fren1.jpgWäre dem so und gäbe es dann auch eine Kategorie für "Vollkommene Verzückung" (oder so ähnlich) - dann stünde speziell dieses LogBuch ganz oben auf der Liste.
Zumal ihm gleich anzusehen ist, dass es seinem Namen alle Ehre macht: Wo "the haptic blog" draufsteht, ist auch etwas zum Anfassen drin. Naja, fast. Jedenfalls wird die entsprechende Anmutung derart eindrücklich transportiert, dass man sich schon fast auf die Finger klopfen muss, um seinen Bildschirm nicht als Touchscreen zu missbrauchen.

Ein bisschen Übung, den Reflex zum Umschlagen der virtuellen Ringbuchseiten zu unterdrücken, dürften die meisten frenZINE-Blog-LeserInnen mittlerweile allerdings schon haben. Denn eingerichtet wurde das Ganze im vergangenen Frühjahr nicht zuletzt, um dem einzig wahren frenZINE zu assistieren, das seinerseits bereits seit 2003 die Herzen von Screenmag-Fans höher schlagen lässt. [Beiseit mithin eingestanden: Da wird sogar das ansonsten nicht gerade Flash-verliebte Medium weich und freut sich an der satten Visualisierung...]

fren6.gifDie im Oktober besagten Jahres erschienene Erstausgabe kommt noch vergleichsweise schlicht in Schwarz-Weiss daher; aber schon ab Nummer 2 (sozusagen miss monkeypunks Reise nach Wien... "vienna sucks - no, no: just a bit") wird es farbig; die Haruki Murakami gewidmete Ausgabe 6 erzählt nicht nur in Bildern, sondern auch in kleinen, träumerischen Texten - und überhaupt kann man beim lustvollen Blättern in den eins ums andere mal mehr verzückenden frenZINES eben nicht nur miss monkeypunks alles andere als langweiligen Kosmos kennenlernen, sondern auch ein bisschen darüber, wie facettenreich sich mit dem Medium Flash-Zine umgehen lässt.

fren14.gifBesonders glücklich hat die frenZINE-Fans aber sicherlich die bislang jüngste Ausgabe, die im vergangenen November erschienene Nummer 14 gemacht. Die kommt nämlich als veritables Klappbilderbuch daher - nur dass selbiges anstelle von Krogufanten und Eledilen eben von monkeypunks und anderen frenzy figures bevölkert wird.

Weil es hier aber aus sozusagen kategorialen Gründen nur nebenbei um's ZINE und an erster Stelle um das zugehörige LogBuch bzw. den frenZINE-Blog gehen soll, zu letzterem pflichtschuldig auch noch einige - naja: wenige Worte. Schliesslich könnte man mit Blick auf miss monkeypunks Produktionen auch schlicht und einfach den guten alten Goethe zitieren ("Zum Sehen geboren / zum Schauen bestellt..."). Aber ausgerechnet an dieser Stelle mit Klassikerlast kommen, das passt dann doch nicht so gut zum frenzy style. Eher schon wäre da wohl Dr. Faustrolls gelehrsamer Affe Backenbuckel zu Rate ziehen.

fren_t.gifNun, das Medium schweift mal wieder ab. Will ja eigentlich nur noch anmerken: Im frenZINE-Blog werden nicht nur jeweils die Neuerscheinungen frischer frenZINE-Ausgaben annonciert, sondern es gibt auch drumherum immer wieder kleine frenzy goodies: Hinweise auf kongeniale Screen-Zines oder andere artverwandte Produktionen, Huldigungen an die sprichwörtliche Affenliebe, (Surf-)Tipps für (*ächz*, aber in diesem Fall: zugelassen) Flashfans und andere optische Pralinés. Leider nicht allzuhäufig, weil miss monkeypunk mutmasslicherweise im Hintergrund fleissig an ihren Kreationen und Kreatürchen bastelt. Aber man kann halt nicht alles haben.

Wobei natürlich schon leicht das Begehren keimen kann, so ein frenZINE wirklich mitnehmen und unters Kopfkissen legen bzw. eben doch nicht nur am Bildschirm blättern zu können. Even more haptic sozusagen. Solange wir darauf noch warten müssen, bietet vielleicht ein T-Shirt oder etwas anderes Schickes aus dem monkeypunk-Shop Trost [Kauflustige bitte diesen Anker hier benutzen und nicht den auf frenZINE-Blog-Seite; dem fehlt bescheidenerweise derzeit noch ein www in der Adresse und deshalb das entscheidende Türchen].

Von miss.gunst am 08.01.2006 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

19.12.05

Waldwanderung mit Nasobem (SBAW)

nasowald.gifLetzter Countdown für (vor)weihnachtliche Bastelein. Tatsächlich geht es auch im heutigen Eintrag um einen DIY-Tipp - und wie die Überschrift verrät, wird nebenbei noch ein netter Schweizer Blognachbar vorgestellt. Der winkt derzeit mit etwas Leckerem, das gegebenenfalls zur Gemütlichkeit beitragen und obendrein den Geist ein wenig beschwingen kann.

Bevor man an das entsprechende Rezept gelangt, will aber erst einmal eine kleine Waldwanderung bewältigt werden.

Zu einer solchen werden wir derzeit vom Nasobem eingeladen.

Exemplare dieser seltenen Gattung kennt man eigentlich eher aus der Kryptozoologie beziehungsweise aus einem kleinen Büchlein mit dem Titel "Bau und Leben der Rhinogradentia", das ein gewisser Prof. Dr. Harald Stümpke 1957 in Umlauf brachte. Oder aus der Quelle erster Hand, jenem schönen Lehrgedicht des sowieso unverzichtbaren Christian Morgenstern, das mit den berühmten Zeilen beginnt:

Auf seinen Nasen schreitet / einher das Nasobem, / von seinem Kind begleitet. / Es steht noch nicht im Brehm. // Es steht noch nicht im Meyer. / Und auch im Brockhaus nicht. / Es trat aus meiner Leyer / zum ersten Mal ans Licht. // [...]*

Soweit zur Namenspatenschaft des Blogs, der jenseits dieser Hommage zwar - leiderleider - keinen tieferen Einblicke in die den Rhinogradentia gewidmeten Fachwissenschaften gibt. Wohl aber im Geiste der Nasenschreitlinge in heiterer Gelassenheit bzw. gelassener Heiterkeit von Eintrag zu Eintrag zieht. Schliesslich hat ein Nasobem ja auch, mottogemäss und erstmal ziemlich logisch: "Keine natürlichen Feinde" (bis auf den Tyrannonasus imperator).

