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20.11.07

schöne sysipha (@ monitoring)

ttmzpeb_ksw.gifMit Berichterstattungen zur diesjährigen interfiction einzusetzen wäre wohl etwas vermessen. Aber es gab dort wie auch drumherum doch so einiges, das auch bestens für Einträge in den HOME MADE Zettelkasten taugt.
Wie beispielsweise zu einem unserer Lieblingsstränge in Sachen angewandter Medienarchäologie, der schönen Kunst, Overhead-Projektoren ein würdiges Gnadenbrot zu verschaffen.

ttmzpeb_g2.gifSo konnte man nämlich im Rahmen der dokfest-Ausstellung Monitoring einer jener Arbeiten begegenen, von denen hier vor nicht allzulanger Zeit im Zusammenhang mit dem Kölner Workshop "Kunst und Musik mit dem Tageslichtprojektor" die Rede war (siehe die Einträge vom 04.07.07 und vom 25.08.07:

Der grossartigen "Maschine zur Projektion eines Blumenmusters" von Tina Tonagel.
Die - wie man auch auf Tina Tonagels Heimseiten, auf denen sich ein kleines Porträt dieses wunderbaren Apparates findet - nachsehen und nachlesen kann, besagtes Blumenmuster nicht nur projiziert, sondern vor allem anderen erst einmal produziert.

Ergo eine echte Kunst- bzw. Mal- bzw. Zeichenmaschine ist und als solche nicht nur zugleich in die entsprechende Zettelkasten-Abteilung dieses Logs gehört. Sondern sich eigentlich auch gut in der aktuellen Ausstellung zu Kunstmaschinen in der Schirn Kunsthalle gemacht hätte.

Schliesslich walzt die schöne Sisypha unermüdlich und weitestgehend selbständig besagtes Blumenmuster einerseits auf die Endlosfolie, was zum Einen bzw. auf der einen Projektionsfläche zu sehen ist.

ttmzpeb_g1.gifUnd im Grunde liesse sich ihr Name sogar noch erweitertn, da sie in diesem Zuge mitnichten allein die FreundInnen floraler Ornamentik versorgt, sondern obendrein auch diejenigen abstrakter Kunst auf ihre Kosten kommen lässt. Denn im Rundlauf der Folie wird das Blumenmuster andererseits natürlich auch wieder verwischt, so dass die Folie auf ihrem Transportweg wieder gereinigt werden muss - was dann ins Bild der zweiten Projektion eingeht.

Mithin lässt sich ihr auch nicht nur stundenlang bei der Arbeit zusehen, sondern sogar weidlich über selbige philosophieren. Etwa darüber, ob die glücklichste Kunst(maschine) dieenige ist, die ihr eigenes Werk stets auch selbst zerstört und von daher in ihrem ungebremsten Schaffensdrang dennoch das ökologische Gleichgewicht zwischen der An- und Abwesenheit von Kunst bzw. ihrer Erscheinung respektiert.

[Bildchen: Zeigen, wie unschwer zu erkennen, die schöne Sysipha daselbst, also die Maschine zur Projektion eines Blumenmusters - mit Grand Merci an Tina Tonagel, die ihre kreative Kreation in Kassel übrigens während aller Ausstellungstage treulich höchst persönlich betreute.]

Von miss.gunst am 20.11.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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