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31.08.08

grosse vögel, kleine vögel

bsot_ksw.gif... sind gestern (30.08.) in der Rotunde der Schirn Kunsthalle in Franfurt gelandet. Und werden dort wohl noch ein Weilchen nisten
Eine unerwartete Oase aus Klang mitten in der Stadt, in farbiges Licht getaucht, die allabendlich wie eine Fata Morgana für ein paar Stunden erscheint und dann wieder vergeht.

Angelockt hat die Vögel, zwei Zwergohreulen übrigens, Bernhard Schreiner (feld, Archiv). Eingefangen hat er aber nur ihre Stimmen. Schnäbelndes Gurren, das sich bestens mit dem körperlosen Schnarren der Schaltungen versteht. Das heisst: Im Grunde will man gar nicht unterscheiden zwischen dem Gesang aus Gefieder und dem, der von Impuls zu Impuls hüpft. Oder genauer gesagt, hingehört, im Puls selbst ist.

bsot_g2.gifBevor es dämmerte und dann, Schein geworfen, gleich wieder blauer Morgen werden konnte in der Lichtung gab es - allerdings nur für einmal - noch ein Konzert. Olivier Messiaen, dessen hundertsten Geburtstag es in diesem Jahr zu begehen gilt, und Martin Schmalz, der gerade mit einem Kompositionsstipendium in Frankfurt weilt - gespielt von MusikerInnen der Jungen Deutschen Philharmonie, die dem Franzosen mit ihrem diesjährigen Freispiel eine besonders schöne Hommage kredenzt.

Was im übrigen auch für Schreiners o.T. (presque rien n°2, blau) gilt. Allem voran der Vögel wegen, und nicht nur, weil es ursprünglich Messiaens Schüler Luc Ferrari war, der einer der beiden Zwergohreulen seinerzeit zärtlich die Stimme stahl.

Die Oase (presque rien) noch bis um 05.09. jeden Abend ab 20:00 Uhr in der Rotunde der Schirn; das Freispiel der Jungen Deutschen Philharmonie für Olivier Messiaen ebenfalls, aber an anderen und welchselnden Orten (Programm als pdf).

[Bildchen: Nun, was wohl anderes als zwei Zwergohreulchen, ein wenig wenigstens in Blau getaucht. In ganzer Gefiederpracht sind sie auf einem Foto zu bewundern, das Antonio De Lorenzo und Marina Ventayol machten und dessen hier verwendete und weiter transformierte Bearbeitung von Dysmorodrepanis dankenswerter unter cc-by-sa lizensiert und in die Wikipedia Commons gestellt worden ist.]

Von miss.gunst am 31.08.2008 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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