Was es derzeit dagegen zu bieten hat, ist einen besonders netten Beitrag zur aktuellen Kulinarischen Adventskalender-Initiative.
Und zwar schickt uns das Nasobem zu diesem Behufe erst einmal in einen kalten, dunken Wald.

Aus dem gilt es dann herauszufinden. Wenn das gelingt, gibt es am Ende - wie oben bereits versprochen und nunmehr wirklich verdient - etwas Leckeres zum Aufwärmen. Beziehungsweise das Rezept dazu. Sowie einen extraschicken Button für die Heimseite.

Klingt einfach? Nein, ganz so einfach ist das wirklich nicht.
Das Medium, mutig aufgebrochen, war sogar schon kurz davor, sich einen eigenen Button Scham- und Schandschild zu basteln, der das in etwa so ausgesehen hätte:

wald.gif

Mit etwas Beharrlichkeit hat es dann aber doch noch geklappt mit dem Licht am Ende des Tunnels Waldwegs und so verfügt nun auch das Medium stolz über seinen Wandersportorden:

**

Und einen leichten *hücks* Schwipps...

* Ha, dank Wikipedia wieder was dazugelernt. Dem dortigen Eintrag zum Nasobem ist zu entnehmen, dass es das sicher nicht nur um des Reimes willen in die Welt gesetzte Tier mittlerweile eben doch in den Brockhaus geschafft hat. Und dass es das Buch dazu mittlerweile in Neuauflage gibt. Allerdings ist wohl nichts schöner als ein von Generation zu Generation weitergebenes Familienexemplar ;-))
Noch keins daheim? Na dann wird es aber Zeit - *das* wäre dann für heute sogar noch ein Tipp für den Gabentisch!

** Wie meinen? Geht doch auch so? Nur *Memmen* wählen den "Weg der Memme". Von "Weg des Mediums" stand da jedenfalls nichts.

Von miss.gunst am 19.12.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (2)

30.11.05

HER NOISE (WRT)

hern_kk.gifWeil es gerade so schön ist, gleich noch einmal Noise - und wieder eine Erweiterung des Radius. Sowie womöglich auch des Horizonts.
Denn meist ist es in der Szene ja so, dass das Ganze auf den ersten Blick oft etwas einseitig wirken kann. Nicht in ästhetischer Perspektive. Wohl aber mit Blick auf die leidige Kategorie Geschlecht, die allzuoft die Welt zugleich in Sichtbares und Unsichtbares einteilt.
Kein Zufall: In kaum einem Feld haben sich Meisteschaftsmythen so halten können wie auf dem der Musik.
Gut daher, dass es Initiativen gibt, die hier im wahrsten Sinne des Wortes für ein bisschen Aufklärung sorgen. Wie HER NOISE, beispielsweise.

Tatsächlich war die Gründung von HER NOISE durchaus entsprechend motiviert. Zwar mögen Soundwerkerinnen wie Kaffee Matthews oder Christina Kubisch nur weltfern vor sich hin vegetierender Ignoranz unbekannt bleiben. Als das renommierte Londoner LUX 2001 die Reihe "interference: sound noise music art" veranstaltete, waren dennoch gerade mal zwei Kolleginnen mit von der Partie. Eine bestenfalls beschämende Quote also.

hern_c.gifUm diesem Notstand perspektivisch abhelfen zu können, begannen die HER NOISE-Aktiven - Lina Dzuverovic-Russell und Anne Hilde Neset von electra productions, die vorher gemeinsam eben jene einschlägig lückenhafte interference-Reihe kuratiert hatten - damit, ein Netzwerk aufzubauen, Videodokumentationen mit Interviews zu drehen, Veranstaltungen vorzubereiten.
Seit Mitte November ist nun auch in der South London Gallery eine Ausstellung zu sehen, in der fünf Künstlerinnen - neben Christina Kubisch und Kaffee Matthews: Kim Gordon, Emma Hedditch und Hayley Newman mit neuen Auftragswerken vorgestellt werden.


Darüber hinaus hat HER NOISE seit einiger Zeit auch einen Blog für's Aktuelle - und da zu hoffen ist, dass er auch im Anschluss an die diesjährige Ausstellung weiterhin als Informations- und Vermittlungstool funktioniert, wird das Ganze schon mal optimistisch in der Kategorie Nachbarn untergebracht.

Last but not least - und damit kommen wir zum Webradio-Tipp in der gleichnamigen Serie - gibt es zurzeit ausstellungsbegleitend auch eine Sendereihe. Und da die auf resonance fm läuft, ist sie wunderbarerweise eben nicht nur am Ort des Geschehens, sondern WWW-seit zu empfangen.
Von den sechs geplanten Donnerstags-Sendungen sind bislang erst zwei ausgestrahlt worden, was bedeutet, dass es noch vier Gelegenheiten zum Zuschalten gibt.
Nämlich am morgigen Donnerstag (30.11.) sowie am 07., am 14. und am 21. Dezember (05).
Jeweils von 16.30 - 16.45 Uhr gmt - also pünktlich sein, wenn man's nicht verpassen will. Einstieg wie auch sonst über die Hauptseite des Senders.

