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20.08.05

Inbound ISO 1496

Klingt kryptisch? Mindestens als etwas wagemutig kann man es bezeichnen, wenn ausgerechnet eine Veranstaltung, die auf experimentelle Zugänge setzt, mit Standardisierungscodes flirtet.
Allenfalls könnte man sagen, dass das Festival Rümlingen 2005 - heuer dem Thema "Mensch - Maschine - Natur" verschrieben - in seiner Gewichtsklasse Standards setzt.

Die KünstlerInnen-Liste liest sich jedenfalls wie ein Who is Who der unermüdlichen Bastler am heissen Draht der elektroakustischen und elektronisch Klänge und Klangobjekte:

Performances, Klang-Maschinen und Musik für ein Lautsprecher-Orchester von Nikolas Anatol Baginsky (D), Gary Berger (CH)/UA, Ludger Brümmer (D)/UA, Alex Buess (CH)/UA, Cathy van Eck (NL)/UA, Michael Harenberg (D)/UA, Sibylle Hauert, Daniel Reichmuth, Volker Böhm/instant city (CH), Heinz Holliger (CH), -ensemble/Logos Foundation (B), Jacques Rémus (F), Chatschatur Kanajan (ARM)/UA, Tanja Müller (CH)/UA, Erik Oña (ARG)/UA, Thomas Peter (CH)/UA, Lynn Pook und Julien Clauss (F)/UA, Douglas Irving Repetto (USA), Steffi Weismann (CH) und Georg Klein (D)/UA.*

Das Geheimnis lüftet sich, wenn man nicht vorher neugierig auf der Webpräsenz der International Organisation for Standardisation nachschlägt oder die Informationen zum Veranstaltungskonzept studiert, spätestens vor Ort: Der ISO Standard bezieht sich auf Industriecontainer - und die behergen in diesem Fall die Klangmaschinen bzw. werden zum Ort von Konzerten und Performances.

Der Schalter, welche die reichhaltige Füllung der Container aktiviert, wird am heutigen Samstag um 18 Uhr umgelegt. Schade nur, dass um 01 Uhr schon wieder alles vorbei sein soll.
Ob man die Rümlinger vielleicht überreden könnte, ihr Containerdorf künftig auf die Reise zu schicken? Mit Füllung natürlich.
Eine gute Sache wäre das bestimmt.

  • Die Daten:
    Inbound ISO 1496
    Festival Rümlingen 2005
    19.08./20.08.2005
    jeweils 18-01 Uhr

  • Zum Veranstaltungsort gibt es einen auf die Zuganschlüsse abgestimmten Shuttle-Bus (siehe: Anfahrtsplan)

    * Das "UA" hinter den Nationenkürzeln meint in diesem Fall nicht, dass die Bezeichneten Doppelstaatsbürgerschaften besitzen und jeweils auch in der Ukraine zuhause sind, sondern verspricht, dass sie Uraufführungen einer neuen Arbeit zum Festival mitgebracht haben.

    Von miss.gunst am 20.08.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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