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24.11.07

diy noise glitch junk

jjrl_ksw.gifJa, am besten doch alles auf einmal.
Jedenfalls geht der Tipp des Tages bzw. die Empfehlung für die Gestaltung des morgigen Abends zur Abwechslung mal wieder nach Stuttgart.
Und zwar zu jener treuen LeserInnen bereits bekannten Galerie für bewegte Bilder und visuelle Musik, die ziemlich regelmässig mit einschlägig interessanten Veranstaltungen winkt und auf den Namen fluctuating images hört.

Für diesen Sonntag (25.11.07) nun haben Cornelia und Holger Lund ein Programm vorgesehen, das - wie die obig im Eintragstitel lose gereihten Begriffe bereits andeuten - gleich mehreren unserer Neigungen zuspricht.

Allem voran geht es nämlich um die Vorstellung eines DIY-Fanzines, das den stolzen Titel Junk Jet trägt und von Studierenden des IGMA Instituts für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen der Universität Stuttgart ins Leben gerufen wurde.

Über das kann das Medium im Vorfeld nur wenig verraten. Die wie folgt lautende Selbstdarstellung:

"Junk Jet is a fanzine, a collaborative format set up to discuss subversive and hoaxing pirate works on topics of electronic media and aesthetics. It is both an online publication (including movies, images, software, and pdfs), exploiting all possibilities of multimedia, and an extravagant lo-fi paper publication (including special gifts) on a non-commercial scale. Junk Jet has established an open platform for artists, media theorists, and others to take part in an aesthetic but futile battle against conventional use of modern media. From radio to computer it has collected significant works subverting, boarding or even breaking technological systems, for aesthetic purposes, curiosities, and instincts. Or just for fun. [...]"

jjrl_g.gif- sowie die Gestaltung der Heimseite und die dort im bzw. als Netzwerk verankerten Personen und Projekte (von Olia Lialina über Staalplaat bis microsound bzw. Kim Cascone, allesamt treuen LeserInnen ebenfalls alles andere als unbekannt) lassen das Ganze jedoch denkbar lecker ausschauen. Mehr dazu dann, wenn die erste Ausgabe getestet und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sogar eher für grossartig denn schlicht für gut befunden wurde (letztere Mutmasssung werden wir hoffentlich alsbald in Richtung Tatsachenbericht schubsen können).

Damit nicht genug, gibts noch zwei audiovisuelle Performances dazu, von denen die eine der Grazer Pure Data (mehr dazu im Archiv)-Spezialist Peter Plessas bestreiten wird und die andere Serhat Köksal, den wir u. a. vor anderthalb Jahren in Berlin besuchten, als er mit seinem 2-5bz in einem Atelier des Tesla Berlin weilte und im Rahmen des Club Transmediale auftrat.

Kurzum: Der Gründe genug, den Sonntagabend in Stuttgart zu verbringen. Ab 19:00 Uhr in den Räumen von fluctuating images in der Jakobstrasse 3.

[Bildchen: Wie so oft aus der Not eines Mangels an attraktiven Alternativen heraus und nicht grad ein gestalterischer Höhenflug. Dafür aber (DIY!) selbstgebastelt. War gar nicht so einfach, eine geeignete Düse zu finden, die dann mit Junk befeuert werden konnte. Der Dank fürs Bastelmaterial geht wie so oft an Wikipedia-Commons-Spender, Lizenzen zur Weiterverwertung: Gemäss dem grossen GNU.]

Von miss.gunst am 24.11.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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