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20.04.08

dada klangbastellabor (berz & könig)

sbkkcv_ksw.gifWas macht doch gleich zehn mal zehn? Nein, Quadratrechnen ist für einmal nicht gefragt. Hundert wäre nämlich gerade falsch und die entsprechenden Punkte gibt es bei einer anderen Antwort: Elf.
Jedenfalls zehn Tage lang - im Zürcher Cabaret Voltaire.

Wie es zu dieser Gleichung kommt (die genau genommen auch garkeine ebensolche ist, sondern mit einem aus der Grammatik entlehnten Vektor operiert), erläutern Simon Berz und Kaspar König.

sbkkcv_g3.gifNicht unbedingt wortreich - was sich schon aus historischen Gründen geziemt: Bekanntlich pflegten schon diejenigen, deren kleiner Kulturrevolution das Haus in der Spiegelgasse gewidmet ist, Silben und Sätze vorzugsweise als poetisches Bastelmaterial zu verwenden. Vor allem aber geht es natürlich auch darum, die Schraube aus zeitgenössischer ein gutes Stückchen weiter zu drehen und dabei die eigenen Ansätze fruchtbar zu machen.

Umso passender daher das offene Klangbastellabor, das bereits an den Nachmittagen seine Türen für Neugierige öffnet, so dass man den beiden beim Tun über die Schultern schauen kann. Und beim Schauen muss es keineswegs bleiben - zumal auch Materialspenden für die fleissigen Bastler herzlichst willkommen sind.

Solche Spenden gab es bereits in den ersten Tagen der Arbeitswoche in erklecklicher, so dass unter anderem ein alter G4 ausgeweidet und mithilfe geeigneter Ingredienzien zur rhythmisch mitsummenden Liquid Light Show-Box umgebaut werden konnte.

sbkkcv_g2.gifGemeinsam mit diversen anderen gehackten (bzw., rechtschreibtechnisch grenzwertig, aber den Sachverhalt besser treffend sowie obendrein nahezu stabreimtaugich: gehäckten) Geräten und absichtsvoll unbotmässig sonifizierten Apparate-Mutanten darf die Box dann jeweils des Abends ab 22:00 Uhr die Bühne erobern, wenn Berz und König zum Post- bzw. Pata-Dada-Konzert laden.

Kurzum: Es gibt viel zu sehen, zu entdecken und zu erlauschen - und wer bis die Gelegenheit hat, bei 10x10>11=DADA im Cabaret Voltaire vorbeizuschauen, sollte sich selbige nicht entgehen lassen...

[Bildchen: Oben im Ausschnitt und unten links das Plakat zum (Pata-)DADA-Klanglabor - das vielleicht etwas arg düster ist in Anbetracht dessen, was vor Ort doch eher lustig leuchtet, blinkt und klingt. Mitte rechts daher noch etwas Passenderes aus den Wikipedia Commons gefischt: catadioptric system bokeh christmas tree lights, von User Hustvedt unter cc-by-nc-sa lizensiert.]

Von miss.gunst am 20.04.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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