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24.08.10

Kulturelle Elektronikmesse (@ ISEA2010)

isrdoec-ksw.gifElektronikfachmessen sind, kaum anders als Baumärkte, prinzipiell ideale Fundgruben für BastlerInnen. Um so besser allerdings, wenn mal eine speziell für diejenigen angeboten wird, die sich insbesondere für die künstlerische und kulturelle Bastelei am Draht interessieren.

Das gibt es derzeit im Rahmen der ISEA2010 RUHR - der aktuellen Ausgabe des alljährlichen Zusammentreffens der gleichnamigen Vereinigung, deren Kürzel für Inter(national) Society for the Electronic Arts steht.

Wo es stattfindet, verrät schon der Name, der denkbar deutlich auf die Kulturhauptstadt bzw. Kulturhauptstädte von RUHR.2010 verweist.
Dem entsprechend umfasst die ISEA2010 RUHR jede Menge Veranstaltungen in Essen, Duisburg und Dortmund. Und an letzterem Ort, im gerade erst (und noch als Baustelle) eröffneten U wird seit Montag die e.culture fair 2010 ausgerichtet.

Wie es Messen so an sich haben, dient auch diese als Präsentationforum - nur eben nicht für Firmen und ihre Produkte, sondern für im Feld der elektronischen Medien engagierte Kultur- bzw. Künstlerinitiativen und ihre Produktionen.

Was bei aller Vielfalt der eingeladenen e-Labs sofort ins Auge sticht: Neben den schon von der Lokation und Ausrichtung her nahe liegenden Bezügen zur Stadt, zu Strategien und Werkzeugen für Intervention und Partizipation steht derzeit die Arbeit an und mit dem, was man im weitesten Sinne als Ökomedien und Bio-Technologien bezeichnen könnte, auch hier derzeit ziemlich hoch im Kurs.

"Auch hier" meint zum einen, dass dieser Bereich insgesamt in der elektronischen Kultur weiter an Bedeutung gewonnen hat und zum anderen, dass er dementsprechend auf der ISEA2010 RUHR ebenfalls an allen Ecken und Enden begegnet - aber dazu noch mehr, wenn nach der Exkursion-Kulturbeutel weiter ausgepackt wird.

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Auf der e.culture fair 2010 - wo das Thema auch auf mehreren Panels vorgestellt und diskutiert wird - sind Künstlerorganisationen wie foam oder okno vertreten, die seit langem das Feld beackern. Und mit ihnen jede Menge aktueller Projekte, von Botanoadopt aus Köln und Münster, das die Adoption vernachlässigter und misshandelter Topf- und Zierpflanzen organisiert über das von okno mit initiierte Time Inventors' Kabinet, wo unter anderem auch Open Greens und Stadtbienen eine zentrale Rolle spielen bis hin zu den von Angelo Vermeulen und Biomodd-Laboratorien und Agnes Meyer-Brandis' (bei HOME MADE bekanntlich hoch geschätzten) Forschungsfloss.

Wer jetzt flunscht, weil zu weit weg oder alles schon vorbei: Hintergrundinformationen und Links zu allen Ausstellern der e.culture fair 2010 sind nach wie vor auf deren Heimseiten zu finden. Ist natürlich nicht dasselbe, wie dabei zu sein, alles ansehen und sich austauschen zu können. Aber immerhin.
Und: Sowohl die ISEA2010 RUHR als auch einige Projekte schauen wir uns auch im Log.Buch noch genauer an...

[Bildchen: Naja, mangels eigener Aufnahmen frei dazuphantasiert. Bei FlickR hat es ganze Fotoalben zur e.culture fair wie das von FlandersDC. Aber selbst auf Aufnahmen, die unter cc publiziert sind, kann es jede Menge Bilder und Sachen haben, auf denen irgendjemandes Copyright liegt. Da basteln wir lieber unsere kleine Hommage selbst..]

Von miss.gunst am 24.08.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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