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12.11.10

GADGETS-A-GOGO

ggagg-ksw.gifAlle Jahre wieder? Genau. Doch keine Sorge, es weihnachtet noch nicht - wiewohl die saisonale Bestückung der Supermärkte mit einschlägigem Kleingebäck uns selbiges wohl schon suggerieren möchte. Vielmehr hat, wie immer um Mitte November, das Kasseler Dokfest seine Pforten geöffnet. Und in diesem Zuge lädt auch interfiction wieder zum Austausch über aktuelle Bewegungen an den Schnittstellen von Kunst, Medien- und Netzkultur ein.

Und die Sache mit den Bewegungen darf heuer sogar beim Wort genommen werden: Thema sind nämlich tatsächlich bewegliche Teile.

ggagg-g01.gifAllerdings weniger solche, die in die Rubrik "Kinetische Kunst" fallen würden (wie das seinerzeit bei der gleichnamigen Ausstellung im Tinguely Museum der Fall gewesen ist, s. den Eintrag vom 26.05.05).

Vielmehr gehts um die ziemlich obsessive Beziehung, die wir zu jenen Objekten unterhalten, welche man in bestem Denglisch als "Gadgets" zu benamsen pflegt - kleinen beweglichen Teilen eben, die durch Technik, Design, Lust und Nutz bestechen und deshalb ganz offenkundig dazu prädestiniert sind, zu individuellen wie kollektiven Objekten des Begehrens zu werden.

Nämlicher Beziehung wollen wir nun anhand von Fragen wie den folgenden weiter auf den Grund gehen (bequemerweise mal als Eigenzitat direkt aus dem Basiskonzept kopiert):

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"Wen und was machen Gadgets mobil? Unter welchen Voraussetzungen, zu welchen Zwecken und – was nicht nur eine ökomomische Frage ist – um welchen Preis finden in ihnen unterschiedliche Konfigurationen von Hard- und Software zusammen? Wie wurden und wie werden Interfaces von und für Gadgets gestaltet – und wann bzw. inwiefern lässt sich sagen, das Gadgets selbst als Interfaces funktionieren?

In welcher Relation stehen dabei Funktionen und Design? Wie verhalten sich 'Nutz und Lust' bzw. Werkzeug- und Spielzeugcharakter zueinander? Welche Entwicklungen gibt es jenseits der von großen Herstellern dominierten Märkte? Welche Bedeutung besitzen Open Source-Technologien, Do-It-Yourself und 'Hacks' im weitesten Sinne in diesem Zusammenhang?

ggagg-g03.gifWelche Rolle spielen Gadgets in unterschiedliche soziokulturellen Kontexten und Gemeinschaften? Wie haben sich die Relationen zwischen Nerd- und Popkultur, Konsum und prosumer culture entwickelt? Welche Potentiale besitzen Gadgets für kreative Anwendungen – und welche speziell für die Kunst?"

Undsoweiter. Gegründelt wird wie immer bei interfiction nicht nur theoretisch, sondern vorzugsweise direkt aus der Praxis heraus. Weshalb es auch wieder ein DIY-Lab gibt - das in diesem Jahr, da fast alle Beteiligten mit Werkzeugkisten und Materialien anreisen, auch dezidiert dazu einlädt, nach dem Prinzip des DIY makeaway (ja, die SGMK ist auch wieder dabei) an einem GADGET-A-GOGO Marke Eigenbau zu basteln.

Von miss.gunst am 12.11.2010 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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