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04.11.10

Analog Visuals Laboratory( @ Shift Festival 2010)

scshf-ksw.gifGerade nochmal nachgeschaut, aber tatsächlich: Eins der echten Highights der Ausstellung des diesjährigen SHIFT Festivals war gar nicht offizieller Teil derselben.
Nun, zu übersehen war es jedenfalls nicht...

Schliesslich hatten Michael Egger von anyma und Flo Kaufmann (mehr im hauseigenen Archiv) ihr Analog Visuals Laboratory direkt im Eingangsbereich zur grossen Ausstellungshalle aufgebaut - wo ihm in Sachen Anziehungskraft allenfalls noch die wie immer intensiv frequentierten Tische des DIY Makeway der SGMK den Rang ablaufen konnten.

scshf-g01.gifWenn überhaupt. Denn nachdem es im Sommer während der HOME MADE-Forschungswoche schon ziemlich spannend gewesen war, den beiden beim Basteln über die Schultern zu schauen, gibt es mittlerweile doch ziemlich sensationelle Forschritte in Sachen Synkies zu verzeichenen.

Worum es geht? Ja, tatsächlich um an- und natürlich auch nach vorn gewandte Medienarchäologie: Nämlich die Idee des analogen Echtzeit-Videosynthesizers, wie sie unter Pionieren auf dem Feld der elektronischen Kunst ab Mitte/Ende der 1960er Jahre kursierte.

Damals frickelten beispielsweise Nam Jun Paik und Shuya Abe am legendären Paik-Abe-Videosynthesizer. Aber dieses in der Kunstszene wohl prominenteste Projekt war mitnichten das einzige, wie uns die lange Liste der Videosynthesizer lehren kann, die David Eagan auf seinen phantastisch materialreichen Audiovisualizers-Seiten zusammengestellt hat.

Auf einige der auf dieser Strecke gesetzten Marksteine kann auch das Synkie-Projekt bauen. So beispielsweise auf die seinerzeit schon im Geist von OS-publizierten Dokumente zu Dan Sandins Sandine Image Processor oder die Funktionen des Spectre Colour Video Synthesizers.

Wie sich das Synkie-Projekt entwickelt, kann man nebenbei bemerkt auch ganz wunderbar über das Forschungs-Blog verfolgen, das Michael Egger auf den anyma-Seiten führt. Indes die beim SHIFT-Festival geschossenen Fotos, so bescheiden sie in ihrer Qualitaet auch sein mögen (ja, *seufz*), vielleicht schon einen kleinen Eindruck davon vermitteln können, wie gut das Ganze bereits funktioniert!

scshf-g02.gif

P.S. Oh, Entschuldigung. Nach einigem Kramen haben wir dann doch noch den Ort entdeckt, an dem das Analog Visuals Laboratory im Programm Erwähnung findet: Ah, bei den Konzerten. Wer hätte das gedacht...


Von miss.gunst am 04.11.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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