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07.09.05

minimotion und mehr

Bereits gestern ist in Baden ein Vilm-Festival eröffnet worden, das im HOME MADE-LogBuch gleich aus mehreren Gründen eingetragen werden will.
Unter anderem, weil eines seiner Specials das kürzlich vorgestellte One Minute Film- und Videofestival noch mal um gute 50 Sekunden Kürzung toppt.

Die Trickfilmschau Fantoche, die 1995 als Biennale gegründet wurde und folglich heuer mit der fünften Ausgabe gleich ihr 10jähriges Jubiläum feiern darf, hat diesmal nämlich ein Minifestival für Minimanimationen im Paket, das auf den niedlichen Namen minimotion hört.

Genau zehn Sekunden lang beziehungsweise kurz dürfen die präsentierten Arbeiten höchstens sein. Und das ist wirklich ziemlich wenig: Mmal-bit-te-kurz-auf-die-Uhr-se-hen - jetzt!

Was kann man in zehn Sekunden erzählen? Wie kann man es erzählen? Kann ein aufblitzendes Wort, ein kurzes Flattern, eine Geschichte sein? Soll überhaupt eine Geschichte erzählt werden oder reicht eine kleine Sensation? Wann wird das Bild zur Animation?

Die Antworten auf diese Fragen wollen wohl ziemlich prägnant auf den Punkt gebracht werden. Ansehen kann man sie in der Galerie DoK, die leider keine eigene Heimseite hat, dafür aber auf dem Plan im Fantoche-Programmheft (pdf) verzeichnet ist. An einigen der Festival-Tage sind dort auch Präsentationen mit den beteiligten KünstlerInnen angesetzt, so mit Bruno Steiner, Francois Chalet und Myriam Thyes.

Damit, dass zu wenig Zeit fürs Vilmeschauen gewesen ist, dürfte sich bei diesem Ausstellungsbesuch wohl keine/r herausreden können. Wenn aber der Weg nach Baden zu weit sein sollte, hat das Medium aus der Hinterhand nochmal einen Schwung gezielterer Ankerwürfe bereit: Auf Bruno Steiners minimotion-Beitrag ROHLING nämlich sowie auf die Flaggen-Metamorphosen, die Myriam Thyes vorstellen wird - und, nunja, wer sich auf Francois Chalets Seiten nicht sowieso glücklich verlieren kann, dessen Tässchen Tee dürfte dann eh etwas völlig anderes sein.

Ansonsten verspricht der an der Ausschreibung des Wettbewerbs beteiligte Bildwurf auf seinen Seiten, dass das minimotion-Programm im Anschluss ans Festival auf Reise durch einige Kinos gehen und ausserdem auf den Seiten von cineman veröffentlicht werden wird.

Wenn Baden aber nun nicht so weit sein sollte: Fantoche05 hat in seinem umfangreichen Programm natürlich noch alle möglichen anderen Leckereien dabei. Neue Animés ebenso wie Klassiker des Abstrakten Films (zugegeben: das sind dann die üblichen Verdächtigen von über Oskar Fischinger über Stan Brackhage bis Len Lye. Aber da macht Wiedersehen doch eigentlich jederzeit Freude, oder nicht?).

Das recherchefreudige Medium hat obendrein übrigens noch etwas entdeckt, das aus HOME MADE-Perspektive für eine Fahrt nach Baden spricht. Doch dazu dann, mal im Sinne der Medien-Ökonomie, morgen mehr.

Von miss.gunst am 07.09.2005 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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