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05.07.10

DIY Fächer für die Ferien

fsbsb-ksw.gifFerien haben bzw. machen wir hier zwar noch nicht. Aber die Temperaturen stehen nahe der Marke hitzefrei - und da ist es eine Sache der Vernunft, einen Takt langsamer zu schalten, dem Rechner ebenfalls längere Kühlungszeiten zu gönnen und mal ein Sendepäuschen einzulegen.
Doch natürlich nicht ohne zuvor noch einen zünftigen Basteltipp loszuwerden...

fsbsb-g1.gifMit dem bleiben wir selbstredend beim Thema - es soll also schon etwas Erquickliches dabei herauskommen.

Unser Ausgangslage bzw. -frage: Was tun, wenn man am Rechner sitzt, diesen gern in Richtung Sommerfrische verlassen würde, aber leider nicht ausbüxen kann? Genau: Wir nehmen uns ein Beispiel am guten Gerät und basteln uns etwas, das uns selbst ein kühles Lüftchen zuwedelt.

Das Nächstliegende (von wegen wir sind ja Techies und haben zudem auch just, wo wir diese Zeilen tippen, das Maschinchen vor der Nase resp. bei Fuss): Den Ventilator ausbauen und selbst verwenden.

fsbsb-g2.gifDazu hätte es bei instructables.com natürlich schon die eine oder die andere Anleitung... Aber wäre das gegenüber unserem Rechner nicht doch etwas gemein? Wir wollen ja nicht, dass er uns zusammenbricht.

Also darf es für einmal analog und unplugged sein: Wir basteln uns einen Fächer, mit dem sich lässig ein kühler Hauch in Richtung de perlenden Schweisses auf der Stirn wedeln lässt.

Damit es jetzt nicht zu kompliziert wird (mit dünnen, aber stabilen Plastestreifen oder Holzblättern, die man aufeinanderlegt und im Fall der Plaste: unten mit der Nietenzange zusammenlocht bzw. im Fall der Holzplättchen, was selbstredend die edelste Lösung ist, bohrt und mit einer weichen Lederschnur wickelt - aber wer hat derlei im Büro schon zur Hand?):

fsbsb-g3a.gifEs gibt ja auch die schlichte Lösung, die man noch aus dem Kindergarten kennt - und für die brauchen wir in der Minimalfassung nur Kleber, Klebeband und ein Blatt idealer Weise etwas stabileres Papier. Schöne Anleitungen gibt es an einschlägiger Stelle zuhauf. Wie zum Beispiel - für eine etwas edlere Variante mit verstärkten Seiten und Griff - beim Kidsweb (ja, im Text hat es dort eine kleine Lücke, aber die wird durch die Bilder doch bestens überbrückt).
Hier jedoch die bürotischgerechte ganz ganz simple Variante mit einem einfachen Blatt aus dem Drucker stibitzen Papier...

Die ersten drei Schritte sind oben zu sehen: (1) Man angele sich ein Blatt A4 und falte es in zwei Hälften, die sodann eine jede - erst die eine, dann die andere - wieder und wieder Falte für Falte halbiert werden. Denkbar einfach das, man benötigt nicht mal ein Lineal... um (2) also automatisch das Resultat einer regelmässigen Faltung zu erlangen. Diese führt man auf eine Faltenbreite zusammen (3) und halbiert diese noch einmal per Knick.

Selbiger Knick, der die gesamte Faltenziehharmonika durchzieht...

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... bildet dann den Fuss des künftigen Fächers ...
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... welcher mit simplem Klarsichtklebeband, wie hier in Nahsicht zu sehen erahnen ...
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... einfach fixiert und zugleich stabilisiert werden kann. Der verbleibende Spalt zwischen den zwei Fächerhälften will natürlich ebenfalls noch geschlossen werden. Was mit dem nächsten besten Klebstoff (dünn verstrichen) oder Klebestift funktioniert ...
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... um zu halten aber nach einer kleinen Ruhezeit unter dem sanften Druck einer Büroklemme verlangt ...
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... und schon ist er fertig, der Fächer:
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Oder, nunja, etwas, das einem Fächer mehr oder weniger ähnlich sieht. Wie schon das Bildchen des beispielhaft flink gebastelten Exemplars erahnen lässt: Die Fächelkraft dieses Modells ist bei der schlichten Bauart auf A4-Querformat-Faltungsbasis eher bescheiden. Aber mit minimalem Mehraufwand lassen sich doch bereits merkliche Verbesserungen des Basisprinzips erreichen. Und zwar so:
(1) A4 nicht quer, sondern längs falten - und zudem deutlich schmaler.
(2) Falls verfügbar: nicht nur etwas schwereres Papier, sondern leichtes Karton- oder Tonpapier nehmen.
(3) Zwei, drei der so gefalteten Fächer aneinanderfügen.
(4) Proportionen per Wedeltest prüfen, ggf. Fuss höher abbinden oder beschneiden.
(4) Die äusseren Seiten nochmals mit Karton verstärken - das verlangt eine weitere Wickelung um den Fuss, der dadurch aber auch seinerseits händischer wird.

Siehe da, schon wuppen die Luftmassen, dass es nur so um die Öhrchen zieht...

Von miss.gunst am 05.07.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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