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15.01.10

Beam Me Up!

mggm-ksw.gifWir bleiben beim Blick nach oben und bei der (Welt-)Raumforschung.
Allerdings geht's nicht um Reisen mit dem Teleporter, wie Science Fiction-FreundInnen - den bekannten Aufruf an Scottie im Ohr - erst einmal vermuten könnten.

Vielmehr ist Beam Me Up "ein Projekt zum digitalen Welt-Raum und zu den wissenschaftlichen und künstlerischen Verkehrsmitteln, mit denen wir ihn erkunden": 2008 hat Reinhard Storz von xcult KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen dazu eingeladen, sich mit dem Raumbegiff zu beschäftigen - und speziell damit, ob und wie sich dieser aus ihrer Perspektive durch den Netzraum erweitert und verändert.

mggm-01.gifInzwischen ist daraus eine Plattform geworden, von der aus sich zu den unterschiedlichsten Raumfahrten starten lässt. Die Projekte laden beispielsweise dazu ein, mit HOIO aka Samuel Herzog die Mission des Agenten Kaki zu verfolgen und nebenbei phantastische Kochrezepte einschliesslich der verwendeten Zutaten kennenzulernen (wobei am leckesten natürlich die garantiert kulinarisches Neuland erschliessenden Nationalgerichte der geheimnisvollen Insel Lemusa sind).
Man kann sich mit Agnes Meyer-Brandis' Pico direkt in einen ganz besonderen Teilchenbschleuniger beamen. Oder sogar unsichtbar machen.

Dafür bietet der von knowbotic research in die Welt gesetzte macghillie sein Geleit an. Oder man mulipliziert sich einfach selbst (ud was heisst schon: "selbst") mit Marc Lees etwas anderer (und an den guten alten Tracerouter aus den Zeiten der Netzkunst-Klassik... wo lag der doch gleich nochmal? .. erinnernden) Suchmaschine "pic-me" [unbedingt ausprobieren - liefert garantiert gruslige Ergebnisse, nach deren Sichtung man wirklich netzunsichtbar werden will: miss.gunst als Blondine - *brrr*...]

mggm-02.gifFür diejenigen, die sich nicht allein ins Space Shuttle trauen, bietet Beam Me Up sogar Führungen durch kundige KuratorInnen an.

Und um noch die letzten Hemmschwellen abzubauen, hat schliesslich gestern im [plug.in] eine Ausstellung eröffnet, die eine zeitlang als Basis im Realraum dienen kann.

Wobei der so genannte virtuelle Raum naürlich nicht weniger real ist. Aber da nicht wenige der Projekt sowieso nicht nur die Transfers zwischen Räumen, sondern auch zwischen Realitäten, macht diese zusätzliche Dimnsion gleich doppelt Sinn.

Und: "Beam Me Up!" heisst unter Netzkonditionen ja schliesslich nichts anderes als "plug in"...

mggm-03.gif

[Bildchen: Wiewohl jedweder Waffengewalt wider Lebewesen abhold, hat miss.gunst als Zottelcamo-Fan und mental sniper natürlich auch einen Ghillie-Suit im Schrank, die sich als Tarnkappe bestens eignet...]

Von miss.gunst am 15.01.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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