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12.10.09

move in/nach halle

mh09-ksw.gifHätte eigentlich schon eine Exkursionsempfehlung für das vergangene Wochenende sein können. Denn vergangenen Freitag hat die in Halle an der Saale .move eröffnet - eine Ausstellung mit Bildern in Bewegung, die auch ihre BesucherInnen in Bewegung bringt.

Im Hintergrund steht das von der in Halle beheimateten Werkleitz-Gesellschaft initiierte und dem European Media Art Network organisierte Stipendien-Programm EMARE (European Media Artists in Residence Exchange), das es in den vergangenen Jahren sechzehn KünstlerInnen (und Künstlerpaaren bzw- gruppen) ermöglicht hat, an unterschiedlichen Orten in ganz Europa neue Arbeiten zu produzieren.

mh09-g1.gifAls erste Bilanz dieser schönen Einrichtung gibt es nun eben .move - und dazu wiederum gab es am Wochenende ein besonderes Programm mit zahlreichen KünstlerInnengesprächen, Vorträgen, Performances und Konzerten der Beteiligten. Letzteres ist jetzt natürlich schon gelaufen.
Aber damit stehen bei Werkleitz in Halle die Bänder keineswegs still.

Denn die Ausstellung mit zahlreichen Stationen an mehreren Orten der Stadt ist noch bis 25. Oktober anzusehen - und die Sache mit der Bewegung funkioniert nach wie vor, nicht nur auf Seiten der Bilder.

Denn abgesehen davon, dass man sich (als Extra, ist keine Installation, sondern einfach eine gute Idee der KuratorInnen gewesen:) im zentralen Intecta-Gebäude - einem ehemaligen Jugendstil-Kaufhaus, das zu DDR-Zeiten Möbelhaus war und dann über 15 Jahre lang im Leerstand rottete - auf zwei Schaukeln setzen und in den bröselnden Deckenhimmel schwingen kann, geht auch an und zwischen den Ausstellungsorten jede Menge.

mh09-g2.gif

Mit das eindrücklichste Erlebnis ist es vielleicht überhaupt, von Station zu Station zu gehen. Denn hierfür haben Bertram Weisshaar und Ralf Wendt sechs "Audiowalks" erstellt - Klangspaziergänge, die auf ganz eigene Weise die Stadt erschliessen: Geschichten in Schichten und in Bewegung, die Gehen und Sehen, Geschichte und Gegenwart, Realitäten und Träume in und über Halle miteinander verflechten. Kino für den Kopf, in dem gleichzeitig Spiel- und Dokumentarfilme laufen - und bei denen man im Gehen und Mitgehen unversehens (bzw. -hörens) zum Protagnisten wird.

Hingehen bzw. hinfahren und mitgehen sei hiermit wärmstens empfohlen...

Von miss.gunst am 12.10.2009 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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