Von miss.gunst am 30.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

21.11.05

monochrom-Blog

mono1.gifMit dem gestern angekündigten Einblick in die ROBÖXOTICA-Ausstellung per live-Stream (oder was auch immer) war's wohl leider nichts. Schade?
Trost naht. Als allererstes lässt sich mal überhaupt und generell ein Ausflug zu den Heimseiten der OrganisatorInnen empfehlen, die nämlich auch sonst noch so Einiges in Sachen Medien und Kunst auf die Beine stellen. In diesem Sinne also: Auf zu monochrom.

monochrom is an art-technology-philosophy group of basket weaving enthusiasts and theory do-it-yourselfers having its seat in Vienna and Zeta Draconis. monochrom is the super-affirmation of the globalization trap. monochrom has existed in this (and every other) form since 1993.

mono2.gifOder, zu deutsch, fast noch schöner und etwas ausführlicher:

monochrom ist durchaus* eine wien-bamberger kunstneigungsgruppe mit diversen volontariaten in zahlreichen realitäten: internationale kunstszene, apfelsortenzucht, powerpointoperetten, feldgottesdienste, beweisführungen, schirmherrschaften, soziale praxis, game- und schämshows, theorie, internet, dübel und schnittchen. v.a. das sammeln, gruppieren, registrieren und befragen (befreien?) von alltagskulturellen vernarbungen ist monochrom passion und quasi-ontologischer auftrag. kulturarchäologische grabungssondagen in ideologie- und unterhaltungsstätten. staatlich geprüftes rhizom. die schönheit der impliziten kaputtheit der selbstverständlichkeit ist anlass für phänomenologische wollust und (benutzer-)freundliche mikropolitische übernahmen. oder so. bildet to-do-stapel!

Und/oder so ähnlich (alternativ bzw. wenn das noch nicht reichen sollte kann man sogar auch in der Wikipedia unter dem Stichwort monochrom nachschlagen). Da es den geneigten LeserInnen selbst überlassen sei, ob und inwieweit sie ins monochrom-Multiversum einsteigen wollen, möchte sich das Medium heute nur auf einen gezielten Hinweis bescheiden. An dem dann praktischerweise noch weitere hängen, die an das gestrige Thema anknüpfen.

Und zwar gilt die Empfehlung des Tages dem (englischsprachig geführten) monochrom-Blog [daher wandert dieser Eintrag auch in die Kategorie Nachbarn].

over.gifDort werden neben wunderbaren bzw. -samen Funden aus der Netzwelt und Beobachtungen zur nicht immer ganz so wunderbaren Kulturpolitik natürlich auch Ankerwürfe zu verschiedenen monochrom-Aktivitäten gepostet. Wie aktuell beispielsweise der ebenso herzergreifende wie hitverdächtige Abgesang auf das aussterbende Medium Overhead-Projektor (hier das mp3 dazu sowie der Songtext zum Mitheulen; entstanden ist das Ganze übrigens in Koop u.a. mit dem hier auch schon mal anderweitig verankerten Oliver Hangl sowie Matthias Kertal von Mika).

Und es finden sich - äusserst tröstlicherweise für alle diejenigen, die gestern wie das Medium in fassungsloser Frustration vergeblich auf die live-Übertragung aus der ROBÖXOTICA-Ausstellung gewartet haben - ebendort auch Anker zu zwei Berichterstattungen im Blogformat, die auf ihre Weise ein bisschen mehr Einblick ins Geschehen gewähren: ad 1 - ziemlich ausführlich und an leckeren Standbildern reich - bei Francesca Birks im Towering Flat-Blog, ad 2 - etwas minimalistischer - im it's complicated-live journal von Jakob Appelbaum.

Na, das ist doch schon mal was. Im Hintergrund munter die Overhead-Hymne trötend wünscht das Medium einen guten Einstieg in die Woche!

* Zweimal klicken, bitte.

[Bildchen: monochrom-Logo von monochrom.at - Overhead-Projektor von "Farewell to Overhead" von monochrom.at/Hangl/Kertal]

Von miss.gunst am 21.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.11.05

machtdose (WRT)

macht_k.gifWie schön, wenn sich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen (wg. rhetorischer Grausamkeit zensiert, besser:) auf einmal einfangen und auf dem weichen Samtkissen eines wohlwollenden LogBuch-Eintrags präsentieren lassen.
Heute wird nämlich a) ein gestern gegebenes Versprechen gehalten, b) gibt es endlich mal wieder einen Webradio-Tipp, c) wird der lose, aber beharrlich verfolgte Strang zu netzlabels weitergeführt und d) lassen sich in diesem Zuge ein weiteres Mal nette Nachbarn vorstellen.

Alle diese Fäden laufen wie von selbst bei der machtdose zusammen.

Genauer gesagt, in der gleichnamigen Bloggemeinschaft, die ihre entsprechende Basisphilosophie wie folgt formuliert:

Die Machtdose äußert sich auf vielen Kanälen mit einem Programm - der Liebe zum Underground, zum Nicht-Konformen und dessen Begegnung mit der Alltagswelt.

Was das meint, lässt sich dann am besten über ausgiebige Spaziergänge durchs Sortiment erkunden. Klar, dass beispielsweise in der Sparte "Film" keine Hollywood-Hitparade erscheint, sondern Sachen wie das Berlin 36-Marathon gefeatured werden (mit eigener Beteiligung in diesem Fall) oder die (auch vom Medium sehr geschätzte) Drive In Film Show bei Land's End. Und dass es - um den guten alten Papierkanal und dessen Enden im WeltWeiten GeWebe zu würdigen - eine eigene Kategorie für Fanzines gibt.

macht_g.gifBesonders gut wird aber der Musikbereich bedient. Hier nun liegt, wie eingangs bereits angedeutet (und dem Selbstverständnis der machtdose sozusagen naturgemäss), der Schwerpunkt ebenfalls eindeutig auf Selbstproduziertem. Da hat es eigene Kategorien für's Vinyl und für Plattenkritiken, für die auch im HOME MADE-Log so heissgeliebten Mixtapes (ja, genau - da hat das Medium eben auch den gestrigen Fund zu Tape Findings entdeckt), für MP3, und für Radio.

