« alphabete (WRT) | Hauptseite | unsichtbare signale »

09.05.08

wellen

ewv_ksw.gifBeim Stichwort "Wellen" möche manche/r angesichts des abrupt eingetretenen Hochsommers vielleicht gleich an ein verträumtes Eiland denken, an dessen Gestade ebensolche rollen - in die man sich dann umgehend zu Erfrischungzwecken werfen kann.
Auch schön. Aber in diesem Fall sind doch ganz andere Wellen gemeint. Solche nämlich, in denen wir - teils frei-, teils unfreiwillig - sozusagen ständig planschen.

Heute Abend eröffnet im HMKV Dortmund eine Ausstellung, die eben jenen Wellen gewidmet ist: Den elektomagnetischen nämlich.

ewv_g1.gif"WAVES - The Art of the Electromagnetic Society" versammelt Projekte von KünstlerInnen, die sich mit den kulturellen Imaginationen sowie den gesellschaftlichen und politischen Enden der Technologien beschäftigen, die wir bzw. die uns mit diesem Spektrum verknüpfen.

Dass da mitunter eine Menge Paralektronoia im Spiel sein kann, versteht sich von selbst (wenngleich Fans mit einer gewissen Bitterkeit bemerken werden, dass Felix Kubin leider nicht mit von der Partie ist).
Und nicht zuletzt es geht auch um ganz praktische Erkundungen des Elektromagnetischen Spektrums - wie beispielsweise in dem Workshop "Demons in the Aether", den Martin Howse (treuen LeserInnen natürlich auch kein Unbekannter) am Eröffnungswochenende anbietet - man möchte fast sagen: in technologischer Umsetzung der Pfingstwunder-Idee.

ewv_g2.gifDa WAVES ursprünglich 2006 von Armin Medosch in Zusammenarbeit mit Rasa Smite und Raitis Smits vom RIXC Center for New Media Culture in Riga konzipiert wurde und ebendort als Ausstellungs- und Symposiumsprojekt eine erste Station hatte, gibt es seit langem nicht nur ein schönes Katalogbuch, sondern auch eine materialreiche online-Dokumentation zu WAVES, die Interesssierten wärmstens empfohlen werden kann. Zur Vorbereitung auf eine Exkursion nach Dortmund - oder, wer es aus welchen Gründen auch immer nicht bis zum 29. Juni ins Ruhrgebiet schaffen sollte, nach Linz. Während der Ars Electronica im September gibts dann nämlich noch eine Chance, in den künstlerischen Reflexionsraum des elektromagnetischen Spektrums einzutauchen - in dessen Wellen wir alle schwimmen, ob wir wollen oder nicht...

[Bildchen: Hier wurde der sichtbare Teil der Wellen des elektromagnetischen Spektrums in eher unbotmässige Schwingungen versetzt. Für einen Überblick über ersteres eignet sich natürlich sehr viel besser das anschauliche Original, das Philip Ronan erstellte und unter cc-by-sa-Lizenz (bzw. wahlweise GNU) in die Wikipedia Commons spendete. Indes es bei WAVES wiederum, wohlgemerkt, tendenziell gerade um den unsichtbaren Teil geht...]

Von miss.gunst am 09.05.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

Kommentare

Kommentieren:

Thanks for signing in, . Now you can comment. (sign out)

(If you haven't left a comment here before, you may need to be approved by the site owner before your comment will appear. Until then, it won't appear on the entry. Thanks for waiting.)


Daten merken?