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23.05.07

videoex 07

vex07_ksw00.gifHimmel. Aufgrund der vielen Exkursionen in so ziemlich alle anderen Richtungen kommt in diesem Jahr beschämend spät, was eigentlich doch schon liebgwonnene Tradition in diesem Log.Buch war: Nämlich ein bisschen vom Zürcher videoex-Festival zu schwärmen.

Auch wenn aus gegebenen Gründen also bislang nicht mal mit Berichten aus eigener Hand gedient werden kann, will sich das brave Medium doch wenigstens beeilen, noch rasch die eine oder andere Empfehlung zu geben.

vex07_g3.gifFür den heutigen Mittwoch Abend (23.05.07) beispielsweise blinkt im Programm besonders lecker der um 18:00 Uhr angesetzte und von Laurent Schmid zusammengestellte Kurzvilm-Mix namens Genève Numérique, der zum diesjährigen Schwerpunkt "Gaststadt Genf" gehört.

Sehr sympathisch liest sich schonmal die Klammer, von der das Programm zusammengehalten wird:

"Auch die Genfer Künstler haben ein ambivalentes Verhältnis zu Kunst und digitaler Welt. Zwar ist hier das world wibe web [scil: erfunden worden, nämlich am CERN] und hier hat Ada Lovelace ihre ersten Recherchen zu Code und Maschine getätigt. [...] Und dennoch ist selbst bei den alten 'Habitués' eine deutliche Skepsis auszumachen."

vex07_g1.gifLetzterer in produktiver Umsetzung ansichtig werden kann man dann anhand von Arbeiten wie No signal (2006) von Manuel Schmalstieg (aus der n3krozoft ltd.-Truppe; auf deren Heimseiten man den auch die Möglichkeit zu einer kleinen Kostprobe des Clips hat); Hybrid Systems (2002) von Nathalie Novarina und Marcel Croubalian (mehr zu dieser Arbeit hier auf den Seiten des MAMCO Genf); einer Episode aus Roman Urodovskikhs Post Babylon Stories (2006) - den für heute programmierten Pt. 2 gibts tatsächlich auch auf Urodovskikhs MySpace-Seite komplett (?! doch, sieht so aus!) zu gucken (und weiteres dann zudem auf seinen Postbabylon-Seiten - wo es übrigens auch ein paar Ohrzuckern für NoisefreundInnen hat); oder - last, but for sure not least - einem Vilmchen von auf der Basis von Zeichnungen von Joëlle Flumet, das auf den schönen Titel "I would prefer not to" hört. Also jener Formel, mit der sich Herman Melvilles Bartleby in dezenter Verweigerung durchs und schliesslich aus dem Leben schleicht (mehr zur Arbeit selbst gibts ansonsten unter anderem bei absolute arts zu lesen).

Das nur für heute, auf die Schnelle und aus der Ferne. Und vielleicht, soweit genug Zeit, dann dieser Tage aus näherer Nähe nochmals mehr.

Von miss.gunst am 23.05.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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