Letzteres machen die machtdosen-Macher zwar auch regelmässig beim lokalen Kulturradio (genauer gesagt: wie auch das Medium selbst beim Frankfurter RadioX). Für alle, die ihre Antennen nicht im entsprechenden Einzugsgebiet aufstellen können, gibt es bei Machtdose aber auch veritables Webradio.
Leider nicht so oft bzw. regelmässig - dafür aber zum Schwerpunkt netzlabel-Musik, zu dem im Hintergrund auch eine Liste mit Ressourcen wächst.

So wie in der aktuell jüngsten Sendung vom 13.11.05 soll es in Zukunft moderierte Reisen durch die Netzlabelwelt geben. Mag sein, dass da nicht jeder Hit in der Parade dem persönlichen Geschmack entspricht - aber da es zusätzlich zur moderierten Sendung (hier der Stream via archive.org) eine Liste mit den einzelnen Titeln gibt, kann sich ja jede/r auch sein bzw. ihr persönliches mp3-Mix zusammenstellen.

Mithin eine rundum feine Sache, die machtdose - und ebenso eigentlich fast alles, was aus der machtdose kommt. Findet jedenfalls das Medium.

Von miss.gunst am 18.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

15.11.05

Fantastic Pieceoplastic (SBAW)

ppcat_sw.gifDieser Eintrag wartet sowieso schon seit Wochen darauf, geschrieben zu werden - und jetzt gibt es gleich zwei gute Aufhänger.

Der erste steht bereits in der Titelzeile:
Auch Pieceoplastic gehört zu den Schweizer Blogs, die das Medium für absolut unverzichtbar hält, weshalb es pp in seiner derzeit zaghaft wachsenden SBAW-Reihe vorstellen möchte.

Der zweite Aufhänger ist ein eher aktueller, der mittelbar gleich einen der vielen guten Gründe aufzeigt, weshalb es absolut lohnend ist, regelmässig bei Pieceoplastic vorbeizuschauen.

Seit einiger Zeit gibt es nämlich jeden Sonntag die Pieceoplastic-Blogumne [was, beiseit bemerkt, fast schon ein Pleonasmus ist, insofern Blogspalten im Lay-Out-Template sozusagen dem hmtl-"col(umn)"-Tag entsprechen]. Die derzeit jüngste Blogumne vom 13.11.05 jedenfalls ist dem tweakfest gewidmet, und während das Medium aufgrund anderweitiger Verpflichtungen nur schnöde das Programm kommentieren konnte, gibt's dort ein à point zubereitetes Resümee aus erster Hand. Davon ab bieten die Blogumnen aber ganz grundsätzlich eine Qualität, die auch in der Bloglandschaft nicht eben dicht gestreut ist, nämlich schön scharfe, d.h. scharf beobachtete und davon dann auch nicht heruntergekochte Kommentare zur (Schweizer) Medienkulturszene. [Wer noch ein weiteres sprechendes Beispiel goutieren möchte, sollte vielleicht die Blogumne Nr. 00003 zu Chantal Michel zu Gemüte führen, die nebenbei einleitend auch einen wirklich schönen disclaimer hat.]

FreundInnen der Clubmuzik wiederum erfreuen sich jeden Freitag alternativ zu einem Fischgericht an Pieceocasts wie diesem hier, die man selbstredend auch zünftig abonnieren oder, wenn nicht direkt im Blog, über ein separates Mix-Archiv abrufen kann.

ppcat_sw.gifNot your cup of tea? Macht mnix, Pieceoplastic hat natürlich noch Einiges mehr im Programm - und schon das "wie" des Kredenzens der Inhalte würde nach Meinung des Mediums ein Kriterium für seine SBAW-Preiswürdigkeit ausmachen. Wo andere langweilige Kategorien listen, offeriert Pieceoplastic "cats & dogs" wie etwa diese hier:
"(f)art pour l'art (art is... uhm?)", "couchPotatoe (as in my life as...)", "pieceoButtah (yummie, rubbin my tummy...)", "pieceoBolitix (politics with a soft B)" oder "c-word (culture, copyright, copyleft)".
[in inglishhh btw bemerkt übrigens nicht etwa, weils nur très chic wäre, sondern weil das Gros der Beiträge tatsächlich in der lingua france geschrieben wird.]

Dass zum blog- bzw. netzkulturgerechten Angebot auch regelmässig kommentierte Ankersammlungen (ruff linkage) wie diese hier gehören, ist sozusagen nur ein weiteres Sahnehäubchen auf der (ungeachtet aller guten bzw. berechtigten Vorsätze, nach seit Januar 2003 nahezu pausenlos betriebener Bloggerei mal eine Auszeit zu nehmen) nach wie vor fast täglichen pp-Tortenlieferung.
Aber immer noch nicht alles, was Jan Zuppinger auf Pieceoplastic zu bieten hat.

Nun, da es hier aber eher ums Anfixen als ums Romaneschreiben geht: Vielleicht einfach mal selbst reinschauen und erkunden, wohin die weitverzweigten Seiten führen.*
Weiter auf jeden Fall...

* Bequemer Weg, um gleich auf einen Blick auf mehrmehrmehr zu stossen: die pp-Plattform, wo findige LeserInnen übrigens auch gleich die nächste oder übernächste SBAW-Empfehlung entdecken werden.


Von miss.gunst am 15.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

14.11.05

ArtCast (SBAW)

ac_logo.gifBeginnen wir die Woche doch gleich mal mit der freudigen Erfüllung einer Selbstverpflichtung aus der letzten: Genau, da war das Vorhaben, angeregt von den für kommendes Jahr angekündigten Swiss Blog Awards (SBAW) peu à peu ein paar der netten Nachbarn aus der Schweizer Blogosphäre vorzustellen, die dem Medium ans pochende Herz gewachsen sind.
Als da wäre beispielsweise: ArtCast aus Basel - aktuell übrigens mit einem Interview mit Bruce Sterling, das anlässlich des tweakfest geführt wurde und mithin ebenfalls Anschlüsse an einen Eintrag der letzten Tage bietet.

