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21.05.10

Maschinen, Insekten (WRT)

flmiim-ksw.gifOder eben: Maschinen als Insekten. Was in umgekehrter Folge erst einmal eine Überblendung mit langer kulturhistorischer Tradition ist - wobei wir in jüngerer Zeit die mähliche Transformation entsprechender Science Fiction-Phantasien in angewandte Robotik von realer Gegenwart beobachten konnten.
Für heute wird, von wegen "beobachten", aber mal nicht hingeschaut. Sondern gelauscht.

In der Nachtsendung des WDR3-Studios elektronische Musik wird nämlich eine aktuelle Produktion von Francisco Lopez vorgestellt, den die Insektenmusik-FreundInnen unter der geneigten LeserInnenschaft natürlich schon von älteren LogBuch-Einträgen kennen.

flmiim-gg.gifNun sammelt Lopez - der von Hause aus ja Biologe ist - eben nicht nur Insektenklänge, die er dann in Maschinenmusik transformiert. Sondern umgekehrt auch Maschinenklänge, welche dann unter seiner Bearbeitung mitunter etwas Organisches bekommen. Wobei das menschliche Gehör natürlich auch per se schon gewisse Tendenzen aufweist, Geräusche, die es nicht einordnen kann, als potentiell von anderen Lebewesen rührend zu interpretieren - was ganz und gar nichts mit lieböhrelndem Lauschen nach Wahlverwandschaften zu tun hat, sondern schlicht und ergreifend auf einen evolutionären Schutzmechanismus zurückzuführen ist. So gesehen bzw. gehört sind übrigens auch eindeutiger identifizierbare Klangmuster technischen Ursprungs wie etwa quietschende Bremsen lediglich eine Erweiterung des Sortiments von Signalen, die wir in der Kategorie "aggressiver Fressfeind nähert sich" abgespreichert haben.

Dass Lopez' Maschinenmusik ein wunderbares Exempel dafür ist, wie man kreativ auf solche anthropologischen Konstanten bauen kann, lässt sich ürbigens auch schon aus dem kleinen Ohrzuckerl auf der Seite mit der Ankündigung der Sendung heraushören.
Voll und ganz eintauchen werden wir dann zu gewohnter WDR3-Akustische-Kunst-Stunde ab 23:05 Uhr...

[Bildchen: Die Mutter unseres Maschinen-Insekts ist übrigens Japanerin; für die Einspeisung ihres Bildes in die Wikimedia Commons unter GNU resp. cc-by-sa-Lizenz danken wir Keyaki. Grand Merci!]

Von miss.gunst am 21.05.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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