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16.07.07

elektromagnetische sommersaison (WRT)

esoy_ksw.gifEndlich ist es wieder so weit: Elektromagnetische Sommerzeit. Aber nicht nur um des Reimes willen wird da freudig aufgemerkt.
Denn auch wenn Radio LoRa für Kunstradio- und Radiokunst-FreundInnen eigentlich das ganze Jahr über einiges zu bieten hat (so z.B. dank So21), gibt es damit doch einen besonderen Grund, sich ausgerechnet auf jene Wochen zu freuen, in denen anderswo eher mal der Hammer liegengelassen wird.

Mittlerweile schon im dritten Jahr (wie auch sonst Ortsunkundige, wissen werden, so sie treue LeserInnen dieses Log.Buchs sind) gönnt sich der Zürcher Lokalsender, geschlagene drei Wochen für künstlerische Experimente zu reservieren.

Und diesmal hat es wirklich wieder ein ausgesprochen leckeres Programm.
Zwei Projekte teilen sich die E-Sommerzeit; der erste Part ab dem heutigen Montag wird von einem Trio bestritte, das wiederum mindestens (aber wohl nicht nur) der getreuen LeserInnenschaft ein Begriff sein dürfte:

So ist Knut Aufermann mit von der Partie (im hauseigenen Archiv gibt es mittlerweile ja so einiges zu seinen Radioprojekten nachzulesen), und - wie vielleicht manche/r, der oder die von Gemeinschaftsprojekten wie allen voran dem mobile radio gehört oder gelesen hat, sich fast schon denken kann - auch Sarah Washington ist mit ihm nach Zürich gekommen.

esoy_g.gifFür diesmal haben die beiden aber individuelle Projekte ausgeheckt, die sie vor Ort realisieren wollen - wobei vor Ort gleich zweifach beim Wort genommen werden darf, denn das temporäre Sendestudio wird in Form eines kleinen Camps im Kunsthof an der Limmatstrasse 44 eingerichtet. Dort will Washington täglich zur Beteiligung an ihrer "Johnny Head-In-Air Show" einladen, bei der es - sozusagen Füsse im Dreck, aber Kopf in den Wolken - darum geht, mittels mitgebrachter (und idealerweise selbstgemachter) Musik den eigenen ästhetischen Standpunkt gehörig bzw. geräuschvoll zu vertreten.

Knut Aufermann steuert dazu eine Feedback-Soundinstallation aus Mischpulten, Mikrofonen, Radios, Lautsprechern, Kompressoren und Minisendern bei, die während der Sendetage kontinuierlich weiter wuchern soll; hier darf man jeweils zwischen 12 und 14 Uhr vorbeischauen, um den Klangschlaufe zu lauschen und/oder diesen den einen oder anderen Schubs zu geben.

Die dritte im Bunde ist diesmal Marold Langer-Philippsen, der (ebenso wie Aufermann und Washington) beispielsweise vergangenes Jahr bei den hier ja denkbar reichlich gefeierten Hallenser RadioRevolten mit dabei gewesen ist. Nach Zürich kommt der mit einer neuen Station seines radioerevan-Projekts und bezieht das Kunstradio-Camp höchst zünftig in einer echten Jurte - wobei neugierige Menschen (und Medien) dieser Tage entdecken konnten, dass diese so genannte radioerevan_yurt zugleich über eine Repräsentanz im Netz verfügt. Aus der es übrigens auch schon vielversprechend murmelte, summte und tönte.

Klar, dass sich dieser Teil des Elektromagnetischen Sommers am allerbesten aktiv teilnehmend und ergo vor Ort in Zürich geniessen lässt. Wem das aber verwehrt sein sollte: Findet nicht nur in der virtuellen radioerevan_yurt (e) Ohrentrost, sondern natürlich auch über den Webstream von Radio LoRa.

[Bildchen: Zeigt offenkundig weder die radioerevan_yurt noch den Kunsthof, sondern ist das Nachbild zweier Jurten aus der mongolischen Steppe, für die das Medium herzlichst dem Spender aus der bwz. an die Wikipedia Commons dankt.]

Von miss.gunst am 16.07.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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