ArtCast ist - und hier zitiert das Medium zunächst einfach mal die Selbstdar- bzw. vorstellung des Projekts (in brav vom Medium vorgenommener deutscher Übersetzung) - sogar noch etwas mehr als ein Blog, nämlich

ein Podcast, das über Kunst in allen ihren Erscheinungsformen berichtet. Wann und wo auch immer sie anzutreffen ist: In Gesprächen mit KünstlerInnen, GaleristInnen, SammlerInnen, KuratorInnen u.a.m., live oder über's Netz.
Wir produzieren auf Deutsch, Französisch oder Englisch, was halt jeweils passt.

Zu den GesprächspartnerInnen bzw. Interviewten gehörten bislang neben dem bereits erwähnten Bruce Sterling unter anderem die Malerin Pola Dwurnik, der Musikmanager und -Produzent (und allstar) Malcolm McLaren, der Regisseur Wim Wenders, der Künstler und Sammler Gottfried Honegger, der Kurator Hans Ulrich Obrist und DJ Spooky, aber auch Berichte zur diesjährigen Art Basel inkl. Voltashow, mit denen ArtCast diesen Juni an den Start gegangen ist.

Beim ArtCast-Team handelt es sich übrigens um zwei echte Profis: Geführt werden die Interviews von Barbara Strebel, die sich u.a. schon Mitte der Neunziger (also zu einer Zeit, als im Betriebssystem nicht wenige unter "Netz" noch immer wahlweise eine Einkaufstasche oder ein Gebilde verstanden, mit dem sich ältere Damen das Haupthaar zusammenhalten - jedenfalls etwas, das mit Kunst nie und nimmer etwas zu tun haben kann. Doch, das war wirklich so...) umtat, den Schweizer Ableger des damals gerade von BBS aufs WWW umsteigenden Kunst-Netzwerks The Thing Net zu begründen (mehr dazu bei Thing.de). Und folglich mittelbar zu denen zu zählen ist, denen wir heute so etwas wie die Existenz von xcult.ch verdanken.

Produziert und meistens auch anmoderiert werden die ArtCast-Beiträge wiederum von Patrick Tschudin, der den meisten LeserInnen als Journalist und Radiomacher - und als Blogger bekannt sein dürfte. Nämlich über infamy oder über sein eigenes Radio-Blog, Radio 2.0.

Aber da wären wir, hoppla, natürlich schon in der weiteren Nachbarschaft und vielleicht eben auch bei weiteren echten SBAW-Kandidaten angelangt...


Von miss.gunst am 14.11.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.10.05

Nachlese(n) bei... (Biennale Bern)

A propos DIY: Was man sich ja immer ganz leicht selbst machen kann, ist ein schlechtes Gewissen. Die Biennale Bern ging vorgestern zwar noch nicht zuende. Wohl aber die in diesem Rahmen verankerte Austellung von Carsten Nicolais syn.chron-Kristall, über den das Medium doch eigentlich auch noch etwas ausführlicheres hatte verlautbaren wollen.
Oder sollen, wenn es denn nach den guten Vorsätzen gegangen wäre.

Hat aber nun nicht sollen sein. Ungemein erleichternd daher für das selbstgemachte schlechte Gewissen, dass andere Medien bzw. KollegInnen da etwas fleissiger gewesen sind.

Und es lässt sich tatsächlich auf ein recht breites Spektrum von Wahrnehmungen verweisen.
Von klassisch-wohlwollender Berichterstattung unter besonderer Berücksichtigung der Pressemitteilung ("ah" im Bund bzw. bei espace.ch) über den eher genussorientierten Selbsttestbericht aus dem Inneren der Kristallkapsel (Stephan Urech in seinem LogBook) bis hin zur differenzierten, angenehm kritischen Review, die wirklich den Namen Kritik verdient (Villö Huszai in artregioline). Was wiederum auch pieceoplastic fand (seinerseits in Bern angesiedelt und sowieso ein sehr verlässlicher Beobachter der Szene - dass er 'karsten' statt 'carsten' schrieb, führt allerdings zu sicher ungewollten Suchmaschinenversteckeffekten. Btw: Lesenwert übrigens auch seine Blogolumne zur Bernerbär-wird-Pandabär Olympia-Preview-Aktion von Zhao Bandi am Sonntag, über die hier ja ebenfalls kein Sterbenswörtchen berichtet wurde - obwohl eine Lehrstunde in DIY).

In Anlehnung an Cornelia Sollfranks Motto "a smart artist makes the machine do the work" sozusagen: "The smart medium makes other media do the work"?
Also, ehrlich gesagt: Das widerspräche dann doch ein bisschen der Basisphilosophie eines selbsttätigen Mediums. Das sich in diesem Fall nämlich lediglich dachte: Och, nicht schon wieder. Weil es eben gerade erst zur anti.reflex-Ausstellung in der Frankfurter Schirn seine Meinung geäussert hatte (bei Interesse: nachzulesen auf Papier in der Ausgabe 03/2005 von spike art quarterly. Und vielleicht früher oder später auch mal im online-Archiv).

Insofern: Vielleicht ein andermal wieder. Und bis dahin: Gut, dass es im Netz jede Menge fleissige Nachbarn gibt.

P.S.
Das noch laufende Programm findet man auf den bereits oben verankerten WWW-Seiten der Biennale Bern. Die, beiseit bemerkt, zwar wirklich schick sein wollen und tatsächlich auch Einiges an Hintergrundinformationen enthalten. Aber so (doch, muss man einfach mal feststellen) derart grausig programmiert bzw. aufgesetzt sind, dass selbst gutwillige Medien mit mehr als zehn Jahren Webroutine die Lust gerade schon wieder verloren haben, wenn die Animation dann mal zum Stillstand gekommen ist. Nicht umsonst meint in der Mathematik eine elegante Lösung eine einfache zu finden. Manchmal möchte man das auch den Webdesignern auf die Gebetsmühle schreiben.

