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10.08.05

curmbox (cum to)

A propos wirklich fön. Das am vergangenen Samstag als Alternative zur ausgefallenen Cow Session bei Land's End ausgegebene Konzert in der curmbox war erwartungsgemäss natürlich mehr als eine ebensolche - und das Medium von HOME MADE denkbar froh, nicht genötigt gewesen zu sein, zwecks Entscheidungsfindung in seine virtuelle Glaskugel blicken zu müssen.

Denn: Das ebendort (in der curmbox, nicht in der Glaskugel) aufgebotene Programm erwies sich natürlich als absolut wahrnehmenswert.
"Natürlich" im Sinne von: vorhersehbarerweise.

Nicht nur insofern es sich bei dem Gast des Abends um Tobias Vethake handelte, der sowohl sein Solo-Projekt sicker man als auch die zusammen mit Andreas Rosenhahn bestrittene Coop fotomaton vorstellte.
Und folglich - absolut on top(ic dieses Logbuchs) - erstens dem experimentellen Gebrauch verschiedenster mehr oder weniger manipulierter elektrifizierter Musikinstrumente frönte, um aus Samples und Loops wohlig knisternde, zart zirpende, von melodischen Arabesken durchzogene Klanglandschaften auszubreiten, für die Rosenhahn einen sonoren, fliegenden Teppich aus rhythmischen Rillen wob, der wechselweise über letzteren schwebte und ansonsten ein tragfähiges Unterfutter bildete. (Für Gehörproben bitte folgendem bei blancrecords bereitgestellten Anker folgen).

Und zweitens eben einige, selbstredend (relativ betrachtet: denn dem könnte man stundenlang und länger zuhören) zu wenige seiner extrem charismatischen und dabei aber: nein, wirklich kein Gran überzuckerten Gesangsstücke ins Mikrophon perlen liess. (Wo waren eigentlich die hysterisch schluchzenden kleinen Mädchen, die zu solchen Songs für gewöhnlich Wunderkerzen aus ihren Handtaschen ziehen, um wenigstens auf diese Weise Funken zu sprühen, die denen der charismatischen Musike dann aber nicht mal atmosphärisch das Wasser, pardon, das Feuer reichen können? Nunja, die Mädchen fehlten. Mitnichten aber die Funken.
Gehörprobe wiederum über einen bei blancrecords bereitsgestellten Anker bzw. für diejenigen, die vor einem gut gefüllten Tonträger erst mal schüchtern nur ein mp3 erwerben wollen, be mp3.de auch hier).

Hoppla. Hat das ins Schwärmen geratene Medium den obigen Absatz nicht mit "nicht nur" begonnen? Mais oui.
Daher folgt nun das "sondern auch" und damit der zweite Grund, weshalb ein Abend in der curmbox ziemlich vorhersehbarerweise von vornherein unter "wahrnehmenswert" zu verbuchen war bzw. ist.

Das geht eigentlich schon, unschwer ersichtlich, aus dem auf der Heimseite des kleinen, an den Frankfurter Ausstellungsraum Gutleutstrasse 15 angedockten Projektraums gelisteten Proramm hervor.
Letzteres wird das Medium den geneigten Logbuch-Gästen jetzt doch nicht noch vorlesen müssen, oder?

Schade nur, dass dieser schöne Ort, den Mark-Lasse Riek und Guido Braun über die Sommermonate betrieben haben, im September wieder seine Pforten schliessen wird.
Und dementsprechend: Welch ein Glück, dass das Frankfurter Forum für Experimentalelektronik mit dem Tanzhaus West noch über einen zweiten Spielort verfügt, an dem es dann weitergeht im Programm.

Bis dahin heisst es jedoch, die Gunst der Stunden in der curmbox nutzen, solange sie noch besteht.
Wie es der objektive Zufall will, gibt es dazu bereits am heutigen Abend 10.08.05) die nächstgelegene günstige Gelegenheit.
Mit Tobias Schmitt a.k.a. acrylnimbus und Gregor Knueppel. Live.

  • Die Daten:
    tobias schmitt + gregor knueppel live
    in der curmbox
    Gutleutstrasse 15, Frankfurt am Main
    ab 21:00 Uhr

  • Von miss.gunst am 10.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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