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07.03.08

hum @ maerzmusik

smtx_ksw.gifSpät aber doch nicht ganz zu spät eine Empfehlung für diejenigen, die derzeit in Berlin weilen oder vorhaben, das kommende Wochende dort zu verbringen.
Wofür es gemeinhin sicher immer gute Gründe gibt - momentan aber einen, an den man FreundInnen von Klangkunst vermutlich kaum erinnern muss:
Wie jedes Jahr um diese Zeit stehen die Zeichen auf MaerzMusik.

Indes das Festival für aktuelle Musik noch die gesamte kommende Woche über ein ziemlich breit gestreutes Programm bietet, sieht ein besonders interessantes Projekt am Wochenende seinen (voräufig) letzten Aufführungen entgegen: hum - Die Kunst des Sammelns.

smtx_g2.gifEingeläutet hatten es Julian Klein und a rose is allerdings auch schon im vergangenen Herbst, als sie dem "taxomanischen Parcours" einen taxomanischen Diskurs bzw. ein Symosium zur Taxonomie (und Taxophilie) vorausschickten.

smtx_g3.gifAusgangspunkt des Konzepts ebenso wie Aufführungsort sind die Forschungssammlungen des Museums für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin - die weltweit zu den grössten und bedeutendsten ihrer Art zählen, anders als die Schausammlungen aber der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind.

Mindestens temporär lassen sie sich nun jedoch über den hum-Parcours erkunden, in dessen szenischem Verlauf KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen Station um Station (oder sollte man besser schreiben: Klasse um Klasse?) ein Porträt der Sammlungen, ihrer Ordnungen und Bestände entstehen lassen. Das naturgemäss und produktiver Weise je nach Blickwinkel mal realistischer, mal phantastischer ausfällt.

Wer weiterer Appetitanregung bzw. Exkursionsvorbereiung bedarf, könnte sich gegebenfalls noch das Faltblatt zur Veranstaltung (pdf) oder das Szenarium zum Parcours (pdf) zu Gemüte führen; denen, die das Ganze verpassen werden, mag vielleicht der Katalog als Grundlage oder mindestens erste Anregung für eine entsprechende Zimmerreise dienen.

Gelegenheit, den Parcours zu erwandern gibts jedenfalls noch am morgigen Samstag (08.03.) Abend um 19:00 Uhr und am Sonntag Nachmittag um 16:00 Uhr.

smtx_gg.gif

[Bildchen: InsektenmusikfreundInnen, zu denen wir uns schliesslich auch selber zählen, fällt beim Gedanken an die entomologischen Abteilungen naturkundlicher Sammlungen tendenziell ja eher das Grauen an. Aber es gibt für Taxo- und zugleich Entomophile durchaus Alternativen, Ordnung zu schaffen. Haben das einfach mal probiert und durchnummeriert... Die Ohrenspende für unsere Züchtung verdanken wir David Benbennick; wie das Vor-Bild sind die Hörlinge cc-by-sa linzensiert.]

Von miss.gunst am 07.03.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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