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29.01.08

wandelnder wald

mftmb_ksw.gifWandelnde Wälder gibt es bekanntlich nicht nur in Märchen, Legenden und Romanen wie Tolkiens The Lord of the Rings. Sondern auch im Bereich der Tarnung von Truppenbewegungen, wie sie schon Shakespeare in Macbeth bedichtete ("... and I thought I saw the forest begin to move").
Da sich die transmediale dieses Jahr für strategische Operationen interessiert, wundert es nicht, dass sich in ihrem Umfeld auch ein "Moving Forest" formiert.

Anders als es aus nahe liegenden Gründen getarnten Soldaten gut zu Gezweig steht, so die Tarnung funktionieren soll, handelt es sich in Berlin freilich nicht um schweigende Wälder.

mftmb_g1.gifZwar geben AKA The Castle, die für diese Performance verantwortlich zeichnen, Shakespeare sowie auf Macbeth zurückgehenden Kurosawa-Film "Throne of Blood" ("Das Schloss im Spinnwebwald") als Inspirationsquellen an. Ihre Eroberungsstrategie zielt jedoch auf den akustischen Raum, so dass die Bewegungen wohl ziemlich deutlich zu vernehmen sein werden: Angekündigt ist "eine 12 Stunden dauernde dramatische Klangperformance", die sich als "Auseinandersetzung mit der Informations- und Kommunikationsarchitektur unserer gegenwärtigen, medialisierten Gesellschaft" versteht:

"Urbane Informationstechnologie-Rebellen wenden sich gegen geschlossene und unzugängliche Wissensarchive, indem sie alternative, freizugängliche Kommunikationstechnologien wie Niederfrequenz-Stationen und offene Datennetzwerke verwenden, um ihren Marsch gegen das institutionalisierte Zentrum der Macht zu koordinieren."

Wie das genau funktionieren soll, ist den Heimseiten des Projekts zu entnehmen - und wie es klingt, dürfte dann rund um das transmediale-Quartier im Haus der Kulturen der Welt zu vernehmen sein.

mftmb_g2.gif

[Bildchen: Da wir prinzipiell rundum friedfertiges Vorgehen bevorzugen, fällt die Imagination zum Thema entsprechend aus. Die wandelnden Wäldchen kennen treue LeserInnen bereits aus einem Eintrag vom vergangenen März, wir mussten sie nur noch akustisch augmentieren. Für die ursprüngliche fotografische Pflanzung der bzw. des (Mutter-)Bäumchens danken wir jedoch noch einmal gern Francesco, der die prächtige abies nebrodensis via Wikipedia Commons der public domain gespendet hat.]

Von miss.gunst am 29.01.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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