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25.01.08

kunstmaschinen ff. mit generator.x 2.0

jtsc_ksw.gifBis zum Beginn der transmediale dauert es zwar noch gut eine Woche. Aber da der CTM wie immer schon einige Tage früher startet, liegt es nahe, den Radar schon jetzt nach Berlin auszurichten.
Zumal es gerade im Rahmen des CTM-Programms reichlich Futter in Sachen einiger unserer Leib- und Magenthemen gibt - so unter anderem für FreundInnen maschinengenerierter Kunst.

Mit von der Partie ist nämlich auch in diesem Jahr wieder Marius Watz mit seinem Generator.x-Projekt. Das wiederum dürfte treuen LeserInnen nicht nur über dessen allgemeine Vorstellung (s. den Eintrag vom 24.09.06), sondern eben auch über das kleine Porträt seiner tegnemaskin in bester Erinnerung sein. So sie nicht sowieso das RSS des Generator.x-Blogs abonniert haben.

Unter dem Titel "Generator.x 2.0: Beyond the Screen" wird nun in Berlin mit einem Workshop, Präsentationen und einer Ausstellung der Strang in eine Richtung weitergeführt, die uns bekanntlich ebenfalls besonders interessiert: Nämlich die Nutzung von im Digitalen entwickelter Strategien und Ästhetiken für eine Arbeit am Material und im Raum. Wie schon dem im Dezember ergangenen Aufruf zur Beteiligung zu entnehmen, bieten sich dabei aus der Perspektive der Generativen Kunst ganz konkrete Verfahren an:

"Digital fabrication (also known as 'fabbing') represents the next step in the digital revolution. After years of virtualization, with machines and atoms being replaced by bits and software, we are coming full circle. Digital technologies like rapid prototyping, laser cutting and CNC milling now produce atoms from bits, eliminating many of the limitations of industrial production processes. Once prohibitively expensive, such technologies are becoming increasingly accessible, pointing to a future where mass customization and manufacturing-on-demand may be real alternatives to mass production.
For artists and designers working with generative systems, digital fabrication opens the door to a range of new expressions beyond the limits of virtual space."

jtsc_g.gifUnd natürlich muss man sich die Technik des Laser-Schneidens in diesem Zusammenhang etwas ausgefeilter vorstellen, als wir das kürzlich spasseshalber imaginiert haben.
Am gestrigen Donnerstag gab es im Ballhaus Naunyn die Auftaktveranstaltung mit Vorträgen von beteiligten Künstlern - neben Marius Watz in diesem Fall Boris Müller, Eno Henze und Satoru Sugihara, am kommenden Montag wird noch eine zweite folgen.

Vor allem aber wird in den nächsten Tagen fleissig im Workshop gewerkelt (übrigens, unter anderem Dank Kooperation mit dem Hyperwerk, mit ziemlich intensiver Schweizer Beteiligung, wie man der Liste der TeilnehmerInnen entnehmen kann) - und die Ergebnisse sollen dann ab Samstag in einer Woche im Digital Art Museum zu sehen sein.
Wer sich den Vernissagetermin schon mal vormerken will, kann übrigens für den Abend zuvor gleich ebenfalls ein Kreuzchen in den Kalender machen: Da gibts dann nämlich, gute Tradition aufnehmend, im Ballhaus Naunyn noch ein Performance-Konzert mit generativer visueller Musik - zu dem neben Watz, der gemeinsam mit Alexander Rishaug auftritt, alva noto (aka Carsten Nicolai) und Keiichiro Shibuya erwartet werden. Lekker!

[Bildchen: Ist eine aktuelle Arbeit von Jared Tarbell (hier im sympathischen Porträt), die wir über den Generator.x-Blog entdeckt und sofort ins Herz geschlossen haben - und die eben demonstriert, dass man mit etwas feiner schneidenden Laser-Cuttern als diesem ganz wunderbar Generatives zum Anfassen in 3D kreieren kann. Das Foto hat Tarbell dankenswerter Weise unter cc-by in seinem Flickr-Pool publiziert.]

Von miss.gunst am 25.01.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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