Von miss.gunst am 18.10.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (1)

12.09.05

ektopia

Um heiteren Gemüts in die beginnende Woche zu starten, lässt sich bewährtermassen ein Blick über den Bloggartenzaun zu netten Nachbarn empfehlen.
Heute mal in Richtung ektopia.

Wer an dieser Stelle noch mitliest, hat wahrscheinlich noch nicht den Anker im vorstehenden Satz ausprobiert...

Nun, da sich das Medium ob dieser Treu und Höflichkeit sehr geehrt fühlt, wendet es um so lieber noch einige weitere preisende Worte in die angegebene Richtung.
Unter anderem verdankt es einem kürzlich auf ektopia gegebenen Hinweis die glückliche Entdeckung der wunderbaren kinetischen Objekte, die Jim Jenkins produziert.

Gut, einige davon scheinen wieder einmal belegen zu wollen, dass selbst Automaten zuweilen auf Sinnsuche sind und dann an ihrer eigenen Existenz verweifeln (i.a.W.: es gibt also auch melancholische Maschinen mechanischer Natur). Und der kleine Stuhl, der so gern zum Rocking Chair mutieren will, lässt sich vielleicht viel zu schnell zur Ordnung rufen: Sit Still!

Zu den obersten Favoriten - da kann sich das Medium direkt der ektopia-Empfehlung anschliessen - zählen insofern neben dem Tanzenden Teufel (der nach Münzeinwurf den Surfin' Bird gibt) zweifellos die sinn- und zweckfrei frohen Deux Car[r]ottes Heureuses (hier im anschaulichen Video).

An offensiver Niedlichkeit wird dieser Pas de Deux wohl nur von dem Paar der beiden Unzertrennlichen übertroffen, die sich in einem ziemlich bekannten Filmklassiker auf der Rückbank eines Cabrios so schön snychron im Takt der Serpetinen neigen.
Womit wir wieder bei einer idealen Preisfrage wären, wenn wir Preise zu vergeben hätten: Welchem nämlich?


Von miss.gunst am 12.09.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

04.09.05

Kunst-Blog

evr_kk.gifLängst schon ist es an der Zeit, mit der Vorstellung häufiger besuchter und gern gelesener Nachbarn in der Blogosphäre fortzufahren.
Und welcher Wochentag würde sich dazu besser eignen als der Sonntag, der immerhin (hier klingelt sozusagen unser medienhistorisches Gedächtnis) früher einmal - worauf die Tradition der Sonntagszeitungen und Extra-Ausgaben verweist - Menschen mehr Zeit zum Müssiggang und zum gemütlichen Schmökern in losen Blättern geboten haben soll.
Blogs orientieren sich da natürlich an anderen Rhythmen. Aber vielleicht gibt es ja doch ein beharrliches Mem, das Menschen nach wie vor Sonntags zur lesenden Beschäftigung, vorzugsweise mit den Musenkünsten zieht?
Kein Problem. Den von selbigem Mem Besessenen sei sonntags (und allen anderen auch an allen anderen Tagen) Folgendes empfohlen:

Schauen Sie doch mal beim Kunst-Blog vorbei.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden Sie dort Anker werfen.

kunstblog.gifWo sonst konnte man zu einer Zeit, da die deutschen Feuilletons noch in nationalstolzer Lobhudelei und leicht berauschter Previewpartyberichterstattung schwelgten (ersteres schwenkte allerdings auch relativ schnell um ins annähernde Gegenteil, nachdem wieder Ernüchterung eingetreten und ein bisschen Zeit zum Nachdenken war), angemessen spitze Bemerkungen zur diesjährigen Bespielung des deutschen Pavillons auf der Biennale von Venedig lesen?

Kritiken, die diesen Namen auch verdienen, sind allerdings mitnichten die einzige Spezialität, die der Kunst-Blog seinen LeserInnen zu bieten hat. Daneben finden hin und wieder auch längere Essays ins Sortiment und zukünftig soll es auch in loser Folge Beiträge zu Büchern geben.
Besonders freut es das Medium von HOME MADE jedoch, dass es auch im Kunst-Blog einen Zettelkasten gibt - der allerdings um Einiges schöner ist als sein eigener, wie es etwas neidvoll bemerken muss:
Nämlich mit Esther Ernsts* Projekt "wo ich war", das peu a peu in den Kunst-Blog wandert.
[Beiseit bemerkt: Richtig, insbesondere Schweizer LeserInnen treffen hier auf eine Bekannte, die unter anderem verdientermassen den Kaskadenkondensator-Preis für "Mut zum Kleinen" erhielt.]

Aktuell wiederum kann man sich sogar mit einer Art (Spät-)Sommerrätsel vergnügen: Da demnächst wieder der Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst - sozusagen die Berliner Variation auf den Turner Prize - vergeben wird, lädt der Kunst-Blog dazu ein, die eigenen Prognosen in Form eines Votums abzugeben.
Insofern sich nur, wer wirklich die Wahl hätte, mit einer Entscheidung quälen müsste, lassen sich auf diesem Wege wenigstens die Stosseufzer vorweg kompensieren, die manche/r am 27.09. zum Himmel schicken wird.

Betrieben wird der Kunst-Blog übrigens von (naja, wer hätte anderes vermutet) kompetenten Kollegen, dem Kurator Peter Lang sowie den Künstlern Markus Wirthmann und Adib Fricke - der deshalb in dieser Aufzählung als letzter steht, weil sich so zum guten Schluss noch das Versprechen anfügen lässt, dass ihm LeserInnen dieses LogBuchs demnächst wieder begegnen werden...


* Die Esther Ernst-Info gehört zu einer ansonsten auch für sich genommen äusserst lobens- und empfehlenswerten Einrichtung, nämlich der Dokumentationsstelle Basler Kunstschaffender, die im Kaskadenkondensator nicht nur eine virtuelle Heimat hat, sondern als Basis ein wohlbestücktes und -sortiertes Archiv. Dass hier aus Gründen der LeserInnenfreundlichkeit an der Hauptseite vorbei direkt verlinkt werden musste, ist arg. Aber es ist auch schade, wenn die Verabschiedung von fiesen Framesystemen nicht wirklich zu deren Abschaffung, sondern zu deren Neueinrichtung in php führt. Auch in CMS kann man valide URLs generieren.
Seufzt, weil es einfach mal wieder gesagt bzw. geschrieben werden musste, das arg genervte Medium.

