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27.08.11

Botaniques Digitales

dbbld-ksw.jpgNach wie vor zieht das Sommerfestival Les Digitales von Station zu Station - und in Bern hat es diesmal etwas ganz besonders Feines im Programm: Analogitale Audio-Botanik!

Zugegeben: diese Klassifizierung haben wir uns gerade gestattet - aber wir hoffen doch, dass die beiden zuständigen Gärtner nichts gegen diesen Begriff einzuwenden haben.

Aber wie auch immer: Flo Kaufmann und strotter inst. - zum Einen wie zum Anderen mehr im hauseigenen Archiv - haben anlässlich des Festivals zusammen mit Aguilea für den heutigen Samstag (27.08.11) im Botanischen Garten Bern eine Reihe von Installationen sowie geführte Audio-Touren eingerichtet.

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Um das Studium der analogitalen Botanik zu erleichtern, hier noch eine Handreichungen von den Botanikern selbst:

"Aculeus Flecto - Sukkulentenhaus (Plan Gebäude Nr. 34)

Zur Gattung der Wandler-Sukkulenten gehörend ist der Aculeus Flecto ein
typischer Epiphyt. Die Kurztriebe dieser Art bilden zeitweise auch
sogenannte Audio-Areolen zur Pollenübertragung. Dank einer Symbiose mit
der Lackschildlaus können sehr lange Trockenzeiten durch konsekutive
Dormanz überbrückt werden.

Ahasveros - Palmenhaus (Plan Gebäude Nr. 32)

Dieses Apokryphengewächs ist eine typische Pionierpflanze. Der sichtbare
Teil der Pflanze beschränkt sich auf eine einzige Luftwurzel, einem
Mono-Rhizom ohne Wurzelhaare. Die Fortpflanzung erfolgt durch Autogamie
(Selbstbestäubung) aufgrund der permanenten Autorotation. Die Ausbreitung
erfolgt parasitär via Weichtiere (z.B. Egelschnecken).

Oegishelm - Farnhaus (Plan Gebäude Nr. 33)

seltenes Tarnkappengewächs, gehört zu der Gattung Vandali. Besonders
Kennzeichen ist die Mimese an den Übergang zwischen Boden- und
Krautschicht. Der Oegishelm gehört zu den Kryptophyten. Sein vigilantes
Wachstum beeinflusst lokal die Pedogenese zu Ungunsten der umliegenden
Flora.

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Omophagen - Mittelmeerhaus (Plan Gebäude Nr. 30)

isoliert lebendes Mänadegewächs, gehört zur Gattung der Karnivoren. Der
Halbstrauch ist die einzige fleischfressende Art mit Hakentechnik.
Omophagen wachsen ausschliesslich in Gebieten mit regressiver Sukzession.
Die Ausbreitung erfolgt mittels Chamaechorie nach absterben von
Sprossachse und Wurzelstock.

Ritzel Piezea / Ritzel Magnesia - Sukkulentenhaus (Plan Gebäude Nr. 34)

Die zur Gattung der Unwuchten gehörenden Spinal-Gewächse sind meist
Mehrtriebig . Ihre bewegliche Infloreszenz zeichnet sich durch akustisch
wahrnehmbare Terminalblüten aus. Die beiden Unterarten unterscheiden sich
äusserlich nicht von einander. Das Ritzel Piezea zeichnet sich durch seine
kristalline Saftstruktur aus, während das Ritzel Magnesia nur auf Böden
mit in seltener Erde gedeiht.

Zellwegeris Usterea - Steppenhaus (Plan Gebäude Nr.26)

Das farblich der Umgebung angepasste Phenolengewächs ist die einzige
bekannte Art mit auditivem Schutz gegen Fressfeinde. Die Ausbreitung
erfolgt durch Tonale Phartenogenese. Eine Unterart bilden die Bakelitea
welche als eine der ganz wenigen Pflanzenarten auch bei siedenden
Thermalquellen (ab 77.5°C) überleben können."

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Womit wohl selbst diejenigen ein bisschen Appetit auf die Inaugen- und ohrenscheinnahme der Berner Neophyten bekommen haben dürften, die sonst nicht so oft ins Gewächshaus gehen...

P.S. Jaja, das ist natürlich noch längst nicht alles, was in Bern zu bieten haben. Siehe das ausführliche Programm.

[Bildchen: Aus dem Frankfurter Palmengarten, nicht dem Berner. Die Pflänzlein wären aber vielleicht auch alle gute Kandidaten für analogitale Botanik, oder etwa nicht?]

Von miss.gunst am 27.08.2011 | Anker zu diesem Artikel | Kommentare (0)

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