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12.08.10

Honigtöne(r) und singende Sägen

cjgg-ksw.gifWie versprochen geht's nun weiter mit der Vorstellung der geheimnisvollen Objekte und Apparate, die uns beim Rundgang durch die Teile der Gartenschau entgegenblinkten. Wie beispielsweise jenes seltsame Kästchen mit der Aufschrift, die auf eine Schimpfmaschine schliessen liess...

Zu allererst einmal ist festzustellen: So ein Kästchen kommt selten allein. Entsprechend war auch besagtes Exemplar im Garten im Familienverband anzutreffen:

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Und den schauen wir uns natürlich nun noch etwas genauer an. Die Füss, die oben links ins Bildchen geraten sind, gehören übrigens auch zur Familie - genauer gesagt: Der einen Hälfte der ErzeugerInnengemeinschaft, die für Aufzucht und Hege der kleinen Kästchen verantwortlich ist.
Das sind Connie und John von fotosis, deren Motto "we like to make stuff" wirklich beim Wort genommen werden darf. [Da wir es diesmal tatsächlich verbeutelt haben, die beiden zusammen fotografisch einzufangen (daran ist vermutlich die Faszination ihrer Kreationen schuld, die mühelos alle Aufmerksamkeit auf sich zogen), gibts ersatzweise einen Schnappschuss vom SGMK HOMEMADE Camp im Tessin aus 2009, auf dem wir die beiden mit Oli Jäggi, dem Sequencer- und Drummachine-Spezialisten sehen]]:

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In ihrer Werkstatt entstehen - geleitet von Expermentierfreude, Erfindergeist und sichtlich grosser Liebe zum Detail - eben jene wunderbaren Apparate, von denen diesmal gleich mehrere mit von der Partie waren.

Hier kredenzt als Schachtel tönender Pralinés (Selektion "Sweet Noise") mit modularen Mini-Synthies ...

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... und Oszillator, über dessen Bau man sich - wie übrigens über (fast) alle fotosis-Kreationen, ausführlich im fotosis-Blog informieren kann. In diesem Fall sogar mit Anker zu einem Ohrzuckerl als Kostprobe (entweder direkt über den Blog-Eintrag oder bei archive-org):
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Nicht fehlen durfte natürlich der Honigtöner...

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... der ursprünglich mal mit etwas gepaart war, das nach singender Säge ausschaut und so gesehen auch eine ist, nämlich ein Sägen-Theremin. Das ist mittlerweile andernorts als Instrument im Einsatz und konnte deshalb nur als Visitenkarten-Bildchen dabei sein (sieht man oben neben den Synthies liegen). In ihrem Blog haben Connie und John aber eine ausführliche Dokumentation seiner Entstehung publiziert - und in einem eigenen Clip bei Youtube kann man nicht nur sehen, wie es funktioniert, sondern auch hören wie es tönt.

A propos: Tatsächlich wurde auch die Forschungswoche fleissig zu Basteln genutzt, sodass die Familie bereits neuen Zuwachs erhalten hat:

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Und wie es sich gehört, wurden die Instrumente auch gespielt:

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Wer nun mehr von diesen leckeren Dingen hören und sehen möchte, kann nicht nur im fotosis-Blog fündig werden - wo neben dem Saw Theremin zahlreiche weitere originelle Kreationen der Entdeckung harren. Beispielsweise ein wunderschönes Set mit Keyboard und Verstärker aus Karton oder ein anderes mit sensationellem Schneebesen-Theremin. Von vielen der grossartigen Geräte gibt es Klangproben und Konzertmitschnitte bei archive.org sowie Videos bei Youtube, welche höchst anschaulich den Gebrauch demonstrieren. Einfach toll!

SGMK & HOME MADE - DIY LABOR ROMAINMOTIER 2010

Von miss.gunst am 12.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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