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11.01.08

regenbogenklangtransformation

rbrb_ksw.gifFast logisch, dass man nach dem Sturm nach einem Regenbogen lugt. Jedenfalls dann, wenn die Böen des ersteren Vorboten eines heftigeren Gewitters mit ordentlich Ablass von Oben gewesen sind.
Und wie es der Zufall so will, hätten wir einen passenden Exkursionstipp dazu.

Die Antwerpener Extracity lädt am heutigen Abend nämlich zur Eröffnung der Präsentation eines Projekts, das von Nico Dockx und Carl Michael von Hausswolff (mehr im hauseigenen Archiv) inittiert wurde und auf den vielversprechenden Namen "Rainbow Audio Transformation" hört.

Wie an diesem zu erkennen, geht es auch hier um eine akustisch-experimentelle Auseinandersetzung mit dem metereologischen Phänomen: Dockx und Hausswolff haben eine Reihe von Klangkünstler-Kollegen eingeladen, die sieben Farben des Regenbogens in Sound zu übersetzen; für Bonus-Tracks kamen noch Weiss als Summe des Prismas und Schwarz für die Abwesenheit oder Absorption aller Lichtwellen dazu.

rbrb_g.gifLaut Ankündigung wählten Mike Harding (eigentlich auch Bürger von Elgaland-Vargaland - nur leider funktioniert der Anker nicht) und Philip Marshall Rot und Orange, Finnbogi Pétursson Gelb, Maia Urstad Grün, Leon Milo Blau, Brandon LaBelle (mehr im Archiv) Indigo bzw. Ultramarin und Jana Winderen Violett; C.M. von Hausswolff besetzte, fast schon naheliegend - steht nicht jede Summe des Gesamten Spektrums dem Rauschen des Universums nahe? - mit Weiss das eine und Dockx als Teil des Kollektivs "Building Transmissions" (zusammen mit Kris Delacourt und Peter Verwimp) das Schwarze Loch als anderes Extrem.

Um von den Licht- zu Klangwellen zu gelangen, gingen die Beteiligten dann zunächst einige Zeit in Klausur, um zu einem gemeinsamen Spektrum zusammenzufinden. Das sich ja eigentlich absehbar zwischen den beiden Polen absoluter Aufladung und Auslöschung bzw. An- und Abwesenheit von Licht und Klang bewegen dürfte. Aber wie das klingt?

Lässt sich aus der Distanz leider allenfalls phantasieren. Kleiner Trost: So verlockend es immer wieder scheinten mag, an die Enden des Regenbogens zu reisen - wir wissen ja, dass man sie nie erreicht.

[Bildchen: Rechts, wie unschwer zu erkennen, ein Regenbogen in all seiner Farbenpracht - dankenswerter Weise von Erik Christensen unter GNU den Wikipedia Commons zur Verfügung gestellt. Auch von den Schwingungen her genau die richtige Steilvorlage, wie man am kleinen Ausschnitt im einleitenden Absatz sieht: Gleissendes Weiss und tiefes Schwarz - was wollen wir mehr?]

Von miss.gunst am 11.01.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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