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15.08.07

was mit gesten geht (WRT)

cwlb_ksw.gifVor genau einer Woche ging es an dieser Stelle um das Verhältnis von Körper und Klang im Radio, genauer gesagt: Um eine Radiokunst-Sendung, die sich eben diesem Thema widmete.
Wer das spannend fand, sollte sich die auch die aktuelle Folge der Reihe des WDR Studio Elektronische Musik zu Gemüte führen, die heute (15.0.07) Abend ausgestrahlt wird.

Diesmal liegt der Schwerpunkt auf dem oft eher schwierigen Verhältnis der elektronischen Musik zum Körper und seinen Gesten - zu dessen glücklichen Effekten es gehört, dass es zahlreiche MusikerInnen und KomponistInnen kreativ und mit spannenden Ergebnissen bearbeitet haben.

Dementsprechend harrt unser eine Sendestunde, die ein Highlight nach dem anderen verspricht.

Mit dabei ist zunächst einmal Anla (ehem. Alan) Courtis - in diesem Log schon mal anlässlich seines Solo-Auftritts in der Frankfurter curmbox vorgestellt - mit "Studio for Wire Plugs" (1991; tatsächlich auf Klangerzeugungen aus einem Kabelstecker basierend. Das Stiück wurde auf seinen "Tape Works" publiziert - einige Impressionen kann man sich von daher aus den Rezensionen dieses Tonträgers zusammenklauben).

cwlb_g.gifAlsdann das International Theremin Orchestra mit Touchless II (1998; auf Andrew Gartons alten Heimseiten kann man sich nicht nur über das Projekt Touchless informieren, sondern findet auch schnell zur Dokumentation von Touchless I hineinlauschen - übrigens eine Kunstradio-Produktion).

Weiter geht es mit Michael Waisvisz, dem Erfinder der besonders unter Noise-Fans allseits geschätzten cracklebox (die in diesem Log natürlich auch schon mal herumgeisterte), von dem Crackle revisited (1977) zu hören sein wird.

Als nächstes wird dann Laetitia Sonami - ursprünglich Datenhandschuhbewehrt - zum Gespräch mit einer Glühbirne bitten ("Conversation with a Light Bulb", 2000 - sollte im Prinzip in Auszügen auch unter den Audio-Stücken auf ihrer Heimseite anzuhören sein. Ist es aber leider nicht, klassische Frustration: file not found. *seufz*).

Anschliessend und zum guten Schluss gibt es noch Ausschnitte aus Rolf Gehlhaars "Cusps" (1992) sowie "Area/Puls" (2000) vom bzw. von (der) Sensorband, bestehend aus Edwin van der Heide, Zbigniew Karkowski, Atau Tanaka.

Kurzum: Mehr als nur eine nette Geste, was das Studio Elektronische Musik und da heute ab 23:05 Uhr in der Themensendung "Gesten, übersetzt" kredenzt. Und wunderbarer Weise eben auch per Webradio mitzulauschen.

[Bildchen: Die hier geborgte Glühbirne spendete 1997 den Wikipedia Commons, die flink zu Datenhandschuhen umgewidmeten Gummigreifer stammen aus selbiger Quelle; ersterer folgend untersteht auch die Konversation als solche dem grossen GNU]

Von miss.gunst am 15.08.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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