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24.06.11

pdf festival

pdffke11-ksw.gifEin Festival, bei dem sich FreundInnen des "Portable Document Format" (kurz: PDF bzw. .pdf) ein Stelldichein geben?
Etwa, um sich über Freud und Leid im Umgang mit Porgrammfunktionen auszutauschen. Oder einander kreative Anwendungen, vielleicht sogar pdf-Kunst (was auch immer das sein mag) präsentieren?

Nun: Nicht ganz. "pdf" steht in diesem Fall nämlich für "popdesignfestival" und ist eine Veranstaltung, die seit vergangenem Mittwoch (22.06.11) und noch bis einschliesslich Sonntag (26.06.11) in Köln-Ehrenfeld stattfindet.

Organisiert wird es - in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal - vom Design Quartier Ehrenfeld. Das wiederum weckt nicht ganz zufällig Assoziationen zu dem, was seit einigen Jahren allenthalben als so genannte "Kreative Klasse" (bzw., mittlerweile registrierte Marke ihres Erfinders Richard Floria: als "Creative Class") beschworen wird. Und die wiederum sind, eben weil daran ein ganzer Komplex sozioökonomischer Kondition(ier)ungen und Begleiterscheinungen hängt, nicht unbedingt nur positiv.

Guckt man nun genauer hin, was in Köln-Ehrenfeld übers Jahr so auf die Beine gestellt wird, so bestätigt sich dieses Bild zuteilen durchaus. Auch die Projekte - vom Basteln am (und im) lokalen Betahaus über Design-Messe und Zine-Salon bis zur Feld-Forschung mit urbanem Ackerbau und kollektiven Pflanzaktionen - ähneln kaum von ungefähr jenen, wie sie derzeit auch andernorts von Berlin bis Zürich anzutreffen sind. Und die wir, Kreative hin, Klasse her, doch auch mögen.

pdffke11-g.gif

Wie eben nun das popdesignfestival, zumal es sehr sympatische Projekte wie eine Perlenkette reiht: Beim Programm - das natuürlich auch als zünftiges pdf vorliegt - mit dabei sind beispielsweise das kommando agnes richter, dessen aktive Mitglieder Steffi Müller und Klaus Dietl (siehe auch mehr im hauseigenen Archiv) einen Workshop in aktionistischem Stricken anbieten oder auch das mixhibition-Projekt, das die Herzen von LiebhaberInnen der Kassetten- bzw. (Mix-)Tape-Kultur höher schlagen lassen dürfte.

Und noch vielesvieles mehr. Also nicht, dass wir hier den neulich aus Anlass der Angewandten Akustik ausgebrachten Ausruf (tfc) zum ceterum censeo machen wollen. Aber wenn es einen Anlass für einen Ausflug nach Köln-Ehrenfeld brauchen sollte: dafür kandidiert das popdesignfestival sicherlich.

[Bildchen: Am pdf-Programmraster entlang imaginiert. Vielleicht statt drucken stricken?]


Von miss.gunst am 24.06.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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