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01.08.05

Frustrationskompensationsmaschinen (404 ff.)

Treue LeserInnen dieses Logbuchs werden sich vielleicht an einen Anker erinnern, den das Medium von HOME MADE eigens deshalb setzte, um sie in die Leere bzw., da es so etwas im WWW ja nicht wirklich gibt, auf eine Leerstellenanzeige zu leiten. Wo eine melancholische Maschine wirklich aufs Wunderbarste vor sich hinjammerte.
Und einen auf diese Weise natürlich ganz gut hinwegtrösten konnte über die Frustrationen, die mit den klassischen "404 not found"-Fehlermeldungen einhergehen.

Wer viel im WWW unterwegs ist - und BloggeInnen gehören naturgemäss zu dieser Spezies - kann mit der Zeit sogar recht schöne Sammlungen solcher Frustrationskompensationsmaschinchen anlegen.
Tim Springer beispielsweise hat vor kurzem in seinem Weitblick-Blog eine kleine Hitliste von 404-Seiten publiziert, aus der miss.gunst insbesondere diesen Anker weiterempfehlen möchte (und dabei zu Geduld rät, weil man nach Betrachtung des Frustrationskompensationsfilmchens nämlich automatisch ein weiteres Fenster zu den auch sonst recht niedlichen Homestarrunner-Toons geöffnet bekommt).

Bei der NetzliteraturleserInnen nicht ganz unbekannten Regula Erni wiederum hat miss.gunst neulich ebenfalls eine nette Variante gefunden, nämlich die deutsche Übersetzung des jüngst im oben bereits erwähnten Eintrag "Spricht mit mir!" bewunderten Webserver-Klagelieds.
Die aber wahrscheinlich früher oder später ihrerseits wieder verschwinden wird. Oder sogar schon wieder verschwunden ist? Beim Versuch, einen Anker zu werfen, war sie eben gar nicht zu entdecken. Da liesse sich doch gleich ein kleines Sommerquiz daraus machen, das den fleissigen FehlerfischerInnen nebenbei die Netzliteratur ein bisschen näher bringt...

404-Poesie-Fans sind jedenfalls in einem steten Dilemma: Je häufiger sie eine geliebte Fehlermeldungsstelle aufsuchen, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass diese alsbald wieder durch jene Seite ersetzt wird, auf deren Abwesenheit sie verweist.

Glücklicherweise gibt es da auch noch das "404 Research Institute". Einer der wenigen Orte dieser WWWelt, an dem 404 in jeglicher Hinsicht mehr als willkommen ist. Oder fast. Denn die Trouvaillen werden in der Regel über Anker auf die jeweiligen Heimseiten vorgeführt. Zwar durchaus solche, die ohne Deferrer direkt zugänglich sind. Aber selbst 404-Seiten können natürlich mal im Daten-Nirvana verschwinden.

Damit diese nachhaltige Frustration dann nicht so trifft, last but not least noch einmal eine Seite aus dem Weitblick-Eintrag:
Wenn alles andere nicht helfen sollte, dann sicher dies.


Update zum 01.09.05:
Dank eines hilfreichen Hinweises, den das Medium von anaximander a.k. Regula Erni in ihrem auch sonst sehr lesenswerten Blog Side Effects erhalten hat, kann nun doch noch der direkte Anker auf den deutschprachig klagenden Server ausgeworfen werden.
miss.gunst ist beglückt - und die LeserInnen dieses Beitrags werden es spätestens dann sein, wenn sie dem Pfad zur melancholischen Maschine folgen.

Von miss.gunst am 01.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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