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06.10.07

ausweitung der klangzone

esswk_ksw.gifIst eigentlich schon zur ars electronica in den Kulturbeutel gewandert - wird aber aus gutem Grund erst jetzt ausgepackt:
Seit gestern lässt nämlich die "expansion sonore", die in Linz im Rahmen der Campus 2.0-Ausstellung vorgestellt wurde, vor Ort in Basel erlauschen.

Grundidee des Projekts, das von Nica Giuliani und Andrea Gsell a.k.a. île flottante entwickelt wurde: Eine Ausweitung der Klangzone - beziehungsweise die Ausdehnung des Klangraums von (Dr)Innen nach (Dr)Aussen, vom Privaten ins Öffentliche. Allerdings nicht etwa so, wie man sich einen Lauschangriff vorstellt.

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"Aus Fassaden einzelner Gebäude wachsen an verschiedenen Orten in der Stadt kristalline Objekte, sogenannte 'expansions'. Über diese sichtbaren Schnittstellen dringen akustische Innenwelten des Gebäudes nach aussen. PassantInnen können über ihr persönliches Mobiltelefon ins Hausinnere lauschen, fantastische und wirkliche Geschichten des Gebäudes anzapfen und ein ungeahntes Innenleben entdecken.
KünstlerInnen und AutorInnen verschiedener Sparten schaffen diese Hörstücke, beleben damit die nicht öffentlich zugänglichen Innenräume mit unerwarteten, imaginären Bildern und lassen Orte in neuem Licht erscheinen."

In Basel wird das Projekt in zwei Phasen realisiert; am gestrigen Freitag (05.10.) eröffenete die erste mit Beiträgen von Roland Unterweger, Timo Kröner, Iris Rennert & Oliver Friedli sowie Knut & Silvy.
Sowie mit einer kleinen Feierstunde im [plug.in], begleitet von Oliver Hagmann (treuen LeserInnen nicht nur als Musiker und DJ, sondern auch als Mitbetreiber des netlabels interdisco bekannt)- der wiederum mit einem Beitrag in der zweiten Phase des Projekts vertreten ist. Diese wird vom 27.10.07 bis 18.11.07 an vier weiteren Orten im Stadtraum zu erkunden sein, dann ausserdem mit Manon Bellet sowie Esther Hiepler & Max Philipp Schmid (und Knut & Silvy sind weiterhin mit von der Partie).

esswk_g4.gifUnd schliesslich gibt es anlässlich des SHIFT Festival am 25.10. nicht nur neben den Stationen der ersten Phase noch eine weitere, für die Hildegard Spielhofer verantwortlich zeichnet. Sondern praktischerweise auch Elektrobikes auszuleihen, damit auch temporäre BaselbesucherInnen neben dem eh schon recht reichhaltigen Festivalprogramm eine realistische Chance haben, sich auf dem Weg zu den vertreuten Kleinodien zu machen.

Aber keine Sorge: Dafür, dass das Ganze nicht in unzeitgemässes Ostereiersuchen ausartet, ist gesorgt. Auf den "expansion sonore"-Projektseiten hat es einen Orientierungsplan.

[Bildchen: Tja. Die Klangstücke sind nur teils CC-lizensiert, an Fotos wollen wir da lieber gar nicht erst denken - zumal sich die Hauptsache ja sowieso nicht ab-bilden lässt. Insofern die Kristallklangexpansion, wie so oft, frei assoziiert - und aller Dank gebührt Halvard Hatlen aus Norwegen, der den Wikipedia Commons und der Public Domain einen wunderschönen Bergkristall spendete.]

Von miss.gunst am 06.10.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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