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01.05.11

Baustellen

hmb-bstn-ksw.gifWas ist eigentlich aus den vielen schönen Baustellenschildern geworden, die dereinst von unzähligen Webseiten blinkten?
Mindestens auf den ersten Blick könnte man meinen, dass sie eins nach dem anderen von einem grossen, schwarzen Loch verschluckt worden sind.

Denn anders als noch vor zehn Jahren, also Ende der 1990er, scheinen sie immer seltener zu begegnen.

Nun kann das schwerlich darin begründet liegen, dass es im World Wide Web etwa keine Baustellen mehr hätte und der entsprechende Verweis in der Wikipedia nurmehr von historischer Bedeutung sei.

Ganz im Gegenteil: Nach wie vor könnte bzw. kann man mit Fug und Recht behaupten, dass das WWW - wie eben das Leben im allgemeinen - eine einzige Dauerbaustelle ist.

Insofern liesse sich mit Blick auf den (tatsächlichen oder vielleicht nur gefühlten) Baustellenschilderschwund wohlmöglich eher die steile These wagen: Wir sind - zumal in Zeiten täglicher Updates, Ugrades, da Launches ebenso wie sterbene Projekte und Ghost Sites längst zum Alltagsgeschäft gehören, nicht zu vergessen die Deskilling-Kollateralschäden des sogenannten Web 2.0 - schlicht und einfach daran gewöhnt, dass auch im WWW ein für allemal fertig mit der Utopie von "fertig" ist.

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Je nun. Weil wir aber im tiefen Grunde unseres Herzens zugleich nicht nur Ruinen- sondern auch BaustellenromantikerInnen geblieben sind: Bauen wir heut mal ein Baustellenschild. Nur mässig gelungen - wir hoffen aber, dass es dennoch seinen Zweck erfüllt...


Von miss.gunst am 01.05.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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