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16.12.07

naschwerk ff.

mgak_ksw.gifDa es gestern nun um Backwerk ging, lässt sich fortfolgend doch gleich noch etwas im weitesten Sinne Passendes anschliessen.
Die Zutaten sind jedenfalls ganz ähnlich: Bits und Bytes, die zu etwas zusammengefügt worden sind, das dann sozusagen auf dem Plätzchenteller präsentiert und bis Weihnachten Tag für Tag vernascht werden kann.

Zwar hatten wir das Ganze gerade erst in der Nachbarschaft bei digital brainstorming vorgestellt - aber da die geneigte LeserInnenschaft vielleicht doch nicht ganz dieselbe ist, wagen wir's doch, unsere Empfehlung auch hier noch einmal kunst zu tun (und setzen eben das bekannte "sorry for x-posting" dazu).

Eine ganz spezielle Wichtelei zur Vorweihnachtszeit bietet aktuell nämlich ein Projekt des Departements Kunst & Medien an der ZHDK namens Netzriss.org, von Mario Purkathofer (dock18) und Fabian Thommen kuratorisch betreut.

Auf selbiger Seite, die sich als netzbasierter Schauraum versteht, wird noch bis zum 24. Dezember jeweils von 16 Uhr bis zur entsprechenden Stunde des folgenden Tags täglich ein neues Kunst-, Musik- oder Literaturguezli kredenzt. Natürlich nicht von irgendwem, sondern von so geschätzten ZeitgenossInnen wie Marc Lee, San Keller, Andalus Liniger & Moritz Wettstein, Michael Härdi, Ingo Giezendanner, der !Mediengruppe Bitnik & Sven König undundund, um nur mal einige wenige zu nennen. Zumal ein Vorwissen um die Liste der Beteiligten wenig weiterhilft, denn: Wer wann was einstellt, wird - wie es sich für Wichteleien und auch für Adventskalender gehört, im Vorfeld natürlich nicht verraten. Ein Netzriss mit wechselnder, tendenziell leckerer Überraschungsfüllung also.

Ob und wie gut es mundet, hängt aus nahe liegenden Gründen sowohl vom Guezli des Tages wie auch vom individuellen Geschmack ab - aber für neugierige Menschen mit Neigung zur zeitgenössischen Kunst lässt sich das Ganze wohl allemal als alternativer Adventskalender empfehlen.
Zumal: Für Fragen, Hadern, Lob und Tadel steht auch ein Chatfenster zur Verfügung, in dem man zwischen 16:00 Uhr und 17:00 Uhr (sowie, mit ein bisschen Glück, manchmal sogar auch zu anderen Stunden) auf die beteiligten Kunstschaffenden treffen kann.

Wobei es damit - um allein mal bei den hier vorgestellten zu bleiben - nun also schon drei Adventskalender wären, bei denen man täglich nach leckeren Überraschungen schauen kann (s. eben auch hier sowie dort). Wer soll da noch mit dem Türchenöffnen hinterherkommen? Schliesslich braucht's, zumal nach dem denkbar inspirierenden diy-Festival, auch ein bisschen Zeit für die eigenen Basteleien Bäckereien:

mgak_a.gif

Insofern an dieser Stelle keine ausführlicheren Schwärmereien von Netzriss-Füllungen, die - da jedes Projekt nach vierundzwanzig Stunden sang- und klanglos wieder in der Versenkung des Netzrisses zu verschwinden scheint - live eh nicht mehr zu haben, sozusagen vom Plätzchenteller weggenascht sind. Kurzum: (Neu-)Gierig zugreifen, bitte!*

* P.S. Na gut, verraten wir's. Nicht nur für den Fall, dass sich die geneigten LeserInnen fragen, was eigentlich unter einem Netzriss zu verstehen ist: Einen kleinen Definitionsversuch bietet die hauseigene MediaPedia - und siehe da: Unter den Vorschlägen für Beispiele sind dann auch - mindestens einige - der Adventskalender- Netzriss-Guezli zu finden...

[Bildchen: Den leckeren Keks haben wir bei George Kelley vom Plätzchenteller stibitzt - durchaus guten Gewissens, denn die Spezerei ist netterweise unter cc-by lizensiert und war deshalb auch in den Wikipedia Commons zu finden; dafür wie immer ein dickes Merci! Für die Füllung kann der Bäcker allerdings nichts in diesem Fall...]

Von miss.gunst am 16.12.2007 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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