Von miss.gunst am 04.09.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.08.05

Nicht nur zum Frühstück (audionewstalk)

Gern gibt das Medium von HOME MADE zu, dass Einrichtungen wie Frühstücksradio oder Frühstücksfernsehen nicht seine Sache sind.
Und das hat nicht einmal etwas mit der Tageszeit zu tun, zu der derlei ausgesttrahlt wird. So, wie es kein wahres Leben im falschen gibt, kann es auch keine richtige Stunde für falsche Formate geben.
Was es aber gibt, sind gute Alternativen. Und die liegen natürlich in der Logbuch-Nachbarschaft.
Wie der audionewstalk beispielsweise.

Wieder so ein Fall von "Lust und Nutz" bringendem Logbuch. Wo sonst könnte man innert weniger Tage Wissenswertes über LDR-Theremins in Fleischsaftkonzentratgläsern erfahren, von Spielkonsolenhöllen zum Selberbasteln hören, Einblick in Wendy Carlos' Studio erhalten und obendrein noch den einen oder anderen Hinweis auf neue Musiksoftware mitnehmen?
Eben.
audionewstalk ist nicht irgendein Metablog, sondern gehört für Freundinnen und Freunde der elektronischen Musik, die ein offenes Herz für die etwas obskureren Hervorbringungen dieser seltsamen und schönen Welt haben, sozusagen zur Pflichtlektüre.
Und besser als jedes Frühstücksradio- und -fernsehprogrammm ist es sowieso. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, sozusagen.

Von miss.gunst am 18.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

27.07.05

Forever Sweet

Es gibt Nachbarn, die muss man einfach gern haben. Und weil sowohl Campingreisende wie Daheimgebliebene hin und wieder in die Situation geraten können, dass sie gern ein bisschen Musik hören wollen, aber gerade nicht so recht wissen, wie und was, taugt diese Seite sogar recht gut als Erste Hilfe: disconize me!

Eigentlich ja sogar ein klassischer Fall für die bei HOME MADE gern geführte, weil so bequeme Kategorie "Drin, was draufsteht"* - also nicht weiter kommentarbedürftig.

Da wir es uns aber so einfach nicht machen wollen, wenigstens noch eine persönliche Empfehlung für diejenigen, welche disconize me! nicht sowieso schon auf ihrer Blogrolle führen oder sonstwie regelmässig dort vorbeischauen bzw. -lauschen:
Passend zur Überschrift des Logbucheintrags - mit der ja eigentlich schon die gesamte disconize me!-Blogosphäre gemeint ist - kann man zum Beispiel gut den ebendort am 22.07.05 gelegten Linx auf das aktuelle Release von Bobby Baby a.k.a. Ella Glockenspiel folgen. Und sich mit einem Love Song den Tag versüssen lassen.

Dessen Bereitstellung als solche verdankt sich übrigens Corp[orate ]Id[entity], einem Netzlabel, dessen regelmässiger Besuch an dieser Stelle ebenfalls wärmstens ans Herz werden kann.

* Nein, eine solche Kategorie gibt es natürlich nicht wirklich im Sortiment. Aber eben schon hin und wieder Einträge, die man so bezeichnen könnte, wenn man denn wollte. Den zur dorkbot hacienda beispielsweise oder den zum Role Model-Gastspiel in Zürich.

Von miss.gunst am 27.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

23.07.05

Riesenmaschine

Weil sich das Wetter gerade von einer etwas weniger sommerlichen Seite gibt, hat das Medium beschlossen, den Camper einen Tag stehen zu lassen und es sich drinnen gemütlich zu machen.
Wie gut, dass sich im Blogland Stippvisiten bei netten Nachbarn machen lassen, ohne erst nach Regenschirm und Gummistiefeln greifen zu müssen.

Überhaupt findet miss.gunst natürlich und weiss sich da im Einklang mit einem ihrer Lieblings-Blogs, der Riesenmaschine: Gummi sieht in Eisbärenfellform unendlich viel besser aus.

Dass es bei eelkomoorer, auf dessen Angebote der entsprechende Riesenmaschinenartikel aufmerksam macht, im Übrigen auch ziemlich schicke Gummistiefelmodelle gibt, sei nur beiseit bemerkt.

Denn vor allem anderen soll an dieser Stelle ein Logbuch gewürdigt werden, welches wirklich bald jeden Tag in mehrfacher Hinsicht beglückende Beiträge enthält. Kein Wunder: Schliesslich ist die Riesenmaschine den wunderbaren und -samen Dingen gewidmet, die es auf der (nunja, nicht wirklich besten aller, aber:) grossen, weiten und glücklicherweise nach wie vor an Absurditäten niemals armen Welt aufzusuchen und zu finden gibt.
Kurzum: Ein echtes Entdeckermagazin, wie weiland sein Untertitel-Namensurahn, "Das neue Universum", der Jugend zu sein versprach. Ein besonders schönes Exemplar des Jahrbuchs aus 1890 ist bei der Riesenmaschine selbst in einem Eintrag zum Thema Typo zu sehen; ein etwas jüngeres - Jg. 56 von 1952 - derzeit auf einer privaten Buchverkaufsseite (und, aufbrandende Nostalgie: bei einigen werden, wie beim Medium von HOME MADE, sicher auch welche im elterlichen oder eigenen Bücherschrank stehen...).

Und ebenso, wie "Das neue Universum", "Wie funktioniert das?", "Make" und andere schöne Publikationen, von denen sich man sich als HOME Made-LaborantIn hin und wieder gerne inspirieren lässt (als da wären: alte Ausgaben der Revue des deux Mondes - gibt es übrigens wieder, L.S.S.R., documents... aber auch die selige WimS natürlich) lohnt auch die Riesenmaschine das Blättern und Stöbern - eine Tätigkeit, auf die sich offenbar auch die RiesenmaschinistInnen bestens verstehen.

