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16.10.07

vinylnegative (mehr share ff.)

mlpn_ksw2.gifGeht nicht? Gibts nicht? Mais oui, und wie. Was sich heute im Rahmen des Copy!07-Festivals in Zürich sogar studieren lässt: Die hohe Kunst der Vinylkopie.
Und zwar ganz ohne Digitalisierung.
Statt Rip-Mix-Burn wird nämlich - sic! - geklebt.

Auf dem Programm steht dort nämlich für diesen Dienstag ein grosser DIY-Copyshop mit einer ganzen Reihe von Workshops. Samt und sonders spannend sowie einer Vorstellung in eigenen Einträgen wert - die wir hier im Log.Buch nicht alle auf einmal unterbringen können.

Deshalb wird erstmal derjenige vorgestellt, der vor der Hand vielleicht nicht unbedingt das vermittelt, was man gemeinhin unter "nützlichem Wissen" in Sachen passgenauer Vervielfältigung von Daten(trägern) versteht. Dafür aber um so originellere Ergebnisse zu zeitigen verspricht.

mlpn_g3.gifGeleitet wird er von dem in Genf beheimateten Künstler Frédéric Post (hat anscheinend keine eigene Heimseite, dafür aber gibt es ein ziemlich gut aussgestattetes Dossier, das anlässlich einer Ausstellung des Kunstraums EVERGREENE angelegt worden ist).

Post verfolgt nämlich seit einiger Zeit ein Projekt namens "Miracol": Mithilfe von Kleber werden Negativ-Abdrücke von Schallplatten hergestellt. Was natürlich dann auch bedeutet, dass die weissen Klebstoff-Geisterscheiben, so sie als Tonträger zum Einsatz kommen, gänzlich anders klingen.
Aber wie? Rückwärts? Oder wie sonst klingt eine spiegelverkehrte Plaste-'Schellacke'?

Wird man wohl heute Nachmittag in der Tonimolkerei testen können, wo der DIY-Copyshop ab 16:00 seine Tore öffnet und zum Mittun lädt.

Wer sich auf Posts Miracol-Lektionen schon mal theoretisch vorbereiten will: Über das erwähnte Dossier gelangt man auch an ein pdf zu den mirakulösen disques en colle.

[Bildchen: Hier haben wir es uns mal wieder ziemlich bequem gemacht. Vinyl-Negative hatte es nämlich schon im hauseigenen Archiv. Allerdings keine analogen - sondern lediglich in schnöder Digitalkopie - angefertigt seinerzeit in Hommage an ein durchaus ähnliches Projekt, die gefrorenen Schallplatten von Claudia Märzendorfer. Und damit das Ganze nicht langweilig wird, haben wir sie zur Feier des copy!07-Fests gleich nochmal kopiert...]

Von miss.gunst am 16.10.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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