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10.04.07

ein zine für kreaturen und kreationen

crm_ksw.gifFällt zugegebener Massen schon etwas schwer, nach so einem Kurzurlaub auf dem Mars wieder auf dem schnöden Erdboden zu landen.
Damit das wenigstens etwas leichter geht, wird es heute eher mal kurz gemacht und einfach ein Zuckerstückchen im Zettelkasten versenkt, an dem sich die geneigte Leserschaft dann sowieso sattsam laben kann.

Wobei das Ganze zudem auch ganz prima zum gerade erst in eigener Sache angeschnittenen Thema Zines passt. Denn um ein ebensolches handelt es sich beim CreatureMag.

Anders als sein Titel vielleicht suggerieren mag, handelt es sich dabei nicht um eine Neo-Naturmystiker-Postille. Obwohl es tatsächlich eine ältere Ausgabe gibt, die so etwas wie Kreaturen auf den Fluren gewidmet ist. Ob die netten selbstgebauten Beos von Ruaridh Wilkinson oder Morweena Cats mit Röntgenbildern vorgstellte Monsterkuschelfrösche bzw- bärchen so geeignet sind bzw. selbst geneigt wären, dem Schöpfer mit Jubelruf zu huldigen*, steht vielleicht auf einem anderen Blatt.
[* Von wegen Gedächtnisauffrischung zu Ostern: Das wird eher zu Erntedank gesungen.]

crm_g.gifJedenfalls, um es wie eingangs versprochen kurz zu machen: Zwar kann man im CreatureMag auch Tieren begegnen. Alles in allem aber geht es - wie nämlich auch der Untertitel erläutert - um "something created". Also um schöpferisches Tun im weitesten Sinne, vom künstlerischen Bastelprojekt bis zum Zine; und um die jeweiligen MacherInnen.

Jede Ausgabe - erschienen sind bislang vier an der Zahl - hat ein spezielles Thema (die jüngste Ausgabe vom Januar diesen Jahres beispielsweise Space bzw. Raum). Und: Das der jeweils nächsten Ausgabe wird ausgeschrieben, so dass man sich - wenn man etwas Passendes geschaffen, geschöpft, gebastelt hat - sogar mit einem Beitrag beteiligen oder mindestens einen ebensolchen vorschlagen kann.

Schliesslich noch erwähnenswert: Wenngleich man so ein herziges Magazin eigentlich schon ganz gern in den Händen halten würde - es handelt sich (bislang) um ein reines Webzine.
Was aber nicht nur angesichts der Tatsache, dass das CreatureMag wie so viele wunderbare Zines in UK produziert wird, einiges Gute hat (JägerInnen und SammlerInnen können da ganze Arien singen von unerreichbaren small press-Schätzen und tiefen, tiefen Löchern in der Portokasse). Zwar scheinen die HerausgeberInnen noch zu experimentieren, was ideale Navigation etc. betrifft. Ziemlich glücklich gelungen ist ihnen aber doch in jedem Fall: Den Charme der guten alten Zinekultur ins Digitale zu transportieren.

Von miss.gunst am 10.04.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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