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15.12.07

byte my bits

bmbk_ksw.gifMusste mal eine Überschrift im englischen Phonem sein, weil es einfach so schön passte. Ansonsten aber fügt sich der heutige Eintrag ganz ins Bestreben, ein wenig (vor-)weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen.
Und was ist hierfür ein probater Weg?

Genau, Kekse backen!

Dummerweise hat, wer zugleich an ca. 1001 anderen Dingen bastelt und vielleicht nebenher auch noch ein bisschen Code schreibt, tendenziell weniger Zeit, zwischendurch noch in die Küche zu huschen.

bmbk_g1.gifNun: "Zwischendurch" macht bekanntlich nicht wirklich Spass. Da wir bei der Weihnachtsbäckerei aber definitiv welchen haben wollen, gibts im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Entweder man lässt sich von Kindern (und sei es nur: dem, das man selber ist) davon überzeugen, dass Kekse backen im Advent eine prioritäre Angelegenheit ist. Oder man gönnt sich eine kleinere Auszeit in der Küche - für die es dann natürlich eine eher elegante Formel braucht. Also eine, die möglichst einfach ist und funktioniert. Da hätten wir doch eine:

300 gr. Mehl, 200 gr. Butter, 100 gr. Zucker, 1 Ei, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Msp. Backpulver, 1 Prise Salz.

Zucker kann man auch weniger nehmen. Die Butter sollte es vorher warm haben und ergo weich sein, alles andere tendenziell kalt. Dann werden die Zutaten flink zu einem Knetteig verarbeitet und dieser anschliessend ein paar Stunden im Kühlschrank ruhen gelassen.
Was dann nach dem Backen aus dem Ofen kommt, ist schlicht und gut wie das Rezept - und der Phantasie bei der Gestaltung der Rohlinge sind ja keine Grenzen gesetzt.

Mehr geht natürlich immer: Wenn man nur das Grundrezept verwendet, freuen sich die Kekse nach dem Ausstechen ueber Bauchpinselei mit verquirltem Eigelb - oder, wenn sie aus dem Ofen sind, über einen Guss aus Puderzucker Plus (= angerührt mit Zitronen-, Himbeer-, Holdersaft oder was auch immer angenehm und geeignet scheint bzw. zuhanden ist).

Und so man vielleicht noch etwas weiter variieren will: Bequemere Naturen geben wahlweise gesplitterte oder gemahlene Mandeln, Nüsse, Zimt, Rum resp. Rumrosinen, kandierte Früchte, Kakao und/oder Schokosplitter direkt nach dem ersten Durchkneten in den Teig.

Und wer es komplexter haben möchte: Die ausgestochenen Rohlinge lassen sich natürlich ebenfalls verfeinern, beispielsweise durch eine Schicht Makronenmasse (Eiweiss, Zucker/Puderzucker, gemahlene Mandeln oder Nüsse).

bmbk_g2.gifOder man baut mit den gebackenen Formen Türme, für die man in weiser Voraussicht 50/50 ungelochte und gelochte Kreise produziert (geht auch ohne Förmchen: zum Ausstechen ein Glas und einen geeigneten Verschluss nehmen). Die ungelochten werden nach dem Backen mit Marmelade bestrichen, Lockdeckel drauf und anschliessend Guss - in der volljährigen Variante beides mit Schuss.

Solche Variationen wollen allerdings schon, dass man sich dann doch etwas länger in der Küche aufhält. Insofern werden Löt- und Codewütige vielleicht lieber beim Grundteig bleiben - und, gewissermassen wie gewohnt, eher mehr Sorgfalt auf die Formatierung verwenden wollen.
Um beispielsweise solche prächtigen Einsen und Nullen - und das ist ja nur die Basis allen Codes - zu generieren wie oben rechts, braucht es entweder einiges Geschick oder entsprechende Förmchen. Oder aber man nietet sich selber welche aus Metallband. Einfachste Griffkonstruktion: Ein stabileres für die Stichseite, darüber ein weicheres längs gefaltet. Und nicht vergessen, vorher zu testen, ob sich beides noch zur gewünschten Form biegen lässt.

Ansonsten: Einfache Formen aus Zuhandenem nehmen und mit dem (kalten) Küchenmesser schneiden, hinterher mit buntem Guss gestalten. Tetris-Teilchen oder die Pacman-Crew sollten da allemal drin sein, oder?

[Bildchen: Die wunderbaren Zahlenkekse hat Frau Barnoid gebacken und zum Kosten netterweise mit cc-by-sa-Lizenz in den Flickr-Pool von Make gestellt. Wo sie so lecker dufteten, dass wir nicht anders konnten, als uns selbst ein wenig in Plätzchenfabrikation zu versuchen. Den Teig nahmen wir vom Blech einer Schweizer Wähenbäckerin (hoffen wir mal, es war eine süsse Waie); das Backblech sowie das Mehl zum Bestäuben liehen wir ebenfalls aus den Wikipedia Commons. Letzere sind GNU und Coypleft lizensiert, der - allerdings anonym abgelegte - Teig wiederum cc-by-sa. Was machen wir da?]

Von miss.gunst am 15.12.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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