Das Schönste aber an der ganzen Sache ist, wie letztere ihre Funde zu kredenzen pflegen. Was miss.gunst damit meint (nein, wenngleich das Design sehr angenehm aufgestellt ist und das Logbuch weidlich illustriert: das erst in zweiter Linie) lässt sich sehr gut dem jüngeren Eintrag vom gestrigen Freitag entnehmen. Der auf sehr nette Weise näher bringt, was ein recht bekannter (oh, da wären wir ja fast schon wieder beim Thema der Einleitung:) Gummibärenhersteller mit Leuten vorhat, die glauben, dass sie reif für die eine Insel sind...

P.S. Dass es, jung wie das Riesenmaschinen-Logbuch ist, sogar schon einen Eintrag zu Ameisen gibt, macht es uns aufgrund der verwandten Interessenlage natürlich noch sympathischer.

Von miss.gunst am 23.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

18.07.05

Trashkurs

Wie vorgestern schon en passant bemerkt, ist es höchste Zeit, die zarten Keime des jüngst angelegten Beets zu netten Nachbarn u.a. ein bisschen zu begiessen. Bzw., genauer gesagt: Etwas regelmässiger und gezielter über den Gartenzaun zu schauen und auszulugen, was dort so wächst und gedeiht und für LeserInnen dieses Logs von Interesse sein könnte.

Wie Trashkurs zum Beispiel...

Tatsächlich geht schon aus dem Untertitel hervor, dass dieser Blog nachgerade zur begleitenden Pflichtlektüre für HOME MADE-(Musik)-EnthusiastInnen gehören sollte:

"D.I.Y. Musik und Drumherum. How to become a Wohnzimmerrocker without reading the bloody Fachpresse"

Das ist nun wirklich schön gesagt bzw. versprochen - und selbst wenn letzteres nicht eingehalten werden sollte: Echte D.I.Y.-EnthusiastInnen sind ja eigentlich gerade nicht so arg scharf auf didaktische Dauerduschen...

Erwähnenswert vielleicht noch, dass Trashkurs Teil der mittlerweile wohl ziemlich bekannten Bloggemeinschaft rund um Spreeblick ist, die sich das ehrgeizige Ziel gesteckt hat, diese ihre wortsportliche Betätigung finanziertermassen zu betreiben.

Mehr über das Selbstverständnis von Trashkurs ist ansonsten der zugehörigen Info-Seite zu entnehmen, die zu jenen Exemplaren der Gattung gehört, die zu Lesen sogar ein gewisses Vergnügen bereiten kann. Was wiederum den Aussagekern angeht, hilft wahrscheinlich dieses Zitat etwas weiter:

"Trashkurs kümmert sich im weitesten Sinne um alles, was mit Musikmachen zu tun hat. Musikweichwaren und Hardware zum Krachschlagen, Stilfragen, alkoholhaltige Kaltgetränke, die besten Stifte für Autogramme und alles das, was man tun kann, um weiterhin erfolglos zu bleiben, sind tragende Elemente im Trashkurs."

miss.gunst schaut derzeit jedenfalls gern hin und wieder bei Trashkurs vorbei - sogar ohne ihrerseits ernsthafte Fortbildungsambitionen in Disziplinen wie Krachschlagen oder Autogrammstifte spitzen zu hegen.
Und vergibt an dieser Stelle das Prädikat "wertvoll": Ein Blog, der - wie es weiland 1695 beim barocken Medienwissenschaftler Kaspar Stieler so nett hiess - "Lust und Nutz" aufs Trefflichste miteinander vereint.

Von miss.gunst am 18.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

08.07.05

Der Rest ist: Noise?

Eigentlich wäre es besonders elegant gewesen, anknüpfend an den aktuell im Radar verfolgten bzw. im Zettelkasten abgelegten Strang zu Noise die Reihe der Einträge zu Netten Nachbarn u.a. gleich mit einem phantastischen Blog zum Thema zu eröffnen.
Ganz so einfach ist das leider nicht (oder doch? Über Hinweise freut sich das Medium von HOME MADE natürlich ebenso wie der Kollege von der nmz...).

Mit Alexander Ross' Sammlung von Music Blogs zu beginnen, dürfte allerdings nicht die schlechteste Alternative sein.
Dass der Musikkritiker des New Yorker seinen eigenen Blog ziemlich selbstbewusst und offenbar wenig geräuschfreundlich The Rest is Noise nennt, nun gut. Wie so ähnlich bereits an anderer Stelle mal bemerkt: Was dem einen Musik in den Ohren ist, geht anderen lediglich lärmend auf die Nerven - et vice versa.

Mitlesen lohnt sich in The Rest is Noise jedenfalls, denn neben tagesaktuellen Meldungen aus der Musikszene (Schwerpunkt: Klassik, Moderne, Zeitgenössisches E) und Rezensionen (wie aktuell etwa eine Empfehlung anlässlich der Wiederauflage von Evan Eisensteins Recording Angel, der sich auch miss.gunst weitgehend anschliessen kann) gibt es regelmässig längere Einträge mit musikhistorischen und -philosophischen Trouvaillen (wie zum Beispiel zur Geschichte des intermittierenden Applauses).
Und auch sonst ist Ross' Radius keineswegs aufs Kerngeschäft der Musikkritik beschränkt.

miss.gunst seufzt daher an dieser Stelle ein wenig, weil sich Ross zum Sommer auf den Weg nach Europa gemacht und schon mal vorsorglich eine Sendepause angekündigt hat. Aber die kann man ja gegebenenfalls mit der Lektüre einiger seiner Artikel überbrücken. Oder lieber mit einer systematischen Sichtung seiner Music Blog-Sammlung?

Wir werden sehen...

Von miss.gunst am 08.07.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)